Kater Tommy sucht ein Zuhause

Ja, der Kater Tommy, der auch vom Himmel fiel und plötzlich in einer Falle saß.

Er ist ungefähr sechs Monate alt und lebte mit zwei gleichaltrigen schwarzweißen Katzendamen  und der getigerten, noch säugenden Mutterkatze  zusammen auf einem Firmengelände. Auf diesem Gelände wird weder gefüttert noch sich gekümmert, lediglich aufgepasst und zugegeben, auch das ist viel wert.

Jungkatzen wurden gesichtet, die vorher nicht da waren. Die Mitarbeiter machten es richtig und sprachen mich darauf an. Den Umweg über komplizierte Telefonate mit einem gesuchten Tierschutzverein oder Tierheim nimmt  „Ottonormal“ ungern in Kauf, doch in diesem Fall fahre ich täglich berufsbedingt zu dieser Firma und es hat sich herum gesprochen, dass ich mich kümmere…

Tommy wurde kastriert und bekam eine Wurmkur verpasst. Aber er gab sich definitiv anders, als viele andere und ließ sich streicheln, brach nicht in Hektik aus, sondern nahm die Gegebenheiten locker hin. Somit kam man ins berühmte Zweifeln. Wohin mit ihm? Will er wieder raus, an seine angestammte Stelle? Ja oder Nein? Anscheinend nicht wirklich.

Im ersten Moment wurde er zur Ausheilung in der Dachkammer untergebracht. Als seine schwarzweißen und im Zimmer wild umher hetzenden  Katzenfreundinnen wieder heraus  gelassen worden waren, überlegten wir  weiter. Tommy alleine im Dachzimmer lassen und ewig auf ein Zuhause warten… wir sind Tierschützer.

Unsere Heike nahm ihn auf, da Pepitos Bruder inzwischen vermittelt werden konnte und somit ein Platz bei ihr frei war.  Somit sind beide nicht alleine und sie verstehen sich. Tommy ist zu vergleichen mit Lisbeth, Maxi und Emmy. Die Zeit muss reifen und Geduld ist gefragt. Tommy ist somit noch keine Knutschkugel, die macht, was Mensch gerne hätte.

Heike gibt sich wie immer viel Mühe und Dank ihr ist auch dieses Video zustande gekommen, wo der noch zurückhaltende  Tommy und der selbstbewusste Pepito in Aktion angesehen werden können.

Weitere  Berichte werden folgen.

Kittenbloggie – Lisbeth äußert sich!

Guten Tag. Die Frau, die auch wohnt, wo ich wohne, liegt schnarchend und röchelnd auf dem Ding mit den vielen Kissen drauf, bedeckt von lauter zerknüllten Etwassen, die Taschentücher heißen müssen, denn immer, wenn sie in dieses mobile Sprechdings reinredet sagt sie „Taschentücher, ich brauche mehr Taschentücher“. Und wenn sie die dann mitgebracht bekommt, nimmt sie sie aus der Packung, tut sie an ihre Nase und macht seltsame Geräusche. Und dann liegt sie wie ein Häufchen Elend da und behauptet, dass sie keine Kraft habe, um mir mir zu spielen. Hauptsache ich soll ständig angerannt kommen, sobald sie mir ihre Hand entgegen streckt. Die Frau kann wirklich froh sein, dass sie von Anfang an ein Dach über dem Kopf gehabt hat, wenn sie auf der Straße hätte leben müssen wie ich, wäre die schon längst eingegangen!! Nun ja, jetzt schnarcht sie jedenfalls so vor sich hin und ich übe ein bisschen Tatzenmotorik auf diesem Dings hier, das ist leichter, als einen Stift zu halten, weil der dann immer so schön wackelt und dann spiele ich lieber damit, als was zu schreiben.

Jedenfalls wollte ich Euch nur mitteilen, dass ich sehr wohl die Manieren habe, angerannt zu kommen, wenn mir eine Hand entgegen gestreckt wird, das finde ich sehr höflich von mir. Denn noch keine von denen ist angerannt gekommen, wenn ich meine Pfote in die Luft gehalten habe, also was soll das. Na ja, ich muss auch zugeben, was die dann mit ihren Fingern machen ist auch schön, so gekrault zu werden. Neulich sogar habe ich mich so hinreißen lassen, dass ich glatt vor Wonne umgefallen bin und einfach nur weiter gestreichelt werden wollte.Das passiert mir sonst nur, wenn ich mit Gini kuschle, die ist mir nämlich das Allerliebste auf der Welt.

Und schnell lernen, das tue ich auch weiterhin; allein heute!! Ich habe gelernt, dass was Gutes dabei abfallen kann, wenn Menschen in die Küche gehen, und das man mit einem Stück Korkrinde super durch die Wohnung hechten kann, da hat sogar meine liebe Gini mitgemacht und außerdem, weiß ich jetzt, warum die so gerne auf dem großen Ding mit den vielen Kissen sitzen, das ist saubequem da. Und gelernt wo das Gretchen ihr Futter kriegt, hab ich auch, das esse ich jetzt auch immer, nachdem mein eigenes weg ist. Gretel kriegt zwar das gute Futter für Senioren, aber was soll mir schon passieren, außer, dass ich so groß und so stark werde wie sie. Und ich habe das Öl gefunden, das meine Gini über ihr Futter kriegt, damit sie ihr tolles Fell behält und ihre Hautproblemchen loswird, darum ist sie so wunderschön! Und da ich beschlossen habe auch wunderschön zu werden, habe ich direkt mal die Flasche von außen geputzt, mal sehen, wann ich glänze.

Ich bin also total nett und aufgeschlossen, wie ihr seht, nur gestern habe ich was Schlimmes gemacht, das tut mir heute wirklich leid und dafür möchte ich mich entschuldigen: Ich habe nämlich das Gretchen mindestens eines ihrer Katzenleben gekostet. Das kam so: Gretel hat da so eine Miniaturausgabe von so einem Ding mit vielen Kissen drauf auf der Fensterbank und da lag sie gestern drauf und wo ich sie angesehen habe, sah das sooo gemütlich aus, wie sie da schlief und ich hatte auf einmal nur noch den einen Herzenswunsch auch da zu liegen, vielleicht sogar mit ihr zusammen?

Na ja und dann bin ich einfach auf das Gretchen draufgesprungen, so richtig volle Möhre, wie man so schön sagt, Mensch, was hat die sich erschreckt und geschrien und gefaucht! Und getackert hat sie mir auch eine, trotzdem hab ich sie sehr gerne und wünsche mir sehr, dass wir eines Tages vielleicht wirklich zusammen auf der Fensterbank liegen …

So und jetzt versuche ich mit diesem Knipsdings mal ein Foto von der schnorchelnden Frau da zu machen, damit ihr mal seht, wie das ist, wenn man ständig in allen Lebenslagen dargestellt wird … Knopf auf on … Objektivdeckel ab … Blitz und jetzt … oh oh, sie wacht auf und starrt mich an als hätte sie eine Vision von einer Katze, die ein Foto von ihr machen will. Das wird wohl nichts mehr … schade, dieses doofe Gesicht hätte ich gerne mit Euch geteilt!!

In Thunfisch mit Venusmuschel (gab’s gestern, köstlich, aber meine Menschen haben wohl keinen so feinen Gaumen, bei denen gab’s nur Brote) getauchte Grüße

Eure Lisbeth