Vicky und ihre Fortschritte

Pilar hielt ihr Versprechen, auch wenn es lange zu dauern schien. Irgendwie sind wir Mitteleuropäer oft immens ungeduldig und misstrauisch. Ich ziehe mir den Schuh selber an und frage: Wie kommt das eigentlich? Weil wir kein Vertrauen mehr haben können, da wir zuviel gesehen, gehört, erlebt haben? Oder liegt es an einer etwas anderen Lebensweise, die stets gefüllt ist mit Hektik, möglichster Perfektion und Ruhelosigkeit?

Im Falle Vicky wird das Misstrauen einer fremden Person gegenüber eine Rolle gespielt haben, schließlich mussten wir alle versuchen Pilar zu vertrauen. Ich weiß, dass ich hin und her überlegte, als ich Vickys Hilferuf las und nicht wusste, was ich daraus machen sollte. Versuche ich auf der Katzenheimat eine Spendenaktion ins Leben zu rufen? Was ist, wenn die eventuellen Gelder nicht ankommen? Ich mache mich unglaubwürdig und werde auf diese Art nie wieder einem Fall helfen können. Die Tierhilfe Rhein Main setzte sich ein, versuchte mit Pilar zu kommunizieren, versuchte zu erfahren ob Pilar eine eingetragene Vereinsnummer besitzt, damit die THRM offiziell helfen kann. Aber viele dieser Versuche scheiterten und Pilar schickte Fotos von neuen, schlimmen Abgabe – oder lebenden Fundtieren:

Jedes neue Tier war (und ist) genauso schlimm dran wie Vicky, das waren jeweilige Hilferufe von ihr und obwohl der spanischen Sprache nicht mächtig, so konnte ich verstehen, wie wichtig all diese neuen Fälle Pilar waren und sind. Ich versuchte ihr zu erklären, dass Vicky nun sozusagen ihr „Zugpferd“ sei, dass alle Interessierten hauptsächlich über Vicky informiert werden möchten und somit künftige Spenden allen Tieren zugute kommen könnten – und kam mir selbst überheblich vor. Weil ich nachvollziehen kann, wie  zeit, sprach – und hilflos einen diese Flut von Elend und Rücksichtslosigkeit hinsichtlich unserer Mitgeschöpfe  machen kann. Ratschläge ohne Ende, aber niemand versteht wirklich.

Man ist am Ende, möchte sich mitsamt den Tieren in eine Ecke zurückziehen und keine Verantwortung mehr tragen müssen. Aber das funktioniert nicht, weil das Wissen pocht: DU wirst gebraucht! DU bist auserwählt!

Wie hier erwähnt, werde ich mit Pilar in Verbindung bleiben, denn sie und ihre Tiere haben Aufmerksamkeit und Hilfe dringend verdient. Wenn ich mir das Beispiel Vicky ansehe, sehe ich nun eindeutig, dass Pilar jedes Tier mit Aufmerksamkeit und Fürsorge behandelt. Auch diese winzige Aktion hat ihr ein wenig Auftrieb gegeben, das darf man nicht außer Acht lassen. Es wurde zum Beispiel durch Zooplus ein Päckchen aus Deutschalnd zu ihr geschickt, in dem sich Trockenfutter und ein Flohhalsband befanden. Ein Flohhalsband für Vicky. Ich weiß nicht, wodurch diese nette Dame informiert wurde, aber egal wodurch: Selbst die Verbreitung auf allen möglichen Seiten hat etwas bewirkt! Diese Hilfeleistungen, das Bedürfnis wenigstens etwas tun zu können,  hat Pilar verstanden und mit Sicherheit gab es ihr ein ganz klein wenig Auftrieb, so dass Vicky nun so aussehen kann, wie die Fotos bezeugen.

Ich stelle die Mail von Pilar hier ein und bitte jeden, diese selbst übersetzen zu lassen. Die Fotos sprechen eh für sich, denn Vicky geht es gut. Ich bin wirklich überrascht und begeistert, deshalb wird es in Zukunft hier immer wieder einen Hinweis geben, welchen Ihr bitte ebenfalls verbreiten mögt.

Ich gebe zu, seinerzeit von Vickys Blick umgeworfen zu sein:

Nur sehr , sehr wenig konnte ich tun, außer Euch aufmerksam machen und mit Pilar in Kontakt treten. Das war nichts, deshalb bitte ich Euch, weiterhin an Vicky und all ihre Kumpel zu denken!

Hola:

Aqui tienes  unas fotos de VIKY, (Ahora se llama Lucia) ya esta algo mas recuperada, pero seguimos con su tratamiento de lehismania ya que esta un poco delicada del riñón  Vive como una reina y tiene un genio que lleva a los demás a raya. Es un amor, no hace mas que quererme sin parar, Es tan frágil que siempre duerme en mi casa, por lo menos hasta que este plenamente recuperada, luego tendrá que alternarse con el resto de sus compis en la finca. Siento no haber enviado antes, pero aqui es casi imposible conseguir un rato para hacer otras cosas.

Un abrazo:
Pilar
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Hier noch einmal all die Daten, inklusive Email: pigorum@gmail.com

Empfänger PILAR GOMEZ RUIZ
IBAN des Empfängers ES4520990003470071054823
BIC / SWIFT-Code der Bank des Empfängers CECAESMM099
Kreditinstitut des Empfängers CAJA DE AHORROS Y MONTE DE PIEDAD
DE EXTREMADURA
Straße und Hausnummer des Kreditinstituts SAN PEDRO
PLZ und Ort des Kreditinstituts CACERES

Jeder Cent zählt! Danke Euch!

Tiere aussetzen kein Kavaliersdelikt: Bis zu 25.000,- Euro Strafe drohen!

TASSO-Newsletter

Jedes Jahr im Sommer spielen sich in der Notrufzentrale von TASSO Dramen ab: Immer mit Beginn der Ferienzeit werden Haustiere kurz vor dem Urlaub einfach vor den Tierheimen oder an abgelegenen Plätzen ausgesetzt. Ann-Kathrin Fries, Rechtsanwältin bei TASSO, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass zum aktiven Aussetzen auch das Anbinden eines Hundes an einer Autobahnraststätte bzw. vor einem Tierheim oder das Verjagen eines Hundes oder einer Katze gehört. Unter den Begriff des Aussetzens fällt auch schon das bewusste Entlaufenlassen eines Tieres, d.h. wenn bewusst eine Situation herbeigeführt wird, die dem Tier das Entlaufen ermöglicht.Aber nicht nur das bewusste Aussetzen des Tieres, sondern auch sein Tier über einen längeren Zeitraum allein lassen, ist gemäß § 3 Tierschutzgesetz verboten. Wer also seinem Tier z. B. Futter und Wasser hinstellt und dann für zwei Wochen in den Urlaub fährt, ohne, dass sich jemand regelmäßig um das Tier kümmert, macht sich strafbar. Dass es sich dabei bei Weitem nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, zeigt sich in der Strafandrohung für dieses Verhalten. Nach dem Tierschutzgesetz muss jeder, der ein Tier vorsätzlich oder fahrlässig aussetzt oder zurücklässt, mit einer Geldbuße von bis zu 25.000,- Euro rechnen.
© Copyright TASSO e.V.

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Klingt schon mal nicht schlecht, da es belegt, dass Tieren ein Recht zugesprochen wird. Wie die Wirklichkeit aussieht, steht auf einem anderen Blatt.Ich persönlich begrüße solche Strafen für unfassbare Taten, kann mir gleichzeitig allerdings nicht vorstellen, dass es jemals zu einer derartigen „Vollstreckung“ kommen wird. Ein anderer, ebenso wichtiger Punkt ist, was tut Mensch, wenn er ein ausgesetztes Tier findet?

Infos dazu hier

 

Neuigkeiten von Gador …

… die nicht wirklich gut klingen. Nach zwei Tagen, in denen Gador eigentlich nur schlief und sich nicht von seiner Decke rührte, bekam er Besuch, der ihn ein bisschen aufmuntern sollte.

Gador und Paulinchen

Gador und Basti

Gador war erfreut und seine Lebensgeister  erwachten, doch mussten Gisela und Ralf feststellen, dass dieser  auf erst zwei Jahre geschätzte Labradorrüde seine Hinterläufe nicht bewegen kann.

Ein Besuch in der Tierklinik war somit dringend angesagt und nach einer langwierigen Untersuchung stellte sich heraus, dass die Leishmaniose bereits seine Gelenke angegriffen hat.

Die Frage stand im Raum: Kann er weiterleben oder sollte er erlöst werden? Eine scheiß Frage, die  wieder alles hochkommen lässt, wenn ein Tier bisher gar kein Leben leben durfte! Selbst Gadors Zähne sind kaum noch vorhanden, weil er einen Großteil seines „Lebens“ damit verbracht haben muss, zu versuchen eine Kette durchzubeißen!

Gadors Hinterläufe sind weder gelähmt noch verletzt, er kann sie aufgrund Schmerzen nicht bewegen. Somit gibt es Hoffnung, mit einer kostenintensiven Spritzen – und Medikamentenkur. Die Medikamente gegen Anämie, Ehrlichiose und letzendlich auch Herzwürmer schlugen bereits positiv bei Kämpfer Gador an.

Als er noch einen weiteren Besuch von seiner „Lebensretterin“ bekam, war die Entscheidung bestätigt, da Gador bereits einen viel entspannteren Blick haben soll. Unvergleichbar, zu dem Häufchen Elend, das vor  knapp zehn Tagen mitten in der Pampa gefunden wurde!

Ana und ihre Mutter besuchen Gador

Danke Ana, und Danke Gisi und Ralf!

Nun bekommt er Schonkost, auf ihn eingestellte Medizin und möglichst viel Zuwendung, was schwerfällt, da Gisela und Ralf sich alleine um viele Sorgenhunde kümmern müssen.

Wer in irgendeiner Weise helfen kann und möchte, der darf sich gerne und jederzeit melden. Bei mir: s-rohm@gmx.de oder direkt an die Finca Lucendum: lucendum@web.de

Herzlichen Dank, in  Gadors Namen!

Bitte! Keine Tiere zu Ostern verschenken!

Liebe Tierfreunde,
in nur wenigen Wochen ist Ostern. Mit dem Osterfest kommen auch
wieder die Anzeigen von niedlichen Osterhäschen in den Anzeigenblättern der
Tageszeitung. Die Zooläden bunkern jetzt schon niedliche Osterhäschen und
winzige Käfige dazu und wie jedes Jahr werden wohl auch dieses Jahr leider
viele Tiere unbedacht zu Ostern verschenkt.
Um dem ein wenig entgegen zu wirken und aufzuklären haben wir wieder unsere
Aktion \“Leckereien statt Lebewesen / Keine lebenden Tiere ins
Osternest!\“ gestartet. Wir hoffen, dass sich wieder viele Tierfreunde
anschließen und Banner entwerfen, Aktionsbanner auf ihre HP stellen oder
weitere Aktionen beginnen (welche wir gern auf der Aktionsseite vorstellen).

Das ist eine Aktion von Nager Info: http://www.diebrain.de/
Die Aktion zum mitmachen ist hier zu finden: http://www.diebrain.de/ostern.html

Demo: Rettet die Tierheime

Weil die Lage der Tierheime  immer bedrohlicher wird, fand heute  in Berlin Nahe dem Bundesrat eine Demo statt, an der gut 500 Vertreter des praktischen Tierschutzes und Frau Schnuffel teilgenommen haben.


Der Deutsche Tierschutzbund appellierte an die Kommunen, die Länder und nicht zuletzt den Bund, die Tierheime stärker zu unterstützen. Ziel der Tierschützer ist eine bundesweit einheitliche Rahmenregelung für die Fundtierkostenerstattung, um die Lage der Tierheime dauerhaft zu stabilisieren.
Jährlich werden in den Tierheimen der Bundesrepublik Deutschland 300.000 Tiere versorgt. Der aktuelle Bestand beläuft sich auf 90.000 Tiere.

„Tierheime sind Tierschutzeinrichtungen. Aber da, wo die Tierheime öffentliche Aufgaben übertragen bekommen, wie beispielsweise die Fundtierbetreuung, muss die öffentliche Hand dafür auch kostendeckende Zuschüsse zahlen“, betonte Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
„Wenn die Kommunen nicht bald handeln und die Länder und auch der Bund aktiv helfen, dann kann ich unseren Mitgliedsvereinen nur raten, die Fundtierbetreuung nicht mehr zu übernehmen und sich auf die anderen Tierschutzaufgaben zu konzentrieren.“

Und hat er nicht Recht, frage ich den geneigten Leser, ist es nicht wie betrügerische Schnorreirei, Gesetze zu erlassen, deren Durchführung dann von Privatpersonen via Spenden finanzieren zu lassen und die Institutionen, die diese Mittel verwalten damit in die Insolvenz zu treiben?
Die Lage vieler Tierheime ist existenzbedrohend!


Wolfgang Apel führte weiter aus:

„Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Gesetzgebung, wie z. B. die Hundeverordnungen der Länder, schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Immer mehr Tiere – vor allem alte und kranke – werden aus finanziellen Gründen abgegeben, die Vermittlungsdauer steigt an. Damit einhergehend sind u. a. der Ausbau von Zwingern, aber auch andere bauliche Maßnahmen notwendig. Da die Gesetzgebung z. B. die Haltung von exotischen Tieren in Privathaushalten zulässt, werden auch immer mehr dieser Tiere abgegeben. Die Betreuung ist kostenintensiv.
Das sind nur ein paar Beispiele, wo die Folgen staatlichen Handelns auf den karitativen Tierschutz abgeschoben werden, aber die Verantwortlichen auf kommunaler, Länder- und Bundes-Ebene dafür keinerlei zusätzliche Hilfestellung bieten“.

Die Demonstration wurde auch durch Grußworte von Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz (SPD), Margit Conrad, Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz (SPD), Johannes Remmel, Umweltminister des Landes NRW (Bündnis 90 / Die Grünen), Dr. Christel Happach-Kasan MdB, FDP-Bundestagsfraktion, Stefan Liebich MdB, Bundestagsfraktion Die Linke, Undine Kurth MdB, Bündnis 90/ Die Grünen-Bundestagsfraktion begleitet.
Wie man der Auflistung entnehmen kann, bestand auf Seiten der CDU kein Interesse, einen Verteter vorbei zu schicken, der die Sicht seiner Partei zu diesem Thema kundtut. Warum nicht, muss man da nicht fragen, den das erklärt die CDU mit ihrer Tierschutz-Verhinderungspolitik zur Genüge.

Katzennotstand im Tierheim

Der folgende Aufruf ist vom Tierheim Berlin, aber ich bin mir sicher, der Inhalt des Schreibens gilt für jedes Tierheim in Deutschland.

Tierheim mit 780 Katzen vollkommen überfüllt: Katzennotstand im Tierheim Berlin

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