Sind Tiere härter im Nehmen als Menschen? Oder: Gini und die Dackellähme

Wenn ich mir diese Frage im Bezug auf meine Dackeldame Gini stelle, dann muss ich antworten: „Gini ist definitiv härter im nehmen als ich!“ Rafft mich bisweilen schon einmal ein grippaler Infekt auf desaströse Weise aus den alltäglichen Trott, so hat Gini 2008 zwei Bandscheibenvorfälle gehabt, die sie beide jeweils komplett gelähmt haben, von denen sie sich hat aber nicht weiter beeindrucken lassen. Über diese Zeit und meine Gedanken dazu möchte ich euch ein wenig erzählen. Zwischendurch zeige ich einige Bilder von einer von Ginis Physiotherapiestunden.

Ginevra Leonie K., geboren am 02.10.2001

Im März 2008 zeigte Gini deutliche Schmerzen im Rücken. Der damalige Haustierarzt piekte sie in die Seite und diagnostizierte einen verspannten Rücken. Nach einer Schmerzspritze ging es ihr die nächsten Stunden deutlich besser. Leider nutzte sie die Schmerzfreiheit auch für herumspringen und weitere Aktivitäten, die nicht unbedingt gut für ihren Rücken waren, bis sie dann am nächsten Tag auf einmal immer schlechter bis gar nicht mehr laufen konnte. Der bisherige Haus-TA sah uns am nächsten Tag zum letzten Mal, nachdem er uns über eine Stunde im Wartezimmer ausharren ließ, um einen kurzen Blick auf Gini zu werfen und zu sagen, dass sie in diesem Zustand in die Tierklinik müsse. Soviel zum Thema verspannter Rücken. Es war also in Wahrheit ein Bandscheibenvorfall. Als wir in der Tierklinik Erkrath-Trills ankamen, konnte Gini bereits nicht mehr laufen. Dort reagierte man sofort, es folgten diverse Untersuchungen, immer Rücksprache mit uns, den heulenden Menschen im Wartezimmer, die sich die schlimmsten Vorwürfe machten, nicht früher reagiert zu haben.

Die Physiotherapie wird bei uns "Füßchentherapie" genannt und beginnt mit einer Massage.

Gini wurde geröngt, bekam eine CT und nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen waren, wurden die Behandlungsmöglichkeiten auf den Tisch gelegt. Alternative Behandlung mit Medikation, Physiotherapie und viel Glück, oder eine erfolgsversprechendere Operation mit anschließender Physiotherapie. Was ich an der Tierklinik bis heute sehr schätze ist, dass man niemals das Gefühl hat, etwas vorgemacht zu bekommen. Es wurde nie unmögliches versprochen, bei jeder Behandlungsmethode auf die Vor- und Nachteile hingewiesen, auf die Kosten und Folgekosten aufmerksam gemacht. Ich fühlte einfach, dass egal, was geschehen würde, Gini in guten und professionellen Händen war.

Neben Magnetfeld und Lasertherapie wird auch die "heiße Rolle" zum Einsatz gebracht. Hierzu wird ein Handtuch auch bestimmte Art aufgerollt und innen mit heißem Wasser aufgegossen. Hiermit kann der Patient einige Zeit massiert werden. Animiert meist zum Einschlafen.

Ich entschied mich für die Operation. Ich konnte mich dafür entscheiden. Zwar hatte ich das Geld nicht „auf der hohen Kante“, aber ich hatte die Möglichkeit es zu beschaffen, zudem bot die Klinik eine teilweise flexible Zahlung an. Als ich Gini 2002 von einer Welpenfarm in Wuppertal bekam, hielt ich sie einige Zeit heulend in den Armen, weil mich das Bewusstsein um die Verantwortung, die ich mit ihrer Aufnahme übernommen hatte, einfach umwarf. Ich dachte sogar darüber nach, sie wieder abzugeben. Aber ich entschied mich letztendlich ganz klar dafür, sie zu behalten. Damit war für mich ebenso klar, dass ich ihr jede Pflege, Hege und sonstige Behandlung würde zukommen lassen, die im Rahmen meiner Möglichkeiten lag, egal wie viele Einbußen das an anderer Stelle bedeuten könnte. Wenn Menschen das nicht können oder wollen, ihnen das aber erst klar wird, wenn das Haustier schon auf dem Behandlungstisch liegt, ist das für die Einen hart, für die Anderen höchstens umständlich. Ich hoffe, dass die, die ihr Tier nicht behandeln lassen können oder wollen, dann wenigstens die Weitsicht aufbringen, sich kein neues Tier mehr anzuschaffen. Leider zeigt die Erfahrung, dass viele Menschen dazu neigen, eingesparte Behandlungskosten direkt wieder in Neuanschaffungen zu investieren.

Nach der Massage geht es auf's Wasserlaufband. Größere Hunde können die Rampe an der Seite nutzen. Zwerge wie Gini werden einfach auf das Band gehoben. Hier noch im Trockenen.

Die Operation verlief gut. Gini musste natürlich zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Sie war damals zwar schon sechs Jahre bei mir, aber wir hatten noch keine Nacht voneinander getrennt verbracht. Mein Verantwortungsgelübte sag es nun einmal vor, dass ich sie in jeden Urlaub mitnahm, auch wenn es bedeutet, dass ich für ihr Flugticket aus Prinzip mehr bezahle als für meines, weil ich sie immer im Passagierraum mitnehme und nicht im Gepäckraum fliegen lasse. Ich konnte natürlich nicht schlafen. Mein Geburtstag stand an und ich wünschte mir meinen Hund halbwegs gesund zurück. Den Rest würden wir gemeinsam hinkriegen. Gini konnte wohl auch nicht schlafen, traute sich laut Aussage der Tierpfleger aber nicht sich zu beschweren. Beinahe hätte sich mein Geburtstagswunsch nicht erfüllt, denn Gini weigerte sich selbstständig zu urinieren. Man wollte sie weiter beobachten, da man sich nicht sicher war, ob sie durch den Vorfall und die Op nicht dauerhafte Schäden bzw. Lähmungen an Blase und Darm davongetragen hätte.

Hier wird das Band in's Wasser gelassen. Ein Moment, der Gini der unangenehmste ist. Meistens hebt sie nur ein Pfötchen hoch um es in's Trockene zu bringen, hier hat sie gleich beide Vorderpfoten retten wollen.

Als ich das hörte, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich wusste, dass Gini mit den Pflegern niemals Pippi machen würde. Das hat sie seit ihrer Welpenzeit niemals abgelegt: in fremder Umgebung mit fremden Menschen kann sie sich ihre Notdurft tagelang verkneifen und tut das auch! Das versuchte ich in der Klinik zu erklären. Zunächst ließ man mich zappeln, dann flehte ich sie an, mir Gini mit nach Hause zu geben und wenn sie nicht machen würde, würde ich sie am Abend wieder zurückbringen, weil ihr ja dann die Blase ausgestrichen werden müsste. Also durfte ich sie nach Hause holen. Müde sah sie aus und verschreckt, verstrubbelt und ein wenig schmutzig. Und sie konnte nicht laufen, trotzdem war ich einfach glücklich, sie war noch da und freute sich, uns zu sehen. An dem Tag hat es furchtbar geregnet. Gini konnte nach wie vor die Hinterläufe nicht bewegen, also zog ich ein Handtuch unter ihrem Bauch hindurch und so bewegte sie sich mit den Vorderpfötchen vorwärts, während die Hinterbeine von uns in der Luft gehalten wurden. So gingen wir in den strömenden Regen und Gini zog Dampfwalzenartig mittels Vorderantrieb ab in den Garten, zu ihrem Lieblingsrosenbusch, wo sie sich bemerkbar machte. Wir ließen den Hintern runter und da plätscherte es nur so aus ihr heraus. Die Schilderung des Ganzen sorgte in der Klinik für Erheiterung und die Entlassung der Patientin nach Hause!

Hier wird Mitleid geheischt und auf (gute!) Leckerchen spekuliert. Das Band ist jetzt in der richtigen Position und wird zum Laufen gebracht.

Es folgten ein paar Tage, in denen ich ernsthaft besorgt um sie war. Ich habe gezweifelt, ob ich das Richtige gemacht hatte. Man las ja schließlich im Internet von Tierfreunden, die ihrem Liebling „all das Leid ersparen wollten“ und einschläferten. Gini schien kraftlos und müde. Aber das war ich auch, befand ich. Das erste Mal so lange von Zuhause weg, die sicherste und mutigste aller Hündinnen war sie nun nicht gerade. Also krempelten wir Ärmel und Fell hoch und liefen loss. Übten mit dem Handtuch um den Bauch Schrittchen um Schrittchen, fuhren zur Füßchentherapie und wir hatten Erfolg, Schrittchen für Schrittchen zwar, aber er kam! Gini bekam Gefühl in den Pfoten, wieder einen Stellreflex, fing an in der Luft zu paddeln, konnte bald wieder stehen, bald wieder ein wenig laufen und und und, so ging das weiter. Aber selbst wenn sie das Laufen nicht wieder gelernt hätte, weiß ich, dass wir selbst in diesem Fall klar gekommen wären. Denn bisweilen musste man sie richtig dazu animieren auch wieder Pfötchen 3 und 4 zu benutzen, weil sie gelernt hatte, ausschließlich mit 1 und 2 auszukommen und nutzte das schonungslos aus. In der Zeit hat sie gelernt, sich auf den Hintern fallen zu lassen, wenn sie an irgendwas intensiver schnuppern will und Mensch keine Anstalten macht stehen zu bleiben. Das macht sie sogar heute noch manchmal so.

Ist vielleicht Fleischwurst vorhanden? Immerhin bewegt sich hier das Band und ich laufe dagegen an!

Trotz aller Vorsicht (Gini wurde jede noch so kleine Stufe getragen, durfte nicht mehr auf Bett oder Couch) und aller Therapie merkte ich einige Monate später, dass etwas mit ihr wieder nicht stimmte. Ihr Gang war mühsamer, und wenn ich sie hochnahm, spürte ich ein Zittern durch ihren Körper gehen, begleitet von einem leisen Stöhnen. Es ging sofort zur Tierklinik und ja, es war ein zweiter Bandscheibenvorfall. Wieder wurden viele Tränen vergossen und über allem stand die Frage im Raum: Was haben wir falsch gemacht, wo hätten wir besser aufpassen müssen. Der behandelnde Arzt Herr Dr. Engelhardt, hat mit wenigen Worten all das von mir genommen. Man müsse auch loslassen können und einsehen, dass man einen Hund einen Hund bleiben lassen muss. Mehr als Vorsicht walten lassen könne man nicht, das Tier einsperren und einengen hätte aber nichts mit Schutz oder Tierliebe zu tun. Es war nicht unsere Schuld. So etwas passiert. Ich ließ los und Gini wurde ein zweites Mal operiert. Diesmal blieb sie nach der Op nicht still in ihrer Box in der Klinik. Sie beschwerte sich, wollte nicht essen und verkniff sich erneut das Pippi machen. Obwohl der Vorfall schwerer als der erste war, schien sie ihn gar nicht zur Kenntnis zu nehmen.

Unterwasserbetrachtungen

Sie zog sich mit ihren Vorderpfoten voran, als hätte sie nie Hinterpfoten gehabt, strullerte demonstrativ auf ihre Rose, wurde entlassen, war nicht müde und kraftlos und viel schneller als nach dem ersten Vorfall warf sie bald in ihrem Bauchhandtuch ihre Hinterpfötchen wieder in die Luft wie ein Funkenmariechen. Heißen die so? Diese lustigen Mädchen beim Karneval, so stolzierte sie in ihrem Handtuch spazieren. Heute ist sie fast zehn Jahre alt, hat vor kurzem vier lockere Vorderzähne gezogen bekommen, eine Backenzahnentzündung hinter sich gebracht und könnte glücklicher nicht sein, weil sie in der Heilungsphase ihr Trockenfutter aufgeweicht bekam. Das hat sie so entzückt, dass ich es nicht übers Herz bringe, das wieder zu ändern. So ist neuerdings jedes Abendessen ein fest aus bestem Trockenfutter mit Möhrenpellets aufgeweicht, mit Nachtkerzenöl und Gelenktabletten angereichert. Da wird man schonmal angemault, wenn das nicht schnell genug auf dem Boden steht.

Darf ich jetzt wieder raus?

Sie plagt sich manchmal aufgesetzt mit Kätzchen Lisbeth herum, deren stürmische Zuneigung sie nicht immer so ganz erwidern kann (dennnoch lässt sie sie in ihrem Körbchen schlafen), aber spielt doch gerne und häufig mit und jagt dabei mit großer Freude beide Katzen durch die Wohnung. Nachts plündert sie vorzugsweise Müll (da immer in völliger Einigkeit mit Lissie) oder räumt ein bestimmtes Schlafkissen im Wohnzimmer herum.

Benimmt sich so eine ältere Dackeldame mit zwei schweren Bandscheibenvorfällen? Ja! Meine Gott sei Dank schon!

Endlich geht es wieder aufwärts. Ab in's Handtuch und nach Hause! Bis zum nächsten Mal.

Ich ende an dieser Stelle und freue mich, wenn mein Bericht einigermaßen interessant oder aufschlussreich ist. Vielleicht sogar den Weg zu Betroffenen findet und Mut macht. Das wäre wirklich schön. Ich verabschiede mich mit einem Bild von Gini und ihrer Meute, neulich an einem Sonntagnachmittag geschossen.

Was an jenem Sonntag wirklich geschah, erfahrt ihr in einem der nächsten Beiträge :o)

Futterstellen und Jahreszeiten

Über Katzen – Ernährung muss/sollte man sich das ganze Jahr über Gedanken machen, aber problematisch wird es, wenn man Futter draußen stehen lassen will oder muss, und im Grunde nicht 100% weiß, welche Katze oder wie viele Katzen an dieser Stelle zum futtern kommen.

Meine zuverlässigsten Gesellen Micky und Muckl. Bedeutet immer wieder Glück, beide zusammen so zu sehen.

Im Winter ist klar, dass bei Minusgraden jegliches Feuchtfutter nach Minuten zu Eis erstarrt. Wie im letzten Winter ausprobiert, so sind Taschenwärmer eine gute Maßnahme, um zumindest eine Stunde lang, für absolut scheue Gesellen, Essbares anzubieten.

Wer nicht kommt zur rechten Zeit, muss mit der Alternative (gutes) Trockenfutter leben. Problem ist in diesen Zeiten die Wasserzufuhr, bzw. die Wasseraufnahme, da frisches Wasser innerhalb von Sekunden gefriert. Mit Sicherheit lecken Katzen an Schnee, wenn welcher gefallen und liegen geblieben ist, aber es gibt auch trockene Kälteperioden, in denen es einfach nur eiskalt ist. In solchen Zeiten lassen sich nur wenige Mäuse sehen, sodass einer regulären Ernährung, im Kampf ums Dasein, ein Riegel vorgeschoben wird. Von daher sehe ich immer zu, dass möglichst jeder seinen Happen Nassfutter oder seine Einheit Katzenmilch zu sich nehmen konnte, aber das funktioniert selten.

Ich kann all das nur aus der Perspektive „Ungelernter Katzenforscher“ beurteilen und weiß, dass viele Hauskatzen ausschließlich mit Trockenfutter ernährt werden. Dass Trockenfutter, zum Beispiel  Royal Canin „Outdoor“,  frei lebende Katzen  in diesen Wochen und Monaten genauso auf dem gesunden Damm hält, ist eine geglaubte Beruhigung. Andererseits erkenne ich am nächsten Tag eines Regentages, an dem ich die Fliegenfreie Zeit nutze und Schalen mit vermeintlich gutem Feuchtfutter bis zum Anschlag fülle, dass  die Möglichkeit genutzt wurde und die Schalen bis zum letzten Krümel leer geleckt sind. Dann kommen mir regelmäßig Zweifel, da doch viele andere Katzen von Trockenfutter leben. Und wenn ich sehe, wie sich auf Feuchtfutter regelrecht gestürzt wird, so zweifle ich an der Philosphie, Trockenfutter reiche aus.

Die besten Jahreszeiten sind der beginnende Frühling, Tage beherrscht von  Dauerregen und der Herbst. Es lenken zwar kühle Temperaturen, aber es gibt keinen  Frost und keine Fliegen.

Futterstellen werden nicht nur von Menschenhand zerstört. Gegen die leisen, ebenfalls hungrigen Naturgewalten gibt es kaum ein Mittel, aber eines bleibt gleich: Ausdauer. Sobald es wärmer wird, die Sonne scheint, so kommen sie: Die Insekten.

In den unterschiedlichsten Variationen, je nach Standort der Futterstellen. Aber alle Stellen haben eines gemein: Die Fliegen. Sie brummen und nerven, egal ob es sich um Trocken – oder Nassfutter handelt. Sie schwirren einem um den Kopf, ertrinken in ehemals sauberen Wasserschalen und setzen  sich hartnäckig auf jede Art von Futter, obwohl sie kurz zuvor wahrscheinlich auf etwas Unappetitlicherem  saßen. Wenn es nur das wäre, denn hinzu kommt ihre Sucht nach Vervielfältigung, so dass der Eindruck erweckt wird, dass Fliegen irgendwann einmal den Erdball beherrschen wollen. Ich akzeptiere jedes Lebewesen, aber Fliegen empfinde ich als Faul. Sie legen ihre Eier in ein gemachtes Nest, fliegen von dannen und hoffen darauf, ihren schlüpfenden Maden das Paradies präsentieren zu können.

Aber ohne mich.

Sobald ich eine „Fliegeneiablage“ im gemachten Nest vorfinde, verschwinden Reste samt ihrer zukünftigen Wunsch – Herrscher im Müll. Die Schale wir mit kochendheißem Wasser gespült und gibt Zuwachs keine Chance.

Fliegen sind somit überall ein Problem, hinzukommen – hin und wieder – Wespen, aber permanent Standorttreue Ameisen und Ohrenkneifer. Die sind beinahe noch schwieriger.

Sie können einem das Leben ebenfalls sehr, sehr schwer machen, da sie sich im Trockenfutter verbuddeln, ihre Häuser binnen kurzer Zeit innerhalb einer Futterstellen bauen und sich einfach nicht aus der Ruhe bringen lassen. Immer wieder aufs Neue. Täglich. Da heißt es zweimal täglich Körnchen für Körnchen von einer Schale in die andere umfüllen, bis der Rest in Form von Ameisen oder Ohrenkneifern übrig bleibt, den man anschließend in hohem Bogen an einen anderen Ort manövrieren sollte. Aber sie sterben nicht aus und bisher ist mir kein Trick im sanften Kampf gegen Futterneider eingefallen. Vor ein paar Tagen versuchte ich es mit Styropor, das ich irgendwo fand und unter die Näpfe legte. Ein dummer Versuch, nach dem Motto: Vielleicht riechen sie nun das Futter nicht oder eventuell ist es ihnen zu mühselig…

Mal sehen, ob`s hilft.

Jahreszeiten bedeuten ebenfalls eine Suche nach warmen oder kühlen und gleichzeitig sicheren  Liegemöglichkeiten. Im Winter sind kurz zuvor geparkte  LKWs  der Renner, von denen Katze weiß, wann er wieder starten wird.  Ja, Katzen kennen sich besser mit Autos aus, als mancher Mechaniker. Sie springen auf einen Anhänger und werden nicht wieder gesehen. Speziell diese warme Stelle, zwischen Führerhaus und Anhänger kurz nach dem Parken,  ist beliebt.

Leider meist mit Schmieröl versehen, was anschließend am Katzenfell  klebt. Nicht gut, aber auch nicht zu ändern. Aber auch im Sommer sind die parkenden Fahrzeuge  gut zu gebrauchen, da man sich nach einer Mahlzeit in optimaler Höhe die Sonne wärmend auf den Körper scheinen lassen, oder darunter im Schatten liegen kann.

Eine hoffentlich zufriedene Muckl

Viel lieber würde ich sie auf weichen Kissen sehen, aber mal schauen, wohin uns unser gemeinsamer Weg noch führen wird.

Filou, der ernsthafte Spaßvogel

Von Filou weiß ich inzwischen, dass er Trockenfutter lieber mag, als alles andere. Aber Filou ist gerade mal ungefähr zwei Jahre alt, während Micky und Muckl weit über zehn Jahre alt sein müssen.

Freundschaft

In diesem Video wird zwar viel geredet, aber erstens versteht man aufgrund der Sprache kein Wort und zweitens empfinde ich hierbei jedes Wort überflüssig.

Katzen und Krähen

hatte ich hier ja schon einmal mit einem youtube-Video gezeigt, damals mit der Tenor:  schlaue Krähen sind ein bisschen gruselig. Aber es geht auch anders, wie ich bei Anikas einfach-Tiere-Blog endecken konnte.  Der Abwechslung wegen habe ich einen anderen youtube-Film aus dem selben Fernsehbeitrag zum zeigen ausgewählt…

zur Abwechslung ein Gedicht – von Wilhelm Busch

HUND UND KATZE

Miezel, eine schlaue Katze,
Molly, ein begabter Hund,
Wohnhaft an demselben Platze,
Hassten sich aus Herzensgrund.

Schon der Ausdruck ihrer Mienen,
Bei gesträubter Haarfrisur,
Zeigt es deutlich: Zwischen ihnen
Ist von Liebe keine Spur.

Doch wenn Miezel in dem Baume,
Wo sie meistens hin entwich,
Friedlich dasitzt, wie im Traume,
Dann ist Molly außer sich.

Beide lebten in der Scheune,
Die gefüllt mit frischem Heu.
Alle beide hatten Kleine,
Molly zwei und Miezel drei.

Einst zur Jagd ging Miezel wieder
Auf das Feld. Da geht es bumm.
Der Herr Förster schoss sie nieder.
Ihre Lebenszeit ist um.

Oh, wie jämmerlich miauen
Die drei Kinderchen daheim.
Molly eilt, sie zu beschauen,
Und ihr Herz geht aus dem Leim.

Und sie trägt sie kurz entschlossen
Zu der eignen Lagerstatt,
Wo sie nunmehr fünf Genossen
An der Brust zu Gaste hat.

Mensch mit traurigem Gesichte,
Sprich nicht nur von Leid und Streit.
Selbst in Brehms Naturgeschichte
Findet sich Barmherzigkeit.

Wilhelm Busch (1832-1908)

Intelligente Krähen sind ein klein bisschen gruselig

oder?

Die kleinen Biester scheinen parteiisch zu sein, haben wohl Wetten abgeschlossen

Tiere als Therapeuten (2)

Delfintherapie kennt jeder, aber es muss  keine kostspielige  Therapie mit exotischen Tieren sein um einen positiven Effekt auf die menschliche Psyche und Gesundheit zu bewirken, schon die Anwesenheit von Haustieren, besonders Hunden oder Katzen zeigen positive Wirkung. Psychologen und Verhaltensforschern vermuten, dass Menschen sich durch ihre Tiere angenommen und akzeptiert fühlen.

Wer eine Beziehung zu Tieren aufbaut, kommuniziert intuitiv in deren Sprache. Da diese Kommunikation hauptsächlich auf Körperkontakt und Körpersprache beruht, erfahren die Menschen  eine  Kommunikation ohne  Missverständnisse, unausgesprochenem Spott, Lügen oder Vorwürfen .

Es heißt auch, dass Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten, das erste Jahr nach dem Infarkt häufiger überleben, wenn sie Haustierbesitzer sind, egal ob es sich dabei um Hund, Katze, Vogel, Hamster oder Fisch handelt.

Diese positive Wirkung von Haustieren wird auch bei der Seniorenarbeit immer mehr berücksichtigt. Die kleine Schweiz war da Vorreiter, einen interessanten Artikel findet man hier, aber auch in Deutschland nutzt man seit Beginn der neunziger Jahre diese Möglichkeit.

Einen netten Bericht gibt es dazu auf dem Berliner Blog“ Tausend Tölen“ über den Einsatz eines Therapiehundes in der Seniorenresidenz Spandau – hier.

Auf wikipedia findet man auch schon einen Beitrag über Therapiehunde. Man erfährt, dass die Idee aus den USA (Delta-Society) kommt, dass Therapiehunde-Teams in der Schweiz und Österreich ausgebildet und eingesetzt werden, dass ein Therapiehunde-Team  aus dem Therapiehund und dem Hundeführer besteht, dass ein Therapiehund ein Haushund jeder Rasse und Größe sein kann, aber aus Gründen der  rassetypischen Kommunikationsfreudigkeit  Deutscher Schäferhund, Jagdhunde, wie der Golden Retriever, oder der Magyar Vizsla häufig sind.  Sie sollten sehr wesensfest und gesund sein und einen ausgeprägten Spieltrieb besitzen und es muss eine feste Bindung zum Hundeführer bestehen.  Die Hunde werden  gezielt in einer tiergestützten medizinischen Behandlung (beispielsweise im Rahmen einer Psychotherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Sprach-Sprechtherapie oder Heilpädagogik) eingesetzt und sind vom Assistenzhund abzugrenzen, der ja als ständiger Begleithund für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen ausgebildet und eingesetzt ist und sind auch vom Besuchshund abzugrenzen, welcher von Fachpersonal oder auch Ehrenamtlern geführt wird, um soziale Kontakte von pflegebedürftigen Menschen o. ä. zu erhalten.
Diese Besuchshunde arbeiten nicht im therapeutischen Sinne, sondern auf sozialer Ebene.