In Erinnerung an Mimo oder – die Geschichte von Old- Jacky

Durch Heikes und Sylvias Blog wurde ich auf „Old-Jacky“ aufmerksam gemacht. Ich wurde seltsamerweise wütend, als ich das Schicksal dieses noch gar nicht so alten Hundes las. Einerseits eine  gute Maßnahme, da auf einen von zig tausenden Hunden aufmerksam gemacht wird. Nichts tun bewirkt nichts, und die Möglichket des Internets verhilft zumindest wenigen Lebewesen zu Aufmerksamkeit. Und andererseits wurde ich wütend.

Mir ging der Text  nicht aus dem Kopf und mein wütendes Gefühl verweigerte eine weitere Veröffentlichung. Seltsame Reaktion.

Jacky „könnte“ geimpft und gechipt, sofort ausreisefähig gemacht werden, sobald sich ein Adoptant meldet. Das machte mich wütend, aber das kam mir erst zu Bewusstsein, als ich mit Sylvia darüber sprach. Ich las „konnte“ was mir den Verstand raubte, warum Jacky bisher immer noch im allseits bekannten Hundemeer untergeht.  Somit schrieb ich eine Mail an die Hundeseelen- Nothilfe und weiß bisher nicht, wie die Reaktion aussieht. In der Mail fragte ich, warum gewartet wird? Es wird sich aufgrund solcher Aufrufe kaum ein Adoptant finden lassen und beten hilft nicht. Wenn Jacky zur Ausreise bereit gemacht werden kann, dann: Worauf warten??  Jede Erfahrung zeigt, dass Hunde, Katzen aus dem Ausland erst ab dem Moment eine wirkliche Chance haben, wenn sie besucht und begutachtet werden können. Bedeutet Unterbringung in einer Pflegestelle – wo ist das Problem? Ein Verein steht dahinter!

Jacky erinnerte mich auch an Mimo, der ebenso ein Ketttenhunddasein führte und den ich   im Frühjahr  2009 traf. Er lag nach seiner Befreiung am liebsten in Giselas Bett, war vergleichbar mit einem Häufchen Elend und sein Blick warf mich um. Noch nie hatte ich bis dahin einen sprechenderen  Blick, zusammengesetzt aus Niedergeschlagenheit, Wehmut, Schmerz und dennoch voller Treue gesehen. Ich weinte, als ich ihn sah. Diese geschundene intelligente Seele, die bisher an einer Kette ihr Leben hatte verbringen müssen. Mimo hatte unendlich viel Liebe zu geben und obwohl er dürr wie ein ausgemergelter Stängel war, er war tapfer und stark. Oskar saß auf meinem Schoß, Mimo kam und wollte ebenfals gestreichelt werden. Oskar, der aufgrund eigener Schmerzen nicht einfach war, verbellte Mimo und Mimo zog sich in Giselas Schlafzimmer zurück. Ein schlimmer Moment, da ich hin und her gerissen war.

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Mimo lebte eine gute aber zu kurze Zeit bei Gisela und Ralf und seinen Freunden. Wir werden ihn nie vergessen und auch nie vergessen, was dumme Menschen mit unseren treuen Weggefährten anrichten können.

In Liebe

Sabine

Wer Interesse hat,  kann sich Mimos (gefühlte) Geschichte durchlesen, die keinen Wettbewerb wegen Old Jacky darstellen soll. Mimos Lebenslauf fiel  mir aufgrund dessen  ein, ist ein Vergleich und betrifft alle missbrauchten Seelen.

Mimo – oder eine Weihnachtsgeschichte, die das Leben schrieb

Es war vor über zehn Jahren, als unser freistehendes Nachbargrundstück gekauft wurde. Ich selber war damals noch jung, kräftig und fröhlich, das Leben interessant, bunt und spannend.

Zwei Deutsche, die das Rentnerdasein in Ruhe genießen wollten, bauten auf dem Grundstück ein Haus, pflanzten ordnungsgemäß Palmen, Mandelbäume und ließen sich einen Pool in den Garten legen der in der Sonne blau schimmerte.

Es kam anscheinend anders als geplant, denn es dauerte nicht lange und die Finca füllte sich mit Leben, fröhliche  Hundestimmen waren Tag und Nacht zu hören und ich hatte viel zu tun mit Unterhaltungen, die von da an ständig hin und her gebellt wurden.

Irgendwann kamen traurige Stimmen hinzu, was mich wunderte, doch konnte ich  erkennen, dass diese bekümmerten Stimmen schon nach kurzer Zeit lebenslustiger, mutiger wurden. Das scheinbar blaue Wasser aus dem  Pool spritzte oft bis in den Himmel, bis hin zu vereinzelten Wolken, die träge auf die muntere Hundeschar herabsahen.

Viele Hunde kamen im Laufe der Jahre verzweifelt an und gingen mutig, lebensbejahend wieder fort. Für alle wurde von nebenan eine Heimat, ein noch besseres Leben  gefunden. Unzählige Hunde lernte ich somit kennen,  nie wurde es langweilig und ich erfuhr von ihnen eine Menge über das Leben.

Das gab mir Mut.

Sehen konnte ich das alles nicht, auch meine Kumpel traf ich nie persönlich – denn ich lebte an einer Kette.

Anfangs, als junger Hund, war es eine kurze Kette. Mein damaliges Herrchen hieß „Jäger“ und wusste es nicht besser. Er gab mir weder ein Dach, geschweige denn eine Decke. Wenn es regnete vergaß er mich, ließ mich im Matsch liegen.

Eines Tages verunglückte mein Herrchen und auf dem Sterbebett bat er seinen besten Freund, sich um unser Haus und um mich zu kümmern. Der tat das gerne, übernahm das Haus und schenkte mir eine neue Eisenkette. Eine längere, womit ich mir die Beine vertreten konnte. Eine kleine Hütte aus Stein baute er mir, weil er auf der Finca nebenan sah, wie gut es Tieren gehen kann. Miguel ist ein lieber Mensch der Tiere mag, jedoch sieht er nur ihre Hülle, ihre Seele erblickt er nicht.

Die Zeit verging, immer wieder bekam ich mit, dass Gisela und Ralf, wie die beiden Nachbarn heißen, versuchten mich zu sich zu holen.

Das wäre die Krönung gewesen!

Mimo, wie er mit jugendlichem Elan Anlauf nimmt und das himmelsblaue Wasser bis zur Sonne spritzen lässt!

Mimo und Sonne, sie hätten sich anschließend zugelächelt!

Doch Miguel wollte das nicht, da er seinem Freund ein Versprechen gegeben hatte.

Eines Tages traf Miguel seine Angela und ihre Liebe zueinander sollte urplötzlich mein Dasein verändern. Wer konnte damit rechnen? Inzwischen bin ich alt geworden, auf Veränderungen nicht mehr vorbereitet! Nie habe ich einen Spaziergang unternommen, nie fühlte ich eine kalte Kumpelnase an meinem Fell, noch nie betrat ich ein großes Haus, noch nie spürte ich Zärtlichkeit…

Es war Gabriela, das winzige, neugeborene Menschenkind, das mein Leben verändern sollte. Nachdem sie auf der Welt war willigte Miguel ein, dass ich, zum ersten Mal von der Kette losgelöst, nach nebenan durfte – nach über zehn Jahren, am heiligen Abend…

Ralfs Badezimmer ist mein Lieblingsplatz. Die Tür bleibt geöffnet, ich darf hinaus wenn ich will oder darf mit  meinen müden Knochen auf, sowie unter einer weichen Decke liegen bleiben. Ich darf aus dem Fenster in den Himmel schauen, die Wärme und Obhut genießen. Draußen regnet es und  ich brauche mich nicht mehr in einer kalten Hütte verstecken. Ich werde nicht nass, brauche nie wieder frieren. Meine Kumpel, die ich von Unterhaltungen her schon lange kenne, gaben mir vorsichtige, verständnisvolle Stubser mit kalten Nasen und hießen mich willkommen.

Ich, Mimo, weine stumm und ohne Tränen.

Ich, Mimo, schreie mit einem heiseren, tiefen, noch nie gehörten Ton auf, sobald man mich an meiner schmerzenden Stelle berührt.

Ich, Mimo, weiß, dass Gisela und Ralf mir helfen werden.

Ich, Mimo, gab die Hoffnung nie auf.

Euch allen ebenso ein glückliches Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2009!

Euer Mimo

Tiffys Babys

Die Situation an sich, die kann ich nicht glauben. Ich suchte und suchte seit vergangenem Mittwoch nach weiteren Katzenwelpen, seit dem Tag, an dem ich Tiffy fand. Eine Falle stand an sämtlichen Tagen zu Zeiten auf, an denen ich (verdeckt) anwesend war.

Heute dachte ich tatsächlich, dass, falls es noch mehr Katzenwelpen, als den roten und überfahrenen Kimba gibt,  die restlichen eigentlich  nicht mehr leben können. Ich  fuhr rückwärts in die Gasse zur Futterstelle, erkannte, dass von Menschenhand wieder einmal alles zerstört und daneben geworfen worden war, obwohl ich heute morgen kontrolliert hatte, öffnete die Hecktüre  des Autos um die Stelle sauberzumachen und um Futter vorzubereiten. Und kann nicht sagen, weshalb ich mich umdrehte. Genauso ein Blackout, wie immer.

Es kamen zwei winzige Katzenbabys mit blauen Augen laut qietschend auf mich zugelaufen, als wenn sie  auf mich gewartet hätten. Wie gesagt, das Blackout:  Ich ging in die Hocke und sagte: „Kommt.“  Das dunkle Fellbündel ließ sich sofort nehmen, das getigerte wollte wieder zurück, zurück in den Dschungel aus Brennesseln, den Christine, Manuela und ich am Freitag Stundenlang durchkämmt hatten. Hinein in eine  Postkiste, ab in die Sicherheit, denn zwei Meter hinter uns bretterten bereits die Nachtanlieferungen der Tierfutterfirma.

Die beiden saßen somit in der Postkiste und ein Danke an „Miamor“, die auf die notwendige Schnelle Futter in Puddingform herstellt und ohne Zucker. Jedenfalls war das die erste zivilisierte Mahlzeit der beiden und wie man auf dem Foto erkennen kann, sie mochten es.

Das nur in Kürze, damit ich morgen nicht aufwache und ein Blackout vergessen habe.

Aber mal im Ernst: Gibt es doch Wunder? Weil ich Tiffy und ihrem Kimba immer wieder verspreche: „Ich sorge für deine restlichen Kinder, für deine Geschwister!“

Innerhalb von Stunden Tierleben retten …

… und das völlig unkompliziert, während man einen Kaffe trinkt, eine Zeitschrift liest, aus dem Fenster schaut, sich mit dem Nachbarn unterhält  oder Pfeffer in den obligatorischen Tomatensaft gibt.

Wie und Wo? Bei Air Berlin, der tierfreundlichsten Fluggesellschaft Europas!

Die Tierhilfe Rhein – Main hat etwas außergewöhnliches geschafft, denn dem Verein kommt nun für  jede Flugbuchung über diesen Link eine Spende zu.

Patenflüge für Urlauber und Mitflieger Air Berlins laufen grundsätzlich  ohne  Komplikationen ab. Das bereits seit Jahren  und zu  fairen Preisen. An dieser Stelle auch von mir ein Herzliches Dankeschön an die Betreiber, denn ohne Air Berlin wären viele Vierbeiner nicht da, wo sie jetzt sind. Nämlich dort, wo  es ihnen gut geht.

Also, bitte, bitte im Hinterstübchen speichern: Ob geplanter Flug – Osterkurztripp nach Paris oder Sommerurlaub auf den Kanaren oder Weihnachten in Griechenland, ohne  eine einzige Verpflichtung hilft dieser Klick zu einer Flugbuchung und gleichzeitiger Spende, die garantiert den Tieren zukommen wird! Vielen Dank!

airberlin.com - Your Airline.
Tierhilfe Rhein Main e.V.
Unser Verein – unsere Ziele PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 16. Februar 2011 um 20:00 Uhr
 

Liebe Tierfreunde, wir haben eine große Bitte an Euch:
Ihr könnt uns und unseren Tieren aktiv helfen, wenn Ihr zukünftig

alle Eure AIR BERLIN FLÜGE

einfach direkt über unseren oben eingefügten AIR BERLIN LINK  bucht.
Für jede Buchung belohnt uns Air Berlin, die tierfreundlichste Fluggesellschaft,
nicht nur Deutschlands, sondern auch Europas  :-))!  ♥ DANKE herzlich! ♥

 

Hurra, schwarzer Schatten hat eine Pflegestelle gefunden!!

Diese umwerfend gute Nachricht  muss ich loswerden!

Eine inzwischen sehr wertvolle Freundin, die ich durch ein Kurzgeschichtenforum  kennen lernte, las den Bericht über die kleine schwarzweiße, wilde Katze vom Dachboden.

Ich nannte den Zwerg  inzwischen Daisy, aber seit heute hat sie einen anderen Namen, den ich vergessen habe, aber Namen sind eh Schall und Rauch. Viel wichtiger ist, dass Christine sich anbot,  „Ex Daisy“ ein vorübergehendes Zuhause zu bieten.

Aber nicht nur das,  Christine hat die Möglichkeit, die kleine Ex Daisy  in einer Art Welpenlaufstall unterzubringen, wo selbst ein kleiner Kratzbaum Platz findet, bis sie aufgetaut ist und am Alltag teilnehmen möchte. Dabei helfen, werden Katze Gretchen  und Hündin Gini. Ich hoffe sehr, dass es klappt und der  kleine Faucher solch ein Alltagsleben annimmt und für sich selbst akzeptiert. Dazu gezwungen wird schließlich keiner.

Ex Daisy ist heute in ihrer Pflegestelle angekommen (der glückliche  Zufall wollte es wohl so, dass wir nicht weit voneinander entfernt wohnen), und nun harren wir mal der Dinge – und warten auf Fotos und Berichte.

Solch traurige Fotos

wird es  in Punkto vier Monate junge, scheue Miez bestimmt nicht mehr geben.

Unterwegs  gab es bei einem kurzen  Stop einen weiteren Kampf mit einer Tierärztin, die es wagte  Ex Daisy zu impfen. Dieser Gang wurde, Dank der Pflegestelle, in einem Rutsch nach Übergabe erledigt, damit kein zusätzlicher Stress –  wie ein erneutes, unfreiwilliges Muss  in eine Transportbox –  vermieden werden konnte.

Tausend Dank, Christine und Manuela! Das ist ein großer Beitrag zum Tierschutz!

Tagebuch der Minitiger 17.10.

Minitiger haben gut gemampft, gehen aufs Klo (so eine Überraschung) und versuchen nachts auszubrechen.

Ansonsten verstecken sie sich in ihrer  Box und blinzeln ängstlich vor sich hin.

Durchfall scheint nur noch eine von beiden zu haben, womit das Antiwurmmittel bereits Wirkung zeigt. Noch lasse ich sie in Ruhe, aber bald wird gearbeitet.

Mein altes Schneckchen (ebenfalls vom Hafen und immer noch scheu) mag junges Gemüse nicht und faucht. Schade eigentlich, da speziell sie Lebensweisheit weiter geben könnte. Aber, kommt Zeit, kommen vielleicht auch Ratschläge. Abwarten und Wasser trinken.