Kater Freddy

Der neue Sorgenfall wurde Freddy getauft und ich kann Euch beruhigen, denn Kater Freddy ist erst einmal in Sicherheit.
Freddy 1

Wie im Beitrag Futterstellen erwähnt, hilft man sich gegenseitig, wenn Not am Mann ist. Ich versorgte die unzugängliche Futterstelle von Frau N. und sie kümmerte sich an den vergangenen Wochenenden um den Kater, der die abendlichen Zeiten nun einmal kannte und nicht enttäuscht werden durfte, da die Gefahr bestand, dass er auf der Suche nach Futter wieder weiter wanderte. In seinem Zustand wäre das übel gewesen, denn auch ein Schutzengel kann irgendwann abgelenkt sein. Für mich bedeuten Fahrten von Zuhause zum Hafen 27 Km pro Strecke und Frau N. wohnt etwas näher dran, so dass Katerchen nicht enttäuscht werden musste.

Am Freitag vergangener Woche wirkte er noch recht munter und ich wusste eh keine Lösung, wohin ich ihn hätte nehmen/geben können. Zudem musste er in Quarantäne, da er ohne Untersuchung zu keiner anderen Katze gelassen werden
kann. Vielleicht war er voller Flöhe und überhaupt sah er nicht gut aus. Mehr als auf ihn achten und mit gutem Futter versorgen, war nicht machbar. Er war definitiv taub, was sein Leben umso mehr gefährdete; auch eine Situation von vor Wochen ließ graue Haare wachsen, als Gras auf dem Gelände gemäht wurde, auf das er sich oft zurückzog. Männer rückten mit Rasenmähern und diesen Handmähern an, die ich „Igelkiller“ nenne. Obwohl Betreten des Geländes strengstens untersagt ist, weil es ein RWE Gelände voller Strommasten ist,rannte ich zu einem der Männer und bat ihn vorsichtig zu sein, da eventuell eine gehörlose Katze irgendwo liege. Zum Glück verstand der Mann, obwohl er mich zweifelnd anblickte. Aber diese Reaktionen sind mir schließlich bekannt, da man eh für verrückt gehalten wird. In gewisser Weise stimmt das sogar – was kümmert einen eine fremde, wilde Katze? 😉

Freddy 3

Sonntagabend rief Frau N. an und war der Meinung, dass es dem Kater sehr schlecht gehe. Er hocke auf den stillgelegten Eisenbahnschienen, sei apathisch und würde selbst auf Futter nicht mehr reagieren. Zum Glück hatte sie eine Lösung parat und bot sich an, ihn erst einmal in ihrem Dachzimmer unterzubringen. Sie würde nach Hause fahren, eine Transportbox holen und ihn versuchen damit zu fangen, denn in eine Falle ging er sowieso nicht, wie mehrmals ausprobiert. Ich gebe zu erleichtert gewesen zu sein, auch wenn manch einer der Meinung ist, dass eine wilde Katze nicht eingesperrt werden darf, aber man hatte dieses Tier nun lange genug beobachtet, um zu erahnen, dass der kommende Frost sein letzter werden würde. Er ging weder in die bereit gestellte Schlafbox, noch suchte er anderweitigen Schutz, sondern blieb dort liegen, wo ihn seine Pfoten hingetragen hatten. Einige unter Euch werden das Dachzimmer noch kennen – lang, lang ist`s her …

Somit sagte ich zu und verbrachte erneut ein paar unruhige Minuten, denn wenn der Kater nach Zurückkommen Frau N.`s zwischenzeitlich auf das unzugängliche Gelände gegangen wäre, hätte man wieder von Vorne anfangen müssen. Aber Hätte, Wenn und Aber: Er hockte immer noch an selbiger Stelle, Frau N. schlich von hinten an ihn heran, stülpte ihm das Oberteil der Box über seinen Körper und bekam irgendwie auch den Boden unter seine Beine. Laut ihrer Erzählung ließ er sich diese Aktion wehrlos gefallen, was ihre Entscheidung bestätigte.
Sie nahm Katerchen also mit, ließ ihn in ihrem Dachzimmer frei und im Normalfall springen wilde Katzen gleich ans Fenster, wollen raus. Nicht so Freddy, der das Zimmer inspizierte, um sich anschließend in die Fangbox zu legen.

Nun befindet sich Freddy seit einer Woche in „Gefangenschaft“, in der er die ersten Tage über laut miaute, schließlich wusste er mit seiner Situation nichts anzufangen. Er hat wirklich eine sehr laute Stimme, was daran liegen kann, dass er nichts hört. Zum Glück beschwerte sich kein Nachbar …
Auch gut Fauchen konnte er, aber Akut krank ist er nicht, einfach nur fix und fertig.
Ein Katzenklo schien er nicht zu kennen, sondern machte sein Geschäft neben das Klo und Pipi in eine andere Ecke. Somit trafen Frau N. und ich uns am Dienstag, putzten und saugten, stellten ein zweites Katzenklo auf und Katerchen ließ sich nicht stören. Er mampfte seine gekochte Hühnerbrust auf seinem erwählten Aussichtspunkt und babbelte anschließend wie ein Baby. Es klingt wie: „Mjam,mjam, mjam.“

Freddy
Da keine allseits gepriesene Federangel zur Hand war, ging Frau N. mit einer Küchenrolle auf ihn zu und streichelte mit dieser weichen Rolle über seinen Rücken, über seinen Kopf. Was wir beide nicht vermutet hätten: Freddy gab Köpfchen und schien sichtlich begeistert von diesen Berührungen. Der nächste Schritt war eine Hand, die die Streichelbewegungen der Rolle ablöste, und ab diesem Zeitpunkt kann Kater Freddy gar nicht genug davon bekommen. Man spürt dabei aber auch, wie stumpf sein Fell und wie dürr sein Körper ist. Auch seine zerfetzten Ohren und eine alte Wunde am rechten Bein sprechen Bände. Als ich mit meinem Kopf sehr nahe an ihn heranging, lehnte er sein Köpfchen an meine Stirn …
Das alles erleichterte aber auch den zweiten und wichtigen Schritt, nämlich eine Erstbehandlung mit Floh – und Wurmkur, die ich somit in Form einer Pipette besorgte. Am nächsten Tag bekam er sein Fresschen hingestellt, und eine Erste – Hilfe – Kur in den Nacken geträufelt, was er sich ohne zu Zucken gefallen ließ.

Beide Katzenklos werden nun auch regelmäßig und ordentlich benutzt: Eins für Pipi, eins für Häufchen.
Auf eine Generaluntersuchung ist meine Tierärztin bereits vorbereitet, aber vielleicht wird die gar nicht so dramatisch, wie zuerst angenommen. Wie es weitergeht steht immer noch in den Sternen, aber Schritt für Schritt. Freddy wäre gewiss ein dankbarer Kater bei älteren Menschen, die ihm Zeit und einen Balkon geben. Allerdings wird das ein Traum bleiben, da sich selbst Babykatzen schwerlich vermitteln lassen, und wer reißt sich um ein altes, geschundenes Tier, das nicht einmal hübsch anzusehen ist? Wir werden sehen und wenn wir endlich wieder etwas mehr Ruhe haben … wer weiß?

Neuer Sorgenfall

ist ein eventueller Kater, den ich bereits an verschiedenen Standorten sah und den ich hier schon einmal erwähnte. Er lief extrem weit durch die Gegend und scheint kaum noch etwas hören zu können, denn sein Verhalten gleicht einem alten Tier, das  kaum noch Scheu und zuwenig überlebenswichtige Aufmerksamkeit zeigt. Am vergangenen Dienstag stellte ich gemeinsam mit Ulrike meine Falle auf, doch meine Falle klemmte oder schloß erst gar nicht. Zweimal wäre das Katerchen drin gewesen, aber es sollte nicht so sein. Stattdessen lief er über die Straße und ich machte mir Vorwürfe.

Katerchen kam allerdings zurück und mittlerweile kennt er unser Ritual und er wartet abends auf Futter. Er liebt Katzenmilch, wie ich vor einigen Tagen feststellte. Heute bat ich Ulrike bei ihm vorbeizufahren, um ihn nicht zu enttäuschen, da an Wochenenden Herr L. nur morgens füttert und ich mir den weiten Weg nicht antun möchte, nicht antun muss, da die Futterstellen die ganze Woche über gut versorgt werden.

Aber Katerchen wartet zu seinen nun eingeübten Zeiten und deshalb Danke an Ulrike, für ihre heutige Fahrt und Versorgung des alten Herrn. Wir planen für die kommende Woche einen erneuten Versuch mit anderer Falle, ich bin nur im Zweifel, was mit Katerchen geschehen soll. Ob er eingesperrt leben kann und will? Er schläft viel und legt sich auch ohne Versteck in die Sonne. Ein Verhalten, wie es nur alte Katzen an den Tag legen. Er lebt gefährlich, hat einen siebten Sinn, aber sein Gehörsinn reicht ihm Geräusche weiter, die längst an ihm vorbeigerauscht sind. Futter riecht er und nur mit dem Duft einer gefüllten Schale kann man ihn  wecken. Auf Zurufe reagiert er nicht.

test-kater

Habt alle eine gute Woche!

Liebe Grüße

Sabine

Herzlichen Dank!

Vielen Dank an Brigitte R.,  die uns oft 15 Euro zukommen lässt und vielen Dank an Christina N., die zusammen mit Brigitte und ihren  50Euro den gestrigen Sack „Royal Canin“ möglich machte!

Ich weiß, Royal Canin steht mometan eventuell berechtigt in der Kritik, aber momentan will ich das gar nicht wissen. Die wilden Katzen lieben es und es scheint ihnen gut zu tun. Warum muss man sich stets um die Art der Herstellung kümmern? Warum darf man nicht einfach mal vertrauen? Ein einziges Mal, ob beim Menschen – oder Tierfutter – das angeblich Gute kostet genug!

Einen Neuzugang habe ich zu verzeichnen und es scheint ein alter, eventuell kranker Kater zu sein. Er scheint „dreckig“, weshalb ihn schon einige Menschen an verschiedenen Stellen sahen. Immer wieder wurde gesagt, dass es ein schmutzig aussehndes Tier sei. Er ist graugetigert, relativ groß und scheint taub zu sein. Jedenfalls fand er nach langem Suchen eine der Futterstellen und ich kann ihn nun beobachten und entscheiden. Allem Anschein nach hat er eine V Kerbe im linken Ohr, aber von mir wurde er nicht kastriert. Er zum Beispiel liebt Royal Canin und vielleicht ist es nach langem Suchen eine gute Nahrung für ihn. Am Freitag konnte ich aufgrund der späten Zeit endlich mal wieder Feuchtfutter in zwei Schalen füllen, inklusive gekochter Hähnchenbrust und Brühe. Der vermeintliche Kater saß in der Nähe, beobachtete jeden meiner Handgriffe und ging anschließend zu den Näpfen. Ein zweiter Mikesch vielleicht, aber Mikesch hat hier genug Probleme und ein weiterer Kater ist unmöglich .

Inzwischen denke ich über Feliway nach, da Mikesch und Hermine immer wieder unterdrückt werden. Was haltet Ihr davon? Hat wer Erfahrung?

Mikesch

Einfach nur so: Mikesch

Mikesch

Die Woche

verlief relativ ruhig, bis auf die erneute verletzte Taube, die am Donnerstagmorgen gegen 7.00 Uhr auf einem Fahrradweg an einer Hauptstraße lag.  Wie immer wendete ich an der nächsten Möglichkeit, sammelte sie ein und schauckelte sie erst einmal mit, bis zur ersten Pause, in der ich weitere Maßnahmen treffen konnte. Diesmal brachte ich das Tier zu einer neuen Empfehlung, einem Taubenexperten in der Nähe. Ich gab sie dort ab und schaute mir das Umfeld an. Eine muntere junge Elster im Hasenstall, jede Menge Vogelfutter im Garten und auch die Erfahrungswerte des Experten klangen nicht schlecht. Die Elster solle bald frei gelassen werden, aber als sie gefunden wurde war sie nicht flugfähig, wurde mit entsprechendem Futter aufgepäppelt und speziell mit eingeweichten Maden gefüttert … die mit einer Pinzette angeboten werden müssen, da eine Pinzette dem Schnabel der Vogeleltern gleicht. Die am Rücken verletzte Taube wurde in eine kleine, dunkle Box gesetzt und mit Tüchern fixiert, so dass sie Stand hatte und nicht umkippen konnte. Sie bekam Wasser mit Traubenzucker eingeträufelt, die Wunde sollte mit Salbe behandelt werden und man wollte schauen. Gestern erfuhr ich, dass sie es leider nicht geschafft hat und eingeschläfert werden musste. Nun, das hätte ich auch geschafft, aber es war ein Versuch wert und dennoch geht nichts über Anne.

Desweiteren musste ich gestern stehlen, denn als ich mit Bella spazieren ging, kamen wir an einer großen Wiese vorbei, die mit Trecker gemäht wurde. Es roch verführerisch und aufgrund der riesengroßen Wiese werden ein paar Grashalme nicht vermisst werden. Ich sammelte einen kleinen Ballen, denn die Idee dahinter war, den hiesigen Katzen den Balkon zu verschönern. Verschönern ist relativ zu betrachten, wohl wahr, aber die Liegefläche aus geschnittenem und zudem interessant riechendem  Gras wurde schnell angenommen:

Mittagessen 3

Mikesch

Perlchen

Perlchen

Diesmal gibt es auch ein Bild vom „Mittagssnack“, wie letzte Woche beschrieben. Man nehme Hähnchenbrustinnenfilets, brate sie in wenig und gutem Öl kurz an, tupfe sie anschließend trocken und schichte die fertig gegarten, abgekühlten  Stücke mitsamt Katzenyoghurt auf einen Teller. Dann kan sich nehmen, wer will und jede Wette: Es bleibt nichts übrig!

MittagessenHanni und Nanni hatten ab Dienstag ihren ersten Freigang. Es war ein Hoffen und Bangen, da man nicht weiß, wie sie sich entscheiden werden. Aber Birgit gab am Donnerstag Entwarnung , die Beiden kommen jederzeit zurück und gehen durch die Katzenklappe zurück ins Haus. Leider gibt es kein Foto, aber Birgit sah Hanni und Nanni zusammen auf dem Feld spazieren und Kopfkino ist besser als jedes Foto: Ich wünsche den zwei Wilden ihr neues Leben von Herzen!

Der Findling Kater Mikesch entwickelt sich ebenfalls bestens. Er wird immer fröhlicher, streicht um meine Beine, hat jedoch immer noch Angst vor Händen.

Mittagessen 1Er mag Mädels, lässt sich von ihnen beschmusen oder verkloppen, er ist und bleibt ein Kavalier, deshalb sollte  er zu einer jungen Katze vermittelt werden, wenn wir denn mal den richtigen Interessenten finden werden:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ach ja, unser verpöntes Katzennetz wurde verschönert. Ich weiß zwar nicht ob es auch den Gegnern gefällt, aber mir schwante eine Verschönerung in Form von bunten Schmetterlingen vor. Leider konnte ich nichts entspechendes finden, ging  in einen Bastelladen und kaufte drei Scheiben dünne und wasserfeste Gummimatten, in rot, grün und orange, für 0,99€ das Stück. Im Internet unter Malvorlage fand ich den mir vorschwebenden Schmetterling, den man ohne weiteres ausdrucken kann, und dann ging die Arbeit los:  Anhand Vorlage ausschneiden, Löcher piecksen, Bänder einführen und anbinden. Beim sechsten Schmetterling klappte es auch ohne Vorlage und ich denke, dass ich wieder einmal übertrieben habe. Zudem kam eine Blumenampel und ein preiswerter Bambus hinzu, wodurch die Optik nun etwas erschlagend wirkt … oder? Und eventuell muss ich zurückrudern … 😉

Balkon

Balkon 1Lieben Dank für Euer Interesse und habt eine angenehme und gesunde Woche!