Mikesch

Einfach nur so: Mikesch

Mikesch

Die Woche

verlief relativ ruhig, bis auf die erneute verletzte Taube, die am Donnerstagmorgen gegen 7.00 Uhr auf einem Fahrradweg an einer Hauptstraße lag.  Wie immer wendete ich an der nächsten Möglichkeit, sammelte sie ein und schauckelte sie erst einmal mit, bis zur ersten Pause, in der ich weitere Maßnahmen treffen konnte. Diesmal brachte ich das Tier zu einer neuen Empfehlung, einem Taubenexperten in der Nähe. Ich gab sie dort ab und schaute mir das Umfeld an. Eine muntere junge Elster im Hasenstall, jede Menge Vogelfutter im Garten und auch die Erfahrungswerte des Experten klangen nicht schlecht. Die Elster solle bald frei gelassen werden, aber als sie gefunden wurde war sie nicht flugfähig, wurde mit entsprechendem Futter aufgepäppelt und speziell mit eingeweichten Maden gefüttert … die mit einer Pinzette angeboten werden müssen, da eine Pinzette dem Schnabel der Vogeleltern gleicht. Die am Rücken verletzte Taube wurde in eine kleine, dunkle Box gesetzt und mit Tüchern fixiert, so dass sie Stand hatte und nicht umkippen konnte. Sie bekam Wasser mit Traubenzucker eingeträufelt, die Wunde sollte mit Salbe behandelt werden und man wollte schauen. Gestern erfuhr ich, dass sie es leider nicht geschafft hat und eingeschläfert werden musste. Nun, das hätte ich auch geschafft, aber es war ein Versuch wert und dennoch geht nichts über Anne.

Desweiteren musste ich gestern stehlen, denn als ich mit Bella spazieren ging, kamen wir an einer großen Wiese vorbei, die mit Trecker gemäht wurde. Es roch verführerisch und aufgrund der riesengroßen Wiese werden ein paar Grashalme nicht vermisst werden. Ich sammelte einen kleinen Ballen, denn die Idee dahinter war, den hiesigen Katzen den Balkon zu verschönern. Verschönern ist relativ zu betrachten, wohl wahr, aber die Liegefläche aus geschnittenem und zudem interessant riechendem  Gras wurde schnell angenommen:

Mittagessen 3

Mikesch

Perlchen

Perlchen

Diesmal gibt es auch ein Bild vom „Mittagssnack“, wie letzte Woche beschrieben. Man nehme Hähnchenbrustinnenfilets, brate sie in wenig und gutem Öl kurz an, tupfe sie anschließend trocken und schichte die fertig gegarten, abgekühlten  Stücke mitsamt Katzenyoghurt auf einen Teller. Dann kan sich nehmen, wer will und jede Wette: Es bleibt nichts übrig!

MittagessenHanni und Nanni hatten ab Dienstag ihren ersten Freigang. Es war ein Hoffen und Bangen, da man nicht weiß, wie sie sich entscheiden werden. Aber Birgit gab am Donnerstag Entwarnung , die Beiden kommen jederzeit zurück und gehen durch die Katzenklappe zurück ins Haus. Leider gibt es kein Foto, aber Birgit sah Hanni und Nanni zusammen auf dem Feld spazieren und Kopfkino ist besser als jedes Foto: Ich wünsche den zwei Wilden ihr neues Leben von Herzen!

Der Findling Kater Mikesch entwickelt sich ebenfalls bestens. Er wird immer fröhlicher, streicht um meine Beine, hat jedoch immer noch Angst vor Händen.

Mittagessen 1Er mag Mädels, lässt sich von ihnen beschmusen oder verkloppen, er ist und bleibt ein Kavalier, deshalb sollte  er zu einer jungen Katze vermittelt werden, wenn wir denn mal den richtigen Interessenten finden werden:

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Ach ja, unser verpöntes Katzennetz wurde verschönert. Ich weiß zwar nicht ob es auch den Gegnern gefällt, aber mir schwante eine Verschönerung in Form von bunten Schmetterlingen vor. Leider konnte ich nichts entspechendes finden, ging  in einen Bastelladen und kaufte drei Scheiben dünne und wasserfeste Gummimatten, in rot, grün und orange, für 0,99€ das Stück. Im Internet unter Malvorlage fand ich den mir vorschwebenden Schmetterling, den man ohne weiteres ausdrucken kann, und dann ging die Arbeit los:  Anhand Vorlage ausschneiden, Löcher piecksen, Bänder einführen und anbinden. Beim sechsten Schmetterling klappte es auch ohne Vorlage und ich denke, dass ich wieder einmal übertrieben habe. Zudem kam eine Blumenampel und ein preiswerter Bambus hinzu, wodurch die Optik nun etwas erschlagend wirkt … oder? Und eventuell muss ich zurückrudern … 😉

Balkon

Balkon 1Lieben Dank für Euer Interesse und habt eine angenehme und gesunde Woche!

Warten auf`s Abendessen

Relativ lange her, als die zweite Katzenbande noch unverschuldet vollzählig war. Wie man sehen kann, nervt Hündin Bella am allermeisten und Hanni kann Türen öffnen, wenn die Tür nicht in weiser Voraussicht zugeschlossen werden würde.

Ein Pächsken

Nein, das ist kein Schreibfehler, sondern die Bezeichnung aus einer bestimmten Region Nordrhein – Westfalens stammend, für eine tolle Sache. Ich zum Beispiel stamme aus Wuppertal wo die Schwebebahn fährt und sage zu einer Schublade „Schoss“, zu einem Stieltopf „Scheppe“ und da mein Vater aus Essen stammte, wurde mir die Bezeichnung „Pittermesser“ für ein kleines Messer in die Wiege gelegt.

Somit verstand ich sofort, als Katja nachfragte ob ihr Paket angekommen sei, worum es ging. Schließlich gehört auch „Pächsken“ dazu, wenn man ein riesengroßes  Paket liebevoll gepackt und verschickt hat. Das DHL Pächsken konnte angeblich nicht zugestellt werden, da die Anschrift falsch sei. Katja wunderte sich und schaute bei Sendungsverfolgung nach.

Ich kam vergangenen Donnerstag nach Hause und erfuhr vom Herrn des Hauses, dass ein DHL Mann geklingelt hatte und bereits unten an der Haustüre rief: „Das schleppe ich nicht in die dritte Etage“, woraufhin der Herr des Hauses antwortete: „Dann lassen sie es eben stehen.“ Katja hatte die Sendung am Montag zur Post gebracht, eigenhändig gepüngelt. Ich stelle mir vor, dass der zuständige Fahrer bereits am Dienstag nach einer Lösung suchte, um das Pächsken möglichst ohne Mühe loszuwerden. Als es dann Nachfragen gab, er sein Horrorteil immer und immer  wieder in den Wagen gesetzt bekam, endlich jemand den Türöffner betätigte, stellte er sich einfach stur. Nun, eventuell sollte er sich einen Bürojob suchen, denn dieser gute Mann scheint überfordert. 😉

Wie dem auch sei, jedenfalls kam mir der Gedanke, unterschiedliche „Nachhausekommen“  zu zeigen. Diese Situationen beruhen jeweils auf menschlicher Faulheit, da ein Karton mit Styroporschnipsel nicht im Korridor vergessen werden darf und Jacken absolut nicht auf einen Stuhl gehören.

Paket

Paket 2

Man muss ehrlich sein und klar, ist es ständiges Hinterherräumen, was einen bei sieben bis neun Jungkatzen erwartet.

Aber jetzt zu Katjas Pächsken, das  eine sehr positive Überraschung für uns darstellte und für das ich mich hiermit ganz, ganz herzlich bedanke!

Eine große Styroporbox, gefüllt mit den allerfeinsten Trockenfuttersorten inklusive Megadosen von Mac`s, zwei Spielangeln und Nervennahrung für Sabine:

Paket 1

Paket 2

Paket 4

Auch das verursachte Chaos, aber nur kurzfristig, denn aus der Styroporbox wird sich ein Futterhaus oder ein Unterschlupf  basteln, bei irgendwelchen Wilden finden lassen, sei es am Hafen oder irgendwo anders, wo es den Tieren schlechter geht.

Er hat sie nicht nötig und begnügt sich mit einfachem Karton, der Prinz, der Charlie:

Paket 5

Lieben Dank Katja!

Bübchens Umzug

Und wieder wurde das Herz schwer. Nicht nur meins, auch Frau K – D. hatte schlecht geschlafen, da sie so sehr hofft, dass Bübchen gefühlsmäßig ankommen wird und von ihrer schwarzen Schönheit „Flocke“ akzeptiert wird. Flocke ist im gleichen Alter, allerdings war sie bisher die Prinzessin bei Familie K-D..

Wie das so ist,  macht man sich tausendfach einen Kopf und überlegt, wie es einem selber gehen würde. Entweder mit einem Eindringling, den man vorher nie gesehen hat, überrascht zu werden, oder andersherum wie es einem geht, wenn man aus seinem gewohnten Umfeld herausgerissen, in eine fremde Umgebung gebracht wird, wo andere Gerüche, andere Geräusche, fremde Menschen und fremde Artgenössin leben.

Bübchen 1

Bübchen

Ich probierte etwas aus, für das ich von „Tierexperten“ sehr wahrscheinlich gelyncht werden möchte. Aber wer sonst kennt Kater Bübchen und seine Schwester Perlchen so lange? Mein Gedanke war, dass Perlchen und Bübchen bereits angstvolle Stunden oder sogar Tage in einem Karton erleben mussten. Krank und ausgesetzt, wo es sich nicht vermeiden ließ, dass sie sich von oben bis unten mit Kot vollschmierten. Gemeinsam standen sie diese qualvollen Stunden durch und ich habe nicht das Recht, Bruder und Schwester ohne Kommentar voneinander zu trennen. Deshalb kam mir die Idee, Perlchen mit auf den Weg in Bübchens Probezuhause zu nehmen. Erstens, damit beide sich unterwegs gegenseitig beruhigen. Zweitens, weil ich dachte, dass Perlchen die Gelassenere sein würde, was die Inspektion der neuen Wohnung anbelangt und Drittens, weil ihr der Abschied leichter fallen könnte, da sie weiß, wo sich ihr Bruder aufhält.

Nanni und Perlchen 1

Perlchen mit Nanni

Punkt eins bestätigte sich. Die Hinfahrt wäre für Bübchen weitaus stressiger geworden, aber in diesem Fall musste er sich darauf konzentrieren seine Schwester zu beruhigen. Punkt zwei ging leider daneben, da weder Perlchen noch Bübchen Interesse an neuem Umfeld zeigten. Die Box war sicher, dort wollten sie nie wieder heraus. Punkt drei, nunja, daran arbeiten wir gerade.

Somit verbrachten wir einige Stunden bei Familie K-D., und letztendlich musste sanfte Hand angelegt werden um die Samtpfoten zu bewegen. Der erste Gang Perlchens führte unter den Wohnzimmerschrank, der zweite unters Sofa und Bübchen folgte ihr. Irgendwann wurde es Zeit, sonst säßen wir immer noch in einer wunderschön großen Altbauwohnung. Aber es muss weitergehen und den Rest muss diese tiererfahrene Familie schaffen. Das wird sie schaffen, da bin ich ganz sicher. Es kommt nun auf Prinzessin Flocke an,  wie sie reagieren und ihren aufgedrungenen „Freund“ finden wird.

Frau K -D. versorgte uns jedenfalls mit Notfall Globulis, die ich Perlchen geben solle, was soeben geschah. Wir beide verzogen uns ganz alleine in die Küche, was jede Katze sichtlich genießt, was mir auch immer wieder zeigt, dass jede Katze ihre spezielle Aufmerksamkeit benötigt, und Perlchen bekam ihre Bachblüten in Leberwurst. Wir schafften das sogar, bis die wilde Hanni auf die Türklinke sprang, sich und dem  Rest der Bande Einlass verschaffte. Laut Frau K-D., die studierte Heilpraktikerin ist, besteht jeder Körper gesamt aus Schleimhaut, da ich nur wusste, dass Globulis gemörsert über die Schleimhäute im Mund wirken (sollen). Perlchen benötigt sie anscheinend tatsächlich, da sie hier laut maunzend  hin und her läuft, immer wieder zur Tür und allem Anschein nach ihren Bruder sucht. Vielleicht habe ich ihr auch zu viel zugemutet, aber wie man es macht, macht man es eh verkehrt.

Somit ist das eine Vermittlung die echt an die Nieren geht. Nicht nur an meine, alle Beteiligten können nicht vorhersagen, wie sich solch ein Geschwisterpaar verhalten wird. Auch Bübchen wird mit der entsprechenden Menge Bachblüten versorgt werden und mehr kann man nicht tun, außer abwarten.  Familie K -D. kennt sich aus, denn ihr erster Kater lebte drei Wochen lang unter der Couch und wurde anschließend zum Traumkater.

Bübchen mit Wally

Bübchen mit Lucy

Bübchen und Perlchen  nicht trennen, ja, auch ein Gedanke, aber wie ich irgendwo schon einmal sagte, kam der Gedanke, Perlchen zu behalten, nicht von ungefähr. Es ist eh nicht leicht, für ein Tier ein perfektes Zuhause zu finden und eine Einzelkatze hat immer noch bessere Chancen als ein Doppelpack. Perlchens Auge muss täglich mehrmals mit Tropfen und Salbe behandelt werden, eine OP steht an. Wie soll man auch noch für solch ein Handicap das beste Zuhause finden? Das ist Glück, wie ein Lottogewinn und die Chancen stehen in etwa gleich.

Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als dass der nächste damalige Notfall ein wunderschönes Zuhause bekommen hat. „Bübchen, Du Teddy, halte die Öhrchen steif und wenn nichts geht, kannst Du jederzeit zu uns und Deiner Schwester zurückkommen!“

Ein Zuhause

für Bübchen.

Sonne 2

Heute war es erneut soweit, dass eine sehr sympathische Familie wegen Kater Bübchen vorbei kam. Nicht einfach und oftmals nervenaufreibend, da man bereits am Telefon oder per Email die Spreu vom Weizen trennen muss. Doch trotzdem gab es das übliche Spiel, denn Verstecken war angesagt, obwohl wir heute den Versuch mit einem Anruf, statt klingeln probierten. Es brachte nicht viel, denn fremde Zweibeiner  werden grundsätzlich mit Vorsicht beobachtet. Die besten Karten hatte jedoch der achtjährige Sohn, der auf Bübchen ohne Hintergrundgedanken zuging, ihn mit Leckerchen locken konnte. Ein scheues Tier, das Bübchen, das nach all den Monaten unser eigenes Tier scheint und bei dem es wieder einmal enorm schwer fällt, es in andere Hände zu geben. Aber es muss weitergehen und ohne in die Zukunft schauen zu können, weiß ich, dass es weitere Fälle geben wird, denen geholfen werden kann und muss.

Die Frau der Familie ist Heilpraktikerin und besitzt  Wissen, wie Bübchen von seinen immer wieder zurückkehrenden Nachwirkungen des Katzenschnupfens geheilt werden kann, auch ohne Baytril,  und wird uns leberschonende Mittel zukommen lassen, da nach Kater Mikesch nun auch der Rest der Truppe entwurmt werden muss. Irgendwann hatte ich das gelesen und ist logisch, dass eine Wurmkur die Leber schädigen kann. Aber Wann und Wie soll man all diese Tatsachen und Dosierungen händeln? Ein Tierarzt verkauft Milbemax, das mich mit nur acht Tabletten und  nach Abzug des Tierschutzobolus` dennoch 55 Euro kosteten. Ich warte somit die leberschonende Mixtur ab und bin sehr glücklich über das Angebot!

Am nächsten Samstag wird somit ein erneuter Um/Aus/Einzug stattfinden und wir fahren gemeinsam mit Bübchen/Teddy in seine eventuell neue Heimat, wo ihn (s)eine schwarze Prinzessin erwarten wird.

Teddy 2

Geierwally /Lucy hat sich fast eingelebt, aber bisher hatte ihr Frauchen zwei Wochen Urlaub, stand stets für Lucy bereit. Wir warten somit die kommende Woche noch ab, und reagieren entsprechend auf ihre Meinung. Wenn unsere Geierwally kein Problem mit ihrem Single Leben zeigt, kann sie dort bleiben, der Schutzvertrag wird in Angriff genommen und sie wird demnächst kastriert, damit sie ihren Freigang genießen kann. Falls nicht, fahre ich nicht mit Schutzvertrag sondern mit Transportbox zu ihr und hole sie wieder ab.

Für Bübchen gab es an diesem Wochenende sogar noch eine weitere Interessentin, aber all das wurde mir zuviel, obwohl diese Frau auch sehr nett klang. Ich vertröstete sie, fragte aber gleichzeitig wie ihr geholfen werden könne. Somit gab ich ihre Daten in den Tierschutzverteiler, den eine Tierschutzkollegin akribisch leitet. Katzen oder Katergesuche stoßen immer auf  Resonanz, da die hauptsächlichen Anfragen aus Abgabetieren bestehen. Doch jeder hat eine Pflegekatze bei sich, die auf solch ein Zuhause nur wartet. Frau Z. rief heute morgen an, dass sie sich für „Ophelia“ entschieden hätte und der leere Kratzbaum bald mit Leben erfüllt werden würde.

So ist das, mit dem Nebenjob. Er lässt Gedanken kreisen und wirbeln,  alles im Sinne der Tiere. Herzlichen Dank an dieser Stelle an all die ernsthaften Interessenten, die aufgrunddessen sogar noch helfen, weiterleiten und einem ausgesetzten, aufgegriffenen oder kranken Tier, sei es Katze oder Hund, ein optimales Heim schenken, und die Verantwortung für weit über zehn Jahre tragen werden!

Hier ist was los

Nachdem unsere Geierwally ausgezogen ist, sind nun auch die drei verbliebenen Katzenmädels rollig. Hanni, Nanni und selbst Perlchen geben die unglaublichsten Töne von sich. Oftmals fühlt man sich wie im Urwald und vermutet die seltensten Tiere hinter diesen Geräuschen.

Schnee 9

Bislang hatte ich noch nichts mit dieser Entwicklungsphase zutun, denn entweder waren die Katzen zu klein, waren trächtig oder bereits kastriert. Man könnte mit Perlutex, der Pille für Katzen,  entgegen wirken, aber warum muss Mensch stets alles unterdrücken? Es ist der Lauf der Natur und „passieren“ kann  nichts, da nur unfähige Kater, in Form von Bübchen/Teddy, Charlie oder Kater Mikesch hier leben. Aber sie antworten dennoch, suchen Kontakt und lassen sich von diesen Tönen beeinfussen. Interessantes Schauspiel. Ich empfinde diese Rolligkeit als weiteren Schritt, der speziell Hanni und Nanni zugänglicher macht, denn wenn sie den Popo entgegenstrecken, ist es ihnen sch … egal, wer ihn berührt. Somit nutze ich die Gunst der Stunde und streichele sie, was sie sichtlich genießen.

Hanni

Somit kann Plan B in Angriff genommen werden und ich werde Hanni und Nanni ab der kommenden Woche impfen und chipen lassen. Einen entsprechenden Termin mit der Tierärztin besprechen, so dass zur rechten Zeit kastriert werden kann. Nicht zu früh, da man sagt, bevor eine Katze kastriert wird, sollte sie einmal rollig geworden sein. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob es sich dabei um ein Ammenmärchen handelt, oder ob wirklich was dran ist. Zu früh kastrierte Katzen entwickeln sich laut tatsächlicher Erfahrungen nicht viel weiter, sie bleiben klein. Und das will ich auf gar keinen Fall, sie sollen ihr kommendes Leben  in Katzenhausen in vollen Zügen genießen können, ohne eine übereilte OP Aktion. Unsere Tierärztin hätte auch schon vor drei Monaten kastriert, aber zum Glück besitzt man inzwischen genügend Erfahrung und kann Ansichten filtern …

Kater Mikesch ist momentan (m)ein Sorgenkind. Ich könnte ihn ins zuständige Tierheim bringen, aber da er immer noch sehr scheu ist, sagt mein Bauch Nein. Ich vertraue, wie so viele Tierschützer, letztendlich nur noch mir, und mein Zweifel ahnt, dass ein Tierheim nicht die nötige Geduld aufbringt und einen als Wild gemeldeten Kater einfach wieder aussetzt. Zwar am angegeben Fundort, aber da ich dort das Sagen habe, da sich ansonsten kein Mensch kümmert, möchte ich das ganz einfach nicht erleben. Ich würde ihn eh wieder einfangen müssen oder ihn überfahren finden. Es läge lediglich eine Spanne der Bemühungen zwischen diesen Abläufen und wie schon oft bewiesen, ist Zeit und Geduld die beste Medizin.

Mikesch

Mikesch erbricht häufig, meist wenn er Trockenfutter, das ich nur als Leckerei anbiete,  gegessen hat. Gestern erkannte ich den Grund und dass er auch Spulwürmer erbricht, was mir wieder einmal die Haare zu Berge stehen ließ. Aber inzwischen drehe ich deswegen nicht durch, denn er fällt nicht vom Fleisch und ist ansonsten gut drauf. Er wurde vor drei Wochen kastriert und mit einer Kerbe im Ohr gekennzeichnet. Gleichzeitig verabreichte der behandelnde Tierarzt die übliche Wurmkur in Form einer Dosis Stronghold. Leider bewirkt Stronghold keine Abtötung aller Wurmarten, wie eine Erfahrung seinerzeit zeigte. Wäre er wieder frei gelassen worden, hätte ihn diese Gabe auch nur von Föhen befreit, nicht aber von Spulwürmern. Ich möchte gar nicht wissen, wie vielen wilden Tieren, die wieder frei gelassen werden, solch eine Behandlung dennoch das Leben schwer macht, weil sie kaum etwas nutzt.

Mikesch 1

Ich kramte ganz schnell, wirklich sehr schnell im Katzenapothekenfach und fand noch eine Tablette Milbemax. Wenigstens etwas, um zumindest nicht tatenlos zusehen zu müssen. Teilte sie, wickelte sie in Leberwurst und gab sie ihm. Nur schnell schlucken, braver Mikesch. Am Dienstag werden Hündin Bella zwei Zähne gezogen, zwei mittlerweile entzündete Backenzähne, die bei ihrem Impftermin gesichtet wurden, wo man ohne detailiert ins Maul zu schauen aber nichts von bemerkt. Dann werde ich die Tierärztin nach weiteren Maßnahmen befragen, da Mikesch konkret behandelt werden muss und eine Rundumwurkur erneut angesagt ist.

*Seufz*, ja, es ist mir zwischendurch wirklich zum Seufzen zumute.