Finca Lucendum

Seit einiger Zeit werden, bezüglich  der Finca Lucendum, Verleumdungen  regelrecht breitgetreten. Es wird unterschwellig von Geldwäsche gesprochen, von eigennützig verwerteten Sachspenden und von unsachgemäß gehaltenen Hunden, zum Selbstzweck um an Werte zu gelangen. Unter anderem hier zu lesen: http://tierschutzbusiness.blogspot.com/2010/07/wir-beleuchten-die-hintergrunde.html

Liebe Leute, die Ihr Euch  TIERSCHÜTZER nennt und  so etwas Unglaubliches in die Welt setzt: Fahrt bitte hin und schaut Euch um! Recherchiert besser, als die billige Klatschpresse es im untersten Niveau seit Jahren handhabt! Seit mutig und lasst Kommentare auf Eurer Seite zu!

Kommt mit, schauen wir uns das von Euch vorverurteilte  „Anwesen“ an!

Mein  tiefer menschlicher Respekt gilt übrigens unerschütterlich Gisela Soeffner und Ralf Neumann, sowie all ihren Vier –  und Zweibeinern, die dort leben oder  vorübergehenden Unterschlupf  finden und in all den Jahren finden konnten. Meine persönlichen Aufenthalte konnten mich immer wieder von dieser, meiner  Meinung überzeugen!

Es erwartet Euch ein imposantes Tor, das sich per Fernbedienung öffnen lässt. Kann jeder von Euch im Internet begutachten! Ist das alleine bereits eine Art Neid wert? Wird Neid, Misstrauen aufgrund  von Fotos erweckt, die die beiden Menschen, die  ihr  Leben ganz auf Tierrettung ausgerichtet haben, ausnahmsweise lächelnd zeigen?

Hinter diesem Tor erwartet Euch eine sich große Anzahl Hunde, die sich freuen oder Obacht geben, weil sich ein Besucher nähert. An der Anzahl fünfundsiebzig Hunde , die z.B. im Jahre 2007 dort vorübergehend lebten, weil aus einer Tötung in Andujar die Überzahl notgedrungen aufgenommen wurde bis Februar 2008,  änderte sich wenig.

Jeden Sonntag stellt Gisela sich auf einen Trödelmarkt und verkauft gespendete Sachen um  für Impfungen und  Behandlungen ein paar Euro zusätzlich zu verdienen.
Es sind immer zu viele Hunde, die Hilfe benötigen und selbstverständlich bekommen.

Zwei junge Frauen lernte Gisela im Februar 2008 auf besagtem Markt kennen und war aufgrund der Gespräche überzeugt von Hilfe vor Ort!
Zwei Frauen, Spanierinnen, die sich mutig im diesem, ihrem eigenen Land,  für das Tierrecht einsetzen und für ihr bisher winziges Objekt Flyer verteilten. Das war damals eine Art  Verschlag, wo  Tieren geholfen wurde.

Ich persönlich befand mich  an diesem Wochenende vor Ort und kann bezeugen, dass es sich um Hilfe handelt, auch was die verleumdete finanzielle Seite anbelangt. Es sollte logisch angefangen, weiter geführt werden, da  Spanier, Einheimische mit  Vorsicht behandelt werden müssen, sonst geben sie bei der ersten Niederlage eventuell auf. Ein Sorry an die mitlesenden Spanier an dieser Stelle! Das alles lag seinerzeit in weiter Ferne, aber es war eine Überlegung wert! Nicht um an Gelder zu gelangen, sondern um den Tierschutz in  Spanien zu förden!

Als erstes wurden Mora

und Crisan aufgenommen. Nicht, weil sich diese Hunde angeblich gut verkaufen ließen, im Gegenteil, sie lebten anschließend verhältnismäßig lange auf der Finca, aber ohne die Aufnahme wären sie zugrunde gegangen und mussten in die anwesende Gruppe passen.

Apadac nennen sie sich und sind nun in vielen Mündern, weil sie im eigenen Land etwas auf  die Reihe bekommen haben, mit Hilfe der Finca Lucendum!

Das sollte unterstützt werden, nicht beneidet!

Seinerzeit war es für die Tiere in Andujar Hilfe in letzter Minute, ansonsten hätte keiner dieser Hunde überlebt. Gisela und Ralf wurden von ihrem damalig betreuenden, deutschen Verein dringend gebeten, und sie halfen sofort und ohne Kommentar. Alle Hunde wurden nach und nach gut vermittelt, wobei es vor Ort genau so viel zu retten gibt. Immer wieder wird auf Landstraßen, in den unzähligen Kanälen ein ausgesetztes Tier gefunden, das unweigerlich in eine der Tötungen gebracht werden würde oder aus diesen Tötungen herausgeholt werden kann.

Wollt Ihr das? Kennt Ihr die Lage vor Ort überhaupt? Seid froh, wenn sich Einheimische endlich, endlich selber aufraffen!

Viele dieser  Hunde, die Euch hinter dem imposanten Tor erwarten, sind eigene, unvermittelbare Hunde, die seit über zehn Jahren auf der Finca Lucendum leben. Wer möchte, kann sich für diese Hunde interessieren und schauen, ob das korrekte Zuhause gefunden werden kann! Müsst Ihr bitte nur drauf achten, dass sämtliche Medikamente therapiegerecht eingegeben werden, die Wohnungen möglichst im Erdgeschoss liegen und Gisela und Ralf  sich von den Interessenten überzeugen konnten.

Es erwartet Euch der Garten, sobald Ihr die Traute hattet den Eintritt zu wagen. Ein Garten, der vor über zehn Jahren mit einer bestimmten Anzahl Palmen bepflanzt war, da das eine Auflage der Behörde ist. Ihr werdet  kaum noch eine Palme zu Gesicht bekommen, da dieser Garten den Hunden gehört, wo Löcher gebuddelt wurden, als Toilette genutzt wird, wo gespielt, getobt, in der Sonne oder im Schatten gelegen wird.

Es erwartet Euch auch ein Pool, stimmt, den hätte ich fast vergessen. Ein Pool, den mit Sicherheit jede Finca  besitzt. Das sieht man bekanntermaßen kurz bevor man mit dem Flugzeug in Alicante landet. Haarscharf segelt der jeweilige Flieger über Fincas und in jeder befindet sich ein hellblauer Mittelpunkt.

Ja, fragt mal selber, wenn Ihr dort seid, wann Gisela oder Ralf zuletzt die Zeit hatten in ihrem beneidenswerten Pool zu schwimmen. Meist ist das Wasser übrigens voller Haare und gehört den Hunden! Aber Ihr Verleumder seit stark und Ihr schafft das schon, nicht wahr?

Nur zwei der mittlerweile unzähligen  Beispiele, wo sich angebliche Gutsherren eine goldene Nase dran verdienen:

Sebastian:

Janosch:

Gehen wir ins Haus? Kommt, schauen wir es uns an. Aber Obacht, es wird beschwerlich, weil man ständig Pfoten vor den Füßen hat. Oh Wunder, die „Gutsherren“ besitzen einen Kamin! Fragt bitte, wenn Ihr persönlich da seid, wann das letzte Stück Holz darin brannte.

Nehmt bitte Platz auf der Couchgarnitur, beeilt Euch und passt auf, dass Euch die unzähligen Vierbeiner den Platz nicht wegnehmen oder die Rückenlehnen völlig zerbröseln, weil sie zernagt sind…

Mögt Ihr etwas essen? Seid Ihr hungrig? Kommt, gehen wir zur Küchenzeile… oh, Euch ist der Appetit vergangen? Wie das denn? Es stehen doch nur zehn Hunde hinter uns. Oder glaubt Ihr etwa es gibt Hundefutter? Eine Dose Rinti, entnommen der letzten Spendensammlung?

Egal, zum Kochen haben wir eh keine Zeit, da Pferde, Ziegen, Gänse, Enten, Hühner versorgt werden müssen. Und das Schwein… wie, Ihr wusstet nicht, dass auch ein gerettetes Schwein versorgt werden muss?

Ihr seid müde, nicht wahr? War ein anstrengender Tag für Euch, mit vielen neuen Eindrücken: Bei Sonnenaufgang aufstehen, Pferde versorgen, Hundehaufen entfernen, Futter austeilen, Medikamente verabreichen, frisches Wasser zur Verfügung stellen, Enten und Co. füttern, zur Tierklinik fahren, putzen, waschen, Emails beantworten, Büroarbeiten erledigen, sich um … ach, es würde hier zu lang werden Euren schweren Tag detailliert darzustellen. Zudem ward Ihr nur zu zweit, kein Angestellter, niemand der Euch helfen wollte.

Deshalb schlaft gut, Ihr Verleumder. Eine Nacht auf Lucendum werdet Ihr überleben, da es ein Gästehaus gibt, was jeweilig kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Aber Achtung: Null Luxus!

Und seht bitte zu, dass Ihr Müll und ähnliche Hinterlassenschaften vor Eurer Abreise beseitigt, denn eine Putzfrau gibt es nicht.

Mit  besten Grüßen einer derer, die Lucendum seit Jahren  kennt und Euch Verleumdern keine Chance geben wird!

Sabine Rohm

Finca Lucendum 2007 von Clipfish