Hundetagebuch (16)


Maxe genießt das Wetter, nichts ist schöner, als im Garten im frischen Gras zu liegen. Naja, fast nichts. Fressen ist genau so schön. Und darüber bin ich froh – fragen mich die Tierärzte doch immer, ob er noch frisst – die Antwort ist für sie eine Aussage über das Krankheitsstadium…
Bisher habe ich keine Rückmeldung wegen des neuartigen Medikaments  gegen Mastzellentumor bekommen und das ist für mich auch irgendwie schon eine Antwort.
Aber noch geht es ihm gut. Er erzieht mich tagtäglich, der kleine Hütehund kommt durch, zwingt mich mit seinem Jaulgesang doch früh ins Bett zu gehen – weil er in sein Körbchen will, aber nicht allein ins Schlafzimmer …
Ja, ich bin nun sehr ausgeschlafen – und noch belesener.

Hundetagebuch (15)

Mäxchens Verhalten ist gleichbleibend freundlich und er zeigt mir gegenüber ganz liebenswert große Anhänglichkeit. In seinen Bewegungen ist er aber nicht mehr so quick wie anfangs und von der Ausdauer nicht mehr so belastbar. Wenn wir morgens und abends unsere Stunde spaziert sind, hat er genug, und in dieser Stunde laufen wir so ca. 4 km. Mittags machen wir nur eine halbe Stunde im Dreh. Kommt das nun vom Alter, von einer Krankheit oder vom Gewicht? Ist schon ein großer Unterschied zu seiner Lauffreude anfangs.
Ich habe ihn ja etwas… kräftig gefüttert gehabt, doch seit einiger Zeit die Futtermengen wieder reduziert, aber jeden Freitag bekommt er trotzdem DAS besondere Leckerchen, einen Markknochen zum Auslecken. Letzten Freitag kaufte ich zwei Stück, weil ich uns noch eine kleine Brühe machen wollte. Doch dann bin ich nicht dazu gekommen und deshalb hatte ich ihm am Samstag Abend diesen Knochen auch noch gegeben. Denn schnappte er sich, lief damit unruhig im Flur umher, ging dann winselnd Richtung Schlafzimmer – ich hinterher, weil ich dachte, er hat was – und versuchte den Knochen in seinem Körbchen zu verscharren. Ich denke, ok, nehme ich nachher raus, und gehe ins Wohnzimmer, Abendbrotessen. Maxe kommt mit seinem Knochen im Maul und meint, damit aufs Sofa zu dürfen. Ich nehme ihm den Knochen ab und bringe ihn in die Küche, er hinterher.Nach einer Weile kommt er wieder, ohne Knochen.
Als ich den Tisch abräumte, stellte ich fest – kein Knochen in der Küche.
Wo hat er das Ding gelassen?
Ich vermute, in seinem Körbchen, aber nichts. Doch mein Bett sieht so anders aus. Ich hebe die Bettdecke an und schön in meinem Nachtzeug eingewurschtelt – der Markknochen.
Der arme satte Hund wusste keinen besseren Ort, seinen Schatz vor gierigen Fressern zu schützen…

Gerade hatte ich einen Anruf von der Tierklink. Der Befund ist da – und macht mir Angst.
Mäxchen hat einen Mastzellentumor.
Am Gründonnerstag, abends 19 Uhr, wird er dem Chirurg vorgestellt.

Hundetagebuch (14)

heute hatte Maxe eine große Ultraschall-Untersuchung.
Er ist ja ein höflicher Hund und durchaus langmütig, aber so langmütig, das unsediert über sich ergehen zu lassen, war er nun doch nicht. Die Rasier seines Bauches hat er  hingenommen ohne zu Mucken, auch das kalte Gel und Desinfektionsmittel nahm er  ohne zu Murren hin, aber das  Gefummel am Bauch und die unfreiwillige Lage, da musste er dann doch mit Gesang protestieren.
Hab ich schon mal erzählt, dass Maxe nicht jault, sondern singt?
Also, er singt, und das lange und laut. Er könnte  es zu den Wagner-Festspielen nach Bayreuth schaffen, wenn er nur entdeckt wird.
Große Oper war aber nicht  das, wonach uns – Arzt, Schwestern und mir- der Sinn stand, deshalb bekam er ein Spritze, die ihn  müde machte und  die Angst nahm.

Es wurde auch eine Biopsie gemacht, da wurden mit feiner Nadel 6 Gewebeproben aus verschiedenen Stellen der Beule entnommen und auf Glasplättchen sternförmig verteilt, die werden nun eingeschickt und in der Pathologie untersucht.

Was bisher gesagt werden kann, es ist ein eigenes Ding, das da wuchs, ja, es scheinen zwei Dinger zu sein, eine Zyste und das feste… das braucht für die „Benamsung“ das Urteil des Pathologen. Jedenfalls kommt es nicht von der Leber, auch die Milz ist in Ordnung, auch die Därme. Es ist etwas im Bindegewebe, was sich gut abkaspelt. Ich erhalte einen Anruf, wenn das Ergebnis da ist, etwa in drei Tagen.

Hundetagebuch(13)

Was macht der selbständige Hund, wenn Herrchen und Frauchen nicht pünktlich zur Abendbrotzeit 19 Uhr nach Hause kommen, weil sie sich auf einem Schülerkonzert herumtreiben?

Er holt sich das Abendessen selbst…

Hundetagebuch (12)

Viel habe ich jetzt nicht zu erzählen, aber wir haben um 16 Uhr eine große Untersuchung wegen seiner Beule am Bauch. Ich habe mich nun doch für die Klinik an der B1 entschieden, weil die „mit Ärzten gut sortiert ist “ und  für mich am schnellsten zu erreichen ist. Wenn er doch operiert werden muss scheint mir das wichtig, nicht länger durch den Stauverkehr von Berlin zu kutschieren als nötig.

Ich habe für Euch mal sein Röntgenbild abfotografiert, unten links, dieses Dreieckartige ist es…

Die letzte Ärztin meinte ja, es wäre ein Stück seiner Leber, aber ich meine, das liegt vor der Leber und ist davon abgegrenzt – wie auch immer, solange ich nicht weiß, was das ist, macht es mir Sorge.

Hundetagebuch (11)

Maxe ist jetzt endgültig abklimatisiert und kommt mit Schnee und Wetter gut klar.

Ab und an mal geschüttelt

ab und an die Pfoten freigeknappert

und immer ganz viel schneegebadet – so gefällt es ihm.

Hundetagebuch(10)

Schnee ist ein bisschen schön, aber sonst nur doof  !!!

So jedenfalls interpretiere ich Mäxchens Verhalten.

Kurz im hohen Schnee herumhüppeln und dann nach Hause rasen, wenns ganz schlimm kommt, muss er sich noch unterwegs hinlegen, um die Pfoten vom Schneegeklumpe  freizuknappern. Nee, ist nicht wirklich was für Maxe, das weiße Zeugs…

Maxe läuft eilig nach Hause

doch ein kleiner Flirt muss noch sein

bevor weitergerannt wird

ganz, ganz schnell nach Hause