Tiere mit Behinderung…

… diesem Thema  möchte ich eine weitere Begebenheit hinzufügen, wo es um ein Lebenwesen geht, das nicht mit fehlenden Gliedmaßen geboren wurde.

Hierbei handelt es sich um eine ungefähr fünfjährige Hündin aus Bulgarien, der Anfang des Jahres alle vier Beine abgehackt wurden.  Die Hündin heißt mittlerweile Mima und ist in vieler Munde. Nicht nur in Tierschutzkreisen ist sie bekannt,  selbst die Medien kennen sie. Anfangs ging folgendes Bild um die Welt, das bitte nur angesehen werden sollte, wenn das eigene Nervenkostüm stabil ist:

Mima_1

Ich gebe zu, dass ich nach Anblick dieser Hündin nur eines wünschte: Sie sanft  in die Arme nehmen  und auf die schmerzloseste Weise erlösen können.

Das wurde nicht getan, sondern es wurde gekämpft. Gekämpft, weil allem Anschein nach Mima kämpfte und sie das große Glück hatte, durch diese Interessenwelle in fachliche Hände zu geraten. Als ich das Tagebuch las wurde mir klar, dass Kompetenz und Lebenswille inzwischen eine unglaubliche Einheit bilden können. Es gibt medizinische, therapeutische Möglichkeiten, die kaum bekannt sind. Richtiger Tierarzt und falsche Diagnose, diesen Zusammenhang gibt es leider immer noch, dürfte allerdings seltener werden. Ich erinnere an Mittelmeerkrankheiten, die noch vor Jahren falsch diagnostiziert und dadurch falsch behandelt  wurden.  Im Jahre 2010 mittlerweile eine alltägliche Diagnose,  was z.B. die Leishmaniose oder Borreliose betrifft. Noch vor zehn Jahren waren das unbekannte Auslandkrankheiten , doch durch besagten  Klimawandel gibt es Sandmücken, oder Zecken die Krankheiten übertragen, auch in hiesigen Regionen. Hinzu kommt der Auslandstierschutz, wo meiner Meinung nach der Ursprung liegt, was aber dazu geführt haben mag, dass sich z.B. deutsche Tierärzte mit diesen Tatsachen beschäftigen mussten.

Von Mima kann man nur lernen. Erst heute wieder war bei mir persönlich  ein ungeplanter Besuch beim Tierarzt angesagt, der meine sechzehnjährige Hündin, die mittlerweile einer Baustelle gleicht, niemals einer Qual überlassen würde, genauso wenig wie ich. So lange ein Lebewesen Lebenswille zeigt, so lange ist in der heutigen Zeit eine Möglichkeit vorhanden. Nicht umsonst werden  Astronauten ins  All geschickt  und nicht umsonst dürfen Versuchstiere gequält worden sein! Es gibt ein Für und Wider, ganz klar, denn sollen wir ewig leben? Die Erde wird, einfach gesagt, immer voller, und wo soll das Leben noch genügend  Platz und Raum finden? Darüber kann man endlos  diskutieren und philosophieren, eine Tatsache die sich aufgrund des Fortschrittes entwickelte. Im Endeffekt ein Teufelskreis, da lediglich begrenzter Platz vorhanden ist.

Mima ist nur ein Fall von vielen Opfern.  Sei es Kinder oder Tiere, an denen eine unverständliche Perversität ausgelebt wird. Keine Ahnung – und ich will es auch gar nicht wissen –  was mit dieser Menschheit los ist und was noch passieren wird!

Meine Hochachtung gilt Mima und ihren Helfern. Wie Patricia Koelle vielleicht sagen würde: Das ist Mut!

Selbstverständlich wird es dennoch Meinungen geben, die fragen: „Ist das wirklich ein Leben?“ Warum nicht? Somit drehen sich die Meinungen im Kreis und eine Antwort wird es nicht geben. Hierbei kommt ein Aufmerksammachen auf die nicht zu begreifende Abartigkeit vieler Menschen hinzu. Vielleicht musste es so kommen, damit sich etwas ändert? Glaube ich nicht – somit drehe ich mich im Kreis.

Mimas Tagebuch

Tiere mit Behinderung

ich muss ehrlich bekennen, ist kein Thema für mich, macht mir immer gemischte Gefühle.
Für mich hat ein Mensch noch so viele Möglichkeiten auf geistiger Ebene, die das Leben lebenswert machen, die dem Tier nicht gegeben ist. Zwar würde ich  bei jedem Tier, das mir gehört, alles dran setzen, dass es am Leben bleiben kann, aber ich frag mich auch, ob es in seinem Sinne ist, dass dann…
In der Tierrettung sah ich das noch viel pragmatischer:
Die Kosten um ein bewegungsbehindertes Hundchen am Leben zu erhalten würden die Kosten für soundsoviele Hunde abdecken, ist es das Wert ? – und habe doch ein schlechtes Gewissen dabei und bin erleichtert, dass ich sowas nicht zu entscheiden habe.

Wir sehen ja, dass dreibeinige Hunde gut klar kommen , ich erinnere hier nur an den kleinen Oskar von der Finca, aber der Bericht, den ich bei : Zwerge in Not gefunden habe, stellt alles in den Schatten.

Unglaubliche Geschichte

So gesehen können behinderte Hunde eine Denkhilfe für uns sein, mit dem Thema Behinderung entspannter, unverkrampfter – eben „natürlicher“ umzugehen.

Und ich muss an meiner Einstellung arbeiten, die Hunde machen mir vor, was Lebensfreude und Lebensmut ausmacht.