Herzlichen Dank!

Vielen Dank an Brigitte R.,  die uns oft 15 Euro zukommen lässt und vielen Dank an Christina N., die zusammen mit Brigitte und ihren  50Euro den gestrigen Sack „Royal Canin“ möglich machte!

Ich weiß, Royal Canin steht mometan eventuell berechtigt in der Kritik, aber momentan will ich das gar nicht wissen. Die wilden Katzen lieben es und es scheint ihnen gut zu tun. Warum muss man sich stets um die Art der Herstellung kümmern? Warum darf man nicht einfach mal vertrauen? Ein einziges Mal, ob beim Menschen – oder Tierfutter – das angeblich Gute kostet genug!

Einen Neuzugang habe ich zu verzeichnen und es scheint ein alter, eventuell kranker Kater zu sein. Er scheint „dreckig“, weshalb ihn schon einige Menschen an verschiedenen Stellen sahen. Immer wieder wurde gesagt, dass es ein schmutzig aussehndes Tier sei. Er ist graugetigert, relativ groß und scheint taub zu sein. Jedenfalls fand er nach langem Suchen eine der Futterstellen und ich kann ihn nun beobachten und entscheiden. Allem Anschein nach hat er eine V Kerbe im linken Ohr, aber von mir wurde er nicht kastriert. Er zum Beispiel liebt Royal Canin und vielleicht ist es nach langem Suchen eine gute Nahrung für ihn. Am Freitag konnte ich aufgrund der späten Zeit endlich mal wieder Feuchtfutter in zwei Schalen füllen, inklusive gekochter Hähnchenbrust und Brühe. Der vermeintliche Kater saß in der Nähe, beobachtete jeden meiner Handgriffe und ging anschließend zu den Näpfen. Ein zweiter Mikesch vielleicht, aber Mikesch hat hier genug Probleme und ein weiterer Kater ist unmöglich .

Inzwischen denke ich über Feliway nach, da Mikesch und Hermine immer wieder unterdrückt werden. Was haltet Ihr davon? Hat wer Erfahrung?

Die Woche

verlief relativ ruhig, bis auf die erneute verletzte Taube, die am Donnerstagmorgen gegen 7.00 Uhr auf einem Fahrradweg an einer Hauptstraße lag.  Wie immer wendete ich an der nächsten Möglichkeit, sammelte sie ein und schauckelte sie erst einmal mit, bis zur ersten Pause, in der ich weitere Maßnahmen treffen konnte. Diesmal brachte ich das Tier zu einer neuen Empfehlung, einem Taubenexperten in der Nähe. Ich gab sie dort ab und schaute mir das Umfeld an. Eine muntere junge Elster im Hasenstall, jede Menge Vogelfutter im Garten und auch die Erfahrungswerte des Experten klangen nicht schlecht. Die Elster solle bald frei gelassen werden, aber als sie gefunden wurde war sie nicht flugfähig, wurde mit entsprechendem Futter aufgepäppelt und speziell mit eingeweichten Maden gefüttert … die mit einer Pinzette angeboten werden müssen, da eine Pinzette dem Schnabel der Vogeleltern gleicht. Die am Rücken verletzte Taube wurde in eine kleine, dunkle Box gesetzt und mit Tüchern fixiert, so dass sie Stand hatte und nicht umkippen konnte. Sie bekam Wasser mit Traubenzucker eingeträufelt, die Wunde sollte mit Salbe behandelt werden und man wollte schauen. Gestern erfuhr ich, dass sie es leider nicht geschafft hat und eingeschläfert werden musste. Nun, das hätte ich auch geschafft, aber es war ein Versuch wert und dennoch geht nichts über Anne.

Desweiteren musste ich gestern stehlen, denn als ich mit Bella spazieren ging, kamen wir an einer großen Wiese vorbei, die mit Trecker gemäht wurde. Es roch verführerisch und aufgrund der riesengroßen Wiese werden ein paar Grashalme nicht vermisst werden. Ich sammelte einen kleinen Ballen, denn die Idee dahinter war, den hiesigen Katzen den Balkon zu verschönern. Verschönern ist relativ zu betrachten, wohl wahr, aber die Liegefläche aus geschnittenem und zudem interessant riechendem  Gras wurde schnell angenommen:

Mittagessen 3

Mikesch

Perlchen

Perlchen

Diesmal gibt es auch ein Bild vom „Mittagssnack“, wie letzte Woche beschrieben. Man nehme Hähnchenbrustinnenfilets, brate sie in wenig und gutem Öl kurz an, tupfe sie anschließend trocken und schichte die fertig gegarten, abgekühlten  Stücke mitsamt Katzenyoghurt auf einen Teller. Dann kan sich nehmen, wer will und jede Wette: Es bleibt nichts übrig!

MittagessenHanni und Nanni hatten ab Dienstag ihren ersten Freigang. Es war ein Hoffen und Bangen, da man nicht weiß, wie sie sich entscheiden werden. Aber Birgit gab am Donnerstag Entwarnung , die Beiden kommen jederzeit zurück und gehen durch die Katzenklappe zurück ins Haus. Leider gibt es kein Foto, aber Birgit sah Hanni und Nanni zusammen auf dem Feld spazieren und Kopfkino ist besser als jedes Foto: Ich wünsche den zwei Wilden ihr neues Leben von Herzen!

Der Findling Kater Mikesch entwickelt sich ebenfalls bestens. Er wird immer fröhlicher, streicht um meine Beine, hat jedoch immer noch Angst vor Händen.

Mittagessen 1Er mag Mädels, lässt sich von ihnen beschmusen oder verkloppen, er ist und bleibt ein Kavalier, deshalb sollte  er zu einer jungen Katze vermittelt werden, wenn wir denn mal den richtigen Interessenten finden werden:

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Ach ja, unser verpöntes Katzennetz wurde verschönert. Ich weiß zwar nicht ob es auch den Gegnern gefällt, aber mir schwante eine Verschönerung in Form von bunten Schmetterlingen vor. Leider konnte ich nichts entspechendes finden, ging  in einen Bastelladen und kaufte drei Scheiben dünne und wasserfeste Gummimatten, in rot, grün und orange, für 0,99€ das Stück. Im Internet unter Malvorlage fand ich den mir vorschwebenden Schmetterling, den man ohne weiteres ausdrucken kann, und dann ging die Arbeit los:  Anhand Vorlage ausschneiden, Löcher piecksen, Bänder einführen und anbinden. Beim sechsten Schmetterling klappte es auch ohne Vorlage und ich denke, dass ich wieder einmal übertrieben habe. Zudem kam eine Blumenampel und ein preiswerter Bambus hinzu, wodurch die Optik nun etwas erschlagend wirkt … oder? Und eventuell muss ich zurückrudern … 😉

Balkon

Balkon 1Lieben Dank für Euer Interesse und habt eine angenehme und gesunde Woche!

Siesta in der Katzenheimat

Alles ist ruhig, kein Piep zu hören, bis auf Kater Mikesch, der seine unbeobachtete Chance nutzt und das Gegenteil inszeniert. Der arme und inzwischen unglaublich fröhliche Fundkater wird von Romina und Charlie ganz schön unter Druck gesetzt, aber da die beiden sehr launisch sind, hat er ab und an auch Zeit für sich. Er scheint froh, dass Hanni nicht mehr da ist, weil sie ihm gegenüber allzu oft die Zicke heraushängen ließ. Schade um die schwarze Nanni, mit ihr hatte Mikesch dicke Freundschaft geschlossen. Mikesch muss /soll ebenfalls vermittelt werden, aber ich brauche momentan eine kleine Pause, denn auch Vermittlungen rauben Zeit und Kraft …

Siesta 1

Siesta 2

Siesta 3

Charlie und Romina

Siesta 5

Hermine ist alles egal

Siesta 4

Perlchen sooooo alleine

Selbstbildnis mit Kater

Mit Kater Filou, dem starken Hafenstreuner.

Filou

Er hat die lange Winterphase am besten überstanden, freut sich allerdings ebenso wie jedes Lebewesen, dass die Temperaturen auf ein erträgliches Maß ansteigen.

Und ich schwöre hiermit, dass diese in fünf Monaten müde gewordenen Handschuhe in die Tonne kommen. Spätestens morgen, wenn es 22 Grad werden.

Winter adè

Hier ist was los

Nachdem unsere Geierwally ausgezogen ist, sind nun auch die drei verbliebenen Katzenmädels rollig. Hanni, Nanni und selbst Perlchen geben die unglaublichsten Töne von sich. Oftmals fühlt man sich wie im Urwald und vermutet die seltensten Tiere hinter diesen Geräuschen.

Schnee 9

Bislang hatte ich noch nichts mit dieser Entwicklungsphase zutun, denn entweder waren die Katzen zu klein, waren trächtig oder bereits kastriert. Man könnte mit Perlutex, der Pille für Katzen,  entgegen wirken, aber warum muss Mensch stets alles unterdrücken? Es ist der Lauf der Natur und „passieren“ kann  nichts, da nur unfähige Kater, in Form von Bübchen/Teddy, Charlie oder Kater Mikesch hier leben. Aber sie antworten dennoch, suchen Kontakt und lassen sich von diesen Tönen beeinfussen. Interessantes Schauspiel. Ich empfinde diese Rolligkeit als weiteren Schritt, der speziell Hanni und Nanni zugänglicher macht, denn wenn sie den Popo entgegenstrecken, ist es ihnen sch … egal, wer ihn berührt. Somit nutze ich die Gunst der Stunde und streichele sie, was sie sichtlich genießen.

Hanni

Somit kann Plan B in Angriff genommen werden und ich werde Hanni und Nanni ab der kommenden Woche impfen und chipen lassen. Einen entsprechenden Termin mit der Tierärztin besprechen, so dass zur rechten Zeit kastriert werden kann. Nicht zu früh, da man sagt, bevor eine Katze kastriert wird, sollte sie einmal rollig geworden sein. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob es sich dabei um ein Ammenmärchen handelt, oder ob wirklich was dran ist. Zu früh kastrierte Katzen entwickeln sich laut tatsächlicher Erfahrungen nicht viel weiter, sie bleiben klein. Und das will ich auf gar keinen Fall, sie sollen ihr kommendes Leben  in Katzenhausen in vollen Zügen genießen können, ohne eine übereilte OP Aktion. Unsere Tierärztin hätte auch schon vor drei Monaten kastriert, aber zum Glück besitzt man inzwischen genügend Erfahrung und kann Ansichten filtern …

Kater Mikesch ist momentan (m)ein Sorgenkind. Ich könnte ihn ins zuständige Tierheim bringen, aber da er immer noch sehr scheu ist, sagt mein Bauch Nein. Ich vertraue, wie so viele Tierschützer, letztendlich nur noch mir, und mein Zweifel ahnt, dass ein Tierheim nicht die nötige Geduld aufbringt und einen als Wild gemeldeten Kater einfach wieder aussetzt. Zwar am angegeben Fundort, aber da ich dort das Sagen habe, da sich ansonsten kein Mensch kümmert, möchte ich das ganz einfach nicht erleben. Ich würde ihn eh wieder einfangen müssen oder ihn überfahren finden. Es läge lediglich eine Spanne der Bemühungen zwischen diesen Abläufen und wie schon oft bewiesen, ist Zeit und Geduld die beste Medizin.

Mikesch

Mikesch erbricht häufig, meist wenn er Trockenfutter, das ich nur als Leckerei anbiete,  gegessen hat. Gestern erkannte ich den Grund und dass er auch Spulwürmer erbricht, was mir wieder einmal die Haare zu Berge stehen ließ. Aber inzwischen drehe ich deswegen nicht durch, denn er fällt nicht vom Fleisch und ist ansonsten gut drauf. Er wurde vor drei Wochen kastriert und mit einer Kerbe im Ohr gekennzeichnet. Gleichzeitig verabreichte der behandelnde Tierarzt die übliche Wurmkur in Form einer Dosis Stronghold. Leider bewirkt Stronghold keine Abtötung aller Wurmarten, wie eine Erfahrung seinerzeit zeigte. Wäre er wieder frei gelassen worden, hätte ihn diese Gabe auch nur von Föhen befreit, nicht aber von Spulwürmern. Ich möchte gar nicht wissen, wie vielen wilden Tieren, die wieder frei gelassen werden, solch eine Behandlung dennoch das Leben schwer macht, weil sie kaum etwas nutzt.

Mikesch 1

Ich kramte ganz schnell, wirklich sehr schnell im Katzenapothekenfach und fand noch eine Tablette Milbemax. Wenigstens etwas, um zumindest nicht tatenlos zusehen zu müssen. Teilte sie, wickelte sie in Leberwurst und gab sie ihm. Nur schnell schlucken, braver Mikesch. Am Dienstag werden Hündin Bella zwei Zähne gezogen, zwei mittlerweile entzündete Backenzähne, die bei ihrem Impftermin gesichtet wurden, wo man ohne detailiert ins Maul zu schauen aber nichts von bemerkt. Dann werde ich die Tierärztin nach weiteren Maßnahmen befragen, da Mikesch konkret behandelt werden muss und eine Rundumwurkur erneut angesagt ist.

*Seufz*, ja, es ist mir zwischendurch wirklich zum Seufzen zumute.

Winterzeit

Ja genau, es ist Januar und wir befinden uns in einer Jahreszeit, die sich Winter nennt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich vor 2010, als in unserem Bereich von einem Jahrhundertwinter gesprochen wurde, jemals lange Unterhosen, drei Unterhemden, zwei Pullover und eine dicke Jacke samt Handschuhe getragen habe. Aber auch jetzt scheint es wieder soweit zu sein und ich friere ohne Ende. Lediglich Mützen mag ich nicht, da ich noch in guter Erinnerung habe, wie immens sie am Kopf kratzen können.

Naja, die vergangene Woche ging irgendwie vorbei und heute schneit es erneut wie aus Eimern. Frau Holle scheint gut drauf zu sein, denn sie schüttelt fleißig ihre Betten aus und grinst sich einen.

Für die wilden Katzen kein gutes Zeichen, doch ihr Stoffwechsel  scheint sich anzupassen. In der letzten Woche versuchte ich wie immer möglichst erwärmtes Futter zu reichen, aber die Kälte ließ Dosen selbst nach vierstündiger Fahrt mit voll aufgedrehter Fußheizung nach wenigen Minuten erkalten. Ich hatte sogar Hähnchenherzen und Brühe dabei, zumindest noch lauwarm, aber kaum eine Katze hatte Hunger. Worüber sie bei milden Temperaturen herfallen, riefen die  Minusgrade ein kurzes Schnuppern und die Aufnahme eines  Häppchens hervor. Ich hockte daneben, versuchte immer wieder: „Komm`, nimm noch“, zitterte, die Füße gefroren fast zu Eis und ich war froh, keine kleinen Kinder zu haben, die nach meinem Nachhausekommen eventuell noch Schlittenfahren wollen. Ach ja, ich vergaß die zwei paar Socken, die trotzdem nicht wärmen.

Nein, das ist nicht meine Jahreszeit und ich mag meinen Job zu dieser Zeit ebenfalls nicht, der mich ununterbrochen nach draußen scheucht und mitleiden lässt. Nach Sibirien mit Minusgraden in zweistelligem Bereich möchte ich ebenfalls nicht auswandern und kann die Lebewesen dort nur bewundern.

So gut es ging, versorgte ich innerhalb der Tage und speziell am Freitag mit dem besten Trockenfutter. Der momentane Vorteil besteht im Grunde aus Schnee, denn nur Trockenfutter und Kälte ohne Wasser könnten wiederum fatale Folgen mit sich bringen. Wasser in einer Schale  gefriert nach wenigen Sekunden, aber die Möglichkeit für die Tiere ist somit gegeben, immer noch an Schnee lecken zu können.

Vorrat für`s Wochenende,  bei Dunkelheit geknipst, dehalb unscharf oder nur halbwegs erkennbar:Schnee 2

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SAM_1977

Interessant sind für mich die Spuren nach neu gefallenen Flocken. Tagsüber sehe ich keines der  wirklich wilden Tiere, selbst die seinerzeit kastrierten, wie Ruby oder Ronja sehe ich nicht. Für sie ist es auch besser so, denn in der Nacht herrscht kein  Verkehr. Aber all die  Spuren lassen mich hoffen, dass es sie noch gibt. Zumindest lassen sich bei neu gefallenem Schnee  Wege nachvollziehen, da ich keine Ahnung habe, wo sie sich aufhalten. Die große Hütte wird zum Futtern genutzt, das ist logischerweise erkennbar. Dass es sich um mehr Katzen handeln muss, als um die, die ich zu Gesicht bekomme, ist ebenfalls klar. Aber die Pfötchenspuren ließen mich staunen. An jeder Futterstelle gab  es eine Vielzahl von Spuren, die hauptsächlich von Katzen stammten. Nebenbei sind Kaninchenabdrücke zu erkennen, und oftmals könnte man an einen Ringelreigen denken, wenn die Situation nicht so kalt und brenzlich wäre.

Zurzeit regnet es. Nach dicken Flocken kommt urplötzlich der Regen. Auch das wurde vorhergesagt, denn eine Warmfront trifft auf gefrorenen Boden. Ich freue mich auf den morgigen Berufsverkehr und werde Wecker auf 4.00 Uhr vorstellen. Besser ist das. 😉