Futterstellen und ihre Lagen

Futterstellen und ihre Lagen, beziehungsweise die Lebensumstände vieler frei geborener Katzen.

An solch einer Stelle füttere ich in Vertretung, wenn Frau N. in Urlaub fährt oder wie in den momentanen Tagen, Freitag, Montag und  Dienstag, wo eine Großveranstaltung abends keinen Zugang zulässt. Nur morgens bis 11.00Uhr, wo nach einer Gesichtskontrolle per Ordnungsamt oder Polizei der Eintritt zu dieser Straße gewährt wird.

Die Katzen leben dennoch weiter und müssen versorgt werden. Man könnte das als Grund angeben, aber wer will das hören? Da ich unter der Woche um 7.00Uhr durch diese Straße fahre, ist es momentan wieder einmal meine Aufgabe zuzusehen, dass keines der  Tiere verhungert. Das Wochenende wird von der Katzennothilfe  geregelt, bei der sich Frau F. in die Nähe fahren lässt und den restlichen Weg zu Fuß schaffen wird.

Ich kann und möchte nicht viel von dieser Stelle erzählen, weil es das Tabuthema dieser speziellen Firma ist und dennoch muss ich meiner Wut Luft machen.

Eine Fabrik, von der jeder Außenstehende lediglich die Front sieht. Bis hierher und nicht weiter.

Vor fünf Jahren fand ich eine tote und noch junge Katze vor einem LKW liegend auf der Straße. Ich legte sie in eine Wiese und wunderte mich, wo dieses Tier herkommen konnte. Ein Industriegebiet ohne Umfeld, lediglich Fabriken und ein Fahrweg. Bis sich eines Tages eine neue Mitarbeiterin der Firma an den zuständigen Tierschutzverein wandte und sozusagen um Hilfe rief. In ihrer Arbeitsstelle liefen Unmengen von Katzen herum und auch viele Babykatzen, das könne nicht so weitergehen. Frau N. wurde somit offiziell zur Stelle gerufen, da diese Mitarbeiterin kein kleines Licht darstellte oder diese Maßnahme initiierte ohne zu wissen, was sie da anrichtete. Das alles weiß ich nicht genau. Ich weiß nur, dass sich kein Fremder auf dem Gelände aufhalten darf, viele Babykatzen untergebracht, fast alle Katzen kastriert werden konnten. Frau N. blickte seinerzeit in das Interne dieser Firma, wo sich außerhalb der Bürogebäude Schmutz, Käfer und Katzen aufhielten. Deshalb musste Frau N. eine „Futterstelle“ einrichten, da sie die Katzen nach der Sterilisation nun einmal kannte und niemand sonst sie versorgen durfte und immer noch nicht darf. Das steht angeblich auch in den Arbeitsverträgen und nur eine Handvoll Arbeiter kümmert sich hin und wieder um die Katzen und macht sich sozusagen strafbar.

Und genau das ist der Punkt über den ich nachdenke.

Strafbar machen für was?

In dieser Firma wurde jahrelang zugesehen wie sich Katzen vermehren, eventuell krank wurden, sich eventuell in Ecken verkrochen und krepierten. Auch das kann ich nicht beweisen, lediglich vermuten. Aber kann bei solchen, selbst gemachten Problemen ein Geschäftsführer oder ein Aufsichtrat – oder wer auch immer dafür zuständig ist – hergehen und solche  Regeln aufstellen? Das sind keine offiziellen Regeln, im Gegenteil. Es wurde  zugesehen wie sich Tiere vermehren, die laut Gesundheitsamt in einer Lebensmittel herstellenden Firma nicht leben dürfen. Die, die, von Giftködern lahm gewordenen, Ratten und durch Korn angelockten Tauben allerdings preiswert beseitigen sollen. Deshalb gab es vor einigen Monaten auch kein Theater, das wurde regelrecht unter den Teppich gekehrt. Ein Zertifizierer kam, kontrollierte und vergab Punkte. Bei dieser Begehung wurde ein Futternapf entdeckt und schon gab es Punkteabzug. Von da an wurde jeder Napf, den Frau N. wie jeden Abend, an bis dahin geheimer Stelle, deponierte, entsorgt. Ob noch gefüllt oder bereits geleert. Sie fragte mich, was man tun könne und ich fragte einen freundlichen Mitarbeiter aus dem Büro, den ich täglich aus einem anderen Grund treffe. Ich war erstaunt, denn er schüttelte sogleich mit dem Kopf und meinte: „Das ist das Tabuthema der Firma, da beiße ich auf Granit. Speziell unser Geschäftsführer lässt darüber nicht mit sich reden.“

Frau N. verlagerte die Futterstelle, hoffte, dass die Katzen diese finden werden und klar wie immer: Katzen sind nicht dumm. Wie viele es noch sind ist unklar. Drei Dosen Futter werden täglich verputzt.

Einzige Möglichkeit

Seitdem haben wir also eine andere Stelle und hin und wieder sehe selbst ich, die als Versorger den dortigen Tieren fremd ist, eine der existierenden Katzen. Sie laufen durch den Dreck, sind absolut scheu – und niemand kann mehr tun?  Man muss sich auf das Gelände schleichen wie ein Indianer oder doppelt so schnell sein. Bedeutet auf das Gelände fahren, gefüllte Futterschale bereithalten, aussteigen, hinlaufen, absetzen und weg. Gesehen wurde ich auch schon und sofort angebrüllt, weil  ich keinen Zugang habe. Da sich die hinweisende Mitarbeiterin zurückgezogen hat oder nicht mehr dort angestellt ist, wird man keine weiteren Auskünfte erhalten

Hat jemand Ideen, wie man gegen solch einen Schwachsinn angehen kann?

Futterstellen und jahreszeitliche Begegnungen

Als ich über die „schlimme Stelle“ berichtete, da ging es eigentlich nur um das Umfeld an sich. Seit Oktober letzten Jahres gibt es diese Futterstelle erst, und  ich hatte dort noch keinen Sommer erlebt. Einen Sommer mit der gewohnten und überall stattfindenden Fliegenplage, die sich an dieser Stelle   jedoch zum kleinsten Übel herab schrumpfte. Einen Sommer unter einem Holunderbaum und neben Brombeerbüschen, wo sie in Scharen Halt machen, die Marmeladeneinkocher und Schnäpschenbrenner – das ist etwas völlig Neues. Da wird bequem vor der „Haustür“ geparkt, sogar eine Leiter aus dem Wagen gehievt und gesammelt, was die Natur bietet. Es ist eine Phase, das ist klar, irgendwann wird keine Holunderdolde mehr am Baum hängen, die Stelle wird uninteressant werden, aber kommt man zur gewohnten Zeit und will die Futterstelle versorgen, dann stehen sie da und pflücken und reißen. Ich könnte hergehen und den jeweiligen Leiterkletterer bitten Obacht zu geben, weil sich genau unter seiner Begierde eine Futterstelle für Katzen befindet, aber das tue ich nicht, da jeder Wissende ein Katzenfeind sein könnte. Somit fahre ich weiter, zur nächsten Stelle und warte ab, bis ich unentdeckt bleiben kann.

Für jeden von Euch wird ein Bild vor Augen erscheinen, wenn er sich diese kleinen und großen dunkelroten Beeren vorstellt, die nach einer Pflückattacke  überall verstreut und zermatscht herum liegen. Inklusive der Äste und Blätter. Somit ist Saubermachen angesagt – man hat ja sonst nichts zu tun.

Ebenso eine Phase sind des Gärtners größte Feinde, die Nacktschnecken. Um die 30 Grad am Tag und während der Nacht Regen. Das ideale Klima, um Schnecken zu animieren in Partylaune zu verfallen. Es ist Natur, es sind Lebewesen, es sind Schnecken, es sind Tiere. Das muss ich mir ständig einhämmern, wenn ich bereits weiß, was mich erwartet. Eine absolut versaute Futterstelle, für die es keinen schlimmeren Vergleich gibt.

Das Trockenfutter ist unbrauchbar geworden, die Kiste muss ausgewaschen und getrocknet werden. Es hilft kein Wedeln mit der Hand, obwohl auch dieser verzweifelte Versuch eine Horde Fliegen nur für den Moment abschreckt. Schnecken bedeuten richtig Arbeit. Und keine dieser Schnecken kann ich töten, somit kommen sie mitsamt dem am Abend vorher noch trockenem Futter weit entfernt auf eine Sammelstelle, wo sie die Reste des verdorbenen Trockenfutters offiziell bearbeiten können.

Eine halbe Stunde später und eine halbe Küchentuchrolle weniger, sieht es für den Rest des Tages wieder angenehm aus.Mit nur wenig Trockenfuttter , denn tagsüber traut sich kaum eine Katze hier hin.

Aber es ist warm, die Fliegen werden Eier legen, für heute Abend ist Gewitter angesagt…

Wie war das noch mit  Sisyphos und seinem Felsbrocken?

Das folgende Foto machte ich am Freitagabend als es bereits dämmerte, keine Fliegen in Sicht waren und die Nacht versprach kühl und trocken zu werden. Somit gab es nach Tagen auch wieder Nassfutter. Als ich soeben das Foto verkleinerte, erst da sah ich das Katzenauge, das ich, ohne die (schwarze) Katze bewusst zu sehen, mitfotografiert hatte:

Katze Emmiken und die Gedankenübertragung

Weiß gar nicht wie ich das sagen soll, aber ich gehe davon aus, dass Gleichgesinnte verstehen werden.

Irgendein Donnerstag in  den vergangenen Wochen war es, als ich mit Herrn M. telefonierte. Er musste gezwungenermaßen und verbotenerweise eine Futterstelle auf „seinem“ Betriebsgelände einrichten, weil sich dort Samantha, Ronja und Ruby aufhalten.Bei unserem Gespräch erwähnte er, dass er vor ein paar Tagen eine tote Katze auf selbigem Gelände gefunden  hätte. Sie lag hinter einem Pallettenstapel und sei durch Verwesungsgeruch aufgefallen. Ich fragte, wie die Katze ausgesehen hätte, ob ich sie noch einmal sehen könne, beerdigen…

„Oh nein“, meinte Herr M. ,“das war bereits zu weit fortgeschritten. So etwas packt man nicht mehr ins Auto. Tüte, Container und gut ist das.“

„Aber welche war es?“, fragte ich aufgeregt, „das ist wichtig zu wissen!“

„Tja, ich kannte sie nicht“, meinte Herr M. „eine hellgetigerte, mehr kann ich nicht sagen.“

„Aber ich muss das wissen … hellgetigert, nicht, dass das die Mutter von Emmy und Maxi ist!“

„Vermissen sie sie?“

„Ja, seid vier Wochen, deshalb schauen sie bitte auf die Katzenheimat, sehen sie sich die einzigen  Fotos von Emmiken an und vergleichen sie, bitte!“

Herr M. sah nach und meinte, dass es Emmiken sein könne.

Man kennt sie, diese Faustschläge in die Magengrube. Noch nie wirklich erlebt, aber es fühlt sich jedesmal so an, wenn  solch eine Nachricht kommt.

Ich dachte nur: Bitte nicht Emmiken, bitte, bitte nicht! Es mag eine der bisher unbekannten Katzen sein, die nie in eine Falle gehen und lediglich nachts laufen. Eine, die tatsächlich an Altersschwäche gestorben ist. Es tut mir Leid, sehr Leid, aber bitte nicht Emmiken! Sie ist noch jung und lebenslustig, bitte nicht!

Herr M. und ich beendeten das Gespräch und ich fuhr weiter, zur Futterstelle von Minki, Emmiken und wer weiß welchen Katzen noch. Ich rufe die Katzen immer, wenn ich angelangt bin und meist kommt Minki aus einem Gebüsch hervor oder Emmiken wartet bereits. Wie gesagt, Emmiken hatte ich seit vier Wochen nicht gesehen und in diesen Momenten intensiv an sie gedacht. Mir ging es miserabel,  dachte an all die niederschmetternden Dinge, an all die Katzengegner, an all die gegnerischen LKW Fahrer. Der eine Fahrer schenkt einem Futter, findet Katzenversorgung in Ordnung und dann der andere, der fragt: „Was machen sie denn hier?“ , wie zu einem Marsmännchen das mitsamt UFO im hauseigenen Garten gelandet ist. Ich antworte: „Katzen versorgen“. Und er: „Wissen sie nicht wie dumm das ist, wie viele Ratten hier herum laufen?“ „Ja,“ und ich nicke, völlig gegen meine gundsätzliche Meinung, da dieser daher gefahrene Furz keine Ahnung haben kann  woher diese Katzen stammen, die seit acht Jahren versorgt werden und ihren Ursprung in einer abgerissenen Fabrik haben. Was soll ich solch einem Ignoranten sagen?

Ich kann in solchen Momenten keine Antwort mehr finden, denn erstens sind speziell diese Menschen gefährlich und zweitens habe ich keine Kraft mehr, um auf all diesen Schwachsinn zu antworten. Speziell solche Wichtigtuer scheinen eine komplette Firma zu vertreten, weil die nächste Frage war: „Wer hat ihnen die Erlaubnis erteilt?“  Ich sagte: “ Herr Sch..“,  und wichtiger Fahrer meinte, dass dieser Mann längst nicht mehr bei der Firma arbeite. Da müsse man sich etwas anderes einfallen lassen, so gehe das nicht!!

Okay,  somit werden die Karten neu gemischt werden müssen, aber  gut im Vorfeld zu wissen. Doch dich, du armselige wichtigtuerische Wurst, werde ich nicht unbeachtet lassen!

Und im nächsten Moment war das alles wieder vergessen, da ich an  Gedankenübertragung, an irgendetwas Höheres dachte, weil Emmiken wie zu meiner Beruhigung an gewohnter Stelle  saß und wartete. Als wenn sie sagen wollte: „Hey, mach dir doch nicht immer so viel Kopf! Also mir geht es gut, wie du sehen kannst.“

Allerliebstes Dankeschön, Emmiken! Auch wenn du anschließend erneut untertauchtest, so weiß ich nun wieder, es geht dir gut! Anschließend ging es mir wirklich wesentlich besser und der Auftrieb, den ein für bescheuert erklärter Katzenversorger braucht, der war durch diese, für andere völlig unwichtige, Begebenheit körperlich spürbar. Glück und Leid liegen nahe beieinander, aber dieser Moment bestand einfach nur aus Glück.

Schwarzer Montag

Schwarzer Montag, den gibt es nicht nur an der Börse, den gibt es allwöchentlich, wenn das Wochenende vorbei ist, aber heute dachte ich wirklich nur Schwarz.

Es gibt in diesem Bericht keine Fotos, weil die heutigen Fälle auch so schon reichen.

Um 6.30 Uhr schien die Welt noch in Ordnung, bis ich eine Krähe auf einer Straße stehen sah, bremsen musste und erkannte, woran sie so intensiv pickte. An einem überfahrenem Tier, das kein Kaninchen war.

Es hatte schwarzes Fell und war definitiv eine Katze gewesen.

Zu allem Unglück war das an einer Hauptstraße, die nahe des Hafengebietes liegt und obwohl sich mein Magen eh verdreht, wenn ich eine Katze finde, so gab die Nähe zum Hafengebiet einen weiteren Schmerz.

Ich musste warten bis kein Auto kam, kein Fußgänger und kein Fahrradfahrer. Um kurz vor sieben Uhr mag ich wirklich nicht angesprochen oder für verrückt erklärt werden.

Man konnte das Tier nur noch von der Straße kratzen, aber ich musste wissen, ob sie eventuell tätowiert war. Das war nicht nur wichtig für mich, sondern auch für die Katzensuche, die jede aufgefundene Katze akribisch ins Netz stellt.

Ein Ohr war das einzige, was noch unversehrt war. Alles andere war Fell und weit verstreute Innereien. Das Ohr war definitiv nicht tätowiert, und ich konnte nicht mehr tun, als den verbliebenen Rest in eine Wiese zu legen, mit Gras zu bedecken und die Katzenhilfe zu informieren. Mir selber war die Katze nicht bekannt, was im ersten Moment den Schmerz etwas linderte, aber ich kenne eh nicht alle noch unkastrierten, nie gesichteten Katzen dort. Leider.

Um 8.30 Uhr  musste ich durchs Hafengebiet, wo ich wie in einem Wahn ständig nach Links und Rechts schaue, Futterstellen zwischen den  Fahrten säubere und neu befülle. Und da es ein schwarzer Montag war, sah ich beim Links und Rechts schauen ein Kaninchen durch den Rinnstein robben. Ein noch junges Tier, das seine Hinterläufe nicht mehr bewegen konnte und sich mit seinen Vorderbeinen in Sicherheit bringen wollte.

Mit einem gewohnten Fluch auf den Lippen hielt ich an, nahm das Kaninchen, setzte es in eine Postkiste, sammelte Löwenzahn und überlegte. Noch drei Stunden dauerten meine Fahrten und das Hin und Her schaukeln, das würden die Nerven des Tieres nicht mitmachen. Somit fragte ich den Pförtner einer der nächsten Firmen, ob das Kaninchen ein paar Stunden  in Ruhe bei ihm untergestellt werden könne. Klar, kein Problem, aber warum würde ich das tun und was dann?

(Nerven im Zaum haltend) „Danach bringe ich es zu einem Tierarzt, soll das Tier im Rinnstein krepierend liegen bleiben oder was?“

„Aber, das kostet doch Geld!“

„Ein vernünftiger Tierarzt behandelt jedes Wildtier kostenlos, noch nicht gewusst? Und selbst wenn, so kann man ein verletztes Tier doch nicht ignorieren! ODER?“

Der nette Pförtner wurde  verlegen, ich denke, er konnte an diesem schwarzen Montag etwas lernen.

Jedenfalls lebte das Kaninchen noch, als ich es gegen 11.30 Uhr abholte. Der Pförtner hatte die Postkiste in eine separate Ecke gestellt und schien sich zu freuen, dass sogar der Löwenzahn gegessen worden war. Winzig kleine „Rosinen“ lagen stattdessen an deren Stelle.

Unsere weitere Fahrt führte uns zur Tierklinik Neandertal, wo das Tier sofort untersucht und mit  Fürsorge beachtet wurde. Da ich warten wollte, gab es ein Gespräch mit einer der Tierärztinnen und sie meinte, dass es keinen Sinn macht, das kleine Wesen am Leben zu erhalten. Sie hatte es getestet und die Hinterläufe waren absolut gefühllos. Man könne das Kaninchen röntgen, in ein Gehege setzen und versorgen, aber sie fragte: „Wäre das Tierschutz? Die Wirbelsäule scheint beschädigt, es werden sich Wunden bilden, Liegeschwielen, es wäre kein Leben.“

Das war auch meine Sicht, deshalb verabschiedete ich mich von dem kleinen Unfallopfer und überließ es  anderen Tierfreunden.

Was mich wieder so richtig, richtig Wütend gemacht hat, an diesem besch… Tag, ist, dass angefahrene Tiere  ignoriert werden. Aus Angst, aus Unwissenheit, aus Feigheit und aus Bequemlickeit!

MENSCH, steh zu Deinem VERBRECHEN und wenn DU keine Schuld hast, so HILF zumindest!!

Hoher Besuch Teil 2

Hier die angekündigte Diashow, mit Fotos der Findlinge Coco und Maya. Man muss sie genießen, da die nächsten Bilder mit Sicherheit weiter gewachsene Tiffys zeigen werden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Herzlichen Dank  noch einmal an Claudia, die zu meiner Freude nicht nur die Tiffyzwerge hier hoch schleppte, sondern – sie sagte „statt Blumen“ – eine 4 Kilo Tüte Outdoor von Royal Canin. Danke, Claudia,  für Dein Vertrauen und für Deine perfekte Umsorgung, die Coco und Maya anbelangt!

Hoher Besuch!

Den bekamen wir an diesem Wochenende, und ratet mal von wem?

Präsident Obama? Nein.

Queen Elisabeth? Nein.

Kleiner Tipp: Zum Glück kein menschliches Wesen. 😉

Sind hier Mäuse drin?

Es waren Tiffys Babys, deren Frauchen übers Wochenende nach Kiel musste. Wie ein dummer Zufall es wollte war auch die Nachbarin verreist. Die erwachsenen Katzen des Hauses, Lilly und Jule, sind alt genug und vernünftig, sie teilen sich ihr Trockenfutter drei Tage lang ein. Aber wie soll das mit zwei ständig ausgehungerten Katzenkindern klappen? Das geht gar nicht.

Jedenfalls war von Anfang an klar, dass Tiffys Babys jederzeit hierher zurückkommen könnten, und drei Tage lang als Besuch, bedeutet eine Ehre für mich. Claudia brachte die Findlinge Donnerstagabend zu uns und konnte sich kaum trennen. „Tja“, sagte ich, „jetzt hast du ähnliche Gefühle wie ich sie hatte, als ich die Zwerge zu dir brachte.“ Aber Claudia verstand mich von Anfang an, weshalb ich ihr die Minitiffys ja auch anvertraute.

Claudia hatte zuerst Bedenken, dass sich Coco und Maya ängstlich verhalten würden. Dass sie nicht aus der Box heraus wollen oder sich sofort verstecken. Aber wir gingen gleich in das bewährte Katzenzimmer, das noch immer der feinste Abenteuerspielplatz für Miezen bedeutet. Ich gab mein Vorhaben, den ehemals hellen Teppich zu reinigen, längst auf – der kann nur noch raus. Von daher gab es bekannte Gerüche wieder zu entdecken und überhaupt ist man inzwischen gewachsen, schafft es mit einem Sprung aufs Sofa, auf die höchste Ebene des Kratzbaumes und mit Leichtigkeit bis in die Spitze des Ficus Benjamini. Der drohte bereits an diesem Abend umzukippen, weil entweder Coco oder Maya in seinem Wipfel hing. Nun ja, es sollte auf alle Fälle lustig werden.

Coco und Maya sind mächtig gewachsen, konnten ihr Gewicht inzwischen verdreifachen, haben alle Unannehmlichkeiten, wie Impfungen und Wurmkuren, hinter sich. Was geblieben ist, ist ihre Anhänglichkeit, ihr Zutrauen, ihr unverwechselbares Wesen  – und ihr Appetit.

Sobald es Fresschen gibt, sind sie nicht zu halten. Das haben sie zwar mit allen gesunden kleinen Katzen gemein, aber wenn ich auf sie heruntersah, wie sie quietschend auf mich zuflitzten, mit verzweifeltem Blick, so stand mir jedes Mal der eine tatsächlich verzweifelte Moment vor Augen. Der Moment, in dem sie mich fanden.

Der kleine Ficus war ungeeignet, somit musste eine Palme her, die ich aus dem Schlafzimmer holte.

Vögel jagen auf dem Balkon

DAS ist ein Stamm, der einem Baum wesendlich ähnlicher sieht. An dem konnte man viel besser klettern und seine langen Blätter sind geeignet, vom obersten Plateau des Kratzbaumes aus nach den langen  herabhängenden Blättern zu jagen.

Wir tobten viel mit Angel und Klappermäusen, wir gingen auf den Balkon, wo es viele Vögel zu sichten gab und die Findlinge schafften es sogar eine schlafende Hündin zu hintergehen, weil sie unbedingt auch auf dem Sofa im Wohnzimmer liegen wollten. Maya ist übrigens Sportfan, denn während ich im Katzenzimmer mit Coco herumtobte, saß Maya lieber beim Herrn des Hauses auf dem Wohnzimmertisch und schaute gemeinsam mit ihm Formel Eins…

Pssstt, muss mich konzentrieren, mache gerade Pipi im Topf!

Wir schmusten  sehr viel, weil die Beiden beinahe ständigen Menschenkontakt suchen – und wir dachten viel an Tiffy. Sobald Maya müde ist, nuckelt sie nach wie vor an sich. Es ist vielleicht weit hergeholt zu glauben, dass Maya in solchen Momenten an ihre Mutter denkt, aber wer kann das Gegenteil beweisen? Auf jeden Fall  waren es Momente, in denen ich sehr intensiv an sie dachte. Tiffy wird nie vergessen und ich vermisse sie täglich, da ich weiterhin die Futterstelle versorge, aber es ist nicht mehr das, was es war. Es wartet dort keine der Katzen. Sie kommen irgendwann, wenn es dunkel ist. Von daher denke ich oft, dass Tiffy eventuell kein verwildertes Tier war. Sie war scheu, aber viele ausgesetzte Katzen  entsinnen sich an ihren Urinstinkt, sobald sie auf sich alleine angewiesen sind.

In deinen Kindern lebst du weiter

Es wird noch eine Diashow folgen, weil es für diesen Bericht viel zu viele Fotos gibt.

Susi und Strolch suchen dringend Pflege – oder Endplatz!

Auch wieder ein Hilferuf, bei dem es möglichst schnell gehen muss. Wer kann und mag, bitte diese zwei hübschen Samtpfoten auf Blogs etc. einstellen.

Danke Euch!!

Sabine

Bitte verteilen. Wir brauchen dringend Lösung für die Beiden da die Besitzerin am Wochenende ins Ausland geht . Eigentlich sollten die Tieren bei den Eltern bleiben. Der Vater ist aber jetzt schwer erkrankt. Susi+ Strolchi sind kastriert + geimpft.

Babette Joosten

www.poor-cats.de 

Oberstr. 16

41352 Korschenbroich

02182-58380    0173-9446377

www.pfoetchenhilfe-grenzenlos.de

Sehr geehrte Frau Joosten,

wie mit Ihnen gerade telefonisch besprochen, eine kurze Beschreibung unserer Katzen und als Anhang einige Bilder. Es handelt sich bei den beiden Katzen um Bruder und Schwester. Sind sind 1,5 Jahre alt, geimpft und sterilisert.  Sie sind Freigänger und eigentlich nur zu kurzen Nickerchen mal im Haus. Sie fangen gerne Mäuse und verstehen sich sehr gut untereinander. Allerdings müssen sie nicht zwingend gemeinsam abgegeben werden. ,Der Kater heißt Strolchi, er ist  ist der Ruhigere. Susi, die Katze, ist die Neugierere. Sie sind beide sehr lieb und gehen auch in der Wohnung weder an Tapeten  etc.

Meine Handynummer 0163 5 99 19 99

Ich danke schon mal für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen noch alles Gute.

Liebe Grüße

K. Küpper