Notfallkater Fecò – Paten und Zuhause gesucht!

Auch dieser Notfall kommt von Nadine, bzw. von der Katzenhilfe Katzenherzen e.V. Auch so ein schlimmer Fall, bei dem man erneut verzweifeln möchte, denn nicht nur dieses Tier wurde angefahren und einfach liegen gelassen!

„Oh, verdammt, da ist mir was zwischen die Räder geraten. Ach, macht nix,   mich hat niemand gesehen!“ Ist solch eine Szene bekannt? Kommt sogar in vielen Filmen vor und soll angeblich witzig sein. Und da haben wir es doch schon: Witzig – und wer kneift ist ein armseliger Loser.

Ich weiß nicht, vielleicht lesen hier nur die „richtigen“ Menschen mit, aber wo bleibt die Zivilcourage? Ein blödes Wort in dem Moment, da man begriffsmäß nicht so weit ausholen muss. Ein für jeden verständliches Wort, das einfach nur wiederspiegelt, was unsere Vorfahren jeden  gelehrt haben. Achtung, Respekt, Nächstenliebe oder einfach nur: Wer Scheiße baut, muss  dafür gerade stehen!

Aber was rede ich? Scherbenhaufen ohne Ende. Zumindest eine kleine Spende würde diesem lebenswilligen Kater nun helfen, obwohl er das niemals wollte. Vielen Dank, im Namen Fecò!

Heute möchte ich ein Notfellchen aus Ungarn vorstellen, welches mir zur Zeit besonders am Herzen liegt:

Den armen Feco haben ein paar Mädels irgendwo in der Prärie an einer Straße in Ungarn gefunden. Er wurde überfahren und einfach liegen gelassen. Feco ist ca. 3 Jahre jung.

Infolge des Unfalls kann Feco seine Hinterläufe momentan nur hinter sich herziehen, deshalb auch die Wunden an den Hinterpfoten. Es wird vermutet, dass ein Blutgerinsel auf den Nerv drückt. In Ungarn sehen wir keine erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit, weshalb wir Feco nach Deutschland geholt haben; er befindet sich jetzt auf einer Pflegestelle in Wiesbaden.

Laut ungarischem Tierarzt bestehen gute Chancen, dass er sich wieder normal bewegen kann, wenn das Blutgerinsel aufgelöst ist; definitive Ergebnisse stehen noch aus, da Feco nun erst einmal einem Spezialisten vorgestellt wird.

Bericht der Pflegestelle vom 17.04.2011:
„Jolly (Feco) hat definitiv Gefühl in den Füßchen, habe ihn gekitzelt, er reagierte darauf sofort. Ich habe ihm kleine Schutzschuhe übergestreift, damit sich die Wunden an den Hinterpfoten zurückbilden können. Er geht ganz wunderbar auf die Toilette, das macht er alles selbstständig. Inkontinent ist er nicht.
Das Katerchen ist so voller Lebensfreude, deswegen nenne ich ihn auch Jolly. Ich habe keine Ahnung, was -Feco- bedeutet, aber ich fand, dass jemand, der so tapfer und frohen Mutes dieses traurige Schicksal erträgt, einen Namen verdient, der das auch ausstrahlt. Irgendwie flutschte mir sofort, ohne darüber nachzudenken, Jolly Jumper aus dem Mund, als ich ihn zum ersten Mal „herumlaufen“ sah.
Als ich meine Katzen mal kurz rein ließ, um Hallo zu sagen, robbte er schreiend auf sie zu und wollte Näschen geben, er ist ihnen sogar noch hinterher gerobbt, als sie sich umdrehten und gingen (er kann sich ja nur auf dem Boden schleifend fortbewegen) – da musste ich doch arg mit den Tränen kämpfen. Jolly genießt es gekrault zu werden (er kann sich ja an gar keinem Öhrchen kratzen), Bäuchlein findet er auch ganz toll, und er gibt vorbildlich Köpfchen. Er ist einfach nur ein süßer süßer süßer Knopf.“

Um Euch einen besseren Eindruck von dem süßen Schatz zu machen, schaut Euch bitte das nachfolgende Video an:

Seht Ihr, welchen Lebensmut Fecó hat? Ich selbst konnte bei dem Anblick meine Tränen nicht zurückhalten, weil ich mir immer wieder vorstellte, wie er nach dem Unfall einfach so liegengelassen wurde…

Wir suchen für das liebe, soziale und sanftmütige Pantherchen ein feines, verständnisvolles Heim, das ihm genauso viel Liebe zurückschenkt, wie er gibt.

Fecó ist kastriert, vollständig geimpft, gechippt, auf FIV/ FelV negativ getestet, parasitenbehandelt und besitzt einen EU-Heimtierausweis. Er wird gegen Schutzgebühr von 150 EUR und Schutzvertrag in verantwortungsvolle und erfahrene Hände vermittelt.

Kontakt:
Katzenhilfe Katzenherzen e.V.
Interessenten melden sich bitte bei unserem Katzenherz Petra unter petra.bohrmann@katzenherzen.de

*** Paten für Fecó gesucht ***
Desweiteren könnt Ihr für Fecó eine Patenschaft übernehmen. Eine Patenschaft hilft den Tierschutzvereinen Tierarztkosten, die durch Impfungen, Operationen, Kastrationen etc. entstehen, zu finanzieren. Ihr könnt jedoch auch eine Patenschaft in Form von Sachgeschenken übernehmen, d.h. Ihr übersendet Eurem Patentier Grundausstattung, wie Spielzeuge, Futter etc. oder finanziert diese Sachen. Ob Ihr Euch für eine monatliche Zahlung, eine Einmalzahlung oder eine Sachspende entscheidet, ist Euch überlassen – Fecó hilft jede Zuwendung. Den allgemeinen Ablauf der Patenschaft könnt Ihr dann direkt mit der Katzenhilfe Katzenherzen e.V. klären.

Helfen könnt Ihr außerdem, in dem Ihr diesen Aufruf bei Euch im Blog oder auf der Webseite veröffentlicht.

Vielen herzlichen Dank!!!

Neues von Tommy, der jetzt (King) Louis heißt

Na ja, King Louis heißt er nicht, eigentlich nur Louis, aber als es neulich in einem Gespräch um ihn ging kam man überein, dass er sich mittlerweile so aufführt wie King Louis aus dem Jungelbuch.
Louis hat kaum zwei Tage in der für ihn eigens aufgebauten Box zugebracht. Seine neue Familie war sich einig, dass der Kleine dafür zu neugierig und entspannt war und ließ kurzerhand den Zugang offen. Louis bewegt sich also schon fast die ganze Woche frei in der Wohnung. Er ist nicht übermäßig scheu, scheint sich also in der Nähe von Menschen und Katzen nicht unwohl zu fühlen und hält sich auch dort auf. Das Verhältnis zum Menschen ändert sich sofort, sobald dieser einen Futterbeutel mit sich trägt, dann ist man sein bester Freund und darf auch ruhig in seine Nähe. Mit den Katzen des Hauses gibt es keine Probleme, man toleriert sich und ich habe mir sagen lassen, dass Louis sehr sehr gerne mit allem möglichen Spielzeug spielt und in diesem Zuge die beiden anderen Katzen, Antonio und Sina, auch zum Spielen animiert. Vor allem Sina hat gerade erst durch ihren neuen Mitbewohner den Zauber eines Laserspielzeugs für sich entdeckt.
Louis scheint sich also wohlzufühlen, ist klug und aufgeweckt sowie natürlich außerordentlich verfressen, es herrscht seit seinem Einzug ein wildes Gemampfe im Haus, in dessen Zuge – wie soll es auch anders sein – eigentlich Jeder das Futter frisst, dass eigentlich für den Anderen gedacht war und das mit allergrößter Begeisterung.
Louis hat seine gesammelte neue Familie mühelos für sich eingenommen. Vielen Dank nochmal an Heike, die Louis aufgenommen und schon mit ihm „gearbeitet“ und damit einen Grundstein für sein Leben in der neuen Familie gelegt hat.
Wir halten euch weiter auf dem Laufenden!

Lisbeths Brief an Tanja und Adi

Liebe Tanja, lieber Adi,

heute habe ich erfahren, dass ich nicht bei Euch einziehen kann, obwohl Ihr es Euch so sehr gewünscht  und mir das Gefühl gegeben habt, dass nicht nur Ihr, sondern Eure Familie und Freunde sich auch auf mich freuen, vielleicht hätte sogar die halbe Stadt gejubelt, wenn ich wie ein kleiner Star in Eure vier Wände eingezogen wäre. So jedenfalls hat sich die Freude angefühlt, die Ihr ausgestrahlt habt. Ich weiß, dass Ihr Euch vom Moment meines Einzuges an zu mir auf den Boden begeben hättet, um mit mir auf einer Augenhöhe zu sein und mir jeden Wunsch vom Schnäuzchen ablesen zu können. Aber nun hat uns so etwas wie Schicksal ein Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem möchte ich Euch danken, dafür, dass Ihr Euch in mich verliebt habt, als ich noch staubig und stumpf, wild und voller Angst frisch von einem Dachboden in meine Pflegestelle eingezogen bin. Ohne zu zögern habt ihr Euer Herz und Euer Leben für mich geöffnet, als ich mich noch nicht einmal aus meiner Schlafhöhle hervor getraut habe und habt daran geglaubt, dass ich zu einem liebenswerten Kätzchen werden würde. Ihr habt mich besucht und mir Geschenke gebracht und wart klug und mitfühlend genug, mich nicht Hals über Kopf zu Euch zu holen, immer mit der Gefahr im Nacken, dass Ihr mich wieder abgeben müsst, wenn sich heraus stellt, dass grundlegende Dinge es nicht zulassen, dass ich für immer bei Euch bleibe. Noch  bevor ich bei Euch eingezogen bin, habt Ihr bei allem, was Ihr geplant hat, zuallererst an mich und mein Wohl gedacht. Ich bin ein glückliches Kätzchen, dass derart tolle Menschen so fest an mich geglaubt haben und mit mir zusammen  leben wollten. Wenn mein zukünftiges Frauchen auch nur halb so gut zu mir ist, wie Ihr es gewesen wärt, dann werde ich ein vollkommenes Prinzessinenleben haben.

DANKE FÜR ALLES, BITTE KOMMT MICH WEITERHIN BESUCHEN UND MIT MIR SPIELEN!

EURE LISBETH

Kater Tommy sucht ein Zuhause

Ja, der Kater Tommy, der auch vom Himmel fiel und plötzlich in einer Falle saß.

Er ist ungefähr sechs Monate alt und lebte mit zwei gleichaltrigen schwarzweißen Katzendamen  und der getigerten, noch säugenden Mutterkatze  zusammen auf einem Firmengelände. Auf diesem Gelände wird weder gefüttert noch sich gekümmert, lediglich aufgepasst und zugegeben, auch das ist viel wert.

Jungkatzen wurden gesichtet, die vorher nicht da waren. Die Mitarbeiter machten es richtig und sprachen mich darauf an. Den Umweg über komplizierte Telefonate mit einem gesuchten Tierschutzverein oder Tierheim nimmt  „Ottonormal“ ungern in Kauf, doch in diesem Fall fahre ich täglich berufsbedingt zu dieser Firma und es hat sich herum gesprochen, dass ich mich kümmere…

Tommy wurde kastriert und bekam eine Wurmkur verpasst. Aber er gab sich definitiv anders, als viele andere und ließ sich streicheln, brach nicht in Hektik aus, sondern nahm die Gegebenheiten locker hin. Somit kam man ins berühmte Zweifeln. Wohin mit ihm? Will er wieder raus, an seine angestammte Stelle? Ja oder Nein? Anscheinend nicht wirklich.

Im ersten Moment wurde er zur Ausheilung in der Dachkammer untergebracht. Als seine schwarzweißen und im Zimmer wild umher hetzenden  Katzenfreundinnen wieder heraus  gelassen worden waren, überlegten wir  weiter. Tommy alleine im Dachzimmer lassen und ewig auf ein Zuhause warten… wir sind Tierschützer.

Unsere Heike nahm ihn auf, da Pepitos Bruder inzwischen vermittelt werden konnte und somit ein Platz bei ihr frei war.  Somit sind beide nicht alleine und sie verstehen sich. Tommy ist zu vergleichen mit Lisbeth, Maxi und Emmy. Die Zeit muss reifen und Geduld ist gefragt. Tommy ist somit noch keine Knutschkugel, die macht, was Mensch gerne hätte.

Heike gibt sich wie immer viel Mühe und Dank ihr ist auch dieses Video zustande gekommen, wo der noch zurückhaltende  Tommy und der selbstbewusste Pepito in Aktion angesehen werden können.

Weitere  Berichte werden folgen.

Wochenbericht der zwei Minitiger oder – Emmy entdeckt die Zivilisation

Genau, das war gestern, also Freitagabends, wo ich nicht auf die Uhr sehen muss und ganz entspannt die Augen irgendwann zufallen lassen kann.

Die Minitiger hatten Ausgang, den bekommen sie nun immer, wenn sich ein Zweibeiner, also eine Aufsichtsperson, in der Wohnung aufhält. Man weiß ja nie so genau, was jungem, wild gewachsenem Gemüse so durch den Kopf – oder durch die Gedärme – schießt.
Mittlerweile sind die ersten Portionen Baycox und Panacur intus, und die Häufchen verfestigten sich erfolgreich. Nur gestern, gestern klauten sie Schneckchen die Reste aus dem Napf und da Schneckchen weniger als ein Spatz isst, war das anscheinend zu viel für die Minitiger. Schneckchens Napf musste sofort mit heißem Wasser gespült werden, denn das fehlt mir noch, dass sich Kokzidien auf die alte Dame übertragen.

Ich hab’s danach regelrecht verpennt, da mir auf dem Sofa Planmäßig die Augen zufielen und die Minitiger weiterhin ihren Ausgang (aus)nutzten. Jedenfalls war der Samstagvormittag ausgefüllt, mit Decken waschen und putzen. Sie hatten wieder einmal den Hundekorb genutzt, der eine Etage tiefer steht, oder sich wieder einmal verlaufen, die Orientierung verloren, die eigenen Toiletten nicht gefunden… was weiß ich. Inzwischen verfestigte Häufchen waren wieder einmal zu dünnen und kompliziert zu entfernenden, kleinen Fladen geworden.
Na ja, es kann nur besser werden. Positives Denken!

Heute gibt es aufgrund dessen nur Calm von Royal Canin, das Christine für die Minitiger spendete. Danke, Christine!

Abgesehen davon, fing Emmy gestern zum ersten Mal an öffentlich zu spielen. Ich sage deshalb öffentlich, weil ein Mensch anwesend war. Bisher war es so, dass Maxi sie aufforderte und beide wie wilde Hummeln im ehemaligen Büro herum rannten, ehemals wichtige Dinge von den Regalen warfen, sich gegenseitig auflauerten und spielerisch bekämpften.

Für das ebenfalls ehemalige wilde Schneckchen nutze ich eine Reitgerte, an die ich einen variablen Wollfaden knotete, an dem eine klappernde Spielmaus befestigt ist. Je nach Laune und Zustand liebt es selbst eine alte Katze, diese Maus zu jagen. Wenn sie sehen kann, wer ein Spielzeug lenkt, wird es sofort uninteressant.

Somit auch perfekt für die Gleichgesinnte Emmy.

Bisher bleibt Emmy bei ihrer ureigensten Überzeugung, dass Mensch nur wichtig ist, wenn er einen Teller in der Hand hält oder Katzenpudding an seinen Fingern  klebt.

Bisher mochte sie nicht einmal meinen Geruch. Tja, das stellte ich fest, weil Maxi und Emmy immer im Wäschekorb liegen. Dort liegt (zur Sicherheit gegen Unreinheit) die Badematte drin und logischerweise schmutzige Wäsche, denn der Alltag lässt sich nicht stoppen. Sie könnten auch in ihrer offenen Transportbox oder in der Höhle ihres Kratzbaumes schlafen – aber nein, das ist von Menschengehirnen erdacht worden und einfach nur doof.
Zuoberst lag seit Montag einer meiner Pullover im Korb, und Maxi mittendrin. Emmy hockte stur hinter der Waschmaschine.
Entweder wurde es ihr auf den Fliesen zu ungemütlich oder sie begann zu akzeptieren… oder hält seitdem die Luft an. Jedenfalls lag sie seit Mittwoch neben Maxi im Korb, auf meinem rosafarbenen Pullover.
Die Entwicklung schreitet voran und es ist abzusehen, wie Maxi und Emmy als Katzendamen einmal aussehen werden. Maxi hat bereits jetzt die Statur eines Geparden, lange Gliedmaßen und einen schmalen Körper. Emmy, der kleine Schatz, wird ein wenig gedrungen bleiben, sie ist eine Überlebenskämpferin mit flusigem Fell und wird sehr wahrscheinlich immer Hunger haben. Aber einen treuen Blick hat sie, obwohl sie sich so zurückhaltend gibt. Da beide, sobald sie sich der Treppe nähern, von Hündin Gipsy (falls anwesend) angebellt werden, ist ihr Bereich die obere Etage, denn Schneckchen, die diesen Bereich aufgrund des Bellens längst akzeptierte, nimmt man mit Links. Zumindest Maxi, die absolut keinen Respekt vor einer älteren Dame zeigt. Emmy akzeptiert Schneckchen seit dem vergangenen gegenseitigen Fauch – Austausch. Sie versucht zwar auch das Futter zu stehlen, aber nur wenn Schneckchen nicht hin sieht.

Maxi ist ein so genannter Sonnenschein und der Schalk blitzt förmlich aus ihren Augen. Man kann sie kurzzeitig auf den Arm nehmen, doch dann springt sie in Windeseile wieder herunter. Anschließend wirft sie sich auf den Boden und will weiter beachtet werden.

Zum Schluss der Baum, der nun völlig kahl dasteht und ankündigt: Es kommt der Winter, die harte Zeit.

Wie immer Danke für Eure Aufmerksamkeit und Grüße von den Minitigern, die um diese Zeit zum Leben erwachen.