Hanni und Nanni

Sabines Artikel der kleinen Erfolge ist ja noch nicht so lange her, als dass man sich nicht mehr an ihn erinnern könnte.

Zunächst bei einer anderen Pflegestelle untergekommen sind die kleinen Mädels nun hier gelandet und wurden spontan Hanni und Nanni getauft.

Links Hanni, rechts Nanni

Zunächst einmal, ja, da ist alles noch schön und gut, wenn man am Telefon sagt, „Sabine, kein Problem, ich versuche zu helfen wo ich kann und ein paar Wochen die Winzlinge hier beherbergen, pah, ich wiederhole: kein Problem, bring sie her!“

Und dann kommt Sabine mit den Zöglingen, Ginis Transportbox ist aufgebaut und eingerichtet. Sabine ist ja noch da, da will man einen fachmännisch-versierten Eindruck hinterlassen. Nimmt die Kleinen aus der Box, dreht und wendet sie ein wenig und nickt dann, gibt seine Meinung kund und entlässt die Kleinen in ihre Zufluchtsstätte.

Doch dann kommt der Punkt, da fährt auch eine Sabine endlich endlich in ihr Heim, wo sie sich sowieso scheints nur zu kurzen Schlafpausen aufhält und man steht da – und hat zwei Pflegekatzen. Da ist mir das Herz kurzfristig in die Hose gerutscht.

Auch das die beiden Zuckermäuschen fauchen und sich gut als medizinisch-technische Diabetiker-Hilfskatzen eignen würden (sie perforieren hervorragend Fingerkuppen! Ja!! Sie haxen und kratzen!!) lässt einem das Herz nicht wirklich wieder an den richtigen Fleck wandern. Durchatmen und zur Ruhe kommen. Und dann bin ich auf einmal dankbar dafür, dass wir hier von den hier ansässigen Katzen nicht so verwöhnt sind. Lissi wohnt immerhin schon zwei Jahre hier und bricht immer noch in Panik aus, wenn man sich ihr besonders offenherzig und liebesbedürftig nähert. Und Lotte die Motte kommt ganz nach ihrer Mutter Queen Romina und ist eben Prinzessin. Da sind Bedürfnisse und Wünsche der Menschen eben erst mal zweitrangig.

So, das waren rudimentär geschildert die ersten Eindrücke und so kommen wir jetzt auch zu der Frage, warum ich über zwei niedliche Katzenschwestern, die gut und natürlich auch möglichst schnell in ein schönes Zuhause vermittelt werden wollen schreibe, dass sie fauchen und kratzen und zunächst einmal nicht besonders erpicht auf körperliche menschliche Nähe (andere Katzen und Hund sind kein Stein des Anstoßes) sind?

Ganz einfach: Es ist erstens die Wahrheit und zweitens ein gutes Zeichen. In der letzten Zeit wurde mir immer wieder klar, dass mit einer Katze, die sich wahllos von Fremden Menschen anfassen lässt, im schlimmsten Fall einfach etwas nicht stimmt. Wir haben hier also zwei augenscheinlich gesunde Katzenmädchen, die Eine sehr selbstbewusst-offen und verspielt, sehr von sich eingenommen und wehrhaft (Hanni) und die Andere eher zarter und zurückhaltender, auf jeden Fall nicht so selbstbewusst und daher nicht so aggressiv-wehrhaft wie ihre Schwester, aber auf ihre Art genauso verspielt (Nanni).

Miamor im Näpfchen und Ähren im Blumenkasten. Der Ausflug hat sich für Hanni gelohnt. Lissi links im Bild. Na ja, halb im Bild.

Ja, Hanni (grau-getigert) hat anfänglich pausenlos gefaucht und jedes Mal nach der Hand geschlagen (ja, mit ausgefahrenen Krallen), die man ihr entgegen gehalten hat, aber nach nur einer Woche hat sich das Bild schon deutlich geändert. Sie faucht nicht mehr und rennt zwar der menschlichen Hand immer noch nicht entgegen, aber wir dürfen sie ab und zu sogar einmal streicheln und aus der Box rausheben. Genau genommen ist sie inzwischen so weit, dass sie, wenn sich sich nach Auslauf, spielen, fressen, schlafen wieder auf Auslauf begeben will, an der Öffnung der Box steht und schnurrt und miaut, damit wir sie rausheben.

Hanni, am ersten Abend aufgenommen. Bis sie zutraulicher wird bleiben wir ihr mit Nahaufnahmen erstmal von der Pelle.

Auch Nanni (schwarz-weiß) macht Fortschritte. Abwehrfauchen hört man auch von ihr nicht mehr. Geschlagen hatte sie von Anfang an nicht wie ihre Schwester, dafür blieb und bleibt sie deutlich im Hintergrund. Aber auch sie durften wir in der Zwischenzeit auch schon berühren und beim Katzenpudding naschen auch mal streicheln. Mit Nanni gehen wir vorsichtiger und zurückhaltender um, sie braucht noch mehr Zeit als ihre forsche Schwester, obwohl auch sie inzwischen ihre Streifzüge durch die Wohnung und das Spielen mit den anderen Katzen des Hauses genießt.

Ich bin der Meinung, dass beide zwei auch charakterlich sehr attraktive junge Katzenmädchen sind, die sich sicher schnell in ein erfahrenes und verständnisvolles neues Zuhause einfinden würden / werden. Nach jetziger Einschätzung der Lage handelt es sich nicht um zwei Schmusetiger, die die körperliche Nähe zum Menschen suchen. Wohl flüchten sie aber auch nicht vor Menschen sondern haben Freude im Umgang, was füttern und auch spielen angeht. Eine Federangel, zwei Katzen und ein Mensch, wahlweise auch noch andere Katzen – perfekt, damit kann man die Beiden stundenlang unterhalten. Auch das Spielzeug in der Box wird viel und gerne benutzt, mit Hanni und Nanni kann der Fernseher ausbleiben, die Beiden haben absoluten Unterhaltungsfaktor. In Anbetracht der großen Fortschritte in nur einer einzigen Woche empfinde ich die Beiden auch als zugänglich.

Wir halten Euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

Prosit!

Kater Tommy sucht ein Zuhause

Ja, der Kater Tommy, der auch vom Himmel fiel und plötzlich in einer Falle saß.

Er ist ungefähr sechs Monate alt und lebte mit zwei gleichaltrigen schwarzweißen Katzendamen  und der getigerten, noch säugenden Mutterkatze  zusammen auf einem Firmengelände. Auf diesem Gelände wird weder gefüttert noch sich gekümmert, lediglich aufgepasst und zugegeben, auch das ist viel wert.

Jungkatzen wurden gesichtet, die vorher nicht da waren. Die Mitarbeiter machten es richtig und sprachen mich darauf an. Den Umweg über komplizierte Telefonate mit einem gesuchten Tierschutzverein oder Tierheim nimmt  „Ottonormal“ ungern in Kauf, doch in diesem Fall fahre ich täglich berufsbedingt zu dieser Firma und es hat sich herum gesprochen, dass ich mich kümmere…

Tommy wurde kastriert und bekam eine Wurmkur verpasst. Aber er gab sich definitiv anders, als viele andere und ließ sich streicheln, brach nicht in Hektik aus, sondern nahm die Gegebenheiten locker hin. Somit kam man ins berühmte Zweifeln. Wohin mit ihm? Will er wieder raus, an seine angestammte Stelle? Ja oder Nein? Anscheinend nicht wirklich.

Im ersten Moment wurde er zur Ausheilung in der Dachkammer untergebracht. Als seine schwarzweißen und im Zimmer wild umher hetzenden  Katzenfreundinnen wieder heraus  gelassen worden waren, überlegten wir  weiter. Tommy alleine im Dachzimmer lassen und ewig auf ein Zuhause warten… wir sind Tierschützer.

Unsere Heike nahm ihn auf, da Pepitos Bruder inzwischen vermittelt werden konnte und somit ein Platz bei ihr frei war.  Somit sind beide nicht alleine und sie verstehen sich. Tommy ist zu vergleichen mit Lisbeth, Maxi und Emmy. Die Zeit muss reifen und Geduld ist gefragt. Tommy ist somit noch keine Knutschkugel, die macht, was Mensch gerne hätte.

Heike gibt sich wie immer viel Mühe und Dank ihr ist auch dieses Video zustande gekommen, wo der noch zurückhaltende  Tommy und der selbstbewusste Pepito in Aktion angesehen werden können.

Weitere  Berichte werden folgen.