Einige Gründe …

… weshalb ein Roboter – Staubsauger bei Heike hilflos überfordert wäre:

Wendy verliert ihr Sommerfell:

Einmal „Staub“ saugen:

Heikes Hundeschar kommt, außer Cassy, aus Spanien, sprich aus dem Ausland = Auslandstierschutz. Nicht jeder ist dafür, viele sind dagegen. Jedem seine eigene Meinung.

Hier nur zwei Beispiele, wie es zum Beispiel Fenja ging, als sie – Dank Heike, Gisela und Ralf – aus einer spanischen Tötung befreit wurde:

Heutzutage sieht man Fenja in Heikes Videos, wie in dem obigen.

Das zweite Beispiel ist Freddy, der ebenfalls in einer spanischen Tötung entsorgt und von Apadac befreit wurde:

Heutzutage bei Heike und Sascha:

Die Tierhilfe – Rhein-Main nahm Kontakt zur Hundeseelen Nothilfe auf und gute Nachricht für alle, die sich interessiert und Old Jacky das Beste gewünscht haben! Er hat es Dank des unermüdlichen Einsatzes – speziell für die bereits aufgegebenen Hunde – der Hundeseelen geschafft : OLD JACKY IST VEMITTELT!

Ich hatte mich  mit der Initiatorin dieses Aufrufes unterhalten, weil ich irgendwie nicht verstehen konnte weshalb man Jacky nicht sofort dort raus holt, und mir wurde klar, dass ich meine Meinung revidieren muss. Ein (älterer) Hund, der in einer Pflegestelle untergebracht wurde, fristet dort eventuell zum zweiten Mal sein Dasein (wenn auch wie im Himmel auf Erden), „blockiert“ weiteren Hunden allerdings die Möglichkeit , da er  nur selten adoptiert wird. Besser funktioniert eine Adoption älterer Kandidaten, wenn sie gleich aus der Tötung heraus in ihr letztes und gutes – da kontrolliert – Zuhause aufgenommen werden.

Meiner Meinung nach sehr nervenaufreibend, aber ich lasse mich gerne belehren. An Old Jacky sieht man, dass die Methode Sinn macht.

Jacky wünsche ich noch viele gesunde Jahre in seinem dritten und besten Leben!

Advertisements

In Erinnerung an Mimo oder – die Geschichte von Old- Jacky

Durch Heikes und Sylvias Blog wurde ich auf „Old-Jacky“ aufmerksam gemacht. Ich wurde seltsamerweise wütend, als ich das Schicksal dieses noch gar nicht so alten Hundes las. Einerseits eine  gute Maßnahme, da auf einen von zig tausenden Hunden aufmerksam gemacht wird. Nichts tun bewirkt nichts, und die Möglichket des Internets verhilft zumindest wenigen Lebewesen zu Aufmerksamkeit. Und andererseits wurde ich wütend.

Mir ging der Text  nicht aus dem Kopf und mein wütendes Gefühl verweigerte eine weitere Veröffentlichung. Seltsame Reaktion.

Jacky „könnte“ geimpft und gechipt, sofort ausreisefähig gemacht werden, sobald sich ein Adoptant meldet. Das machte mich wütend, aber das kam mir erst zu Bewusstsein, als ich mit Sylvia darüber sprach. Ich las „konnte“ was mir den Verstand raubte, warum Jacky bisher immer noch im allseits bekannten Hundemeer untergeht.  Somit schrieb ich eine Mail an die Hundeseelen- Nothilfe und weiß bisher nicht, wie die Reaktion aussieht. In der Mail fragte ich, warum gewartet wird? Es wird sich aufgrund solcher Aufrufe kaum ein Adoptant finden lassen und beten hilft nicht. Wenn Jacky zur Ausreise bereit gemacht werden kann, dann: Worauf warten??  Jede Erfahrung zeigt, dass Hunde, Katzen aus dem Ausland erst ab dem Moment eine wirkliche Chance haben, wenn sie besucht und begutachtet werden können. Bedeutet Unterbringung in einer Pflegestelle – wo ist das Problem? Ein Verein steht dahinter!

Jacky erinnerte mich auch an Mimo, der ebenso ein Ketttenhunddasein führte und den ich   im Frühjahr  2009 traf. Er lag nach seiner Befreiung am liebsten in Giselas Bett, war vergleichbar mit einem Häufchen Elend und sein Blick warf mich um. Noch nie hatte ich bis dahin einen sprechenderen  Blick, zusammengesetzt aus Niedergeschlagenheit, Wehmut, Schmerz und dennoch voller Treue gesehen. Ich weinte, als ich ihn sah. Diese geschundene intelligente Seele, die bisher an einer Kette ihr Leben hatte verbringen müssen. Mimo hatte unendlich viel Liebe zu geben und obwohl er dürr wie ein ausgemergelter Stängel war, er war tapfer und stark. Oskar saß auf meinem Schoß, Mimo kam und wollte ebenfals gestreichelt werden. Oskar, der aufgrund eigener Schmerzen nicht einfach war, verbellte Mimo und Mimo zog sich in Giselas Schlafzimmer zurück. Ein schlimmer Moment, da ich hin und her gerissen war.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Mimo lebte eine gute aber zu kurze Zeit bei Gisela und Ralf und seinen Freunden. Wir werden ihn nie vergessen und auch nie vergessen, was dumme Menschen mit unseren treuen Weggefährten anrichten können.

In Liebe

Sabine

Wer Interesse hat,  kann sich Mimos (gefühlte) Geschichte durchlesen, die keinen Wettbewerb wegen Old Jacky darstellen soll. Mimos Lebenslauf fiel  mir aufgrund dessen  ein, ist ein Vergleich und betrifft alle missbrauchten Seelen.

Mimo – oder eine Weihnachtsgeschichte, die das Leben schrieb

Es war vor über zehn Jahren, als unser freistehendes Nachbargrundstück gekauft wurde. Ich selber war damals noch jung, kräftig und fröhlich, das Leben interessant, bunt und spannend.

Zwei Deutsche, die das Rentnerdasein in Ruhe genießen wollten, bauten auf dem Grundstück ein Haus, pflanzten ordnungsgemäß Palmen, Mandelbäume und ließen sich einen Pool in den Garten legen der in der Sonne blau schimmerte.

Es kam anscheinend anders als geplant, denn es dauerte nicht lange und die Finca füllte sich mit Leben, fröhliche  Hundestimmen waren Tag und Nacht zu hören und ich hatte viel zu tun mit Unterhaltungen, die von da an ständig hin und her gebellt wurden.

Irgendwann kamen traurige Stimmen hinzu, was mich wunderte, doch konnte ich  erkennen, dass diese bekümmerten Stimmen schon nach kurzer Zeit lebenslustiger, mutiger wurden. Das scheinbar blaue Wasser aus dem  Pool spritzte oft bis in den Himmel, bis hin zu vereinzelten Wolken, die träge auf die muntere Hundeschar herabsahen.

Viele Hunde kamen im Laufe der Jahre verzweifelt an und gingen mutig, lebensbejahend wieder fort. Für alle wurde von nebenan eine Heimat, ein noch besseres Leben  gefunden. Unzählige Hunde lernte ich somit kennen,  nie wurde es langweilig und ich erfuhr von ihnen eine Menge über das Leben.

Das gab mir Mut.

Sehen konnte ich das alles nicht, auch meine Kumpel traf ich nie persönlich – denn ich lebte an einer Kette.

Anfangs, als junger Hund, war es eine kurze Kette. Mein damaliges Herrchen hieß „Jäger“ und wusste es nicht besser. Er gab mir weder ein Dach, geschweige denn eine Decke. Wenn es regnete vergaß er mich, ließ mich im Matsch liegen.

Eines Tages verunglückte mein Herrchen und auf dem Sterbebett bat er seinen besten Freund, sich um unser Haus und um mich zu kümmern. Der tat das gerne, übernahm das Haus und schenkte mir eine neue Eisenkette. Eine längere, womit ich mir die Beine vertreten konnte. Eine kleine Hütte aus Stein baute er mir, weil er auf der Finca nebenan sah, wie gut es Tieren gehen kann. Miguel ist ein lieber Mensch der Tiere mag, jedoch sieht er nur ihre Hülle, ihre Seele erblickt er nicht.

Die Zeit verging, immer wieder bekam ich mit, dass Gisela und Ralf, wie die beiden Nachbarn heißen, versuchten mich zu sich zu holen.

Das wäre die Krönung gewesen!

Mimo, wie er mit jugendlichem Elan Anlauf nimmt und das himmelsblaue Wasser bis zur Sonne spritzen lässt!

Mimo und Sonne, sie hätten sich anschließend zugelächelt!

Doch Miguel wollte das nicht, da er seinem Freund ein Versprechen gegeben hatte.

Eines Tages traf Miguel seine Angela und ihre Liebe zueinander sollte urplötzlich mein Dasein verändern. Wer konnte damit rechnen? Inzwischen bin ich alt geworden, auf Veränderungen nicht mehr vorbereitet! Nie habe ich einen Spaziergang unternommen, nie fühlte ich eine kalte Kumpelnase an meinem Fell, noch nie betrat ich ein großes Haus, noch nie spürte ich Zärtlichkeit…

Es war Gabriela, das winzige, neugeborene Menschenkind, das mein Leben verändern sollte. Nachdem sie auf der Welt war willigte Miguel ein, dass ich, zum ersten Mal von der Kette losgelöst, nach nebenan durfte – nach über zehn Jahren, am heiligen Abend…

Ralfs Badezimmer ist mein Lieblingsplatz. Die Tür bleibt geöffnet, ich darf hinaus wenn ich will oder darf mit  meinen müden Knochen auf, sowie unter einer weichen Decke liegen bleiben. Ich darf aus dem Fenster in den Himmel schauen, die Wärme und Obhut genießen. Draußen regnet es und  ich brauche mich nicht mehr in einer kalten Hütte verstecken. Ich werde nicht nass, brauche nie wieder frieren. Meine Kumpel, die ich von Unterhaltungen her schon lange kenne, gaben mir vorsichtige, verständnisvolle Stubser mit kalten Nasen und hießen mich willkommen.

Ich, Mimo, weine stumm und ohne Tränen.

Ich, Mimo, schreie mit einem heiseren, tiefen, noch nie gehörten Ton auf, sobald man mich an meiner schmerzenden Stelle berührt.

Ich, Mimo, weiß, dass Gisela und Ralf mir helfen werden.

Ich, Mimo, gab die Hoffnung nie auf.

Euch allen ebenso ein glückliches Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2009!

Euer Mimo

In Erinnerung an unseren Freund Gador

Leider mussten Gisela und Ralf unseren Freund Gador am Dienstag den 09.08. über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Die Leishmanioseerkrankung, die Gadors Körper zu sehr angegriffen hatte, war stärker. Sie war stärker als unser tapferer Kämpfer und sie war stärker als jede Medizin.

Es war in den letzten Monaten ein Auf und Ab und die Hoffnung ein ständiger Begleiter. Nachdem sich Gador soweit hatte erholen können, dass er wieder selbstständig laufen und sogar Stufen steigen konnte, war es für ihn das Größte, mit seinen Menschen  und all seinen Hundefreunden zusammen im Haus sein zu können.

Gador blühte auf, nachdem ihm sein kleiner Freund Basti, der ausgesetzt an einer Mülltonne gefunden worden war, immer und immer wieder Mut zugewinselt hatte.

Mehrere Ärzte der Tierklinik San Anton steckten ihr Wissen in seine Behandlung, die unter anderem eine Spritzenkur, die zweimal täglich verabreicht werden musste, erforderte. Selbst diese schmerzhafte Prozedur ließ Gador ohne zu murren über sich ergehen.

Als Gador erkannte, dass ihm Liebe entgegengebracht wurde, gab er sie tausendfach zurück, er genoss es, nun ganz nah bei Gisela und Ralf sein zu können und er genoss sein Leben in vollen Zügen. Er vertraute, war dankbar und einer der unverwechselbaren Freunde, speziell für Gisela.

Gador wurde Anfang Mai bewegungsunfähig und ausgehungert gefunden. Was ihm in seinem jungen Leben widerfahren sein muss, erzählten sein Blick, seine unbehandelte Krankheit, seine Wunden am Hals und seine in Verzweiflung abgekauten Zähne. Dennoch war Gador bereits zu Lebzeiten ein Engel, der uns Menschen zeigte, was das Wort Liebe bedeutet.

Trotz aller Mühe bekam Gador am Samstag einen Rückschlag. Er mochte nun nicht mehr essen und nicht mehr trinken, die Kraft zu kämpfen verließ ihn. Es wurde eine weitere Behandlung in Erwägung gezogen, doch am Dienstag lief Blut aus seiner Nase und er konnte erneut nicht mehr aufstehen.

Es war für Gisela und Ralf wieder einmal ein enorm schwerer Schritt, aber Gador zeigte, dass er bereit war und Gisela erfüllte ihm diesen letzten Wunsch. Wie immer blieb sie auch bei Gador, legte sich zusammen mit ihm auf den Boden und sprach ihm Mut zu, begleitete ihn bis zum letzten Moment, damit er den Weg über die Regenbogenbrücke gehen konnte.

Mach es gut, lieber Gador! Oskar, Simon, Rübe, Otto, Mimo, Pepita, Sorry und viele weitere Freunde werden Dich beschützen. Wir werden Dich niemals vergessen, Du tapferer Schatz.

Tina hat eine virtuelle Gedenkstätte errichtet. Wer möchte, kann dort eine Kerze für Gador anzünden: Für Gador

Kennt jemand diesen Hund?

Wer möchte und mag, den bitte ich hiermit diese Fotos und Hintergründe einzustellen. Man weiß schließlich nie, wer das alles liest. Danke!
Es handelt sich  jedenfalls um grausame Tierquälerei mit beabsichtigtem Vertuschungshintergrund. Vielleicht war der Hund, bei dem bei Fund bereits der Verwesungsprozess  vorangeschritten war, mit einem Chip versehen? Wer weiß, jedenfalls sollte alles versucht werden um diesen „fürsorglichen“ Menschen ausfindig zu machen!
Die komplette Hütte wurde in die Wildnis geschafft. Aus den Augen aus dem Sinn? Viele Fragen, mit denen sich kein Kriminalist befassen wird.
Was muss dieser Hund durchgestanden haben, bis ihn der Tod erlöste!?
Mach es gut, Du armer Kerl! Du bist nicht unerkannt und nicht vergebens gestorben!
WER KENNT DIESEN TOTEN  HUND – ANGEKETTET IN DIESER HÜTTE ??
Ganz in der Nähe von  LA MARINA wurde am Samstag diese Hütte,
die teilweise angefressen ist und auf deren Dach Hundefell klebt, gefunden.
In der Hütte liegt – angekettet – ein toter rauhaariger grosser schwarzer  Hund.
ES WÄRE SEHR WICHTIG HERAUSZUFINDEN, WEM DIESER HUND GEHÖRT.
WENN SIE DEN HUND WIEDERERKENNEN, BITTE MELDEN SIE SICH
BEI UNS !! lucendum@web.de
WHO KNOWS THIS DEAD DOG – CHAINED UP IN THIS  KENNEL ???
Very close to LA MARINA this kennel was found on Saturday.
The kennel has got signs of dogteeth and there is black fur on the roof.
In the kennel – chained up- there is a dead big, black dog.
IT IS IMPORTANT TO FIND THE OWNER !
IF YOU KNOW HIM PLEASE CONTACT US !

Unglaubliche Fortschritte

Da wir gerade beim Thema Hunde und Maßnahmen bei  fast schon aufgegebenen Krankheitsvorfällen sind, so darf auch Gador nicht fehlen. Ihr erinnert Euch?

Gador, der trotz seines bisherigen Lebens, in dem er keine gute Erfahrung mit Menschen  gemacht haben kann, stets ein zugänglicher, liebenswerter Vierbeiner geblieben ist. Gador, der aufgrund Kettenhaltung, Liegeschwielen, Ehrlichiose – und Leishmanioseerkrankung, Anämie und was nicht alles, nicht mehr laufen konnte. Gador, der auf der Finca Lucendum aufwändig separat gehalten werden musste und immer wieder Besuch von Freunden bekam, die ihn aufmuntern wollten.

Ja, und Gador, der  täglich zur Klinik San Anton gefahren werden muss, damit eine kosten – und schmerzintensive Spritzenkur ihn zusätzlich unterstützt und eventuell heilt. All das ist ein Versuch, niemand kann in die Zukunft schauen.

An vielen Tagen der Wochen gab es immer wieder Rückschläge, in denen es Gador schlechter ging.  Zeiten, in denen er starke Schmerzen hatte und sich nicht mehr von seiner Decke rührte. Es wurde festgestellt, dass seine Zähne abgekaut sind, durch den eventuellen Versuch (s)eine Kette durchzubeißen. Nur durch seinen unerschütterlichen Willen und auch durch den Willen von Gisela und Ralf, konnte diese bisherige Verbesserung erreicht werden:

Danke, Gisela und Ralf und Danke Gador.

Weiß jemand Hilfe für diese Hündin????

Soeben bekam ich einen Hilferuf von der Finca Lucendum.

In Extremadura wurde diese verletzte Hündin aufgegriffen, die dringend Hilfe benötigt! Es geht nicht darum sie nach Deutschland zu holen, es geht vielmehr darum, ob jemand, der das hier liest, Kontakt zu einer Tierschutzorganisation in der dortigen Nähe hat!

Vicky

Könnt ihr das bitte verbreiten ?
 Eine ältere Hündin, ein Auge verloren, ein gebrochener Fuss, übersät mit Wunden in Extremadura sucht dringend PS oder Endstelle!
Ihre Geschichte erzählen die Bilder.
Wir können einfach nicht, da Gador so viel Pflege braucht und den einzig vernünftigen Zwinger belegt.
Er kann noch nicht ins Haus kommen, da er die 3 Stufen nicht heraufkommt
und sehr sehr viel Ruhe braucht.
Zudem ist sie über 7 Stunden von uns entfernt. Ich denke nicht, dass sie die Fahrt hierher überleben könnte…
Vielleicht weiss ja jemand eine Tuerschutzgruppe in ihrer Nähe, die helfen könnte ? 
 Ich danke Euch!
 Traurige Grüsse
Gisi
Wer eine Ahnung oder eine Idee hat, der wende sich bitte schnellstmöglich an: Lucendum@web.de (Danke!!)

In Erinnerung an Tiffany und Kimba

Tiffany, genannt Tiffy, die pünktliche, getigerte Katze, die immer näher kam und mir geduldig beim Füllen der Futterschalen zusah. Tiffy, die ihrem schwarzen Kumpel stets den Vortritt ließ, die sich nie vordrängelte und einen weisen Blick hatte.

Tiffy wurde am 18. Mai 2011 gegen 8.00 Uhr morgens überfahren.

Ich überlegte in den vergangenen Tagen oft, wie ich diese Tatsache beschreiben soll. Einerseits soll es nicht brutal oder niederschmetternd wirken, andererseits muss und will ich diesen lapidar klingenden Wesensmerkmalen die entsprechende Würde geben. Hinzu kommt, dass ich erklären möchte, wie nahe mir Tiffys Tod geht, ohne sentimental oder hart zu wirken.

Ich einigte mich auf die Wahrheit.

Weil es die Katzenheimat nun einmal gibt und ich nichts verschönere oder mies mache, da es die Wahrheit ist und ich meine wahren Gefühle beschreibe. Es kommt immer darauf an, wie man es beim Lesen empfindet. Wer also meint, die Wahrheit nicht lesen zu wollen, der meint mein Handeln und meine Gefühle nicht zu verstehen oder die Tatsachen nicht ertragen zu können, der höre hier bitte auf.

Für alle anderen möchte ich folgendes schreiben:

Tiffy gehörte zu einer Fangstelle, an der es eine getigerte und zwei schwarze Katzen gibt. Die schwarzen unterscheiden sich lediglich durch ihre Geschlechter voneinander. Die getigerte, von der ich ausging, dass es Tiffy ist, wurde im Oktober von Frau N. gefangen und zum Tierarzt gebracht. Anschließend verbrachte diese getigerte Katze zusammen mit diesen zwei schwarzen Katze/Kater ein paar Tage auf einem Dachboden und wurde wieder frei gelassen. Ich richtete eine Futterstelle an der Fangstelle ein und Tiffy kam seit einigen Monaten regelmäßig. Da ich die getigerte vom Dachboden nur einmal gesehen hatte, knipste ich das Foto kurz vor ihrer „Freilassung“.

Ich verglich das damalige Foto und das von den Säcken mehrmals miteinander, weil ich versuchen wollte sicher zugehen, ob  es diese Tiffy ist oder nicht. Ich kam zu dem Ergebnis, dass es Tiffy ist, weil ich in der weiteren Zeit auch keine zweite getigerte dort sah.

Die Zeit verging und ich beobachtete, dass Tiffy ein wenig zugelegt hatte. Das war nichts ungewöhnliches, da sie ja auch regelmäßig zu futtern bekam. Trotzdem bekam ich den Zweifel nicht aus dem Kopf, und versuchte immer wieder von weitem eine Tätowierung in ihren Ohren zu erkennen. Erneut kam ich zu der Erkenntnis, dass Tätowierungen bei wilden Katzen nichts bewirken, sondern Kerben im Ohr wichtig sind. Manch ein Tierarzt weigert sich eine Kerbe ins Ohr zu knipsen, das ist lieb gemeint, aber hilft den wilden Katzen nicht!

Am Dienstag den 17. Mai, kam mir Tiffy aus dem verwilderten Verbindungsweg, der sich zwischen diesem Hafenbecken befindet und aufgrund dessen ich die Katzen seinerzeit überhaupt entdeckt hatte, entgegen. Sie ging diesen typisch pendelnden Gang, wo das Bauchfell ziemlich locker sitzt und das für kastrierte Katzen ein typisches Zeichen bedeutet. Ich zog mich zurück, sprach leise und Tiffy sprang relativ vertrauensvoll durch die Gitterstäbe, um auf den dahinter liegenden Säcken abzuwarten, bis ich mit unserem Ritual, sprich Futterstelle säubern und versorgen, fertig war.

Als ich wegfuhr, sagte ich wie immer: „Pass bitte auf dich auf.“ Am nächsten Morgen kam ich wie jeden Morgen um kurz nach 8.00Uhr an besagter Stelle vorbei, weil ein Kunde um diese Zeit seine Post verlangt und ich somit eins mit dem anderen verbinde. Ich halte an der Futterstelle, nehme die meist leere Schale vom Vorabend heraus um Fliegeneier zu vermeiden. Falls es regnet oder kälter ist,  stelle ich eine neue Schale mit frischem Futter hinein, was an diesem Tag aufgrund der Wärme aber kein Thema war. Trockenfutter und Wasser sind immer vorhanden, es muss niemand hungern. Ich hielt auf dem rechten Bürgersteig, schaute mich um, ob ich nicht gesehen werde, huschte zur Futterstelle, hievte die Barrikadierungen beiseite, sammelte die Schale ein, baute die Rückseite der Schrankwand wieder davor und ging zurück zum Auto.

Erst dann sah ich Tiffy auf der gegenüberliegenden Seite blutend im Rinnstein liegen. Ich lief zu ihr und konnte nur Tiffy, Tiffy, Tiffy sagen.

Der weitere Ablauf war wie in Watte gewickelt. Ich weiß nicht, ob ein Auto kam und wegen mir anhalten musste. Ich kann mich ebenso wenig an ein Geräusch erinnern. Ich sah nur schemenhaft etwas Helles mitten auf der Straße liegen, aber registrierte es als überfahrenes Kaninchen. Tiffy legte ich ins Auto, sie war noch weich und warm, ihr Kopf war demoliert und erst dann lief Flüssigkeit aus ihr heraus, die den endgültigen Tod anzeigt. Das alles war gerade erst passiert. Tiffy, Tiffy, Tiffy!!!

Immer wieder dasselbe! Die eigenen Innereien schmerzen unkontrollierbar, der Kopf droht zu zerplatzen. Warum tut er es nicht endlich????  Wie soll ich den Schmerz verkraften und wie viel davon noch?

Ich ging wie eine Marionette zu diesem hellen Fell, denn es hatte eine Bedeutung. Ich hockte mich davor und weiß immer noch nicht, ob ein Auto kam. Mit Tiffy nicht genug, denn das helle Fell war ein  Katzenfell. Rotes Katzenfell, dessen Innereien verstreut daneben lagen.

Mit immer noch Watte um meinen Kopf sammelte ich die Überreste auf. Mein verbliebener Verstand meldete: Tiffys Baby, ungefähr vier Wochen alt. Ich legte das Katzenbaby zu Tiffy und erledigte meine weitere Arbeit. Nachdem ich Pause machen konnte, wusste ich nicht, wie ich aus diesem Zustand herauskommen sollte und rief meine Freundin Gisela in Spanien an.

Sie wusste als einzige, wie es mir geht, denn es ging nicht um ein eigenes oder fremdes Tier, sondern um jedes Tier und speziell um die Situation. Ich konnte keine tröstenden Worte gebrauchen, sondern brauchte verstehende, die meinen Kopf klarer werden ließen.

Gisela fragte als erstes, ob Tiffy tot sei. Ich sagte Ja, und sie antwortete:  „Gott sei dank, denn, Sabine, den Tieren geht es jetzt gut! Mutter und Kind sind zusammen, es ging schnell, sie mussten sich nicht quälen. Nie wieder müssen sie frieren oder Angst haben, ihnen geht es jetzt gut! Unser Schmerz ist Selbstmitleid, vergiss das nicht!“

Ja, und sie hat Recht. Sie selber hatte eine angebundene, tote Hündin gefunden, an deren Zitzen noch die toten Babys lagen. Abgesehen davon, dass man dieses Bild niemals in seinem Leben vergessen kann, so  wären diese Welpen niemals von ihrer Mutter davon gelaufen, weil ich mir außerdem Gedanken machte und mache, ob Tiffy weitere Kinder hat. Ich weiß nicht, ob ich sie in meinem benebelten Kopf vielleicht übersehen/überhört  habe. Nun steht jeden Abend eine Falle an der Futterstelle, aber wenn es noch weitere Katzenwelpen gibt, so kennen sie diese Stelle vielleicht nicht und Tiffy wollte sie ihnen erst noch zeigen. Vielleicht in dem Moment, als sie mein Auto hörte… und ich bin Schuld. Ich und der rote Kater. Denn irgendetwas muss Tiffy aufgehalten oder abgelenkt haben, sonst wäre ihr das auf dieser übersichtlichen Straße niemals passiert. Ich weiß, dass es ein Kater war, da ich seine Innereien zusammen gesucht habe. Er heißt Kimba.

Danke an Christine und Manuela, die gestern bis in Dunkelheit ausgeharrt und beobachtet haben und mit deren Hilfe ich erneut jeden Zentimeter im Umfeld durchforsten konnte, ohne Katzenwelpen zu finden.

Tiffy und Kimba liegen jetzt hier im Wald. Sie haben ihren Frieden, sind zusammen, brauchen nie wieder frieren und nie wieder Angst zu haben.

Kleine Tiffy, pass endgültig auf  Dich und Deinen Kimba auf. Den Rest mache ich, wie versprochen. Danke, dass es Dich gibt!