Dies und Das der vergangenen zwei Wochen

Ohje, ich habe geschludert und merke, dass eine Menge aufgelaufen ist, was ich notieren muss um es selber nicht zu vergessen.

Bübchen

Punkt eins ist unser Kater Bübchen, der knapp eine Woche lang völlig untypisch in der Nacht hervorkam, sich ansonsten meist unter dem Schrank versteckte. Aber er hat es geschafft und ihm geht es gut. Inzwischen wurde er zu einem nicht wieder weg zu denkenden Familienmitglied und sogar Prinzessin Flocke entdeckte ihre aufgedrungene Liebe und läuft ihrem Prinzen nun ständig hinterher. Aber das muss ich in einem seperaten Artikel beschreiben, da es Fortsetzungen geben wird und der Werdegang eines scheuen, ehemals ausgesetzten Katers nicht untergehen darf.

Punkt zwei ist das Thema Wetter … ja, leider muss ich das öde Fahrstuhlthema Wetter auch erwähnen, aber es geht nicht um mich, sondern um all die draußen lebenden Tiere, die diese Kälte  bald auch nicht mehr ertragen können. Okay, also ein bisschen doch auch von mir, da Handschuhe inzwischen dermaßen dünn und verbraucht sind, wie ich es bisher noch nicht erlebte. Kalter Ostwind mag nicht aufgeben, wenige Tage gab es, in denen die Sonne  Gnade zeigte und ein paar wärmende Strahlen durch einen undurchdringlich scheinenden Himmel sandte. Angeblich gab es seit 40 Jahren keinen längeren und vor allem keinen düsteren Winter, als den jetzigen.  Eine wärmere Woche gab es zwischendurch und soll Igel aus ihren Winterunterkünften gelockt haben, ein fataler Fehler, wie sich herausstellte. Selbst Möwen mutieren zu Geiern und wenn ich Futter für sie vergessen habe, halte ich schnell beim Lidl an und kaufe preiswertes Katzenfutter, nur für die Geier:

Bübchen 2

Diese eine wärmere Woche nutzte ich ebenfalls, indem ich Futter in Schalen schaufelte und all die Katzen diese Schalen leerschaufelten, um anschließend erneut darben zu müssen. Aber nur so geht es, mit der Natur leben und entsprechend reagieren.

Plötzlicher Schneefall gefiel nur einer mir bekannten Katze und das ist Nanni:

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Katze Muckl, die ständig draußen leben muss, mochte gar nicht mehr von ihrem Hochsitz herunterkommen und hätte lieber Hunger gelitten, wenn sie sich nicht darauf hätte verlassen können, dass Sklavin Sabine sich den Weg macht und ihr das erwärmte Futter hinterherträgt.

Bübchen 3

Die gespendete Hütte von Petra P. konnte jedoch eine Menge unvorhergesehene Kälte mildern, denn mit einem Körbchen der Firma Hitzegrad, einer  Decke von Gabi R. und einer ständig gefüllten Schale mit Royal Canin von Marina G. lässt sich auch die heftigste Lebenslage überstehen.

Bübchen 6

Punkt drei ist Dies und Das, wie unter anderem mein aktueller „Fang“ in Form von Kater Mikesch. Zuerst kam mir der Gedanke, dass er im eigentlich zuständigen Tierheim bessere Chancen haben würde. Aber nachdem er lebende Spulwürmer erbrochen hatte und es ihm nach Gabe der wichtigen Milbemaxtablette so richtig schlecht ging, dachte ich nicht mehr darüber nach. Alle zwei Tage erbrach er sein komplettes Futter unverdaut, in der letzten Woche erneut Spulwürmer, allerdings leblose. Ein Zeichen einer Entwicklung, zumindest was die Zerstörung des Ungeziefers angeht. In den kommenden Tagen werde ich ihm und allen anderen eine halbe Mibemax geben, inklusive Globulis von Frau K-D. , die zum Schutz der Leber zusammengesetzt wurden.

Bübchen 5

Mikesch, den ich am Hafen an einer meiner Futterstellen fing, nimmt mittlerweile Anteil am Leben, aber mag sich nicht anfassen lassen. Er ist definitiv keine wild geborene Katze, wurde eventuell ausgesetzt oder lief lange Zeit irrend umher, will mit Zweibeinern bislang nichts zutun haben. Es sei denn es gibt Futter, dann streicht er um meine Beine und drückt sich feste an. Anders wäre ich auf ihn nie aufmerksam geworden, maunzte er doch lautstark um Futter. Er weiß somit genau, was er zu erwarten hat oder eben nicht. Wie alle Kater mag auch er die wilde Nanni:

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Und da mich Christine gestern fragte wie es Hermine geht:

Bübchen 9

Ihr Bewegungsradius ist sehr eingeschränkt, zumal ihr einzig wahrer Freund Bübchen nun fehlt. Sie muss stets schauen, ob Charlie oder Romina sie beobachten, denn diese Situation hat sich selbst nach fast einem Jahr nicht verändert und sie darf nicht jeden Boden berühren, der Romina und Charlie „gehört“. Aber wir sind zufrieden und ich denke, dass Hermine ebenfalls relativ zufrieden ist. Draußen würde sie längst nicht mehr leben und viel Bewegung muss im Alter nicht mehr sein. Manchmal setzt sie sich jedoch durch und geht stur wie ein Esel auf den Hausflur, wenn ich nach Hause komme. Das sind ihre guten Momente, denke ich, wo sie all die auferlegten Zwänge seitens Romina und Charlie beiseite drängt.

Alles in allem können wir zufrieden sein, die Wogen haben sich geglättet, nach all den heftigen Turbulenzen des letzten Jahres. In den vergangenen Wochen durfte ich  erneut wertvolle Menschen kennen lernen, die zwei unserer Pflegekatzen adoptierten. Was will man mehr?  Am Hafen stehen neue Veränderungen an, aber durch die Katzennothilfe konnte ich sogar mit einer Abgeordneten  von „Bündnis 90/ Die Grünen“ sprechen, die sich für das Problem vor Ort interessiert und bisher von drei bis vier versorgten Katzen wusste. Wer diese Lüge in die Welt gesetzt hat möchte ich wissen und bleibe dran, am Herausfinden solch einer Geschichte, die einfach nur in die Welt gesetzt wurde, um zuständige Bürger zu beruhigen, da ich innerhalb der letzten sieben Jahre von über 39 Katzen, die ich  persönlich kennen gelernt habe oder immer noch kenne, spreche. Ich will kein Geld von Hafenämtern oder einer Stadt, ich komme zurecht, Dank Eurer Hilfe. Ich möchte lediglich Rechte, dass ich Gelände betreten darf, um die Tiere weiterhin versorgen und beobachten zu können – mehr nicht. Das ist wirklich nicht viel und selbst mit Unkosten zur notwendigen Kastration oder Behandlung komme ich inzwischen klar, dank der Tierhilfe Rhein-Main – Ruhr und vormals auch oft dank der Hilfe vom Katzenschutzbund der angrenzenden Stadt. Im Grunde überraschte mich dieses Angebot der Abgeordenten und sie braucht von mir keine Wählerstimme. Ich darf die Katzen nicht in die Öffentlichkeit treiben, da viel zu viel geschehen könnte, was die Gegenseite anbelangt. Ich will es nicht und werde es nicht zulassen. Vor Jahren hätte ich sie dringend gebraucht, aber wie man anhand der Entwicklungen sieht, es geht auch ohne Fürsprache, man muss sich nur durchsetzen, mit den Wölfen heulen, kleine Brötchen backen und was es sonst noch für Assoziationen geben mag.

Es gab auch solche Fotos zu knipsen:

Bübchen 12

Perlchen in Bellas Körbchen und eines Tages setzte sich Perlchen während Bellas Abwesenheit hin und strullerte in selbiges Körbchen. Der Herr des Hauses hatte dieses eventuelle Missgeschick beobachtet, ich steckte die Decke in die Waschmaschine und sagte: „Na sowas, dann muss Perlchen ins Tierheim abgegeben  werden, denn das geht gar nicht!“ Perlchen meckerte ihr „Meh, Meh“, hüpfte bespaßt zur Seite, was heißen sollte: „Du erzählst aber einen lustigen Quatsch.“

So ist das und ich wünsche Euch allen eine gute Woche. 😉

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Katzensicherer Balkon

Wie bereits  angekündigt, habe ich es heute geschafft die Fotos des Umbaus zu verkleinern. Leider scheine ich zu blöd und bekomme keine Fotogalerie zustande, aber eine Diashow kriege  ich  hin. Empfinde ich sogar   angenehmer anzuschauen, da die Größe der Bilder nicht mit Lupe betrachtet werden müssen. Zur Erklärung folgendes: Ein zum Dach hin offener Balkon kann auch vollständig vernetzt werden, aber hier war es bisher nicht nötig und ab der Dringlichkeit musste ein Arrangement her, das wilden, flüchten wollenden Katzen, gemütlichen Sonnenanbetern, ängstlichen oder abenteuerlichen, auf Reisen gehen wollenden Teenagermiezen inklusive  Wildvögeln gerecht werden konnte.

Soweit kein Plan, bis der Herr des Hauses ein professionelles Angebot fand, das für unsere Bedürfnisse geeignet schien. Bisher blieb keine Katze so lange, bis sie auf Reisen gehen wollte, und das erste, halbhohe Netz wurde für mein altes Hafenschneckchen angeschaftt. Von ihr stammt auch noch eine Aussichtsplattform, die als nächstes  montiert werden wird. Ein Brett, auf den der Herr des Hauses seinerzeit Kunstrasenteppich befestigte und das nach Katze Schneckchens Ableben beiseite gelegt wurde. Man soll schließlich nichts wegwerfen, somit wird auch diese Möglichkeit noch integriert werden können. Das Netz war doppelt und dreifach vorhanden, das lag zusammengerollt und bisher ungenutzt herum. Zum Glück hatten wir es nie auseinandergeschnitten, denn nun konnte und musste es seine volle Größe entfalten.

Alles in allem bin ich nun viel ruhiger geworden, kann auch mal wegsehen, wenn Katzen sonnenbaden. Sobald das Wetter wie heute ist, will natürlich auch keine Mieze nach draußen. Dann sind die Meisen am Zug und werden mutig. Wie war das:  Ist die Katze im Haus, tanzen die Vögel draußen auf dem Tisch.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Umbau an sich dauerte bis Samstagnachmittag. Von ca. 9.30Uhr bis ca. 17.00 Uhr, aber hier musste mit ausbruchssicherem Material gearbeitet werden und nicht mit Kabelbindern. Bombensichere Anker, die kein Loch in der Substanz benötigen! Ich hatte mich vormittags mitsamt Bella davon gemacht, wir waren eine große Runde gegangen, hatten eingekauft. Als wir nach Stunden zurückkamen, hoffte ich insgeheim … aber nein. Es fehlten leider noch einige Teile, vor allem Abdeckungen für die schrägen Seiten, die das Netz auch dort ausbruchssicher machen mussten.  Während wir zum Bauhaus fuhren, sprach der Herr des Hauses von schmalen Holzleisten, die man über das seitliche Netz spannen könne. Ich antwortete: „Oh nee, bloß kein Holz, Holz annimiert zum klettern!“ Mein Blutdruck stieg, denn Männer wollen keine unwissende Meinung hören und ich war abhängig von seinem weiteren Handwerksgeschick. Wir fuhren und fuhren und plötzlich kam dem Herrn des Hauses die zündende Idee. „Ich weiß, laß`dich überraschen!“

Ohje, hoffentlich kam an diesem Tag das Ergebnis zustande, bitte, nicht warten müssen und halbfertige Umbauten tagelang vor sich hindümpeln sehen müssen!

Im Baumarkt ging der Herr des Hauses schnurstracks auf diese langweilig erscheinende  Rohrabteilung zu. Gewinde und halbfertig aussehende Kupferteile gibt es dort. Ein wirklich öder Gang, da gibt es nix zu sehen und trotzdem, der Herr des Hauses konnte dieser Abteilung eine Vielfalt an Zuordnungen entlocken, kam mit weißen Kunststoffschellen und zwei dünnen grünen Rohren in die bunte Pflanzenabteilung, in der wir einen Treffpunkt ausgemacht hatten. „Das ist die Lösung, funktioniert auch ohne Bohrlöcher!“ Ich blickte auf zwei dünne Rohre, die im Normalfall als Wasserleitungsrohre das Licht der Welt erblickten.

Wir fuhren nach Hause und ich war guter Dinge, schließlich war der Herr des Hauses guter Dinge. Sagt er doch stets: „Alles wird gut!“

Die froschgrünen Rohre wurden mitsamt Netz festgebastelt, die Sichtschutzwand wieder aufgestellt und festgezurrt. Ein alternatives Ergebnis.

Balkonien und Co.

Seitdem Hanni und Nanni hier leben ist Ausgangssperre angesagt, was den Balkon betrifft. Ich hatte gleich geahnt, dass Hanni nicht nur brummen sondern auch fliegen kann. Und  ich hatte Recht.

Drei Versuche auf dem halb vernetzten Balkon reichten und meine Nerven lagen blank. Zuerst taten beide Miezen sehr unschuldig und trauten sich nicht nach draußen, aber bereits zwei Abende später flog Hanni ohne jeglichen Entfernungstest auf den Balkontisch, um von dort aus das Katzennetz zu überprüfen. Noch viel schlimmer zeigte sich die scheuere Nanni, die nach der allerersten Erschnupperungstour typisch große Augen bekam: FREIHEIT.

Beide würden sich nicht mal eben so auf den Arm nehmen und in die Wohnung befördern lassen Das würde eine Einfang – oder Hetzattacke, die nicht sein muss und auch nicht sein darf. Hinzu käme, dass aufgrund der Unruhe alle acht Katzen auf und unter Netze springen würden, mein Überblick verloren ginge und all solche Chaosdinge – meine absolute Horrorvorstellung.

Unser Balkon ist eine Terrasse im Dach und ich füttere Vögel, sei es Meisen, ein Ringeltaubenpärchen, Eichelhäher oder Kleiber. Das alles muss irgendwie zusammen passen und bisher funktionierte das auch recht gut, wenn ich bei den jeweiligen Ausflügen Wache schob. Aber diese beiden Wilden sind auf Flucht getrimmt und lachen sich über ein inzwischen wackeliges, halbhoch gespanntes Netz schlapp. Ein großer Unterschied, ob Katzen krank oder trächtig in einen Haushalt kommen oder Wilde unter Zwang. Ich nervte den Herrn des Hauses, denn sein geliebter Kater Charlie wurde unzufrieden. Selbst bei Regen saß Charlie, die Hausgeburt, draußen und genoss Wind und die frische Luft. Aber keine  Chance, seit Hanni und Nanni anwesend sind. Nein, ich muss hart bleiben, auch wenn es mir wirklich Leid tut! Leben geht vor Freude.

Frauen können bekanntlich gut nerven und somit suchte der Herr des Hauses endlich nach wirklich ausbruchssicheren Möglichkeiten, die Katzen und Vögeln gerecht werden könnten. Diese Möglichkeiten müssten aber auch in ein Dach passen, es dürften keine Löcher gebohrt werden müssen, keine bautechnische Maßnahme darstellen, und die liebe Nachbarschaft dürfte sich beim Anblick nicht gestört fühlen. Viele Wünsche auf einmal und ein echtes Problem, wenn man Frage – und Antwortspiele in diversen Foren liest.

Somit bestellte der Herr des Hauses  bei einem (hoffentlich) Spezialisten mehrere Stangen und Streben, die, zur Innenseite gebogen, das vorhandene Netz zu einem viertel Dach werden lassen sollen. Das alles ohne Bohrlöcher und unauffällig für die Außenwelt anzubringen, so verspricht es der Hersteller. Im Grunde genau das, was ich mir von Anfang an vorgestellt hatte. Katzen sind nun einmal keine Affen und können nicht über Kopf klettern – wobei ich Hanni und Nanni auch das noch zutraue.

Die starken Stangen kamen gestern bereits hier an und der Aufbau wird (toi,toi,toi) am Wochenende stattfinden.

Gesamtkosten bisher: 175 Euro. Wenn es hilft  und alle zufrieden gestellt werden können, hat sich diese Investition gelohnt. Ein ausgeglichenes Leben für jeden Katzencharakter, glückliche Sabine, zufriedene Nachbarn inklusive Hausverwaltung und weiterhin pickende Vögel.

Fotos werden folgen und wenn es funktioniert, wird es für den nächsten Problembalkon eventuell gute Tipps geben.

Siesta in der Katzenheimat oder: Wo liegen sie denn?

Für alle Beteiligten bedeutet solch eine Zusammenführung Stress. Neun Katzen, die sich neu orientieren, gegenseitig akzeptieren und gleichzeitig ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden müssen. Auch wenn es sich um Kitten handelt, so ist das alles nicht einfach und Platz zum „aus dem Wege gehen“ notwendig. Die alteingesessenen Katzen haben das Problem ihr Revier verteidigen zu müssen, die Neuankömmlinge das Problem der Akzeptanz, denn irgendwo lauert immer die Chefin Romina und weist zurecht. Hermine kennt dieses Problem bereits länger und begnügt sich mit ihrem kleinen Reich, von wo aus sie Katzenkino beobachten kann. Nun ja, aber das bedeutet inzwischen auch Kino rund um die Uhr.

Mittlerweile konnten die jeweiligen Charaktere eingeschätzt werden, wobei die zwei weiß – roten Geschwister die selbstbewusste Garde bilden. Sie kann nichts erschüttern.

Das Schildpattmädchen ist zurückhaltend, aber es geht mutig seinen Weg, unauffällig, wie seine Tarnfarbe vorgibt. Heute Morgen wurde ich zwischenzeitlich wach und sie lag auf meiner Decke, also weiß sie bereits genau, an wen sie sich halten muss oder kann.

Das Tricolormädchen ist die schüchternste, sie zieht sich zurück und oft muss man lange suchen, bis man sie eventuell in einer geöffneten Transportbox findet.

Hunger, haben die Neuankömmlinge  alle nicht, sei es weil mein gebotenes Futter eine Umstellung bedeutet, die Lebensumstände noch zu neu sind  oder weil es einfach zu warm ist. Viele Gründe können die Ursache sein, ich muss beobachten  und habe ein weiters Problem, da ich nun aufpassen muss, dass nicht Charlie oder Romina die Reste mampfen und bald aus allen Nähten platzen.

Nur Kuhkätzchen fühlen sich (Gott sei dank) pudelwohl:

Apropos Charlie. Er wurde am vergangenen Donnerstag kastriert – der arme. Er war im vergangenen September innerhalb seiner Geschwisterschar der absolute Spätentwickler, und bis heute hat sich sein Verhalten kaum geändert. Er ist ein ausgeglichener Spaßvogel, ein Abenteurer der sogar durchs Küchenfenster aufs Dach kletterte. Während eines Tatortes an einem Sonntagabend, stand das Fenster  nach dem Kochen vergessen auf Kipp. Eine  Rettungsleiter der Feuerwehr war fast angesagt und noch jetzt sind seine Kratzspuren auf dem Dach erkennbar. Er markierte nicht und machte keine Anzeichen je ein „stinkender“ Kater zu werden, aber bei all den Neuaufnahmen war es unumgänglich.

Frau Dr. B.B. erledigte die kleine OP mit großer Wirkung und als ich den armen, armen Charlie, der sich in der Praxis  als Furie zeigte, abholte, fragte ich, ob er noch einmal vorstellig werden müsse. „Um Himmels willen, bleiben sie mir weg mit den Gesunden! Mir reichen ihre Kranken.“ 😉

Vor einigen Monaten schickte uns Katja ein liebevoll zusammengestelltes Paket, vorne drauf ein Foto ihrer Frettchen. Irgendwann wurde es Zeit und ich wollte das inzwischen längst leere Paket entsorgen. Aber nicht mitsamt Foto, das ging gar nicht! Somit schnitt ich das Foto aus und der Karton stand im Wohnzimmer. Wie auf folgenden Fotos erkennbar ist, wird der Karton bleiben.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Das ist ein altes Sprichwort, aber nachdem ich  am vergangenen Dienstag die ersten Schwalben sah, begann tatsächlich temperaturgemäß der Frühling. Die ersten, zurückgekommenen Mauersegler  zwitscherten laut durch die Lüfte,  dabei handelt es sich bei den Mauerseglern gar nicht um Schwalben. Man nennt sie irrgläubig zwar Schwalben, jedoch gehören sie genau genommen zur Familie der „Segler“. Na ja, das ist Naturwissenschaft, Biologie, aber zumindest erkennt man diese ausdauernden Flieger an ihrem unverkennbaren Zwitschern, das in den Schluchten unserer Häuserzeilen hauptsächlich bei flimmernder Hitze zu hören ist. Daneben sind die echten Schwalben, die Rauch – und Mehlschwalben, hauptsächlich auf dem Land zu hören, also auf Bauern – oder Reiterhöfen, wo sie Unterschlupf finden um ihre Nester zu bauen.  All diese Möglichkeiten gibt es immer weniger, aber ich denke jetzt nicht länger darüber nach, da ich ansonsten wieder zu negativ werde. Schließlich wollte ich trotz momentan knapper Zeit an die Frühlingszeit erinnern, die Dank vieler Regenschauer ein sattes Grün hervorzaubern konnte.

Mit anderen Worten: Unser selbst gezüchtetes Gras wächst und gedeiht. Am Wochenende startete ich eine Umräumaktion auf dem Balkon und Romina inklusive Charlie genossen die Zeit. Ich topfte um und räumte aus, säte in jedem noch verbliebenen Kübel und Kasten Rasensamen.

Ich dachte darüber nach, es auch mit Kräutern zu versuchen, jedoch war im Pflanzencenter um die Ecke am Tag der Kräuter die Hölle los. Wir gingen hin um mal zu schauen, aber dieses Drama an Vielzahl von Menschen brauchten wir nicht an einem Sonntag. Kräuter und Blumen würden eh von Miezen platt gewalzt werden, somit sparten wir Geld. Gestern ging ich trotzdem noch einmal hin und kaufte Erde ohne Torfzusatz (mittlerweile wichtig, darauf zu achten!) und Zitruserde für meinen standhaften Orangenbaum.  Ihn bekam ich von meinem Ex Chef zum 40. Geburtstag, hegte und pflegte den kleinen Baum all die Jahre. Im letzten Jahr fand ich nicht einmal Zeit für mich selbst und quälte ihn im vergangenen Jahr sehr, vergaß ihn draußen, Nachtfrost kam plötzlich und im Badezimmer musste er anschließend dursten. An einem annehmbaren Tag schnitt ich seine inzwischen verdorrten Äste ganz kurz, aber siehe da, er nahm es nicht krumm. Nun sprießen am untersten Stamm wieder Blätter: Das Leben kann beginnen.

Der letzte Schliff wird die Reinigung der Fliesen beinhalten, aber das hat Zeit und der nächste Regen kommt bestimmt …

Impressionen eben, wobei die Spielschiene draußen auf Balkonien wieder viel mehr Beachtung erhält:

Viele Grüße …

… von Rominas Babys, der Ex Entdeckerin und dem Ex Lion, die jetzt Flocke und Marley heißen.

Marley hat morgen (s)einen schweren Tag vor sich und wird kastriert. Aber besser ist es, da ein Katzenpärchen eine Menge „Unsinn“ anstellen kann, auch wenn Mensch es nicht glauben will.

Frohe Ostern!

oder Who is Who?

Oder aber:  Weiteres Gras wächst:

und wächst:

Nicht zu vergessen der Aufpasser, der Möchtegern – Vogelkiller in versteckter Mission:

Charlie geniest meine freie Zeit, in der er beaufsichtigt bei offener Balkontüre stundenlang dort draußen verbringen kann. Ganz im Gegensatz zu Romina, die das Innenleben vorzieht.