wenn ein Tier nicht die benötigte Pflege bekommt…

Wer sich ein Tier anschafft, sollte sich der Verantwortung, und des Aufwandes bewusst sein. In diesem Jahr wurde ein trauriger Fall von Vernachlässigung und Tierquälerei bekannt (der Hund kann schon lange nicht mehr bewegt worden sein – bei der Länge der Krallen) , der die Gemüter der Leute zu Recht empörte. Zugegeben, es handelt sich um eine pflegeintensive Hundeart, aber man informiert  sich doch vor Anschaffung, ob man dem gerecht werden kann. Selbstüberschätzung und Ignoranz scheinen die größten Ursachen von Vernachlässigung zu sein. Diese Dummheit muss das Tier dann erleiden.

Hier zeigten sich die Stärken des Internets, denn es wurde eine Protestbewegung organisiert, wenn sich auch  militante Leute in Morddrohungen gegen den Tierquäler ergehen mussten, was der Absicht des Veranstalters nicht entsprach.

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Mische mal in diesem Beitrag mit, wenn Du nichts dagegen hast, Frau Schnüffel.

Heute wurde „Sheep“, ein neuer, alter  Hund von der Finca Lucendum aufgenommen und er passt zum Thema:

Als er alt wurde, als er anfing einige Zaehnchen zu verlieren, als er dann noch an Leischmaniose erkrankte, warf man ihn weg wie einen alten Schuh !

Er fuehlt sich nicht wohl auf der Finca.
Es ist ihm zu laut, zu hektisch.
Es sind viel zu viele Hunde hier
und er hat Angst.
Angst, dass er wieder irgendwo ganz alleine um sein Leben kaempfen muss.
Das wird sicher nicht geschehen
und Sheep sucht von hier aus nun Menschen,
die ihn wegen seines Alters und trotz seiner Krankheit einfach lieb haben.

Jugendliche und Tierquälerei

Eine Freundin machte mich auf ein Video aus der online-Bild aufmerksam, dort gibt es doch diese Aktion, dass man denen ein besonderes Video, das man im Internet gefunden hat, zuschicken kann und evtl. dafür 20 € bekommt. Meist waren es lustige Videos, dieses nun nicht. Es zeigt, wie ein Mädchen im Alter zwischen zwölf und fünfzehn (?) sieben junge Hundewelpen mit weit ausholenden Bewegungen und sichtlicher Freude an seinem Tun  in den Fluss wirft.
Ich hoffe immer noch, das Video ist nur ein übler, abgefeimter  Trick, aber sieht leider verdammt echt aus.
Nun hat es sich PETA zur Aufgabe gemacht, das Video bis zu seiner Darstellerin zurückzuverfolgen. Ich werde es hier nicht zeigen, ebenso, wie ich ein anderes Video, das in die online-Bildzeitung schaffte nicht zeigen werde, auf dem ein englischer Jugendlicher seinen 7 Monate alten Steff -Terrier mit Tritten  fast zu Tode quält. Er soll übrigens geweint haben, als er bei der Gerichtsverhandlung den Film gesehen hatte…
Tierquälerei und Jugendliche – eine häufige Kombination, die man keineswegs als „Jugendstreich“ abtun sollte, sondern als Anzeichen einer  Entwicklung ins Perverse werten muss, gegen die sich die Gesellschaft vehement  verwahren sollte, um ihre Mitglieder zu schützen. Hier heißt Obacht geben und strafend und therapierend reagieren, das ist am Ende auch Menschenschutz. Deshalb bin ich froh, dass sich die Organisation PETA auch dieses Themas annimmt, das zu oft bagatellisiert wird, aber meist eine Randnotiz bei den widerlichsten Serientäterdelikten ist, ein Meilenstein auf dem Weg zum Mörder .

PETA fordert angemessene Strafe für Igelquäler

Stand: 3. August 2010

Tierquälerei unter Jugendlichen darf nicht bagatellisiert werden

Darmstadt / Gerlingen, 3. August 2010 – In Darmstadt stehen zwei Jugendliche im Verdacht, am Freitag in einem Park in der Innenstadt mit drei Igeln „Fußball“ gespielt zu haben. Die Tiere wurden zunächst als Bälle benutzt, später warfen die Täter mit Gullydeckeln auf sie. Zeugen alarmierten die Polizei, die jetzt gegen zwei 16 und 18 Jahre alte Jugendliche wegen Tierquälerei ermittelt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) lobt die Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Gleichzeitig warnt die Organisation davor, derartige Fälle von grausamer Tierquälerei als „Jugendstreich“ abzutun. Mehrere Fallbeispiele sowie die wissenschaftliche Forschung haben mittlerweile bewiesen, dass sich Tierquäler später häufig auch am Menschen vergehen. PETA fordert nun eine gerechte Bestrafung der beiden Täter. Igel werden relativ häufig zum Opfer von Tierquälern, so PETA. Tierquälerei ist ein Straftatbestand gemäß §17 Tierschutzgesetz. In der Vergangenheit konnten bereits ähnliche Vergehen an Igeln durch PETAs Belohnungsaufruf zur Aufklärung kommen. Die Akten dieser Verfahren liegen zum Abruf bereit.

„Wir sind erleichtert, dass die Täter so schnell ermittelt werden konnten“, so Nadja Kutscher von PETA. Die Kampagnenleiterin gibt zu bedenken: „Wenn Kinder oder Jugendlich eine solche Tat begehen und ungestraft damit davon kommen, ist dies gefährlich und höchst bedenklich.“ PETA hofft auf eine Strafe von mindestens 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit pro Täter. Es müsse gewährleistet sein, dass die Jugendlichen über ihre Tat nachdenken; psychologische Betreuung sei ratsam. Psychologen, Gesetzgeber und Pädagogen sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren verstärkt unsere Aufmerksamkeit verlangen. Denn die Hemmschwelle der Gewalttätigkeit wird häufig zuerst beim Tier überschritten. Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält. In der PETA-Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ (http://www.peta.de/staatsanwalt), die für Journalisten, Richter, Staatsanwälte und Polizisten kostenlos zur Verfügung steht, nennt PETA zahlreiche Statistiken und Studien zum Thema.

Interviewkontakt: Nadja Kutscher, Tel. 07156 / 17828-25, Mobil 0176 / 64812091, NadjaK@peta.de
Weitere Informationen: http://www.peta.de/staatsanwalt

wie sich jemand die Zukunft verdirbt

Mittlerweile wird  dank Privatfernsehsender  fast jeder mitbekommen haben, wie hinterhältig sich eine ältere Frau in Coventry zeigte.  Dumm für sie, dass sie dabei von einer Überwachungskamera erfasst wurde. Nun ist die Dame identifiziert, sie ist eine 50jährige Bankangestellte (bei RTL 45 ) namens Mary Bale, die diese Aktion für  lustig hielt. Zwar haben Engländer bekanntlich einen eigenen Humor, aber darüber konnten die haustierlieben Insulaner dann doch nicht lachen.

Ich will mich nicht weiter über diese dumme Frau auslassen, ich denke mal, an ihrem Bankschalter werden sich kaum noch Kunden anstellen und ob ihre Nachbarn sie noch grüßen werden, wage ich auch zu bezweifeln.
Mich interessiert der psychologische Aspekt, inwieweit ein Augenblick der Schadenfreude, weil man einem Lebewesen freundliche Absicht vorspielte, um das Vertrauen zu missbrauchen und ihm etwas schlechtes zu tun solch einem Menschen Zufriedenheit vermittelt und wozu der das braucht. Fühlte sich die Misses als letzter Arsch auf Arbeit – dann vermutlich zu recht – und musste ihre geistige Überlegenheit an dem Tier erproben, hatte sie es satt, den ganzen Tag freundlich zu Kunden zu sein und musste zum Ausgleich widerlich werden?

Wie auch immer, sie hat in diesem Fall sich dank der Kamera selbst mehr geschadet als dem Tier und  damit  angeekeltes Mitleid verdient.
In den Reaktionen manch empörter „Tierfreunde“ lese ich eigentlich die selbe persönliche Frustration, die ich der englischen Dame unterstelle. Wenn die Welt so voll mit überzeugten Tierrechtlern und Tierschützern ist, die bis zum letzten gehen würden,  frage ich mich, warum die Futterstellenversorger solche Probleme mit ihren Futterstellen haben und warum Tierheime diesen unheimlichen Katzenreichtum vorweisen. Hier wären die freundlichen Gefühle für Tiere doch in bessere Kanäle gelenkt als sie im Schreiben von Morddrohungen auszuleben. Aber so wichtig ist es dann doch nicht, oder?