Warum Auslandstierschutz?

Heute bekam ich die gute Nachricht, dass Gisela und Ralf von der Finca Lucendum zwei Hunde aus der Tötung herausholen konnten.Vor einigen Tagen war es für zwei andere Hunde „zu spät“ gewesen, obwohl sich auch in jenem Fall einige Tierschützer um diese Vierbeiner tagelang bemüht hatten. Warum sie dennoch ermordet wurden, bleibt eines der wichtigen Geheimnisse der Tötungslager – Betreiber.

Gisela schreibt:

Es war  wirklich „kurz vor 12 „, dass Chispas und Nosu gerettet werden konnten. Verschiedene Tierschützer waren erneut mit enormer Energie beteiligt, dass die beiden leben dürfen:
Anne von Tierhilfsnetzwerk Europa, Elena und Esperanza aus Zaragoza, Manuela, Tina, um nur die wichtigsten zu nennen.
Heute nun sind die beiden Seelen, die dem Tod  buchstäblich im allerletzten Moment entkommen sind, bei uns angekommen.
Nosu , das kleine Mädchen hat Leischmaniose und noch Muttermilch.
(Was mit ihren Babies geschehen ist, wissen wir nicht.)
Chispas, der bis auf die Knochen abgemagert ist und nur aus Angst besteht.
Nosu ist vorne im Bild zu sehen und momentan ein winziges, 30 cm kleines Bündel Entsetzen. Chispas ist mit seinen 50 cm kleiner, als er auf dem Foto wirkt.
Und wie immer kann man es nicht verstehen, dass jemand fähig ist, (s)ein Tier in eine Tötung abzuschieben. Und wie immer kann man nicht verstehen, dass es speziell im entwickelten Europa solche Tötungsanstalten geben darf, obwohl die alternative Lösung so einfach wäre. Selbst in der Nähe von Paris soll es eine geben, was mir persönlich wirklich neu war, als ich es hörte. Nachbarn adoptierten einen reinrassigen „Bretonen„, den sie von einer Tierschutzorganisation bekamen, die Hund Leo in Frankreich aus einer Tötung befreiten.
Es gibt einen Brief, den ein Mitarbeiter mit Gewissen solch einer Tötung geschrieben hat. Er will ungenannt bleiben und das ist sein gutes Recht. Irgendwann stellte ich diesen Brief hier bereits ein, aber Tatsachen, die kaum jemand kennt, können nicht oft genug erwähnt werden.
Bevor Ihr den Brief lest, schaut Euch bitte Nosus Blick an. Er bestätigt genau das, was Ihr anschließend lesen werdet.

Brief von einem Arbeitnehmer aus einer Perrera

Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht ein Weckruf. Als Leiter einer Perrera ,werde ich was mit Euch teilen … ein Blick von „innen„, wenn Ihr mir erlaubt.
Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten.

Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die ihr gar nicht kennt.Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn er nicht mehr ein süßes Hundebaby ist.

Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass es eine 90%ige Chance besteht, dass dieser Hund nie mehr aus dem Zwinger kommt, wenn er erstmal hier landet?
50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt rum laufen sind reinrassige Tiere.
Hier die häufigsten Ausreden die ich höre, sind:
„Wir sind umgezogen und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen.“
Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus in dem sie mit ihrem Tier leben können?

„Der Hund wurde größer, als wir dachten.

Und was dachten Sie denn wie groß ein deutscher Schäferhund wird????

„Ich habe keine Zeit mehr für das Tier“.

Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.

„Er zerstört meinen ganzen Garten „

Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?

Dann sagen sie immer: „Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund.“

Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist?

Nun, lass es mich Dir mal erklären:

Dein Tier hat 72 Stunden Zeit eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es.

Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.

Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren.

Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die ihn verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass er mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Essen welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen.

Wenn Dein Hund groß, schwarz oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge …) angehört hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen.

Egal wie \“süß\“ oder wie \“trainiert\“ er ist.

Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist wird er sterben.

Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.

Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt.

Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse
Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektionen der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von 150,– € zu bezahlen.

Und nun möchte ich Euch was über die Euthanasie schreiben für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:

Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz.

Bis wir in „den Raum“ kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.

Dein Hund oder deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht eine Dosis einer „pinken Substanz“ injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen haben und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lauten Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.

Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig?

Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag, wenn ich nach Hause komme von der Arbeit.
Ich hasse meinen Job, ich hasse es dass es ihn überhaupt gibt und ich hasse es zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn ihr Euch nicht ändert.

Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras und nur Du kannst das stoppen. Ich mache alles mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere die rein kommen als die die raus dürfen.

Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben.

Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.

Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: „Ich habe ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren“. Dann hätte sich alles gelohnt.

Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.

Nando-er wartet schon sooo lange…

heißt es in einem Bericht auf Heikes Tierschutzblog. Kaum vorstellbar, so ein hübscher , eleganter Hund,( sogar in Frack und Gamaschen) dazu in gefälliger Größe, 45 cm …

Nando-er wartet schon sooo lange….

es weihnachtet immer mehr…

und da fällt es auch  wieder Menschen ein, ihre alten Tiere zu entsorgen. Wozu den Weg ins Tierheim machen, nur weil man es nicht mehr will, wenn es doch weitläufige, lauschige Parkanlagen gibt, wo einen niemand sehen wird und deshalb nicht dumm anguckt und fragt warum – das Tier wird zwar höchstwahrscheinlich lebendig auch nicht mehr gesehen, aber naja, so sagt wenigstens keiner, man wäre herzlos.

Frohe Weihnachten!

Blinder Pudel „Flocky“ im Schnee ausgesetzt

Berlin (dpa/bb) – Spaziergänger haben einen blinden und fast tauben Pudel im tief verschneiten Park Wuhlheide im Stadtteil Oberschöneweide entdeckt. Wie der Berliner Tierschutzverein am Mittwoch mitteilte, war das rund 13 Jahre alte Tier bereits am vergangenen Freitag bei eisigen Temperaturen angebunden gefunden worden. Die alarmierte Polizei übergab den Hund an das Tierheim. Dort wurde «Flocky» erst mal gebadet. Er zeige Appetit und komme mit seiner Blindheit gut zurecht, hieß es. Der Tierschutzverein verurteilte das Verhalten der Besitzer als grausam und kaltblütig. Ähnliche Vorfälle habe es auch im vergangenen Winter immer wieder gegeben.

Chemieunfall Ungarn-Tausende Tiere sterben von dem Gift

Diese schlimme Katastrophe in Ungarn, deren Ausmaß man noch gar nicht bedenken kann, hat Heike veranlasst, auf ihrem Tierschutzblog ein paar links zusammenzustellen für die Leute, die helfen möchten.

Chemieunfall Ungarn-Tausende Tiere sterben von dem Gift.

Wenn ich so etwas erleben müsste wie diese armen Menschen in Ungarn, mir wäre es ein kleiner Trost, wenn ich wüsste, mein Tier konnte von mir fremden Menschen gerettet werden und lebt nun dort.

Das nur so zur Anmerkung, falls sich jemand darüber ereifern möchte, dass hier von Tieren geschrieben wird, wo Menschen dieser Katastrophe ausgesetzt sind. Und hier wird von Tieren geschrieben, weil es ein Blog ist, der Tiere, Haustiere zum Gegenstand hat.

Am Donnerstag wir er getötet

Am Donnerstag wir er getötet.

Habe den Hinweis bei Heike gefunden, es ist für den Hund schon  2 vor 12 – und wäre so Schade um einen gutmütigen Kerl, der seinen Leuten noch ein paar Jahre Freude machen könnte.

Eine gute neue Woche, allen Besuchern…

… wünscht die Finca Lucendum

Schäfchenhund sucht Zuhause

Da ich nun etwas mehr über Sheep weiß, wird er auch hier vorgestellt. Mit der Hoffnung, ein für ihn entsprechendes Zuhause zu finden. Wer sich für den kleinen Mann interessiert, der wende sich bitte an die Finca Lucendum: lucendum@web.de

Sheep wurde Anfang Oktober von einer Tierfreundin entdeckt, als er eine Hauptstraße entlang lief, in deren Nähe weit und breit keine Wohnhäuser zu finden sind. Eben typisch plattes Land in einer kargen, spanischen Region. Es gab für diese Frau keine langen Überlegungen, denn so wie Sheep aussah, hatte sich seit vielen Monaten niemand um diesen Hund gekümmert.

Es bedarf keiner Worte, jeder kann sich selbst ausmalen, wie viel Glück oder Verstand Sheep gehabt haben muss, um überhaupt zu überleben.

Nur Sheep weiß, wie lange er unterwegs war, oder ob er kurze Zeit vor seinem Auffinden aus einem Auto geworfen und somit wie eine Tüte Müll entsorgt wurde. Wie auch immer, jetzt ist er in Sicherheit und wird seiner Art gerecht behandelt.

Besagte Tierfreundin wollte Sheep zuerst nach Apadac bringen, wo man sich einigermaßen um ihn hätte kümmern können. Doch brach, durch Aufnahme infizierter Welpen, bei Apadac die meist tödlich verlaufende und Hochansteckende Staupe aus, so dass momentan kein neuer Vierbeiner aufgenommen werden kann. Somit brachte sie Sheep  in eine Tierpension, wo er von seinem stark verfilzten Fell befreit und von einer Tierärztin kastriert wurde. Da eine Pension nicht die Lösung sein kann, war  es nahe liegend, dass Gisela Soeffner und Ralf Neumann kontaktiert wurden, die sich sofort bereit erklärten, diesen geschundenen Hund auf die Finca zu holen.

Er wurde in der Tierklinik San Anton untersucht und es stellte sich heraus, dass dieser Vierbeiner ungefähr acht Jahre alt ist, ihm bereits einige Zähne fehlen und dass er an Leishmaniose erkrankte. Aber was heißt erkrankt? Mittlerweile gibt es unglaublich gute Mittel, die, mit einer Tablette pro Tag, jedem Vierbeiner ein normal langes Leben ohne Beschwerden ermöglichen. Die verursachenden Sandmücken  sind einfach nicht mehr weg zudenken und man kann sich sicher sein, dass unser aller  Zukunft mitsamt dieser Mücken ablaufen wird. Es sei denn, auch dagegen  wird  ein Mittel entdeckt, erforscht oder wie auch immer.

Ralf holte Sheep aus der Klinik und trug ihn auf dem Arm ins Finca Gelände.  Die Hundemeute spielte wie immer  verrückt, war neugierig, wer jetzt schon wieder kommt. Gisela übernahm Sheep und trug ihn im Arm über die Finca, zeigte ihm die Umgebung, ließ die anderen Hunde vorsichtig schnuppern und spürte, wie Sheep sich entspannte.

Nach Stunden versuchte sie ihn in ihr Bett zu legen, aber das wollte Sheep auf keinen Fall. Somit bekam er ein Körbchen, in das er sich verkroch und zwei Tage lang nicht zum Vorschein kam. Gefüttert wurde er in Giselas Schlafzimmer, die Tür wurde zu gesperrt, woraufhin einige Hunde  die Welt nicht mehr verstanden. Seine Geschäfte konnte er im kleinen Garten verrichten, in dem ihn kein anderer störte. Damit war Sheep zufrieden, er legte sich auch hin und wieder in Giselas Bett und schlief sich mit vielen Alpträumen seine Vergangenheit von der Seele.

Und dann kam Duna.

Helle Aufregung ums Tor herum und der kleine Mann schlich vorsichtig aus seinem Körbchen.

Es war ja auch kein anderer Hund in der Nähe und Sheep lugte um die Ecke.

Und was nun geschah ist unbegreiflich.

Er RANNTE zwischen die Meute auf Duna zu.

Diese stand eng an den Zaun gedrückt, vor  Angst erstarrt, Rute bis  an die Nasenspitze, wie eine Statue da.

Sheep war  plötzlich rotzfrech und total Angstfrei, ging mitten durch die Meute auf sie zu.

Duna wusste gar nicht, was sie tun sollte. Sheep in einiger Entfernung stehend, schaute in  ihre Augen.

Sie schienen zu kommunizieren und sie lief nicht weg, als er Zentimeter für Zentimeter näher an sie ran ging.

Das ging über 10 bis 15 Minuten so, und der Rest der Hunde bildete einen Kreis und schaute sich dieses Schauspiel an.

Ab diesem Zeitpunkt war Sheep  Dunas Beschützer.

Er weicht nicht von ihrer Seite, der starke Zwerg von dieser wunderschönen Riesin, die ihrerseits seine Nähe sucht.

Duna sucht nun auch ein Zuhause und ich bin von folgendem   Foto wirklich begeistert. Spiegelt es doch eine unvergleichliche Ruhe wieder, nach einem hektischen Tag, nach Kopfzerbrechen, nach Schmerzen, nach neuem Elend… einfach nur genießen, wie es Duna zeigt: