Ganz lieben Dank!

An Euch ALLE, die für Tara und für Hermine gespendet haben!
Insgesamt waren es 275 Euro, eine bombastische Summe die zusammen gekommen ist und wodurch weitere Medikamente für Tara, aber auch Ohrengel (Otimectin) und Baytril für Hafenkater Fritzchen gekauft werden konnten und, wie gesagt, die hohen Rechnungen gemildert wurden, damit es weiterhin nicht am Futter hapert!
Ihr seit unersetzlich und ich danke Euch sehr, im Namen der Katzen!
Filou
Auf Carmens Frage, ob es ein Paypalkonto gibt: Ja, die Daten stehen im Eingangsbereich, bei Hilfe für die Katzenheimat. Aber dorthin überwiesene Gelder können nicht mit einer Spendenquittung belegt werden, da ich kein Verein bin.
Nochmals ganz herzlichen Dank!
Meili und Mikesch.JPG 2

Katze Hermine – In Erinnerung

Am 03.02.2014 musste ich Hermine über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Ihre Niereninsuffizienz hatte eindeutig ihren Höhepunkt erreicht und für Hermine bedeutete es eine Erlösung. Sicher, es war wie immer ein schwerer Gang, aber Hermine blieb auf meinem Schoß, nachdem sie die Narkosespritze bekommen hatte. Ich streichelte sie und sie lehnte ihren Kopf an meine Hand. „Alles wird gut, du starkes Mädchen“.

Nachdem Hermine aus der Tierklinik gekommen war, ging es ihr eine Zeitlang wieder richtig gut. Wie im letzten Artikel beschrieben, setzte ich sämtliche Medikamente, abgesehen von Ikapitine, ab. Hermine aß das normale gute Futter und machte sich sogar eines Tages über frisch gekaufte Hähnchenherzen her. Sie riss die Tüte auseinander und verspeiste rohe Hühnerherzen:
Hermine 3
Auch eine „vergessene“ Maus, die von Charlie gekillt worden und auf der Fußmatte als Geschenk hinterlegt worden war, auch sie verspeiste Hermine. Ich ließ sie gewähren, da Tiere viel besser als wir Menschen wissen, was gut für sie ist.
Am Samstag vor besagtem Montag aß Hermine noch völlig normal. Ihrem Zustand entsprechend zwar wenig, aber immerhin. Man kann sich auch über Kleinigkeiten freuen, wie jeder von Euch nachvollziehen wird. Am Sonntag verweigerte sie jegliche Nahrungsaufnahme und wollte nur trinken. Auch wollte sie hinaus, drehte ihre Runde, nachdem sie aus dem Blumenuntersetzer im Garten ihr spezielles Regenwasser genossen hatte. Ich ahnte zwar schon, dass etwas auf uns zu kommen würde, ließ Hermine aber in Ruhe, denn sie würde mir ein Zeichen geben.
Dieses Zeichen kam am Montag den 03.02.. Frühmorgens wollte sie noch hinterher laufen, als ich zur Arbeit ging. Als ich in der Pause zurückkam, kam sie gleich auf mich zu, was ich erst einmal als gutes Zeichen ansah. Jedoch sah ich sofort, dass ihr Mäulchen verkrustet schien und säuberte es. Dabei fiel mir der Geruch auf, der nur verströmt wird, wenn Organe versagen.
Ich überlegte Hin und Her, denn nun lag es an mir zu handeln. Die angerufene Tierärztin befand sich im OP und ich sollte eine halbe Stunde später noch einmal anrufen. Zeit genug, um Hermine weiter zu beobachten. Sie wollte dringend nach draußen, ich ließ sie hinaus und nicht nur mir ging die nächste Beobachtung sozusagen ebenfalls an die Nieren. Hermine lief zu ihrem Regenwasser, stellte sich allerdings nach mehreren Versuchen mit allen vier Pfoten in den Blumenuntersetzer und scharrte darin. Alle anderen Katzen schauten ebenso erstarrt wie ich. Für mich bedeutete es, dass Hermine nicht einmal mehr Wasser zu sich nehmen konnte, was auch ihr verkrustetes Mäulchen erklärte. Ich beobachtete weiter und sie ging quer durch den Garten, hin zur Straße. Durch die Vordertüre ging ich ihr entgegen, sah sie auf dem Nachbargelände unter einem Auto sitzen. Diese Straße wird wenig befahren und ist eine 30er Zone, allerdings weiß man nie, welche Ignoranten durch die Gegend fahren und Hermine wollte sich anscheinend das Leben nehmen. Sie saß unter einem Auto, wie Damals … Ich lockte sie, rief sie leise und bangte, dass in dem Moment ein Fahrzeug oder ein störender Fußgänger kamen. Das war ein Moment nur zwischen uns beiden und erinnerte an unsere Fangaktion vor fast zwei Jahren. Sie war im Laufe der vergangenen Monate schon einmal in diese Richtung gelaufen und da ihr Ursprung ein wilder ist, wollte sie sich damals in keiner Weise in die richtige Richtung lenken lassen.
Aber Hermine kam an diesem Tag tatsächlich auf mich zu, miaute kläglich und ließ sich auf den Arm nehmen. „Alles wird gut, mein Mädchen, ich helfe dir.“ Zuhause scharrte sie ebenfalls im großen Wassernapf herum, sie blieb sehr unruhig.
Die Tierärztin war inzwischen erreichbar und ich sagte, dass es Hermine sehr schlecht gehe und ob es eine weitere Art einer Behandlung gäbe. Lediglich die Infusionstherapie, aber ich könne sofort vorbei kommen. Gesagt, getan und zwanzig Minuten später standen wir vor DER Entscheidung, die mir immer wieder schwer fällt, da ich weder Mutter Natur noch Gott bin – lediglich ein armseliger Mensch.
Die Tierärztin schaute sich Hermine an und schüttelte den Kopf. Ich bejahte, da sämtliche Anzeichen auf ein Ende wiesen, Hermine es jedoch nicht selber schaffte.
Nierenversagen ist kein Spaß und ich bitte hiermit jeden Katzenhalter, ständig für eine optimale Wasserversorgung zu sorgen. Hermine kam von Draußen, eine ehemalige Wilde und es ist die dritte (zahme) Katze innerhalb weniger Jahre, die unter Nierenversagen litt. Bei diesen Tieren weiß man nicht, wie sie gelebt haben und wovon. Mit Sicherheit mussten sie Zeiten durchmachen, in denen sie kein Wasser finden konnten. All das kann Draußen passieren, wenn die Tiere nicht versorgt werden. Aber auch in Haushalten gilt oft die Meinung, dass ein selbst gelutschter Tropfen aus dem Wasserhahn reicht oder im Futter genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Eine fatale Meinung …

Alt und Jung, Hermine, die ihr Leben gelebt hat und Meili, der ihr Leben noch bevorsteht:
Meili Neu 4

Liebes Herminchen, du wirst nie vergessen und dein jetziger Platz im Garten wird stets behütet.

Katze Hermine (Teil 8)

SPENDENAUFRUF!

Ihr Freunde der Katzenheimat werdet wissen, welche Tiefen und Höhen es mit Hermine gab. Immer wieder erholte sie sich und im Grunde traute ich ihr vor fast zwei Jahren keinen einzigen Tag mehr zu. Sie überraschte mich und lehrte mich eine Menge, speziell was die extrem scheuen und im allgemeinen als „wild“ bezeichneten Katzen anbelangt.
Vor vier Wochen saß Hermine auf dem Wohnzimmertisch und hinterließ zwei Bluttropfen. Ich hatte keine Idee woher dieses Blut stammen könnte, aber dass es von Hermine kommen musste, war die einzige Erklärung. Eine am nächsten Tag erfolgte Untersuchung bei der Tierärztin ergab, dass Hermines Wurzel des rechten Eckzahnes heftig vereitert war und der Zahn gezogen werden musste. Am nächsten Tag war es soweit und eine gleichzeitige Blutuntersuchung aufgrund ihres erhöhten Trinkbedürfnisses folgte. Der gezogene Zahn hatte eine große Lücke hinterlassen und das Loch führt bis zur Nasenwurzel, was aber keine großen Probleme mit sich führen wird, lediglich eine eventuelle Erklärung für die Bluttropfen scheint. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung zeigten erhöhte Daten, so dass von einer chronischen Niereninsuffizienz ausgegangen werden kann. Noch vor einem halben Jahr ergab eine Blutuntersuchung keinerlei erhöhte Frequenzen, aber Niereninsuffizienz kommt plötzlich und lässt sich nicht heilen. Ich wurde mit entsprechendem Diätfutter, das keine Katze mag, und dem Medikament „Semintra“ versorgt, und konnte Hermine wieder mit nach Hause nehmen. Das alles kostete exakt 215,30 Euro.
Als wir Zuhause ankamen dachte ich, dass zwei Katzen verwechselt worden seien, denn Hermine zeigte sich munter wie noch nie. Ihr Zahn hatte heftige Schmerzen verursacht, aber ein Indianer kennt bekanntlich keinen Schmerz. Somit zeigte sie sich wie neugeboren ohne Schmerzen.
Hermine 1
Zwei weitere Wochen vergingen und Hermine ging es plötzlich immer schlechter, trotz Gabe des Mittels Semintra. Eigentlich schlechter als je zuvor, schließlich war ich wegen der Bluttropfen zum Tierarzt gegangen. Am Sonntag vor zwei Wochen wollte sie hinaus und sich verkriechen, eben wie ein Indianer. Ich haderte, denn einerseits sollen solche Tiere selber entscheiden können wie sie ihr Leben gestalten, aber andererseits bin ich verpflichtet mich zu kümmern. Wo sind die Grenzen? Und warum kümmere ich mich? Weil es ansonsten niemand tun mag! Die Grenzen liegen definitiv beim Lebenswillen eines Tieres, selbst beim Menschen gibt es die, aber dort ist jegliche Hilfe in Form einer Erlösung beinahe unmöglich und geht mit gesetzlichen Konflikten konform, aber das ist ein ganz anderes Thema…

Am vorletzten Montag fuhr ich mit Hermine zur Tierklinik, da die behandelnde Tierärztin in Urlaub war und Hermine kaum noch laufen konnte. Sie kippte zur Seite, konnte kaum noch auf den Kratzbaum. Die Ärztin der Tierklinik musste Hermine gleich dort behalten und an die Infusion legen, keiner sprach von eventueller Euthanasie, so dass ich einen Hoffnungsschimmer am Horizont sah. Täglich rief die Tierklinik an und ich hoffte auf eine Besserung. Das konnte man nicht genau sagen, aber der Katze ginge es gut, denn sie äße das Nierendiätfutter, würde aufs Klo gehen und viel schlafen. Ja, das klang fast schon normal, denn in einem Tierarztkäfig kann Katze nicht viel anderes anstellen. Ich wartete und hoffte auf eine Genesung. Am Freitag sprach ich mit dem behandelnden Stationsarzt, der mir sagte, dass eine weitere Blutprobe ausgewertet werden müsse und danach würde sich entscheiden, ob Hermine wieder nach Hause könne oder ob sich eine weitere Infusionstherapie lohne. Ok, das sollte noch abgewartet werden und ich rechnete mit ungefähr 300 Euro, die bei Aufnahme veranschlagt worden waren.
Inzwischen waren drei Bluttests, eine Harnuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung getätigt worden, die keine neuen Ergebnisse gebracht hatten, außer Niereninsuffizienz.
Hermine
Am Freitag bekam ich die Info, dass Hermines schlechte Werte um ein Minimum verbessert seien und mehr nicht zu retten sei. Somit holte ich Hermine ab und zahlte 785,78 Euro inklusive dem viel gepriesenem Semintra in Höhe von 29,79 Euro. Die Tierhilfe Rhein-Main-Ruhr streckte die Zahlung dankenswerterweise vor, aber keiner weiß, wie all die Unkosten abgedeckt werden sollen.
Hermine ging es sehr gut, sie freute sich wieder zu Hause zu sein, auch wenn sie von Romina mit einem Fauchen empfangen wurde. Sie roch nun einmal nach angsterregender Klinik und Chemie und überhaupt, die alte Dame ist Romina eh ein Dörnchen im Auge.
Die Tage vergingen, Hermine bekam ihr verschriebenes Diätfutter, Semintra und Ikapitine. Doch leider ging es ihr erneut wieder schlechter, was an der fehlenden Infusion gelegen haben mag, aber ich tippte auf Semintra mit all den beschriebenen Nebenwirkungen, wie unter anderem Erbrechen. Denn das kam auch noch hinzu, dass Hermine selbst Wasser erbrach. Seitdem sie das Mittel bekommen hatte, war es mit Hermine bergab gegangen und zusätzlich ist das Mittel nicht gerade preiswert zu nennen. Über zwanzig Euro, damit es einem Tier schlechter geht. Ich will es nicht beschreien, es kann auch Zufall sein, aber ich setzte das Mittel und selbst das Diätfutter ab. Hermine verweigerte es irgendwann sowieso und ich beschränkte mich auf normales und gutes Futter, inklusive Ikapitine. Aber: Es ist irrsinnig schwer fast 1000 Euro für eine weitere Katze auszugeben, die „lediglich“ von der Straße kommt. Wer Teil Eins bis Sieben gelesen hat oder noch lesen mag …
Hiermit bitte ich Euch ein weiteres Mal einen Spendenaufruf weiterzuleiten. Damit auch in diesem Fall eine Spendenquittung ausgewiesen werden kann, bitte
eine Überweisung auf das Konto der Tierhilfe Rhein-Main-Ruhr tätigen:
Spardabank – Hessen
BLZ: 500 90 500
Kontonummer: 3582434

Ansonsten ist es das Leben. Gegenwart und Zukunft, wie Katze Meili, die noch auf eine Zukunft wartet, sagen würde:
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Hermine und ich danken Euch sehr für Eure Mühen und wünschen Euch eine gute Woche!

Katze Meili Teil 3

Nachdem Meilis erste Interessentin absagte, entwickelt sich das Katzenmädchen eben hier weiter. Was soll es? Erfahrenere Lehrherren wird sie anderswo kaum finden und selbst Romina, die anfangs – nicht nur – die Augen verdrehte, weil ich es gewagt hatte ihr schon wieder solch ein unerzogenes Straßenkitten vor die herrschaftliche Nase zu setzen, selbst sie nimmt sich Meilis Wohlergehen an.
Nachdem die scheue Meili fast drei Wochen in Quarantäne verbringen musste, ihr Durchfall samt Wurmbefall Geschichte wurden und kein Zuhause in Sicht schien, durfte sie selbstverständlich ihren Käfig verlassen und auf Entdeckungstour gehen. Es war ein Fortschritt zu erkennen, denn Meili hatte keine Lust mehr sich unter Schränken zu verkriechen. Nein, Meili war eine selbstbewusste kleine Katzendame geworden, die es unter ihrer Würde empfand sich minderwertig in Spalten zu quetschen. Von Menschen will sie weiterhin nichts wissen, aber es dauerte nicht lange und keine Katze konnte ihr widerstehen. Selbst Meilis großes Vorbild, Kater Mikesch, nicht, der ihr sogar seinen Platz auf der Heizung räumte.
Mikesch und Meili

An Spielzeug hapert es hier nicht, aber viele Dnge waren noch nicht aus Tüten und Kartons ausgeräumt. Eines Abends fielen mir die Spielschienen ein, die irgendwo auseinandergenommen schlummerten. Hatten wir doch bei Ankunft von Rominas Babys von Christine und Manuela die Catit Design Senses Super-Roller-Spielschiene geschenkt bekommen, weil ihre Katzen kein Interesse mehr daran zeigten. Nach Hanni, Nanni und Oskar hatte hier auch niemand mehr damit gespielt, aber jetzt musste dieses Teil schnell wieder her. Ich suchte, suchte und fand, selbst die Leuchtekugel war nicht abhanden gekommen.
Aber was soll eine „einsame“ kleine Katze mit einer eingesperrten Kugel?
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Perlchen zeigte es Meili und seitdem rollen die Kugeln Tag und Nacht.
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Kurze Zwischenstopps gibt es nur während der Essensphasen,
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der Ruhepausen
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oder wenn Meili wirklich erschöpft ist, von all ihren Eindrücken:
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Aber lange dauern solche Phasen logischerweise nicht, so dass sich, wie erwähnt, sogar Romina bereit erklärt und Klein – Meili beschäftigt:
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Manchmal ist es wirklich spannend, wenn Kater Charlie hinter einer dubiosen, durchsichtigen Wand sitzt:
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Aber all das sind Eindrücke, die Meili, die ehemalige Straßenkatze nicht erschüttern können.Meili 15Meili 11

Katze Meili taut auf

Nachdem Katja zu Besuch war und wir Meilis Hinterteil samt Schwanz gemeinsam und sehr sachte mit lauwarmen Wasser von inzwischen verhärteten Hinterlassenschaften ihres Durchfalles gesäubert hatten, konnte Meili nicht anders und musste sich dem Geruch der Menschen hingeben. Noch mag sie keine Menschen. Sie mag sie nicht und hat Angst, versteift sich sobald man sie streichelt. Leider müssen diese Versuche sein, damit sie Menschen als etwas Gutes kennen lernt, zu sehr bedrängen darf man sie allerdings auch nicht. Ihren sauberen Popo jedenfalls fand Meili Klasse. Anschließend und sozusagen als Belohnung dafür, dass sie meine Hände nicht allzusehr zerkratzte, bekam sie ihr Essen. Sie mag Essen sehr gerne, aber das ist auch kein Wunder, denn hier gibt es immer angewärmtes und schmackhaftes Futter. Meili bekommt gekochtes Hühnerfleisch, Real Nature oder Royal Canin Kittenfutter, womit sich ihr Durchfall sehr schnell erledigte. Und trotzdem waren Spuren zu beseitigen, die Meili ebenfalls gestört hatten.
Noch immer lebt Meili im großen Käfig, was aber nicht schlimm ist, da sie diesen Bereich als ihren Bereich ansieht und langsam aber sicher aus sich herauskommt. Sie spielt, sie tobt, nur leider alleine, da eine Quarantänezeit immer ein Alleinsein bedeutet.
Allerdings kann es sein, dass Meili ein riesen Glück hat, denn heute kam ihre erste Interessentin. Sie wird noch öfter vorbeikommen und sich mit Meili beschäftigen. Zeitdruck gibt es nicht, denn jeder bekommt die Zeit, die er benötigt. Meili wird, wenn, auch nicht alleine aufwachsen, da eine Zweitkatze hinzukommt. Eben noch alles in der Aufbauphase, aber wie das Leben uns im Laufe der Jahre lehrt: Zeit, Geduld und Ruhe sind die besten Maßnahmen.
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Die Neujahrsansprache unserer Bundeskanzlerin beinhaltete scheinbar lieb gemeinte Forderungen. Dass Engagement sehr wichtig sei, damit unser Land weiterhin erfolgreich bleiben könne. Oder so ähnlich. Aber das Engagement, das blieb in meinem Kopf hängen, fast schon kleben. Tja, das Engagement. Das selbstverständlich voll und ganz respektiert wrd, wo man Unterstützung von allen Seiten bekommt, wo man ein Bürger bleiben kann, ohne sich verstecken zu müssen, denn du hilfst deinem Land, damit es nicht so weit kommt, wie zum Beispiel in Griechenland ..
Werde demnächst Frau Doktor Merkel eine SMS schreiben wollen, wenn ich mal wieder Probleme habe, wegen des Engagements, denn Dr. Merkel bezog das Engagement gewiss nicht auf den Tierschutz.

Ich wünsche Euch allen ein gesundes und glückliches Jahr 2014!
Sabine

Katze Meili

Zuerst möchte ich Euch, die Ihr beim vorletzten Artikel einen aufbauenden Kommentar hinterlassen habt, ganz herzlich danken! Das tut sehr gut, denn manchmal fällt es schwer, den Kopf oben zu halten. Die Facebookkrake ist mir unwichtig, was Christina sagte passt jedoch, denn auch auf Nachfrage und Bemühungen wird nicht reagiert. Leider kann ich mich dadurch auch nicht abmelden, aber egal.

Kommen wir zum tatsächlichen Leben, das Würmer hinterlässt und ängstlich ist, weil es, nun völlig alleine gestellt, Panik hat.
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Vergangenen Donnerstag wusste noch niemand, dass es eine winzig kleine Katze gibt, die am Abend in eine Falle ging. Obwohl sie von Ulrike zuerst als Ratte eingeschätzt und bereits vor ein paar Tagen gesehen wurde, ist sie nun hier, die Meili. Denn wohin mit ihr?
Herauslassen kann man sie nicht mehr, da sie erst geschätzte zwölf Wochen jung ist. Sie würde erwachsen werden, sich in einigen Monaten von einem unkastrierten Freigänger decken lassen, Kitten zur Welt bringen und selber verwildern. Ein ewiger Kreislauf. Und entweder beschweren sich Nachbarn oder es ist kein Platz vorhanden und niemand reißt sich um einen kleinen, halbwilden und Durchfall fabrizierenden Katzenwelpen. Die stinken und nachdem sie vom Tierarzt eine Portion Stronghold verabreicht bekamen, kann es passieren, dass Spulwürmer herausgeschwemmt werden, wie es bei Meili der Fall ist. Das Streu der Klos, die Meili benutzte, musste komplett entsorgt, die Toiletten desinfiziert werden.
Katzenwelpen ins Tierheim geben? Wo ebenfalls niemand Zeit hat und sich ständig über Geldmangel beschwert wird? Wo die Gefahr einer Frühkastration und eines Aussetzens besteht, wenn ein Katzenwelpe nicht zahm wird und sich als unvermittelbar herausstellt! Manchmal geht es gut und ich möchte keiner Tierheimleitung zu nahe treten, aber oftmals kotzen mich diese Aussagen an. Man muss ja schon DANKBAR sein, dass wir hier keine offiziellen Tötungen vorfinden. Wir freiwilligen Tierschützer arbeiten hauptberuflich ganz woanders, das hier ist ein unbezahlter Nebenjob, der das hauptberuflich verdiente Geld für diese Nebentätigkeit verschlingt.

Zuerst wurde unser drittes Zimmer umgeräumt um Platz zu schaffen, für den großen Käfig, der eigentlich als Ausheilkäfig für künftige kastrierte und wilde Katzen angeschafft wurde. Er stand mit seinen Maßen 116 x 86 x 77 cm noch eingepackt im Gartenzimmer herum und wie sich aufgebaut herausstellte, ist er ungeeignet für kleine Katzen. Ein großer Spalt zwischen all den Streben lässt Platz, um die Auffangschale heraus – und hinein schieben zu können. Gute Lösung, aber kein Thema für Winzlinge.
Meili musste somit erst einmal in den bewährten Hasenstall ziehen, und der Herr des Hauses musste am Samstag ins Bauhaus. Er kaufte Holz, sägte und baute, damit die unteren Spalten Kleinkatzenausbruchsicher gemacht werden konnten. Währenddessen war mir Meili aus den Händen geflüchtet, und, wie dieser Zahm – oder Wildheitstest zeigte, benötigt sie Zeit. Eine Nacht lang ließen wir sie in Ruhe, sich verstecken in den kleinsten Ecken, schloßen die Tür und schliefen bei geschlossenem Fenster. Meili musste ständig aufs Klo, hinterließ Spuren drinnen und daneben und hatte plötzlich gar keinen Hunger mehr, obwohl sie die Zeit vorher fast 400g schaffte. Das kleine Katzenmädchen ist ängstlich, ihre Angst, aufgrund ihres Alleinseins von Mutter und eventuellen Geschwistern getrennt, kann ihr kein neues Umfeld ersetzen.
Am Sonntag nahm ich sie mit einem Handtuch bewaffnet aus einem winzigen Spalt aus der hintersten Ecke, denn selbst Futter konnte sie nicht in ihren großen Käfig locken. Wir säuberten ihren kotverschmierten Popo indem wir ein Handtuch um sie wickelten, reinigten mit warmen Wasser und trockenem Tuch das Hinterteil samt Hinterbeinchen. Anschließend lag sie ganz weit, im hintersten Eck der Kratzbaumhöhle und erholte sich vom erlebten Stress.
Meili 1
Mittlerweile ist Weihnachten fast herum und Meili wird neugierig. Zumindest konnte sie sich mit ihrem eingeschränkten Umfeld arrangieren, nutzt das Katzenklo und meldet sich, wenn sie hungrig ist.
Meili 3
Da sie hin und wieder immer noch Durchfall hat, werden ihre Mahlzeiten reduziert und auf mehrere Mahlzeiten verteilt. An den Feiertagen klappte das recht gut, aber auch hier hapert es oftmals an Zeit, wegen der hauptberuflichen und nebenberuflichen Arbeiten. Aber die anderen Katzen werden zu einer Hilfe, da Meili sie beobachten kann ohne angegriffen zu werden, was unserer Hausmannschaft allerdings nicht im Traum einfällt. Meili ist jetzt da und somit schauen wir weiter.
Ein junger Kater konnte von der Katzennothilfe ebenfalls gefangen und kastriert werden. Er tat Ulrike sehr leid, da sie ihn nach seiner Ausheilphase an selbiger Stelle herauslassen musste, obwohl er nicht allzu wild wirkte.
Aber auch bei ihm: Wohin? Wäre er nicht gefangen worden, hätte er irgendwann Katze Meili decken können, denn beide stammen von derselben Stelle.
Wilder Kater

Mittendrin kam eine weitere junge Katze hinzu, die bereits am Anfang einer Trächtigkeit stand. Eigentlich fängt man in dieser Jahreszeit keine Katzen wegen ihres anschließend geschorenen Bauchfelles, aber die momentane Witterung lässt es haarscharf zu. Diese ungefähr ein Jahr junge Katze musste kastriert werden, kam ein paar Tage in Frau N´s. Dachzimmer unter, aber dieses Tier wollte wieder heraus, an ihren angestammten Platz.
Wilde

All diese Katzen werden von uns unter meist schwierigen Umständen versorgt, sehr oft wie in einem Wild West Film, wo man sich auf ein Gelände schleichen muss. Die Dunkelheit ist ein wahrer Freund. Auch wenn ständige Gegner argumentieren, dass es sich um Wildtiere handelt und sie alleine klar kommen. So kann das nicht stimmen, da echte Wildtiere von der Natur gegebene Weisheiten mitbekommen, da sie niemals Nachwuchs zeugen, wenn sie wissen, dass die Umstände keine Nahrung zulässt. Bei Katzen ist es leider anders und selbst wenn sie nicht versorgt werden, sie kennen diese Weisheit nicht, da jede hiesige „Wildkatze“ von einer ehemaligen Hauskatze abstammt.
Ein extrem scheuer Kater konnte inzwischen auch wieder am Hafen gefangen und kastriert werden …. aber wie man sieht, er will es nicht anders, nur seine Freiheit.
wilder kater 1

All diese Tiere hinterlassen eine Kerbe im Leben, und es ist immer wieder schön, wenn man sie nach solch einer Aktion gesund wiedersieht. Wenn nicht, muss man handeln, aber auch aus diesem Grund gibt es diese, für viele Menschen verhasste Futterstellen – und unsere ständige Aufopferung.

Habt eine gute Zeit bis zum Jahreswechsel mit lieben Grüßen

Sabine

Frohe Weihnachten

wünscht Euch die Katzenheimat und Findelkatzenkind Meili, obwohl sie damit nichts am Hut hat.Meili

Ach ja, und Perlchen, die auf gebratene Ringeltaube hofft:
Perlchen will Taube