Katzengras Teil 3

Da hatte der Herr des  Hauses bereits vor eine Runde Golf zu spielen. Leider stellte ich die inzwischen groß bewachsene Palette Gras kurz vorher auf den Balkon.

Charlies Nest und plattes Gras:

Das Leben kann so preiswert sein

Es werden Milliarden Euro mit Spielzeug umgesetzt, ein boomender Bereich ist  die Heimtierbranche. Wem es trotz Krise so gar nicht schlecht geht, das sind sie, die Futter – und Spielzeugproduzenten.

Auch innerhalb der Katzenheimat gibt es diverse Spielzeuge für Miezen, wie Rascheldecke, Rasselbälle, Baldriankissen oder teuer erstandene Spielschiene mit integriertem Ball. Alles Dinge, die nach kurzer Zeit lediglich einen Schwanzzucker hervorrufen: „Ach, wie langweilig!

Um einiges besser ist folgendes Rezept:

Man nehme:

Einen Blumenkasten inklusive alter Erde, werfe ihn völlig spontan von der Fensterbank und verteile die Erde auf dem Boden. Anschließend trampelt man so lange auf besagter alter Erde herum, bis sie sich gleichmäßig auf  ehemals sauberen Fliesen verteilt hat. Man mische die Erde, Fliesen und erschnuppernder Luft mit einer Prise Frohsinn und Gleichmut, die nur Katzen versprühen können. Hinzu kommen gekappte Stängel einer Weinrebe, die es nie schaffte größer werden zu dürfen, da Rominas Babys dazwischen kamen und an Stängel empor geklommen wären und sich irgendwann den Hals gebrochen hätten, wenn die Stängel nicht gekappt worden wären. So, und dann wartet man einfach auf einen Zweibeiner, der Lust hat, die seit dem letzten Sommer darliegende Überreste in die Hand zu nehmen, sich in den genannten Dreck zu setzen und mit Stöckchen  hin und her zu wedeln. Einfach so, ohne großen Aufwand.

Hey, das macht Spaß!

Weiteren Spaß kann aber auch eine Kühltruhe bereiten, die während einer Abtauphase überraschend weit geöffnet für Unsinn bereit steht.

Mannomann, und während all dem fand ich Fotos, so schön, von damals, noch gar nicht so lange her:

So eine Sch …

denn der Salat, in dem sich Paprika, Möhren, Oliven, Gurke, Tomaten und Fetakäse befanden,  sollte eine Beilage zum heutigen Abendessen werden.

Aber junge Katzen probieren nun mal gerne aus. Wobei so einiges in die Brüche gehen kann, wenn zum Beispiel ein Sprung auf die Küchenzeile total verpeilt daneben geht und ein Essen sowie die beste Salatschüssel, die ich mir vorstellen kann, zerdeppert werden. Was soll es? Ich musste eh putzen und hatte nix besseres zu tun.

Aber wer kann solch einem Versuch schon böse sein? Schließlich lernen wir alle aus verpeilten Sprüngen.

Ein Tipp unter Kumpel: Die Kirschtomaten, die sind nach einer spannenden Weile echt langweilig, da sie sich angebissen nicht mehr so gut durch die Gegend schibbeln lassen. So eine Sch …

Mal etwas Schönes

Genau, zur Abwechslung.

Wenn Katzenmutter und Katersohn zusammen bleiben, denkt man eigentlich, dass Mutter ihrem Sohn das Leben erklärt. Das stimmt auch, allerdings gehört in ein behütetes Katzenleben   eine Menge vermeintlicher Unsinn, der Mensch zur Ordnung zwingt.

Und wenn es nur darum geht an Fresschen zu gelangen, obwohl man Null Hunger verspürt. Einfach nur so, ist eine geöffnete, nachlässig, spannend knisternde, liegen gelassene Tüte voller Hundetrockenfutter ein toller Spaß. Und der größte Spaß besteht darin, dass man diese großen Stücke mit vollem Einsatz  noch kleiner Beisserchen sogar mampfen kann.

Nach getaner Arbeit wird geruht und verdaut …

Leinenzwang und Ausgang

Zwei Dinge, die man miteinander verbinden kann. Rominas Sohn Charlie kennt nun einmal den Balkon und beobachtet Ringeltauben, Meisen, Amseln und Kleiber, die momentan fleißig das Vogelhaus besuchen. Meist von innen, durch die Balkontüre, wo er einen gackernden Gesang laut werden lässt, mit den Pfoten scharrt und zum jeweiligen Sprung ansetzt. Charlie ist ein  bedeutsamer Kater, das darf man nicht vergessen!

Meist dürfen er und Romina raus, die morden wollenden Samtpfoten. Auf Romina kann ich mich inzwischen verlassen, aber Sohn Charlie ist unberechenbar, er hebelt nicht nur die Abdeckung diverser Spielschienen ab, nein er dreht auch ansonsten gerne und  unvernünftig durch.

Unser Balkon ist bisher lediglich  für alte Katzen gerüstet und gibt gleichzeitig der Vogelschar die Möglichkeit, Körner und Nüsse zu picken. Aber ein fünf Monate junger Kater will höher hinaus, was man ihm nicht verdenken kann. Somit muss ich Schmiere stehen und stets bewachen, wenn er mal wieder eine Meise im Anflug packen will und mit den Vorderbeinen über das Katzennetz gesprungen ist.

Aber was heißt gesprungen? Ich nenne Charlie inzwischen Spiderman, der regelrecht fliegen kann. War es vor Monaten noch so, dass sich Rominas Kitten an meinen Beinen hoch angelten, so fliegt Charlie inzwischen unauffällig bis zur Hüfte. Man bemerkt diesen Angriff nicht und plötzlich sitzt Charlie auf der Schulter.

Also bekommt Charlie was er meint zu mögen – er darf raus. Allerdings nur mit Geschirr und Leine, sei es auf dem Balkon oder zu einem Spaziergang. Genau, warum soll man Katzen nicht auch Gassi führen? Sie „machen“ zwar nicht, aber es ist ein Abenteuer und es passiert auch nichts. Abgesehen von Spaziergängern, die staunen, denn einen kleinen Hund hätten sie auf dem Arm mitten im Wald erwartet, aber doch keine Katze. Kuriosum der Natur.

Rominas Babys

konnten sich inzwischen in ihrem jeweiligen Zuhause einleben.

Es war ein Aufwand, mit vielen Besuchen und Terminen, aber ich kann diesen Aufwand nur jedem empfehlen. Man gibt Pflegetiere, oder Tiere die im eigenen Zuhause geboren wurden, nur schweren Herzens ab. Das ist ganz klar, da sie ab einem kuriosem Zeitpunkt zur Familie gehören. Man würde gerne alle behalten, da die Trennung schwer fällt. Viele kennen diese Situation, da es ein Hin und Her ist, was Überlegungen anbelangt. Dennoch sollte man immer weiter denken, denn jedes Tier sollte seinen individuellen Charakter entfalten können. Irgendwann ist die eigene Bude nämlich voll, weshalb keine Entfaltung mehr möglich ist und man keinem weiteren Tier helfen kann.

In Rominas  F(a)ellen   war es ein langes Beschnuppern, was einerseits viel Glück beinhaltete, da es die richtigen Interessenten waren und anderseits ist man sich relativ nahe gekommen, so dass immer wieder Infos und Fotos geschickt werden und ein Kontakt nicht abreißt.

Das waren Flocke (Entdeckerin) und Marley (Lion)

Nun sind Nala (Äugelchen) und Simba (Professor) an der Reihe:

Lotte besuchte ich am Freitag, hatte nur leider keinen Fotoapparat dabei, aber ich fiel aus allen Wolken, da sie eine Metamorphose durchlebt haben muss. War sie hier immer das plustrige, wuschelige Brummbärchen, so sieht sie nach ungefähr vier Wochen bei Christine und Manuela wie ihre eigene Mutter aus. Also, das liest sich jetzt blöd… Somit Erklärung zum letzten Satz: Lotte sieht inzwischen hübsch und schlank, langbeinig und von der Fellfarbe sehr viel heller geworden, genau wie Romina aus. So geht`s, kann man stehen lassen. Fotos werden irgendwann, wenn mal wieder ein PC ans Laufen gebracht wurde, von Christine inklusive langem Bericht eingestellt. 😉

Neuigkeiten aus der Katzenheimat

Die zur Abwechslung zum Schmunzeln einlädt. Ich jedenfalls musste lachen und konnte mich kaum beherrschen, da ich die Überraschung (zum Glück) kurz vor dem Herrn des Hauses entdeckte. Okay, okay, ich war leichtsinnig, aber was soll es?

Ich bin lange im Hintertreffen, was neue Unterschlüpfe für die draußen lebenden Katzen anbelangt. Material ist inzwischen reichlich zusammen gekommen, wie Styroporkisten (Danke an Christine und Manuela) und Stroh inklusive Heu (Danke an Sylvia). Das momentane Klima lässt es allerdings auch zu, da es überraschend warm ist, wenn man bedenkt welches Chaos im letzten Jahr um diese Zeit tobte.

Jedenfalls begann ich mit dem Umbau jeweiliger Styroporkisten und nach langen Hin – und Herüberlegungen ist inzwischen auch klar, wo ich die Unterschlüpfe integriere. Man muss bedenken, dass ich mich auf fremdes Terrain begebe, sei es um zu füttern oder um Hinterlassenschaften zu verankern. Ich muss immer damit rechnen, dass Firmeninhaber oder Stadtreinigung  – oder was weiß ich wer – Unterschlüpfe einfach beseitigt. Erfahrungen habe ich einige sammeln können, deshalb ist es einfach so.

Erlaubnis einholen ist eine Variante, aber wenn ich von vornherein weiß, dass keine Erlaubnis erteilt werden würde, muss ich mit billigsten und dennoch geeigneten Materialien arbeiten. Somit nahm ich mir zwei Styroporboxen vor, die ursprünglich bei der Metro gekauft wurden. Zu wirklich heftigen Preisen, aber Christine und Manuela stifteten sie dennoch (Tausend Dank!). An der schmalen Seite ein Loch hinein geschnitten und aufgefüllt mit Stroh und Heu. Zusehen, dass ich irgendwo eine kleine Palette finde, damit Box nicht auf einem nassen Boden zustehen kommt. Des Weiteren kann man Styropor mit wasserfester Farbe bestreichen, aber ich tendiere zu umklebter Teichfolie, die weder Gerüche noch Nässe eindringen lässt.

Bisher kam ich jedoch immer noch nicht weit, komme zum Grund meines  seltenen Lachens zurück und wünsche Euch ein angenehmes Wochenende: