Katzen an einer Futterstelle in Wuppertal benötigen dringend Versorger!

In Wuppertal Vohwinkel versorgt eine alte Dame seit ca. vierzig Jahren verwilderte Katzen. Stets wurde an diesen Stellen gefangen und kastriert, aber stets kamen neue Tiere hinzu. Sei es ausgesetzte Katzen/Kater oder entlaufene Tiere, die ohne Chip, ohne Tätowierung nicht zugeordnet werden konnten und an diesen Stellen wieder ausgesetzt werden mussten. Der zuständige Katzenschutzbund wurde vor drei Jahren informiert, als wieder neue Jungkatzen gesichtet wurden. Die Helfer des Vereines fingen diese Tiere mitten im Winter ein, ließen sie kastrieren und setzten sie wieder an ihre Stellen. Die alte Dame gab noch Geld dazu, da der Katzenschutzbund knapp bei Kasse ist.
Katzen

Die alte Dame verlor vor einigen Monaten ihren Mann, versorgt zu Hause eigene Tiere, meist mitgenommene und alte Tiere von den Futterstellen, und macht sich trotzdem jeden Abend auf den Weg, um die draußen lebenden Tiere mit Futter und Wasser zu versorgen.
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Aber sie kann bald nicht mehr, sie ist inzwischen über achtzig Jahre alt, sie ist krank und niemand will diese Verantwortung übernehmen. NIEMAND! Und es kotzt mich an, diese scheinheilige Welt, in der ein „Klick“ bei Facebook oder ein Kommentar auf einer Tierschutzseite das Gewissen beruhigen! Die allerschlimmsten sind in meinen Augen die, die sich mit einem Standartkommentar äußern: „Ach, wenn ich könnte, ja dann …“
Hey Leute: Musklicks und Konjunktiväußerungen sind Fürze im Wind! Davon werden ausgesetzte Katzen nicht satt!
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Deutschland soll das reichste Land der Welt sein und in Wuppertal leben zurzeit ca. 343.000 Einwohner! Und lediglich die uralten Mütterchen kümmern sich um die Hinterlassenschaften dieser Wegwerfgesellschaft?
Es scheint so, aber das trifft nicht nur auf diese Stadt zu. Es scheint so zu kommen, dass nur noch die alten, bald verschiedenen Menschen die Natur zu schätzen wissen und sie kennen, was mir Angst macht, wenn ich an die Zukunft denke. Jungvolk wird allem Anschein nach mit einer dritten Hand, die sich Smartphone nennt, geboren, mit der man keine Verantwortung übernehmen muss und sich hinter dem Konjunktiv versteckt.
Diese Tiere bitten somit um Hilfe! Vier Futterstellen, die schnell befüllt sind und kaum Aufwand bedeuten. Ein ordentlicher Tierschutzverein würde sieben Mitglieder zusammen bekommen, wie es diese vorbildlich organisierte Futterstelle zeigt.
Sieben von vielen Mitgliedern teilen sich die Tage ein und ich frage mich: Wovor haben die Menschen Angst, die so etwas nicht auf die Reihe bekommen?
Bitte: Wer jemanden kennt oder selber in der Nähe wohnt, bitte bei Regina melden:0157/38387205, erst über ein persönliches Gespräch können genauere Daten genannt werden.
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Wir können nicht abwarten, dass Politiker etwas tuen, wir müssen selber agieren! Bitte helft, es ist dringend! Ich frage hier keine Wuppertaler speziell, aber Euch, die Ihr auf Facebook meinetwegen weiterleiten oder Bekannte und Freunde informieren könnt! Ganz lieben Dank!

Danke an alle, die sich innerhalb dieser kurzen Zeit gemeldet haben! Es waren irgendwie an die dreißig Anrufe, die Regina aufgrund Beruf in den jeweiligen Momenten nicht annehmen konnte. Wir rechneten nicht mit solch einer Resonanz, deshalb SORRY! Regina wird aber jede Nummer zurückrufen, sobald sie Zeit hat.
Ich zweifle ein bisschen, ob ich konkret genug berichtet habe und hoffe, dass niemand damit rechnet, dass es sich hierbei um einen bezahlten Nebenjob handelt. Es ist eine rein ehrenamtliche Tätigkeit, bei Wind und Wetter, zu jeder Jahreszeit und an 365 Tagen im Jahr. Futter müsste aus der eigenen Kasse bezahlt werden, aber all das kann dann in einem persönlichen Gespräch noch einmal geklärt werden. Und wenn genügend Katzenfreunde zusammen kommen, wären die Unkosten ein Klacks und jeder dieser Bereitwilligen hätte einen Teil zur Verbeserung all des Elends, das ungesehen in unseren Städten lebt, getan.

Nochmals vielen Dank, erst einmal müssen die Anrufer zurückgerufen werden, somit hat sich dieser Aufruf erledigt!

Kaninchen Lupinchen

Unser kleiner Neuzugang, der ein artgerechtes Zuhause sucht! Kaninchen Lupinchen hat nur noch ein Auge, das rechte Vorderbeinchen war gebrochen und überhaupt ist es sehr scheu und eben ein Wildkaninchen.
Wer Wen kennt, der solch einem Wesen ein artgerechtes und sicheres Zuhause bieten kann, dem wäre ich sehr dankbar, wenn er sich bei mir melden würde!

Es war am vergangenen Montag, als ich eine Straße entlang fuhr und um kurz vor Sieben Uhr ein verletztes Kaninchen im Rinnstein hocken sah. Ich hielt an und blickte auf dieses noch Lebewesen herab. Es saß naß und mittlerweile vom Straßenschlamm schmutzig im Rinnstein. Sein Kopf wackelte hin und her, das rechte Auge quoll hervor, sein Fell war voller Blut. „Scheiße, scheiße, scheiße!“ Verdammte Scheiße und verfluchte Welt“!
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Ich nahm das noch lebende Kaninchen und packte es in den Umsatzkorb für Katzen, den ich momentan ständig im Auto habe. Eine Decke gab es auch noch und somit fuhren wir weiter. Die Arbeit rief und eine Möglichkeit zu einem Tierarzt zu fahren war unmöglich. Die Heckklappe muss ich während der Arbeit alle paar Meter auf und zu machen, und jedes Mal sah ich nach, ob dieses Kaninchen noch lebte. Es lebte und wollte auch weiter leben. Somit kam ich auf die Idee, mal einen ganz anderen Tierarzt auszuprobieren. Nicht all die, die bisher lediglich die Einschläferungsspritze kannten und sie ohne Kommentar benutzten. Kaninchen Lupinchen sollte zur Tierärztin meines Vertrauens und obwohl noch edliche Kilometer und Zeit vor uns lagen: Lupinchen hielt durch.
Um 11.00 Uhr hatten wir es geschafft und Lupinchen und ich betraten die Tierarztpraxis. Frau Doktor war relativ entsetzt, meinte aber, dass man das rechte Auge entfernen müsse, das rechte Beinchen schienen und dann mal schauen. Sie fragte aber auch gleich, ob ich die Möglichkeit zur Pflege hätte. Sicher, hm, irgendwie bestimmt.
Eine Narkose bei Kaninchen sei stets relativ problematisch, aber man könne schauen. In der einstündigen Wartezeit fuhr ich zu einem Fressnapfladen und besorgte Heu, Streu und überhaupt … es waren inzwischen dreißig Jahre vergangen, wo ich ein Kaninchen hatte. Moppel, Lumpi, die waren steinalt geworden, aber was hatte ich denen zum futtern gegeben? Ich konnte mich echt nicht erinnern, die Zeiten hatten sich geändert und eine Fachverkäuferin musste her.
„Ach, der arme Schatz, aber hier, für kleine Kaninchen die optimale Versorgung“, und sie drückte mir eine Tüte von Multifit in die Hand. Ich achtete nicht auf die Inhaltsangaben, meine Güte, das waren Körner und Grünzeug, damit konnte man nichts falsch machen – oder ? Wenn eine Fachverkäuferin sagt das ist gut, dann sollte das stimmen. Und wieder stellte sich heraus,dass man selber denken muss, denn in der Tierarztpraxis wurde mir gesagt, dass Kaninchen keinerlei Getreide vertragen und Getreide zu Durchfall führt. Holla, die Waldfeh … ist das Leben nicht gruselig genug?
Lupinchen hatte die OP jedenfalls gut überstanden, nur selbstständig essen wollte es nicht, was ja auch kein Wunder war, nach diesem Drama. Die Tierärztin behielt Lupinchen somit noch bis abends bei sich, fütterte sie alle zwei Stunden mit Möhrensaft, weil Möhrenbrei im REWE ausverkauft war. Ich musste weiterarbeiten und der Herr des Hauses holte sie gegen sechs Uhr ab. Lupinchen ist definitiv weiblich, wie während der Narkose festgestellt werden konnte. Abends stand ich da und musste auch noch ein Kaninchen füttern. Mit Spritze und Karottenbrei von Hipp, das ich ebenfalls in der Mittagspause besorgt und das miese Getreidefutter in reine Pellets umgetauscht hatte. Logisch, waren die Pellets teurer und auch diese getrockneten Wiesenkräuter kosten ihr Geld, aber ich bekam einen Durchblick, wie beim Katzen – oder Hundefutter, wo man zwingend! selber denken muss und kaum einem Verkäufer oder Werbung trauen darf. Das linke Auge muss mit Salbe versorgt werden, weil es auch in Mitleidenschaft gezogen wurde, mit Baytril und Metacam muss das Mädel auch noch versorgt werden, mit Abmessung für 2 Kilo Tiere teilten die Tierärztin und ich die Unkosten, da Wildtiere im Normalfall nicht auf Kosten des Finders gehen.
Aber in der Katzenheimat ist eh alles ein bisschen anders …
Inzwischen wurde der Ausheilkäfig für Katzen kaninchengerecht umgerichtet
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und Lupinchen mag aber am allerliebsten Löwenzahn, Klee und Gras von einer Wiese. Ich musste lange überlegen, meine Güte, manchmal hat man wirklich einen Balken vor dem Kopf, aber hier in der Nähe gibt es eine große Wiese und weil sie vor kurzem gemäht wurde, wächst Löwenzahn, Gras und Klee ganz frisch. Kohlrabi, Äpfel und Möhren mag Lupinchen ebenfalls sehr gerne und wenn Ihr mit mir für eine gute Zukunft für Lupinchen sorgt, wäre ich Euch, wie gesagt, sehr dankbar. Vielleicht teilt Ihr das auf Facebook? Mir egal, die Zeit drängt nicht und es sollte das perfekte Zuhause werden. Lieben Dank!
Den Menschen, die sich über ihre hinterlassenen Scherben keine Gedanken machen, wünsche ich ihr entsprechendes Schicksal.

Wie geht es der Katzenheimat?

Ohje, Ostern die letzte Meldung … naja, ich setze nicht voraus, dass es jemand bemerkt hat – oder?
Über Wen kann ich berichten? Über so viele Katzen und auch ein wenig über mich, die den Fotoapparat verklüngelt hatte und ihn heute wiederfand. Die ganze Zeit lag er im Schreibtisch vergraben, aber immerhin sicher verwahrt. Der Garten lässt einige Zeit verstreichen, Zeit, die ich in der alten Wohnung zum bloggen nutzte. Aber auch das wird sich ändern, sobald der letzte Knackpunkt am Hang mit Erde aufgefüllt und bepflanzt wurde. Alles in allem hat sich dieser stressige Umzug gelohnt und Katzenhasser in der Nachbarschaft konnte ich bisher nicht entdecken. Entweder sind die Tiere zu scheu, was eine eigene Lebensversicherung bedeutet, oder es sieht sie niemand, oder es hat niemand etwas gegen Katzen, die hin und wieder ein fremdes Grundstück betreten.
Kater Micky verzog sich nach draußen, nachdem er fast drei Monate lang im Haus lebte. Eines Abends stand er triefend nass vor der Tür und es benötigte einiges an Überredungskunst, dass er zumindest diese eine Nacht im Warmen verbringt. Nach scheinbaren Stunden traute er sich endlich über die Schwelle und blieb ungefähr eine Woche lang. Eines Tages sprintete er wieder nach draußen und seitdem sehe ich ihn nur zufällig bei Anbruch der Dunkelheit. Meist sehe ich ihn auch nur per aufgestellter Wildbeobachtungskamera, aber dann teilt er sich das Futter mit Katze Tara.
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Micky mutierte somit zu einem „wilden“ Kater zurück, denn ich hätte ihn nie mitnehmen können, wenn er sich nicht auf den Arm nehmen oder sich zumindest anfassen lassen hätte. Aber egal, wenn ich weiß, dass es ihm gut zu gehen scheint, soll er sein neues Leben in Rente mit rund um die Uhr Versorgung genießen.
Katze Meili hatte einige Interessenten, aber entweder wohnten diese Interessenten zu weit weg und es wäre purer Stress für das kleine Wesen geworden, wenn man es auf eine lange Fahrt ins Ungewisse geschickt hätte. Es muss nicht Wiebaden und nicht Worms sein, es muss auch jemand hier in der Umgebung eine kleine Katze suchen. Diese Menschen gab es dann auch tatsächlich und sie mussten vier Stunden zu Besuch sein um …. keine Meili zu Gesicht zu bekommen. Meili schien spurlos verschwunden, fremde Menschen sind ihr ein Greuel. Nach diesen vier Stunden, die allerdings nette Gespräche beinhalteten und keineswegs lästig waren, versprach ich uns, also Meili und mir, dass wir keine weiteren Versuche starten werden würden. Meili kennt die Katzenheimat und scheint sich dort wohl zu fühlen. Ich bin mit ihr auf einer Linie, da auch ich Veränderungen nur sehr schwerlich akzeptieren mag. Somit wurde der kleine Hasenfurz vor zwei Wochen kastriert, die Tierarztrechnung übernahm die Katzennothilfe Kitty e.V., und seitdem können sämtliche Türen auch wieder offen stehen und Meili ihr Ursprungsleben in Freiheit genießen. Draußen ist für Meili nun das Oberste, Spielschiene und Spielzeug adè. Sie ist an Wochenenden eigentlich den ganzen Tag lang draußen …
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Meili draußen
Meili draußen 1
Meist hält sich Meili an ihr Vorbild, dem Mikesch, und läuft ihm hinterher. Ich hoffe, nur in gute Umgebung.
Mikesch

Zugegeben, es sprießen stets neue graue Haare, wenn eine der Katzen zum ersten Mal nach Draußen geht. Es raubt auch Nerven, wenn Charlie und Co. nachts nicht nach Hause kommen. Die Kater dürfen das, aber Romina, Perlchen und nun auch Meili müssen einfach drin sein, sonst kann ich nicht schlafen. Was wiederum dazu führen würde, dass ich mich verschlafe, dem Job nicht nachgehen kann, keine wilde Katze am Hafen versorgen kann und so weiter. Aber es ist immer wieder zu spüren, dass sämtliche Vierbeiner ausgeglichener sind, als wenn sie nicht tun dürfen, was sie mögen. Gut, ich war gestern tatsächlich böse, als Charlie einen jungen Kleiber anschleppte, den ich leider nicht mehr retten konnte. Das Rotkehlchen flog zumindest noch von dannen. Aber Charlie war anschließend vierundzwandzig Stunden lang unterwegs – und graue Haare wuchsen. Meili ist insgesamt immer noch sehr scheu und als die Tierärztin einen Body für Katzen vorschlug, schlug ich diese Neuerung gleich in den Wind. Eine Katze mit Body, eine Katze mit Trichter. All das gibt es und wird sich für Schmusetiger bewähren, aber nicht für nicht händelbare und selbstbewußte Ex- Wilde. Somit kam es, wie es eventuell kommen musste: Meili hatte an ihrer OP Narbe geleckt und eine kleine Beule hatte sich gebildet. Nun muss zweimal täglich eine Salbe auf diese kleine Beule geschmiert werden und klar, denn zweimal täglich sind meine Hände ein wenig zerkratzt. Aber was soll es? Ob diese Salbe hilft oder nicht, es gibt unendlich viele Katzen die kastriert werden (müssen) und kurz danach wieder auf die Straße gesetzt werden.Im Grunde eine Schande, was den so genannten Tierschutz anbelangt, aber manch eine Katze müsste für eine Salbengabe in Narkose gelegt werden – somit kann man nur sagen: „Wie man es macht, macht man es garantiert verkehrt“, und ich denke an all die Tiere, die nicht diese Obhut wählen können.
Katze Tara sehe tagsüber ebenfalls nicht und ich habe keine Ahnung, wo sie sich zur Ruhe legt. Ihr erster Ausgang war an diesem Tag, zu dieser Stunde:
Tara erstes Mal
Mittlerweile hat es sich eingependelt und sie kommt während der Nacht, sie isst und trinkt, geht sogar aufs Katzenklo:
Tara 09.05
Und manchmal gelingen Fotos, bei denen man denkt/hofft: Tara lächelt.
Tara grüßt
Tara grüßt. 1 JPG
Tara
Aber vielleicht lächelt sie wirklich, weil sie hier ihre Ruhe hat und tun und lassen kann, was sie möchte?
Vielen lieben Dank auch an Karin AI., die uns immer wieder Päckchen schickt: Danke, Anke!!
Spende
Euch allen eine gute Woche, bis zum nächsten Mal! Danke für`s Lesen!

Kater Micky

Nachdem Hermine gehen musste, war mir klar, dass ich einem weiteren Tier helfen kann. Hiermit auch Danke, für Eure lieben Kommentare! Kater Micky vom Hafen ging es bereits einige Wochen lang nicht gut.
Micky

Ich sah ihn kaum, er wollte sich nicht wie sonst streicheln lassen, hatte keinen Hunger mehr und seine Augen sahen krank aus. Zum einen durfte ich laut Geschäftsführer das Gelände der Spedition nicht mehr betreten, da sich einiges verändern würde. Gebäude würden abgerissen, andere modernisiert werden und samt Pförtner baldige Gesichtskontrolle anstehen. Das mit der Gesichtskontrolle stammt aus meiner Feder, aber macht die „Gewichtigkeit“ dieses Treffens eventuell deutlich. Der Geschäftsführer erinnerte mich an einen Lebemann, mit graumeliertem Haar, dunklem Sakko und rotem Schal um den Hals. Während sein Lakai auf mich zukam und er selber wichtige Telefonate per Smartphone erledigte. Sein Lakai hielt mich auf Befehl seines Chefs an, dass es bald unter Strafe stehen würde, sollte ich dieses Gelände noch einmal betreten. Zum Glück wird man im Laufe seines Lebens zu einem Menschenkenner und dieser Fritz war ein armseliger Untertan. Der kleine Mann stank beinahe zum Himmel, so sehr hatte er die Hosen voll, denn sein Boss stand nur wenige Meter entfernt. Mir mit Polizei zu drohen, wobei ich lediglich drei Katzen beaufsichtige und versorge, die sich auf diesem Gelände aufhalten, weil alles andere abgerissen und betoniert wurde. Ein kleiner Streifen voller Brombeergebüsch. Mehr gab es nicht mehr für Micky. Auch Mickys LKW, in dessen warmen Motorraum er sich abends zum Aufwärmen gelegt hatte, auch der hatte aufgrund dieser Modernisierung eine Platzkündigung bekommen. Eines abends war der LKW fort und Micky rannte aufgeregt hin und her. Das hatte niemand gesehen, noch registriert!
Ich ließ den armen Mann ausreden und fragte als Antwort: „Kann ich mit ihrem Chef selber sprechen?“
Ich „durfte“ selbstverständlich und ging auf den Lebemann zu. Dieser telefonierte zwar noch eine Weile, aber legte auf und sagte, plötzlich ziemlich unsicher, dass es ihm Leid täte. Tierschutz hin oder her, aber es wären nun einmal Vorschriften und wir alle müssten uns daran halten. Ja genau. Aber ich scheiße grundsätzlich auf hirnlose Vorschriften und Tierschützer, die sich um irgendwelche Kreaturen kümmern, auch die scheißen auf hirnrissige Vorschriften, weil es ansonsten noch schlimmer werden würde! Der Lebemann gab mir netterweise noch drei Wochen Zeit, so dass ich sicher sein konnte, bei der nächsten Fütterung nicht in Handschellen abgeführt zu werden. Die Tage vergingen und ich musste wieder einmal eine Alternative finden. Die letzte Alternative, da Micky und Co. keine weitere Möglichkeit mehr finden würden. Hinter dem löchrigen Zaun des Geländes befinden sich zwei Tischlereien. Die eine setzt sich aus Katzenhassern zusammen und in der anderen arbeiten Tierfreunde. Muckl lebt eh bei diesen Tierfreunden, auch wenn sie dort nie versorgt wurde. Aber sie kann durch den Zaun und wird seit 2003 von Herrn L., Herrn M. und mir versorgt. Somit fragte ich bei dem Tierfreund und Gott sei Dank erlaubte er, dass Futterstelle und Boxen hinter seine Tischlerei gestellt werden könnten. Somit baute ich, abgesehen von Mickys Schlafbox, vorhandene Futterboxen ab und schiffte sie auf das Tischlereigelände hinter den Zaun. Für Muckl und Filou war das kein Problem, aber Micky kam nicht. Für ihn brach anscheinend erneut eine Welt zusammen. Er aß nichts mehr und ich sah ihn nicht, machte mir Sorgen. Die Frist bei der Spedition war abgelaufen und ich durfte das Gelände nicht mehr betreten.
Ulrike bot an, als Verein bei diesem Lebemann aufzutreten und Klartext zu reden, was die wichtige Versorgung, das dortige Kastrationsgesetz mit all seinen Für – und Wider wegen Krankheiten, Vermehrung und Unkosten bedeuten. Das tat sie und redete die anwesenden Männer in Grund und Boden – der Lebemann war geschäftlich unterwegs – so dass die anwesenden Herren mit den Händen wedelten und sagten: „Ok, ok, soll die Frau die Katzen versorgen.“
Danke an Ulrike, denn nur so bekam ich Kater Micky, der laut Tierarzt an einer Magenschleimhautentzündung leidet. Seine Blutwerte sind in Ordnung. Micky in eine Transportbox zu bekommen war nicht einfach, auch wenn er zahm ist. Aber Katzen spüren einen Gedanken, noch bevor Mensch ihn gedacht hat.
Zuerst verkroch sich Micky hier lediglich in seiner gewohnten Schlafbox, eine ganze Woche lang. Er brach sein Futter regelmäßig aus und mehr war von ihm kaum zu sehen. Mittlerweile scheint er sich angepasst zu haben, die Medikamente scheinen zu wirken, auch wenn es diesem Einzelgänger schwer fällt. Mal schauen, ich weiß noch nicht, wie es mit Micky weitergehen wird. Mit seinen mindestens fünfzehn Jahren auf dem Buckel, wird nicht mehr viel Veränderung drin sein.
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Katze Meili

Meili hat wieder mal neue Interessenten und eigentlich wollten sie sich heute auf den weiten Weg zu uns machen. Aber hier kam ein Familienproblem dazwischen, sodass wir den Termin verschieben mussten. Zu Meili sei gesagt, dass wir stolz auf das bisherige Ergebnis sind. Zwar mag sich der kleine Hasenfurz nicht hochheben und auch nicht kraulen lassen, aber streicheln lässt er sich, der Furz. Kater Mikesch ist Meilis auserwähltes Vorbild, und da sich Mikesch auch nicht anfassen lassen mag – was will man anderes erwarten? Mikesch scheint schlimme Dinge erlebt zu haben, denn Hände wird er wahrscheinlich niemals mögen. Aber er hat hier ein gutes Leben und darf raus und rein, wie er mag. Nachts geht er meist auf Tour, aber toi,toi,toi, steht er um kurz vor Sechs wieder vor der Tür. Meili kann mittlerweile apportieren, eine geworfene Stoffmaus bringt sie voller Einsatz und mit hoch erhobenem Schwänzchen zurück. Ein Video wird folgen. Viel lieber würde sie es allerdings Perlchen nachmachen, die sich mittlerweile nur noch mit echten Mäusen beschäftigt …
Perlchen mit Maus

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Einige Mäuse konnten allerdings schon gerettet, lebend eingefangen und wieder ins Mauseloch zurück gesetzt werden. Es gibt eben immer was zu tun. 😉
Kleine Zuckerschnecke:
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Ganz lieben Dank!

An Euch ALLE, die für Tara und für Hermine gespendet haben!
Insgesamt waren es 275 Euro, eine bombastische Summe die zusammen gekommen ist und wodurch weitere Medikamente für Tara, aber auch Ohrengel (Otimectin) und Baytril für Hafenkater Fritzchen gekauft werden konnten und, wie gesagt, die hohen Rechnungen gemildert wurden, damit es weiterhin nicht am Futter hapert!
Ihr seit unersetzlich und ich danke Euch sehr, im Namen der Katzen!
Filou
Auf Carmens Frage, ob es ein Paypalkonto gibt: Ja, die Daten stehen im Eingangsbereich, bei Hilfe für die Katzenheimat. Aber dorthin überwiesene Gelder können nicht mit einer Spendenquittung belegt werden, da ich kein Verein bin.
Nochmals ganz herzlichen Dank!
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Katze Hermine – In Erinnerung

Am 03.02.2014 musste ich Hermine über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Ihre Niereninsuffizienz hatte eindeutig ihren Höhepunkt erreicht und für Hermine bedeutete es eine Erlösung. Sicher, es war wie immer ein schwerer Gang, aber Hermine blieb auf meinem Schoß, nachdem sie die Narkosespritze bekommen hatte. Ich streichelte sie und sie lehnte ihren Kopf an meine Hand. „Alles wird gut, du starkes Mädchen“.

Nachdem Hermine aus der Tierklinik gekommen war, ging es ihr eine Zeitlang wieder richtig gut. Wie im letzten Artikel beschrieben, setzte ich sämtliche Medikamente, abgesehen von Ikapitine, ab. Hermine aß das normale gute Futter und machte sich sogar eines Tages über frisch gekaufte Hähnchenherzen her. Sie riss die Tüte auseinander und verspeiste rohe Hühnerherzen:
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Auch eine „vergessene“ Maus, die von Charlie gekillt worden und auf der Fußmatte als Geschenk hinterlegt worden war, auch sie verspeiste Hermine. Ich ließ sie gewähren, da Tiere viel besser als wir Menschen wissen, was gut für sie ist.
Am Samstag vor besagtem Montag aß Hermine noch völlig normal. Ihrem Zustand entsprechend zwar wenig, aber immerhin. Man kann sich auch über Kleinigkeiten freuen, wie jeder von Euch nachvollziehen wird. Am Sonntag verweigerte sie jegliche Nahrungsaufnahme und wollte nur trinken. Auch wollte sie hinaus, drehte ihre Runde, nachdem sie aus dem Blumenuntersetzer im Garten ihr spezielles Regenwasser genossen hatte. Ich ahnte zwar schon, dass etwas auf uns zu kommen würde, ließ Hermine aber in Ruhe, denn sie würde mir ein Zeichen geben.
Dieses Zeichen kam am Montag den 03.02.. Frühmorgens wollte sie noch hinterher laufen, als ich zur Arbeit ging. Als ich in der Pause zurückkam, kam sie gleich auf mich zu, was ich erst einmal als gutes Zeichen ansah. Jedoch sah ich sofort, dass ihr Mäulchen verkrustet schien und säuberte es. Dabei fiel mir der Geruch auf, der nur verströmt wird, wenn Organe versagen.
Ich überlegte Hin und Her, denn nun lag es an mir zu handeln. Die angerufene Tierärztin befand sich im OP und ich sollte eine halbe Stunde später noch einmal anrufen. Zeit genug, um Hermine weiter zu beobachten. Sie wollte dringend nach draußen, ich ließ sie hinaus und nicht nur mir ging die nächste Beobachtung sozusagen ebenfalls an die Nieren. Hermine lief zu ihrem Regenwasser, stellte sich allerdings nach mehreren Versuchen mit allen vier Pfoten in den Blumenuntersetzer und scharrte darin. Alle anderen Katzen schauten ebenso erstarrt wie ich. Für mich bedeutete es, dass Hermine nicht einmal mehr Wasser zu sich nehmen konnte, was auch ihr verkrustetes Mäulchen erklärte. Ich beobachtete weiter und sie ging quer durch den Garten, hin zur Straße. Durch die Vordertüre ging ich ihr entgegen, sah sie auf dem Nachbargelände unter einem Auto sitzen. Diese Straße wird wenig befahren und ist eine 30er Zone, allerdings weiß man nie, welche Ignoranten durch die Gegend fahren und Hermine wollte sich anscheinend das Leben nehmen. Sie saß unter einem Auto, wie Damals … Ich lockte sie, rief sie leise und bangte, dass in dem Moment ein Fahrzeug oder ein störender Fußgänger kamen. Das war ein Moment nur zwischen uns beiden und erinnerte an unsere Fangaktion vor fast zwei Jahren. Sie war im Laufe der vergangenen Monate schon einmal in diese Richtung gelaufen und da ihr Ursprung ein wilder ist, wollte sie sich damals in keiner Weise in die richtige Richtung lenken lassen.
Aber Hermine kam an diesem Tag tatsächlich auf mich zu, miaute kläglich und ließ sich auf den Arm nehmen. „Alles wird gut, mein Mädchen, ich helfe dir.“ Zuhause scharrte sie ebenfalls im großen Wassernapf herum, sie blieb sehr unruhig.
Die Tierärztin war inzwischen erreichbar und ich sagte, dass es Hermine sehr schlecht gehe und ob es eine weitere Art einer Behandlung gäbe. Lediglich die Infusionstherapie, aber ich könne sofort vorbei kommen. Gesagt, getan und zwanzig Minuten später standen wir vor DER Entscheidung, die mir immer wieder schwer fällt, da ich weder Mutter Natur noch Gott bin – lediglich ein armseliger Mensch.
Die Tierärztin schaute sich Hermine an und schüttelte den Kopf. Ich bejahte, da sämtliche Anzeichen auf ein Ende wiesen, Hermine es jedoch nicht selber schaffte.
Nierenversagen ist kein Spaß und ich bitte hiermit jeden Katzenhalter, ständig für eine optimale Wasserversorgung zu sorgen. Hermine kam von Draußen, eine ehemalige Wilde und es ist die dritte (zahme) Katze innerhalb weniger Jahre, die unter Nierenversagen litt. Bei diesen Tieren weiß man nicht, wie sie gelebt haben und wovon. Mit Sicherheit mussten sie Zeiten durchmachen, in denen sie kein Wasser finden konnten. All das kann Draußen passieren, wenn die Tiere nicht versorgt werden. Aber auch in Haushalten gilt oft die Meinung, dass ein selbst gelutschter Tropfen aus dem Wasserhahn reicht oder im Futter genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Eine fatale Meinung …

Alt und Jung, Hermine, die ihr Leben gelebt hat und Meili, der ihr Leben noch bevorsteht:
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Liebes Herminchen, du wirst nie vergessen und dein jetziger Platz im Garten wird stets behütet.