Caronte – Zwischenstand

Zuerst einmal möchten wir uns herzlich bei Euch bedanken, die Ihr Carontes Schicksal weitergeleitet und/oder gespendet habt!
Am vergangenen Dienstag wurde Caronte Dr. Sandmann, einem Tierarzt mit Schwerpunkt Chirurgie vorgestellt.
Caronte beim TA
Er sagte, dass Carontes Auge nicht gut aussehen würde und ein Tumor nicht auszuschließen sei. Normalerweise könne man bis unter die dritte Nickhaut schauen, ein Auge sozusagen umstülpen, was bei Caronte jedoch nicht mehr machbar ist, da die Verdickung bereits zu weit fortgeschritten sei – und das müsse ein Augenspezialist operieren.
Auf alle Fälle war zu lange gewartet worden und eine Salbengabe, wie seinerzeit durch die Tierklinik verschrieben, nicht wirklich heilsam gewesen.
Somit muss Caronte nun in einer dritten Praxis, beziehungsweise Klinik erneut untersucht und behandelt werden, aber es wird die letzte und hoffentlich kompetenteste Fachklinik sein, die sich an Carontes Auge heranwagt und ihm helfen wird. Denn auch wenn es nicht den Anschein macht, das Auge wird schmerzen, da es aufgrund gut – oder bösartiger Geschwulst unter permanentem Druck steht. Diese Untersuchung hätte man sich zwar ersparen können, aber aufgrund Dr. Sandmanns Empfehlung wird es keine weiteren Versuche geben, sondern eine klare Entscheidung:
Überweisung
Ein Termin musste schnell entschieden werden, da Caronte kurz vor seinen nächsten epileptischen Anfällen steht. Ungefähr Ende der kommenden Woche wird es soweit sein. Heike kann die Uhr danach stellen und erkennt zusätzlich, dass Caronte einige Tage vor seinen Anfällen extrem ruhig wird, was seit heute der Fall ist. Zwei Tage Ruhe, zwei Tage Ruhelosigkeit, und dann geht es los, was immer wieder eine schlimme Erfahrung bedeutet. Er würde sich in solchen Momenten den Kopf einschlagen, wenn Heike nicht sofort zur Stelle wäre. Diese Anfälle können Stunden dauern und es wäre fatal, wenn sie während einer OP stattfinden würden.
All das wurde der Tierklinik Kaiserberg mitgeteilt und der zuständige, verständnisvolle Augenspezialist wird Caronte am kommenden Mittwoch ab 8.45 Uhr „dazwischen schieben“, sich dennoch genügend Zeit für ihn nehmen können.
Wie auch immer das Ergebnis aussehen wird, so wird Caronte nicht leiden sollen. Eine Entscheidung, wenn entschieden werden kann, wird bei Heike liegen, aber sie wird im Sinne Carontes entscheiden. Caronte, der große liebe Kerl, der in seinem Leben bereits Unfassbares erleben musste und trotz allem das beste Zuhause finden konnte, wo man sich kümmert und wo auf eigenen Luxus verzichtet wird.
Caronte im Schnee
Somit vielen Dank an Euch, die Caronte bisher insgesamt 520 Euro zukommen ließen!!

1. Judith L.: 150 €
2. Anke I.: 20 €
3. Evelin N.: 100 €
4. Sabine u. Jürgen: 100 €
5. Gilla: 100 €
6. Silvia G.: 10 €
7. Brigitte R. und N.: 50 € und wünschen außerdem viel Glück für die OP!

Die jetzige Tierklinik kann zwar noch keine Endpreise nennen, aber zumindest ist der wichtigste Schritt, überhaupt angenommen zu werden, dadurch geschafft. Auch die fachkundige Erstdiagnose bei Dr. Sandmann konnte dadurch bezahlt werden.
Somit Tausend Dank, im Namen Caronte, an ALLE!!

In Erinnerung an Kater Freddy

An unseren lieben Freddy, der im vergangenen Jahr nicht einmal Freddy hieß und der nach scheinbar langer Suche eine Stelle gefunden hatte, an der ihm geholfen werden konnte.
Familie N. nahm Freddy auf, die ganze Geschichte gibt es hier zu lesen.
Nachdem Freddy sich als zahmer Kater geoutet hatte und sich über alles, was weich und warm war, ein Körbchen, eine streichelnde Hand und vor allem Sicherheit und ein Dach über dem Kopf, der sich darüber so sehr freute,so dass jede Mühe wieder leicht von der Hand ging, dieser liebe Kater musste am
Donnerstag, den 12.06.2014 erlöst werden.
Nachdem er sich sich auf Anhieb in sein neues Zuhause eingelebt hatte, wo ihm mit Tierartzbesuchen und medikamentöser Behandlung sein Leiden in Form von Schmerzen an der Wirbelsäule genommen wurden, wollte er ab Pfingsten nichts mehr essen und nichts mehr trinken. Freddy baute stündlich ab. Die Röntgenuntersuchung ergab, daß die Leber stark vergrößert und überall im Bauchraum und auch in der Lunge Flüssigkeit war.
Freddy
Familie N. tat das einzig richtige und entließ Freddy ins Regenbogenland.Sie weinte sehr und weint immer noch, denn Freddy hatte sich zu einem Traumkater entwickelt, der seinem Frauchen hinterher lief und neben ihrem Kopf schlief. Manchmal sind es die unbeachteten, die als „Wildtiere“ einfach beiseite getreten werden.

Ich habe sehr geweint, als ich die Nachricht von Frau N. bekam, denn Freddy hätten wir alle noch eine Menge mehr Zeit gegönnt, aber das Leben ist nun einmal hart. Aber ungerecht ist es dennoch nicht, denn für Kater Freddy bedeuteten diese Monate eventuell sein ganzes Leben.
Ich danke Familie N. von ganzem Herzen, dass sie das Abenteuer mit Freddy eingegangen ist und sich weder von Flöhen, noch von anfänglichen Wehwechen hat abschrecken lassen. Das ist Tierschutz, deshalb Hochachtung und von Herzen lieben Dank!

Du, lieber Freddy, sei umarmt, von uns allen, die sich um Dich, Du feinen Kerl gekümmert haben. Fühl` Dich wohl im Regenbogenland von Deinem Garten aus, und grüß´ alle, die vor Dir da oben angekommen sind. Vertragt Euch… bis bald.

Sabine

Kaninchen Lupinchen Teil 1

Es haben sich eine Masse Leute gemeldet, die allzu gerne bereit sind ein blindes und behindertes Wildkaninchen aufzunehmen. Tja, aber im Ernst, es war kein einziger Mensch. Warum auch, gell?
Ich hatte mich an die Kaninchenwiese.de gewendet, aber auch an Menschen, die 2000 qm Wiesengrundstück besitzen, doch Lupinchen ist kein edler Widder und kein Angora, es ist scheu wie eine wilde Katze, lebt vor sich hin und benötigt eventuell lediglich einen Partner und ein größeres Terrain. Von einer der zuständigen Damen der Kaninchenwiese bekam ich zumindest Tipps, wie das Füttern von Haselnussbaumzweigen. Somit drehen sich unsere Spazierwege mit Bella nun stets um Wiesen und Haselnussbäume.
Inzwischen dreht Lupinchen seine einsamen Runden im Außengehe, das es preiswert bei farmfux gab. Für 25,35 € und schneller Lieferung, dabei hätte das Teil im Fressnapf 59,99€ gekostet. Mit Heringen für das Ferienleben im Zelt verstärkt, hält es auch eventuell streunenden Hunden stand.
Hier ein Video vom wilden Lupinchen, dessen verbliebenes Auge inzwischen erblindete. Aber wer solch einen Unfall überlebte, kann nur noch mit Schäden leben.
Die Musik gab es gratis dazu … konnte irgendwie nicht abgeschaltet werden:

Kaninchen Lupinchen

Unser kleiner Neuzugang, der ein artgerechtes Zuhause sucht! Kaninchen Lupinchen hat nur noch ein Auge, das rechte Vorderbeinchen war gebrochen und überhaupt ist es sehr scheu und eben ein Wildkaninchen.
Wer Wen kennt, der solch einem Wesen ein artgerechtes und sicheres Zuhause bieten kann, dem wäre ich sehr dankbar, wenn er sich bei mir melden würde!

Es war am vergangenen Montag, als ich eine Straße entlang fuhr und um kurz vor Sieben Uhr ein verletztes Kaninchen im Rinnstein hocken sah. Ich hielt an und blickte auf dieses noch Lebewesen herab. Es saß naß und mittlerweile vom Straßenschlamm schmutzig im Rinnstein. Sein Kopf wackelte hin und her, das rechte Auge quoll hervor, sein Fell war voller Blut. „Scheiße, scheiße, scheiße!“ Verdammte Scheiße und verfluchte Welt“!
Lupinchen
Ich nahm das noch lebende Kaninchen und packte es in den Umsatzkorb für Katzen, den ich momentan ständig im Auto habe. Eine Decke gab es auch noch und somit fuhren wir weiter. Die Arbeit rief und eine Möglichkeit zu einem Tierarzt zu fahren war unmöglich. Die Heckklappe muss ich während der Arbeit alle paar Meter auf und zu machen, und jedes Mal sah ich nach, ob dieses Kaninchen noch lebte. Es lebte und wollte auch weiter leben. Somit kam ich auf die Idee, mal einen ganz anderen Tierarzt auszuprobieren. Nicht all die, die bisher lediglich die Einschläferungsspritze kannten und sie ohne Kommentar benutzten. Kaninchen Lupinchen sollte zur Tierärztin meines Vertrauens und obwohl noch edliche Kilometer und Zeit vor uns lagen: Lupinchen hielt durch.
Um 11.00 Uhr hatten wir es geschafft und Lupinchen und ich betraten die Tierarztpraxis. Frau Doktor war relativ entsetzt, meinte aber, dass man das rechte Auge entfernen müsse, das rechte Beinchen schienen und dann mal schauen. Sie fragte aber auch gleich, ob ich die Möglichkeit zur Pflege hätte. Sicher, hm, irgendwie bestimmt.
Eine Narkose bei Kaninchen sei stets relativ problematisch, aber man könne schauen. In der einstündigen Wartezeit fuhr ich zu einem Fressnapfladen und besorgte Heu, Streu und überhaupt … es waren inzwischen dreißig Jahre vergangen, wo ich ein Kaninchen hatte. Moppel, Lumpi, die waren steinalt geworden, aber was hatte ich denen zum futtern gegeben? Ich konnte mich echt nicht erinnern, die Zeiten hatten sich geändert und eine Fachverkäuferin musste her.
„Ach, der arme Schatz, aber hier, für kleine Kaninchen die optimale Versorgung“, und sie drückte mir eine Tüte von Multifit in die Hand. Ich achtete nicht auf die Inhaltsangaben, meine Güte, das waren Körner und Grünzeug, damit konnte man nichts falsch machen – oder ? Wenn eine Fachverkäuferin sagt das ist gut, dann sollte das stimmen. Und wieder stellte sich heraus,dass man selber denken muss, denn in der Tierarztpraxis wurde mir gesagt, dass Kaninchen keinerlei Getreide vertragen und Getreide zu Durchfall führt. Holla, die Waldfeh … ist das Leben nicht gruselig genug?
Lupinchen hatte die OP jedenfalls gut überstanden, nur selbstständig essen wollte es nicht, was ja auch kein Wunder war, nach diesem Drama. Die Tierärztin behielt Lupinchen somit noch bis abends bei sich, fütterte sie alle zwei Stunden mit Möhrensaft, weil Möhrenbrei im REWE ausverkauft war. Ich musste weiterarbeiten und der Herr des Hauses holte sie gegen sechs Uhr ab. Lupinchen ist definitiv weiblich, wie während der Narkose festgestellt werden konnte. Abends stand ich da und musste auch noch ein Kaninchen füttern. Mit Spritze und Karottenbrei von Hipp, das ich ebenfalls in der Mittagspause besorgt und das miese Getreidefutter in reine Pellets umgetauscht hatte. Logisch, waren die Pellets teurer und auch diese getrockneten Wiesenkräuter kosten ihr Geld, aber ich bekam einen Durchblick, wie beim Katzen – oder Hundefutter, wo man zwingend! selber denken muss und kaum einem Verkäufer oder Werbung trauen darf. Das linke Auge muss mit Salbe versorgt werden, weil es auch in Mitleidenschaft gezogen wurde, mit Baytril und Metacam muss das Mädel auch noch versorgt werden, mit Abmessung für 2 Kilo Tiere teilten die Tierärztin und ich die Unkosten, da Wildtiere im Normalfall nicht auf Kosten des Finders gehen.
Aber in der Katzenheimat ist eh alles ein bisschen anders …
Inzwischen wurde der Ausheilkäfig für Katzen kaninchengerecht umgerichtet
Lupinchen 1

und Lupinchen mag aber am allerliebsten Löwenzahn, Klee und Gras von einer Wiese. Ich musste lange überlegen, meine Güte, manchmal hat man wirklich einen Balken vor dem Kopf, aber hier in der Nähe gibt es eine große Wiese und weil sie vor kurzem gemäht wurde, wächst Löwenzahn, Gras und Klee ganz frisch. Kohlrabi, Äpfel und Möhren mag Lupinchen ebenfalls sehr gerne und wenn Ihr mit mir für eine gute Zukunft für Lupinchen sorgt, wäre ich Euch, wie gesagt, sehr dankbar. Vielleicht teilt Ihr das auf Facebook? Mir egal, die Zeit drängt nicht und es sollte das perfekte Zuhause werden. Lieben Dank!
Den Menschen, die sich über ihre hinterlassenen Scherben keine Gedanken machen, wünsche ich ihr entsprechendes Schicksal.

Wie geht es der Katzenheimat?

Ohje, Ostern die letzte Meldung … naja, ich setze nicht voraus, dass es jemand bemerkt hat – oder?
Über Wen kann ich berichten? Über so viele Katzen und auch ein wenig über mich, die den Fotoapparat verklüngelt hatte und ihn heute wiederfand. Die ganze Zeit lag er im Schreibtisch vergraben, aber immerhin sicher verwahrt. Der Garten lässt einige Zeit verstreichen, Zeit, die ich in der alten Wohnung zum bloggen nutzte. Aber auch das wird sich ändern, sobald der letzte Knackpunkt am Hang mit Erde aufgefüllt und bepflanzt wurde. Alles in allem hat sich dieser stressige Umzug gelohnt und Katzenhasser in der Nachbarschaft konnte ich bisher nicht entdecken. Entweder sind die Tiere zu scheu, was eine eigene Lebensversicherung bedeutet, oder es sieht sie niemand, oder es hat niemand etwas gegen Katzen, die hin und wieder ein fremdes Grundstück betreten.
Kater Micky verzog sich nach draußen, nachdem er fast drei Monate lang im Haus lebte. Eines Abends stand er triefend nass vor der Tür und es benötigte einiges an Überredungskunst, dass er zumindest diese eine Nacht im Warmen verbringt. Nach scheinbaren Stunden traute er sich endlich über die Schwelle und blieb ungefähr eine Woche lang. Eines Tages sprintete er wieder nach draußen und seitdem sehe ich ihn nur zufällig bei Anbruch der Dunkelheit. Meist sehe ich ihn auch nur per aufgestellter Wildbeobachtungskamera, aber dann teilt er sich das Futter mit Katze Tara.
MickyMicky 1
Micky mutierte somit zu einem „wilden“ Kater zurück, denn ich hätte ihn nie mitnehmen können, wenn er sich nicht auf den Arm nehmen oder sich zumindest anfassen lassen hätte. Aber egal, wenn ich weiß, dass es ihm gut zu gehen scheint, soll er sein neues Leben in Rente mit rund um die Uhr Versorgung genießen.
Katze Meili hatte einige Interessenten, aber entweder wohnten diese Interessenten zu weit weg und es wäre purer Stress für das kleine Wesen geworden, wenn man es auf eine lange Fahrt ins Ungewisse geschickt hätte. Es muss nicht Wiebaden und nicht Worms sein, es muss auch jemand hier in der Umgebung eine kleine Katze suchen. Diese Menschen gab es dann auch tatsächlich und sie mussten vier Stunden zu Besuch sein um …. keine Meili zu Gesicht zu bekommen. Meili schien spurlos verschwunden, fremde Menschen sind ihr ein Greuel. Nach diesen vier Stunden, die allerdings nette Gespräche beinhalteten und keineswegs lästig waren, versprach ich uns, also Meili und mir, dass wir keine weiteren Versuche starten werden würden. Meili kennt die Katzenheimat und scheint sich dort wohl zu fühlen. Ich bin mit ihr auf einer Linie, da auch ich Veränderungen nur sehr schwerlich akzeptieren mag. Somit wurde der kleine Hasenfurz vor zwei Wochen kastriert, die Tierarztrechnung übernahm die Katzennothilfe Kitty e.V., und seitdem können sämtliche Türen auch wieder offen stehen und Meili ihr Ursprungsleben in Freiheit genießen. Draußen ist für Meili nun das Oberste, Spielschiene und Spielzeug adè. Sie ist an Wochenenden eigentlich den ganzen Tag lang draußen …
Meili draußen 2
Meili draußen
Meili draußen 1
Meist hält sich Meili an ihr Vorbild, dem Mikesch, und läuft ihm hinterher. Ich hoffe, nur in gute Umgebung.
Mikesch

Zugegeben, es sprießen stets neue graue Haare, wenn eine der Katzen zum ersten Mal nach Draußen geht. Es raubt auch Nerven, wenn Charlie und Co. nachts nicht nach Hause kommen. Die Kater dürfen das, aber Romina, Perlchen und nun auch Meili müssen einfach drin sein, sonst kann ich nicht schlafen. Was wiederum dazu führen würde, dass ich mich verschlafe, dem Job nicht nachgehen kann, keine wilde Katze am Hafen versorgen kann und so weiter. Aber es ist immer wieder zu spüren, dass sämtliche Vierbeiner ausgeglichener sind, als wenn sie nicht tun dürfen, was sie mögen. Gut, ich war gestern tatsächlich böse, als Charlie einen jungen Kleiber anschleppte, den ich leider nicht mehr retten konnte. Das Rotkehlchen flog zumindest noch von dannen. Aber Charlie war anschließend vierundzwandzig Stunden lang unterwegs – und graue Haare wuchsen. Meili ist insgesamt immer noch sehr scheu und als die Tierärztin einen Body für Katzen vorschlug, schlug ich diese Neuerung gleich in den Wind. Eine Katze mit Body, eine Katze mit Trichter. All das gibt es und wird sich für Schmusetiger bewähren, aber nicht für nicht händelbare und selbstbewußte Ex- Wilde. Somit kam es, wie es eventuell kommen musste: Meili hatte an ihrer OP Narbe geleckt und eine kleine Beule hatte sich gebildet. Nun muss zweimal täglich eine Salbe auf diese kleine Beule geschmiert werden und klar, denn zweimal täglich sind meine Hände ein wenig zerkratzt. Aber was soll es? Ob diese Salbe hilft oder nicht, es gibt unendlich viele Katzen die kastriert werden (müssen) und kurz danach wieder auf die Straße gesetzt werden.Im Grunde eine Schande, was den so genannten Tierschutz anbelangt, aber manch eine Katze müsste für eine Salbengabe in Narkose gelegt werden – somit kann man nur sagen: „Wie man es macht, macht man es garantiert verkehrt“, und ich denke an all die Tiere, die nicht diese Obhut wählen können.
Katze Tara sehe tagsüber ebenfalls nicht und ich habe keine Ahnung, wo sie sich zur Ruhe legt. Ihr erster Ausgang war an diesem Tag, zu dieser Stunde:
Tara erstes Mal
Mittlerweile hat es sich eingependelt und sie kommt während der Nacht, sie isst und trinkt, geht sogar aufs Katzenklo:
Tara 09.05
Und manchmal gelingen Fotos, bei denen man denkt/hofft: Tara lächelt.
Tara grüßt
Tara grüßt. 1 JPG
Tara
Aber vielleicht lächelt sie wirklich, weil sie hier ihre Ruhe hat und tun und lassen kann, was sie möchte?
Vielen lieben Dank auch an Karin AI., die uns immer wieder Päckchen schickt: Danke, Anke!!
Spende
Euch allen eine gute Woche, bis zum nächsten Mal! Danke für`s Lesen!

Kater Micky

Nachdem Hermine gehen musste, war mir klar, dass ich einem weiteren Tier helfen kann. Hiermit auch Danke, für Eure lieben Kommentare! Kater Micky vom Hafen ging es bereits einige Wochen lang nicht gut.
Micky

Ich sah ihn kaum, er wollte sich nicht wie sonst streicheln lassen, hatte keinen Hunger mehr und seine Augen sahen krank aus. Zum einen durfte ich laut Geschäftsführer das Gelände der Spedition nicht mehr betreten, da sich einiges verändern würde. Gebäude würden abgerissen, andere modernisiert werden und samt Pförtner baldige Gesichtskontrolle anstehen. Das mit der Gesichtskontrolle stammt aus meiner Feder, aber macht die „Gewichtigkeit“ dieses Treffens eventuell deutlich. Der Geschäftsführer erinnerte mich an einen Lebemann, mit graumeliertem Haar, dunklem Sakko und rotem Schal um den Hals. Während sein Lakai auf mich zukam und er selber wichtige Telefonate per Smartphone erledigte. Sein Lakai hielt mich auf Befehl seines Chefs an, dass es bald unter Strafe stehen würde, sollte ich dieses Gelände noch einmal betreten. Zum Glück wird man im Laufe seines Lebens zu einem Menschenkenner und dieser Fritz war ein armseliger Untertan. Der kleine Mann stank beinahe zum Himmel, so sehr hatte er die Hosen voll, denn sein Boss stand nur wenige Meter entfernt. Mir mit Polizei zu drohen, wobei ich lediglich drei Katzen beaufsichtige und versorge, die sich auf diesem Gelände aufhalten, weil alles andere abgerissen und betoniert wurde. Ein kleiner Streifen voller Brombeergebüsch. Mehr gab es nicht mehr für Micky. Auch Mickys LKW, in dessen warmen Motorraum er sich abends zum Aufwärmen gelegt hatte, auch der hatte aufgrund dieser Modernisierung eine Platzkündigung bekommen. Eines abends war der LKW fort und Micky rannte aufgeregt hin und her. Das hatte niemand gesehen, noch registriert!
Ich ließ den armen Mann ausreden und fragte als Antwort: „Kann ich mit ihrem Chef selber sprechen?“
Ich „durfte“ selbstverständlich und ging auf den Lebemann zu. Dieser telefonierte zwar noch eine Weile, aber legte auf und sagte, plötzlich ziemlich unsicher, dass es ihm Leid täte. Tierschutz hin oder her, aber es wären nun einmal Vorschriften und wir alle müssten uns daran halten. Ja genau. Aber ich scheiße grundsätzlich auf hirnlose Vorschriften und Tierschützer, die sich um irgendwelche Kreaturen kümmern, auch die scheißen auf hirnrissige Vorschriften, weil es ansonsten noch schlimmer werden würde! Der Lebemann gab mir netterweise noch drei Wochen Zeit, so dass ich sicher sein konnte, bei der nächsten Fütterung nicht in Handschellen abgeführt zu werden. Die Tage vergingen und ich musste wieder einmal eine Alternative finden. Die letzte Alternative, da Micky und Co. keine weitere Möglichkeit mehr finden würden. Hinter dem löchrigen Zaun des Geländes befinden sich zwei Tischlereien. Die eine setzt sich aus Katzenhassern zusammen und in der anderen arbeiten Tierfreunde. Muckl lebt eh bei diesen Tierfreunden, auch wenn sie dort nie versorgt wurde. Aber sie kann durch den Zaun und wird seit 2003 von Herrn L., Herrn M. und mir versorgt. Somit fragte ich bei dem Tierfreund und Gott sei Dank erlaubte er, dass Futterstelle und Boxen hinter seine Tischlerei gestellt werden könnten. Somit baute ich, abgesehen von Mickys Schlafbox, vorhandene Futterboxen ab und schiffte sie auf das Tischlereigelände hinter den Zaun. Für Muckl und Filou war das kein Problem, aber Micky kam nicht. Für ihn brach anscheinend erneut eine Welt zusammen. Er aß nichts mehr und ich sah ihn nicht, machte mir Sorgen. Die Frist bei der Spedition war abgelaufen und ich durfte das Gelände nicht mehr betreten.
Ulrike bot an, als Verein bei diesem Lebemann aufzutreten und Klartext zu reden, was die wichtige Versorgung, das dortige Kastrationsgesetz mit all seinen Für – und Wider wegen Krankheiten, Vermehrung und Unkosten bedeuten. Das tat sie und redete die anwesenden Männer in Grund und Boden – der Lebemann war geschäftlich unterwegs – so dass die anwesenden Herren mit den Händen wedelten und sagten: „Ok, ok, soll die Frau die Katzen versorgen.“
Danke an Ulrike, denn nur so bekam ich Kater Micky, der laut Tierarzt an einer Magenschleimhautentzündung leidet. Seine Blutwerte sind in Ordnung. Micky in eine Transportbox zu bekommen war nicht einfach, auch wenn er zahm ist. Aber Katzen spüren einen Gedanken, noch bevor Mensch ihn gedacht hat.
Zuerst verkroch sich Micky hier lediglich in seiner gewohnten Schlafbox, eine ganze Woche lang. Er brach sein Futter regelmäßig aus und mehr war von ihm kaum zu sehen. Mittlerweile scheint er sich angepasst zu haben, die Medikamente scheinen zu wirken, auch wenn es diesem Einzelgänger schwer fällt. Mal schauen, ich weiß noch nicht, wie es mit Micky weitergehen wird. Mit seinen mindestens fünfzehn Jahren auf dem Buckel, wird nicht mehr viel Veränderung drin sein.
Micky 1

Katze Meili

Meili hat wieder mal neue Interessenten und eigentlich wollten sie sich heute auf den weiten Weg zu uns machen. Aber hier kam ein Familienproblem dazwischen, sodass wir den Termin verschieben mussten. Zu Meili sei gesagt, dass wir stolz auf das bisherige Ergebnis sind. Zwar mag sich der kleine Hasenfurz nicht hochheben und auch nicht kraulen lassen, aber streicheln lässt er sich, der Furz. Kater Mikesch ist Meilis auserwähltes Vorbild, und da sich Mikesch auch nicht anfassen lassen mag – was will man anderes erwarten? Mikesch scheint schlimme Dinge erlebt zu haben, denn Hände wird er wahrscheinlich niemals mögen. Aber er hat hier ein gutes Leben und darf raus und rein, wie er mag. Nachts geht er meist auf Tour, aber toi,toi,toi, steht er um kurz vor Sechs wieder vor der Tür. Meili kann mittlerweile apportieren, eine geworfene Stoffmaus bringt sie voller Einsatz und mit hoch erhobenem Schwänzchen zurück. Ein Video wird folgen. Viel lieber würde sie es allerdings Perlchen nachmachen, die sich mittlerweile nur noch mit echten Mäusen beschäftigt …
Perlchen mit Maus

Perlchen mit Maus1
Einige Mäuse konnten allerdings schon gerettet, lebend eingefangen und wieder ins Mauseloch zurück gesetzt werden. Es gibt eben immer was zu tun. 😉
Kleine Zuckerschnecke:
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