Kitty und Lucky suchen dringend ein neues Zuhause!

Keine Ausrede: Die Tochter der Katzenbesitzer ist aufgrund der Tiere Lungenkrank, sie ist 3 Jahre alt.

Die Tiere sollten eigentlich niemals abgegeben werden… leider gibt es keine andere Möglichkeit mehr.

Kann hier jemand helfen und den beiden Katzen das Tierheim verhindern?

Wir haben leider keine Pflegestellen frei.

Bitte überall verteilen!! DANKE

 Kitty (schwarz) und Lucky ( s/w)

 Rasse: EKH

Geschlecht: Kater und Katze

Alter: 3 +5 Jahre

Kastriert: ja

Herkunft: Privatabgabe

Verträglich mit Hunden: denkbar

Verträglich mit Katzen: ja

Verträglich mit Kindern : ja

Aufenthaltsort: Jüchen

Kontakt: Astridweitz@gmx.de, oder 02182.8339559

Ein kleiner Bericht vom Frauchen über die Katzen:

Kitty ist bei uns sehr verschmust, bei anderen Tieren erstmal passiv, gewöhnt sich Kitty recht schnell an andere Tiere. Sie redet mit mir, z.B. bedankt sie sich wenn man ihr die Tür aufmacht (hab ich zumindestens das Gefühl), weiss sich aber meistens selbst zu helfen mit einem gezielten Sprung an die Türklinke. Ich hab immer versucht ihr beizubringen die Tür danach auch wieder zu schliessen…. leider ohne Erfolg 🙂

Die Kitty habe ich damals von einer Nachbarin bekommen als sie gerade ca.12 Wochen alt war.  Sie hört manchmal wie ein Hund.

Lucky  ist eher der Garfield Typ der am liebsten den ganzen Tag über auf seinem Platz liegt (der jeden Tag woanders ist), kaum Streicheleinheiten benötigt und sie sich wenn dann selber holt. Wir haben Lucky mit ca.16 Wochen bekommen. Er ist eher passiv gegenüber anderen Tieren. Er legt keinen Wert auf Leckerli´s sondern ist mit seiner „Grundnahrung“ sehr zufrieden. Es hat etwas gedauert bis er damals zum ersten mal zu uns kam und gestreichelt werden wollte, tut dies seitdem aber regelmäßig und intensiv. Beides sind Wohnungskatzen, obwohl Lucky auch gerne mal auf dem Balkon liegt und sich sonnt.

Sehr schweren Herzens müsssen die Tiere dringend ein neues Zuhause finden!

Sie sollen zusammenbleiben, sie verstehen sich gut.

Beide Tiere sind pflegeleicht im Alltag.

Wir freuen uns über einen Anruf!

Fundkatze

Zuerst einmal vielen Dank für Verlinkungen und Eure Aufmerksamkeit, was  die schwarze Fundkatze von letztem Freitag anbelangt. Die Miez und ich hatten Glück… ganz großes Glück, denn Heike hatte sowieso vorgehabt wieder eine vierte Katze aufzunehmen und eigentlich nur darauf gewartet, dass ein tatsächlicher Notfall ins Haus flattert, beziehungsweise ins Auto hüpft. Somit brachte Frau N. am vergangenen Dienstagabend die schwarze Katze zu Heike, nachdem die Miez einige Stationen hinter sich hatte.

Das nur als Beispiel, nicht wegen der Mühen, sondern wegen der Eindrücke, die solch eine Katze im Glücksfall über sich ergehen lassen muss um anschließend dennoch auf dem Teppich zu bleiben.

Erste Station: Recyclinghof – die erste Zeit mit Versorgung, seit Wochen ohne.

Zweite Station: Auto.

Dritte Station: Dachzimmer.

Vierte Station: Auto, Tierarzt, Narkose und Sterilisation.

Fünfte Station: Auto und Dachzimmer.

Sechste Station: Auto und weiteres neues Umfeld.

Heike nahm die schwarze Katze mit weißem Brustfleck erst einmal nur in Pflege, da niemand vorhersehen konnte wie Trixi, Sina und oder Samira auf sie reagieren würden.

Es hätte schließlich auch sein können, dass sich die Fundkatze nicht integrieren möchte, sich nicht Wohlfühlen wird – all das stand in den Sternen, wäre allerdings akzeptiert worden.

Einen Plan B  gab es nicht, aber irgendwie klappt es meist. Der ausgehungerten Schönheit jedenfalls  schien das alles relativ egal zu sein, denn sie kam mit jeder Situation zurecht. Sie maulte nicht, tätigte  keine Ausbruchsversuche, sie ließ diese unbekannten Prozeduren ohne zu murren über sich ergehen und schien zu vertrauen. Jedenfalls hat alles geklappt, denn schwarze Miez heiß jetzt Gini und Heike, Sascha, Samira, Sina und Trixi werden ihr ein Zuhause geben. Danke Euch vielmals!!

Was die verwaisten Futterstellen anbelangt, die der alte Mann nicht mehr versorgen kann, so half Sylvia von der Rasselbande und druckte Flyer, wegen Suche nach tierlieben Menschen mit Zeit und Verantwortungsbewusstsein, die ich am Freitag in der nahen Umgebung der betroffenen Stellen erst einmal in einem Kiosk und einer Tankstelle aufhängte. Es ist nicht das exklusivste Viertel dieser Stadt und ich habe wenig Hoffnung, dass sich ein Mensch melden wird. Es wird an zwei Menschen hängen bleiben, an Frau N. und mir, denn auch Anfragen beim „zuständigen“ TSV brachten keine Hilfe.

So sieht es aus, und soll ebenfalls nur als Beispiel dienen. Einmal in der „Szene“, immer in der „Szene“, da man sich nicht abwenden kann, wenn man die Tiere sieht. Und diese weltfremden Sprüche: „Die kommen alleine klar, es gibt schließlich genügend Ratten“, die höre ich gar nicht mehr, denn es ist Unsinn! Das beste Beispiel ist doch wieder einmal Gini, die vor lauter Hunger jedem Menschen hinterher gelaufen wäre – zur Not auch Tierfängern.

Verlagskater – Katzenberuf mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Wenn man sich manchmal so umschaut, entdeckt man Nachbarschaften. Wie ich auf facebook diesen Blog eines Verlages. Und siehe da, er beschäftigt Verlagskater…

Nur eine Stunde….

Buchempfehlung

Es dauert zwar noch, aber trotzdem: Die Zeit rennt. Und wer sich bisher noch keine Gedanken über ein (Weihnachts) Geschenk gemacht hat, dem kann ich hiermit eventuell auf die Sprünge helfen. Ist zwar lediglich geeignet für Katzen – oder Hundefreunde, aber die lesen hier ja hoffentlich alle mit. Funktioniert aber auch für einen selbst, wenn man das Tierheim Hannover unterstützen möchte. Hilfe in Form eines wirklich  gelungenen Buches, das gefüllt ist mit Zeichnungen, Fotos und abwechslungsreichen Geschichten und Gedichten rund um die Katz. Oder rund um den Hund, da es eine weitere Ausführung ums Thema Hundesch(w)ätzchen gibt.

P.S. Eine der Geschichten im Katzensch(w)ätzchen stammt von mir. 😉 Patricia machte mich seinerzeit auf eine Ausschreibung aufmerksam und obwohl ich lange überlegte, da Zeilenbegrenzungen eingehalten werden mussten, dachte ich, dass „meinen“ Hafenkatzen somit ein Denkmal gesetzt werden könnte und wir mit einem Schlag gleichzeitig ein Projekt unterstützen würden – wenn meine Geschichte denn überhaupt angenommen wird. Sie wurde angenommen und musste trotzdem ein wenig gekürzt werden. Ihr stellt es hier ebenfalls an gewissen Längen ständig fest:  Das Herz quillt über, wenn ich berichte.

Die Fehler des Herrn von und zu Guttenberg begehe ich  hoffentlich nicht, somit:

Zitat: „Es ist soweit: das beim BOD-Verlag neu aufgelegte Buch  „Katzenschwätzchen“ ist fertig.  Wir hoffen, dass es Ihnen in der neuen Aufmachung mit den farbigen Fotos gefällt. Auf der Homepage www.chrisbienert.de/Katzenbuch.htm  können Sie sich bereits über das Buch informieren. Für Ihren uneigennützigen Einsatz zugunsten des Tierschutzes bedanken wir uns herzlich. Es bestätigt sich immer wieder: Wo sich viele Kräfte bündeln, kann auch etwas erreicht werden!  Das konnten wir schon bei der Erstauflage:

„Katzensch(w)ätzchen“ feststellen: Bislang konnten weit über 700 €  von uns an das Tierheim Hannover gespendet werden und kommen dem Neubau des Katzenhauses zugute.

Ebenfalls beim BOD-Verlag erschienen ist übrigens das Buch „Hundeschwätzchen“ www.chrisbienert.de/Hundebuch.htm. Aus diesen Einnahmen wird ein Teil der Kosten für die Unterbringung von Toby, einem schwer vermittelbaren 12-jährigen Westhighland Terrier im Tierheim Hannover aufgefangen. 200,- € sind für die ersten verkauften Exemplare überwiesen worden. Sollte Toby hoffentlich doch noch erfolgreich an umsichtige Menschen vermittelt werden können, wird das Geld einem anderen schwer vermittelbaren Hund zugute kommen.Sowohl über den Neubau des Katzenhauses als auch über den Hund Toby können Sie sich auf der Homepage des Vereins informieren (www.tierheim-hannover.de).

Das neue „Katzenschwätzchen“ ist zum Teil schon bei Internetbuchhandlungen erhältlich und  wird in Kürze auch in allen Buchhandlungen vor Ort bestellbar sein. Es wäre toll, wenn Sie dann in Ihrem Umfeld ein wenig Werbung dafür machen könnten, gern auch für das „Hundeschwätzchen“. Je mehr Bücher verkauft werden können, desto mehr steht für Tierschutzprojekte zur Verfügung. Und das ist ja unser aller Ziel.“ – Zitat Ende

Würde mich freuen, wenn Ihr verlinkt! Normalerweise muss oder sollte ein Autor hergehen und Werbung in  Buchhandlungen machen.Wenn es gut läuft auch Lesungen halten. Aber das kann ich nun wirklich nicht! Problem ist die Angst vor Menschen, die mich „anstarren“ würden und erwarten…  Nicht mein Ding, lieber mit Dreck auf Hosen und Händen, aber  ohne Worte.

Im Sinne von Toby und weiteren Maßnahmen, die somit dem Tierschutz zugute kommen: Danke.  Die Autoren bekommen keinen Cent – und das ist gut so!

Danke und liebe Grüße an Euch!

Futterstellen und ihre Lagen

Futterstellen und ihre Lagen, beziehungsweise die Lebensumstände vieler frei geborener Katzen.

An solch einer Stelle füttere ich in Vertretung, wenn Frau N. in Urlaub fährt oder wie in den momentanen Tagen, Freitag, Montag und  Dienstag, wo eine Großveranstaltung abends keinen Zugang zulässt. Nur morgens bis 11.00Uhr, wo nach einer Gesichtskontrolle per Ordnungsamt oder Polizei der Eintritt zu dieser Straße gewährt wird.

Die Katzen leben dennoch weiter und müssen versorgt werden. Man könnte das als Grund angeben, aber wer will das hören? Da ich unter der Woche um 7.00Uhr durch diese Straße fahre, ist es momentan wieder einmal meine Aufgabe zuzusehen, dass keines der  Tiere verhungert. Das Wochenende wird von der Katzennothilfe  geregelt, bei der sich Frau F. in die Nähe fahren lässt und den restlichen Weg zu Fuß schaffen wird.

Ich kann und möchte nicht viel von dieser Stelle erzählen, weil es das Tabuthema dieser speziellen Firma ist und dennoch muss ich meiner Wut Luft machen.

Eine Fabrik, von der jeder Außenstehende lediglich die Front sieht. Bis hierher und nicht weiter.

Vor fünf Jahren fand ich eine tote und noch junge Katze vor einem LKW liegend auf der Straße. Ich legte sie in eine Wiese und wunderte mich, wo dieses Tier herkommen konnte. Ein Industriegebiet ohne Umfeld, lediglich Fabriken und ein Fahrweg. Bis sich eines Tages eine neue Mitarbeiterin der Firma an den zuständigen Tierschutzverein wandte und sozusagen um Hilfe rief. In ihrer Arbeitsstelle liefen Unmengen von Katzen herum und auch viele Babykatzen, das könne nicht so weitergehen. Frau N. wurde somit offiziell zur Stelle gerufen, da diese Mitarbeiterin kein kleines Licht darstellte oder diese Maßnahme initiierte ohne zu wissen, was sie da anrichtete. Das alles weiß ich nicht genau. Ich weiß nur, dass sich kein Fremder auf dem Gelände aufhalten darf, viele Babykatzen untergebracht, fast alle Katzen kastriert werden konnten. Frau N. blickte seinerzeit in das Interne dieser Firma, wo sich außerhalb der Bürogebäude Schmutz, Käfer und Katzen aufhielten. Deshalb musste Frau N. eine „Futterstelle“ einrichten, da sie die Katzen nach der Sterilisation nun einmal kannte und niemand sonst sie versorgen durfte und immer noch nicht darf. Das steht angeblich auch in den Arbeitsverträgen und nur eine Handvoll Arbeiter kümmert sich hin und wieder um die Katzen und macht sich sozusagen strafbar.

Und genau das ist der Punkt über den ich nachdenke.

Strafbar machen für was?

In dieser Firma wurde jahrelang zugesehen wie sich Katzen vermehren, eventuell krank wurden, sich eventuell in Ecken verkrochen und krepierten. Auch das kann ich nicht beweisen, lediglich vermuten. Aber kann bei solchen, selbst gemachten Problemen ein Geschäftsführer oder ein Aufsichtrat – oder wer auch immer dafür zuständig ist – hergehen und solche  Regeln aufstellen? Das sind keine offiziellen Regeln, im Gegenteil. Es wurde  zugesehen wie sich Tiere vermehren, die laut Gesundheitsamt in einer Lebensmittel herstellenden Firma nicht leben dürfen. Die, die, von Giftködern lahm gewordenen, Ratten und durch Korn angelockten Tauben allerdings preiswert beseitigen sollen. Deshalb gab es vor einigen Monaten auch kein Theater, das wurde regelrecht unter den Teppich gekehrt. Ein Zertifizierer kam, kontrollierte und vergab Punkte. Bei dieser Begehung wurde ein Futternapf entdeckt und schon gab es Punkteabzug. Von da an wurde jeder Napf, den Frau N. wie jeden Abend, an bis dahin geheimer Stelle, deponierte, entsorgt. Ob noch gefüllt oder bereits geleert. Sie fragte mich, was man tun könne und ich fragte einen freundlichen Mitarbeiter aus dem Büro, den ich täglich aus einem anderen Grund treffe. Ich war erstaunt, denn er schüttelte sogleich mit dem Kopf und meinte: „Das ist das Tabuthema der Firma, da beiße ich auf Granit. Speziell unser Geschäftsführer lässt darüber nicht mit sich reden.“

Frau N. verlagerte die Futterstelle, hoffte, dass die Katzen diese finden werden und klar wie immer: Katzen sind nicht dumm. Wie viele es noch sind ist unklar. Drei Dosen Futter werden täglich verputzt.

Einzige Möglichkeit

Seitdem haben wir also eine andere Stelle und hin und wieder sehe selbst ich, die als Versorger den dortigen Tieren fremd ist, eine der existierenden Katzen. Sie laufen durch den Dreck, sind absolut scheu – und niemand kann mehr tun?  Man muss sich auf das Gelände schleichen wie ein Indianer oder doppelt so schnell sein. Bedeutet auf das Gelände fahren, gefüllte Futterschale bereithalten, aussteigen, hinlaufen, absetzen und weg. Gesehen wurde ich auch schon und sofort angebrüllt, weil  ich keinen Zugang habe. Da sich die hinweisende Mitarbeiterin zurückgezogen hat oder nicht mehr dort angestellt ist, wird man keine weiteren Auskünfte erhalten

Hat jemand Ideen, wie man gegen solch einen Schwachsinn angehen kann?

Futterstellen und jahreszeitliche Begegnungen

Als ich über die „schlimme Stelle“ berichtete, da ging es eigentlich nur um das Umfeld an sich. Seit Oktober letzten Jahres gibt es diese Futterstelle erst, und  ich hatte dort noch keinen Sommer erlebt. Einen Sommer mit der gewohnten und überall stattfindenden Fliegenplage, die sich an dieser Stelle   jedoch zum kleinsten Übel herab schrumpfte. Einen Sommer unter einem Holunderbaum und neben Brombeerbüschen, wo sie in Scharen Halt machen, die Marmeladeneinkocher und Schnäpschenbrenner – das ist etwas völlig Neues. Da wird bequem vor der „Haustür“ geparkt, sogar eine Leiter aus dem Wagen gehievt und gesammelt, was die Natur bietet. Es ist eine Phase, das ist klar, irgendwann wird keine Holunderdolde mehr am Baum hängen, die Stelle wird uninteressant werden, aber kommt man zur gewohnten Zeit und will die Futterstelle versorgen, dann stehen sie da und pflücken und reißen. Ich könnte hergehen und den jeweiligen Leiterkletterer bitten Obacht zu geben, weil sich genau unter seiner Begierde eine Futterstelle für Katzen befindet, aber das tue ich nicht, da jeder Wissende ein Katzenfeind sein könnte. Somit fahre ich weiter, zur nächsten Stelle und warte ab, bis ich unentdeckt bleiben kann.

Für jeden von Euch wird ein Bild vor Augen erscheinen, wenn er sich diese kleinen und großen dunkelroten Beeren vorstellt, die nach einer Pflückattacke  überall verstreut und zermatscht herum liegen. Inklusive der Äste und Blätter. Somit ist Saubermachen angesagt – man hat ja sonst nichts zu tun.

Ebenso eine Phase sind des Gärtners größte Feinde, die Nacktschnecken. Um die 30 Grad am Tag und während der Nacht Regen. Das ideale Klima, um Schnecken zu animieren in Partylaune zu verfallen. Es ist Natur, es sind Lebewesen, es sind Schnecken, es sind Tiere. Das muss ich mir ständig einhämmern, wenn ich bereits weiß, was mich erwartet. Eine absolut versaute Futterstelle, für die es keinen schlimmeren Vergleich gibt.

Das Trockenfutter ist unbrauchbar geworden, die Kiste muss ausgewaschen und getrocknet werden. Es hilft kein Wedeln mit der Hand, obwohl auch dieser verzweifelte Versuch eine Horde Fliegen nur für den Moment abschreckt. Schnecken bedeuten richtig Arbeit. Und keine dieser Schnecken kann ich töten, somit kommen sie mitsamt dem am Abend vorher noch trockenem Futter weit entfernt auf eine Sammelstelle, wo sie die Reste des verdorbenen Trockenfutters offiziell bearbeiten können.

Eine halbe Stunde später und eine halbe Küchentuchrolle weniger, sieht es für den Rest des Tages wieder angenehm aus.Mit nur wenig Trockenfuttter , denn tagsüber traut sich kaum eine Katze hier hin.

Aber es ist warm, die Fliegen werden Eier legen, für heute Abend ist Gewitter angesagt…

Wie war das noch mit  Sisyphos und seinem Felsbrocken?

Das folgende Foto machte ich am Freitagabend als es bereits dämmerte, keine Fliegen in Sicht waren und die Nacht versprach kühl und trocken zu werden. Somit gab es nach Tagen auch wieder Nassfutter. Als ich soeben das Foto verkleinerte, erst da sah ich das Katzenauge, das ich, ohne die (schwarze) Katze bewusst zu sehen, mitfotografiert hatte:

Katze Emmiken und die Gedankenübertragung

Weiß gar nicht wie ich das sagen soll, aber ich gehe davon aus, dass Gleichgesinnte verstehen werden.

Irgendein Donnerstag in  den vergangenen Wochen war es, als ich mit Herrn M. telefonierte. Er musste gezwungenermaßen und verbotenerweise eine Futterstelle auf „seinem“ Betriebsgelände einrichten, weil sich dort Samantha, Ronja und Ruby aufhalten.Bei unserem Gespräch erwähnte er, dass er vor ein paar Tagen eine tote Katze auf selbigem Gelände gefunden  hätte. Sie lag hinter einem Pallettenstapel und sei durch Verwesungsgeruch aufgefallen. Ich fragte, wie die Katze ausgesehen hätte, ob ich sie noch einmal sehen könne, beerdigen…

„Oh nein“, meinte Herr M. ,“das war bereits zu weit fortgeschritten. So etwas packt man nicht mehr ins Auto. Tüte, Container und gut ist das.“

„Aber welche war es?“, fragte ich aufgeregt, „das ist wichtig zu wissen!“

„Tja, ich kannte sie nicht“, meinte Herr M. „eine hellgetigerte, mehr kann ich nicht sagen.“

„Aber ich muss das wissen … hellgetigert, nicht, dass das die Mutter von Emmy und Maxi ist!“

„Vermissen sie sie?“

„Ja, seid vier Wochen, deshalb schauen sie bitte auf die Katzenheimat, sehen sie sich die einzigen  Fotos von Emmiken an und vergleichen sie, bitte!“

Herr M. sah nach und meinte, dass es Emmiken sein könne.

Man kennt sie, diese Faustschläge in die Magengrube. Noch nie wirklich erlebt, aber es fühlt sich jedesmal so an, wenn  solch eine Nachricht kommt.

Ich dachte nur: Bitte nicht Emmiken, bitte, bitte nicht! Es mag eine der bisher unbekannten Katzen sein, die nie in eine Falle gehen und lediglich nachts laufen. Eine, die tatsächlich an Altersschwäche gestorben ist. Es tut mir Leid, sehr Leid, aber bitte nicht Emmiken! Sie ist noch jung und lebenslustig, bitte nicht!

Herr M. und ich beendeten das Gespräch und ich fuhr weiter, zur Futterstelle von Minki, Emmiken und wer weiß welchen Katzen noch. Ich rufe die Katzen immer, wenn ich angelangt bin und meist kommt Minki aus einem Gebüsch hervor oder Emmiken wartet bereits. Wie gesagt, Emmiken hatte ich seit vier Wochen nicht gesehen und in diesen Momenten intensiv an sie gedacht. Mir ging es miserabel,  dachte an all die niederschmetternden Dinge, an all die Katzengegner, an all die gegnerischen LKW Fahrer. Der eine Fahrer schenkt einem Futter, findet Katzenversorgung in Ordnung und dann der andere, der fragt: „Was machen sie denn hier?“ , wie zu einem Marsmännchen das mitsamt UFO im hauseigenen Garten gelandet ist. Ich antworte: „Katzen versorgen“. Und er: „Wissen sie nicht wie dumm das ist, wie viele Ratten hier herum laufen?“ „Ja,“ und ich nicke, völlig gegen meine gundsätzliche Meinung, da dieser daher gefahrene Furz keine Ahnung haben kann  woher diese Katzen stammen, die seit acht Jahren versorgt werden und ihren Ursprung in einer abgerissenen Fabrik haben. Was soll ich solch einem Ignoranten sagen?

Ich kann in solchen Momenten keine Antwort mehr finden, denn erstens sind speziell diese Menschen gefährlich und zweitens habe ich keine Kraft mehr, um auf all diesen Schwachsinn zu antworten. Speziell solche Wichtigtuer scheinen eine komplette Firma zu vertreten, weil die nächste Frage war: „Wer hat ihnen die Erlaubnis erteilt?“  Ich sagte: “ Herr Sch..“,  und wichtiger Fahrer meinte, dass dieser Mann längst nicht mehr bei der Firma arbeite. Da müsse man sich etwas anderes einfallen lassen, so gehe das nicht!!

Okay,  somit werden die Karten neu gemischt werden müssen, aber  gut im Vorfeld zu wissen. Doch dich, du armselige wichtigtuerische Wurst, werde ich nicht unbeachtet lassen!

Und im nächsten Moment war das alles wieder vergessen, da ich an  Gedankenübertragung, an irgendetwas Höheres dachte, weil Emmiken wie zu meiner Beruhigung an gewohnter Stelle  saß und wartete. Als wenn sie sagen wollte: „Hey, mach dir doch nicht immer so viel Kopf! Also mir geht es gut, wie du sehen kannst.“

Allerliebstes Dankeschön, Emmiken! Auch wenn du anschließend erneut untertauchtest, so weiß ich nun wieder, es geht dir gut! Anschließend ging es mir wirklich wesentlich besser und der Auftrieb, den ein für bescheuert erklärter Katzenversorger braucht, der war durch diese, für andere völlig unwichtige, Begebenheit körperlich spürbar. Glück und Leid liegen nahe beieinander, aber dieser Moment bestand einfach nur aus Glück.