Neuer Sorgenfall

ist ein eventueller Kater, den ich bereits an verschiedenen Standorten sah und den ich hier schon einmal erwähnte. Er lief extrem weit durch die Gegend und scheint kaum noch etwas hören zu können, denn sein Verhalten gleicht einem alten Tier, das  kaum noch Scheu und zuwenig überlebenswichtige Aufmerksamkeit zeigt. Am vergangenen Dienstag stellte ich gemeinsam mit Ulrike meine Falle auf, doch meine Falle klemmte oder schloß erst gar nicht. Zweimal wäre das Katerchen drin gewesen, aber es sollte nicht so sein. Stattdessen lief er über die Straße und ich machte mir Vorwürfe.

Katerchen kam allerdings zurück und mittlerweile kennt er unser Ritual und er wartet abends auf Futter. Er liebt Katzenmilch, wie ich vor einigen Tagen feststellte. Heute bat ich Ulrike bei ihm vorbeizufahren, um ihn nicht zu enttäuschen, da an Wochenenden Herr L. nur morgens füttert und ich mir den weiten Weg nicht antun möchte, nicht antun muss, da die Futterstellen die ganze Woche über gut versorgt werden.

Aber Katerchen wartet zu seinen nun eingeübten Zeiten und deshalb Danke an Ulrike, für ihre heutige Fahrt und Versorgung des alten Herrn. Wir planen für die kommende Woche einen erneuten Versuch mit anderer Falle, ich bin nur im Zweifel, was mit Katerchen geschehen soll. Ob er eingesperrt leben kann und will? Er schläft viel und legt sich auch ohne Versteck in die Sonne. Ein Verhalten, wie es nur alte Katzen an den Tag legen. Er lebt gefährlich, hat einen siebten Sinn, aber sein Gehörsinn reicht ihm Geräusche weiter, die längst an ihm vorbeigerauscht sind. Futter riecht er und nur mit dem Duft einer gefüllten Schale kann man ihn  wecken. Auf Zurufe reagiert er nicht.

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Habt alle eine gute Woche!

Liebe Grüße

Sabine

Achter August im Jahre Zweitausendreizehn

Presse-Mitteilung

Internationaler Tag der Katze:
Streunerkatzen in Deutschland leiden

Hattersheim, Hamburg, Pfullingen, 8. August 2013. Über acht Millionen Katzen leben in Deutschlands Haushalten, damit ist die Katze das Haustier Nummer Eins. Doch was viele nicht wissen: Schätzungsweise zwei Millionen Streunerkatzen vegetieren auf unseren Straßen dahin und führen ein erbarmungswürdiges Leben. Anlässlich des Internationalen Tages der Katze am 8. August weist das Bündnis „Pro Katze“, ein Zusammenschluss der drei großen Tierschutzorganisationen TASSO, VIER PFOTEN und Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt), auf das Leid der Streunerkatzen in Deutschland hin.

„Ausgemergelt, schwach und krank streunen sie durch Städte, Gewerbegebiete und Fabrikruinen: Katzen, die kein Zuhause haben, immer auf der Suche nach Futter. Viele gehen qualvoll zu Grunde, verhungern oder erfrieren,“ erklärt Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO e. V. „Die Ursache dieses Tierleids sind unkastrierte Hauskatzen. Denn nur wenige Menschen lassen ihre Katze kastrieren; so zeugen Freigänger weiter Nachwuchs mit Streunern, und die Streunerkatzen vermehren sich immer weiter. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt so nach nur wenigen Jahren in die Tausende!“

Martina Stephany, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN ergänzt: „Tierheime und Tierschutzvereine kastrieren seit Jahren herrenlose Katzen, doch das Problem der unkontrollierten Vermehrung ist nicht in den Griff zu bekommen. Die einzige tierschutzgerechte Möglichkeit, das Problem der Streunerkatzen bundesweit und nachhaltig zu lösen, sind flächendeckende gesetzliche Regelungen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen mit Zugang ins Freie.“

„Leider hat die Bundesregierung bei der Novellierung des Tierschutzgesetzes keine bundesweiten Regelungen zur Kastrationspflicht aufgenommen, sondern die Verantwortung auf die Länder übertragen. Daher appellieren wir an die Landesregierungen, von der Ermächtigungsgrundlage des § 13b Tierschutzgesetz Gebrauch zu machen und landesweite Verordnungen zur Katzenkastration zu erlassen“, sagt Petra Zipp, Vorsitzende des bmt. „Über 250 Städte und Gemeinden gehen schon jetzt mit gutem Beispiel voran und haben eine Kastrationspflicht erlassen. Wir ermutigen alle Kommunen, selbst aktiv zu werden und nicht auf eine landesweite Kastrationspflicht zu warten!“

Mehr Informationen unter www.tasso.net/Kastration-von-Katzen

© Copyright TASSO e.V.

Ich ging heute mit Hündin Bella und entdeckte einen Suchflyer an einer Laterne: Kater Nick entlaufen. Einjähriger weißer Kater mit grünen Augen, der „normalerweise“ nur drei Tage lang fort bleibt. Er ist nicht gechipt, nicht tätowiert und nicht kastriert. Wer ihn sehe oder finde, solle bitte eine Alexandra anrufen. Mein Gedanke dazu: Jeden Tag steht ein Dummer auf, und solange es eine bombastische Anzahl von Dummen gibt, wird sich das Katzenelend nicht eindämmen lassen.

Herzlichen Dank!

Vielen Dank an Brigitte R.,  die uns oft 15 Euro zukommen lässt und vielen Dank an Christina N., die zusammen mit Brigitte und ihren  50Euro den gestrigen Sack „Royal Canin“ möglich machte!

Ich weiß, Royal Canin steht mometan eventuell berechtigt in der Kritik, aber momentan will ich das gar nicht wissen. Die wilden Katzen lieben es und es scheint ihnen gut zu tun. Warum muss man sich stets um die Art der Herstellung kümmern? Warum darf man nicht einfach mal vertrauen? Ein einziges Mal, ob beim Menschen – oder Tierfutter – das angeblich Gute kostet genug!

Einen Neuzugang habe ich zu verzeichnen und es scheint ein alter, eventuell kranker Kater zu sein. Er scheint „dreckig“, weshalb ihn schon einige Menschen an verschiedenen Stellen sahen. Immer wieder wurde gesagt, dass es ein schmutzig aussehndes Tier sei. Er ist graugetigert, relativ groß und scheint taub zu sein. Jedenfalls fand er nach langem Suchen eine der Futterstellen und ich kann ihn nun beobachten und entscheiden. Allem Anschein nach hat er eine V Kerbe im linken Ohr, aber von mir wurde er nicht kastriert. Er zum Beispiel liebt Royal Canin und vielleicht ist es nach langem Suchen eine gute Nahrung für ihn. Am Freitag konnte ich aufgrund der späten Zeit endlich mal wieder Feuchtfutter in zwei Schalen füllen, inklusive gekochter Hähnchenbrust und Brühe. Der vermeintliche Kater saß in der Nähe, beobachtete jeden meiner Handgriffe und ging anschließend zu den Näpfen. Ein zweiter Mikesch vielleicht, aber Mikesch hat hier genug Probleme und ein weiterer Kater ist unmöglich .

Inzwischen denke ich über Feliway nach, da Mikesch und Hermine immer wieder unterdrückt werden. Was haltet Ihr davon? Hat wer Erfahrung?

Ganz lieben Dank!

An Gabi R., die per Zooplus ein Überraschungspaket auf die Reise schicken ließ. Bestückt mit Carnydosen, Purina One Trockenfutter und Trockenfutter der Marke Smilla.

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Die Tüte Smilla kam selbstverständlich heile hier an … bis das Paket geöffnet worden war und Kater Charlie seine Zähne benutzte.

Danke Gabi, momentan kann ich das Futter mehr als gut gebrauchen, da Urlaubsvertretung und Krankenvertretung sechs Futterstellen bedeuten. Eine Krankenvertretung auf lange Sicht bedeuten Kater Paddy, Kater Felix und ihre Kumpel.

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Sie leben immer noch an der Stelle, wo seinerzeit Samira herstammte. Der schwarzweiße Felix ist Samiras Sohn und  er war der erste, den ich damals zur Tierklinik brachte um ihn kastrieren zu lassen. Eigentlich auch der letzte, da ich diese Stelle nur mit Magenschmerzen ansehen kann. Inzwischen hat sich die Anzahl der Tiere dank Vermittlungen und anderweitiger Unterbringung reduziert und ein Überblick ist machbar, aber dennoch muss man eine Falle aufstellen und immer wieder kommen neue und junge Katzen hinzu.  Man weiß es nicht, man weiß lediglich, dass unendlich viele scheue Katzen auf Deutschlands Straßen existieren!

Die Politik macht es sich einfach. Wilde Katzen sind in gewissen Augen Wildtiere und werden genauso behandelt und beurteilt wie Waschbären, Füchse und Ratten. Dass „wilde“ Katzen aufgrund keiner anderen Möglichkeit VERwildert sind, aber ihren Ursprung immer noch im gezüchteten Haustierdasein finden, das will (noch) keiner verstehen.

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Felix, Paddy und Co.

In Erinnerung

In Erinnerung an Kater Puschel, der gestern am Straßenrand gefunden wurde.

7205_506877536048402_1875719816_n Puschel lebte jahrelang auf einem Schrottplatz und war ein  scheues aber kein wildes Tier, sondern muss vor vielen Jahren ausgesetzt worden oder entlaufen sein. Er war ein Mix aus Perser und  sein Problem war stets sein Fell. Perser werden gezüchtet und können unter wetterbedingten Umständen kaum überleben. Ihr Fell verfilzt und niemand weiß, wie alt Puschel war und was er innerhalb seiner Jahre durchmachen musste. Erst durch Ulrike von der Katzennothilfe bekam er Zuwendung und wurde sogar geschoren. In den kommenden Wochen sollte ein erneuter Einfang – und Scherprozess vonstatten gehen  … aber ein Autofahrer war schneller.

Mach`es gut, lieber Puschel. Du wirst viele Kumpel da oben treffen und hier unten wirst Du niemals vergessen!

Am selben Tag wurde nur wenige Meter von Puschel entfernt dieser schwarzweiße Kater gefunden. 994926_506877139381775_834100446_n

Eventuell stammte er ebenfalls von diesem Schrottplatz, wo mehr als zwanzig Katzen leben. Auch Katerchen hat einen Platz verdient: Ruhe in Frieden und grüße alle bereits gegangenen Kumpel, Du lieber Schatz!

Beide Tiere haben keinem Menschen etwas getan, sie wollten/mussten nur leben.

Zu diesem Schrottplatz sei folgendes gesagt und gehört ebenfalls zur Katzenheimat: Ungefähr zwanzig Tiere, die von einem alten Mann mit Futter versorgt wurden. Als der gute Mann von uns ging, wurden gammelige Wurstabfälle geworfen, nur damit die hungrigen Viecher die Klappe halten. Ulrike übernahm diese Stelle und die Menge an Dosen übertrifft jeden Geldbeutel. Als sie zum ersten Mal dort hinging sah sie Augen, hungrige Augen, die zu ausgemergelten Körpern und krankem Fell gehörten. Seitdem füttert sie dort täglich. Auch hier um die Ecke geschehen Katastrophen, man muss nicht weit blicken – nur die Augen öffnen.

Wildbeobachtung Teil 2

Nachdem ich fast schon aufgegeben hätte, was die Kamerabeobachtung bei Nacht anbelangt, so kam von Katja ein Tipp, der Gold wert ist. Man nehme einen weißen Fahrradreflektor und klebe ihn vor den Blitz der Kamera. Das streut den Blitz und bewirkt eine entsprechendere Belichtung. Einen Fahrradreflektor, sinnigerweise auch „Katzenauge“ genannt – so, so. Woher nehmen und nicht stehlen? Noch am selben Abend durchforstete ich unseren Fahrradkeller, konnte jedoch bei keinem Fahrrad einen weißen, also klaren Reflektor entdecken. Somit brauchte ich nicht stehlen und entnahm dem Rad des Herrn des Hauses ein orangefarbenes Auge, nahm es auseinander und klebte es mit Tesafilm vor den Blitz. Es kam schließlich auf die Streuung an, und warum sollte die Farbe etwas damit zutun haben? Am nächsten Tag kam ich jedoch zufällig an einem Fahrradgeschäft vorbei, hielt an und fragte nach. Nein, weiße Reflektoren gibt es nicht mehr zu kaufen.

„Ich benötige solch ein Teil für eine Kamera zur Blitzabdeckung, also nicht mittlerweile verbotenerweise für ein Rad.“

„Aha“, der gute Mann legte seine Stirn in Falten, „ich schaue mal.“ Er ging in seine Werkstatt und kam mit einem noch ungebrauchten Reflektor in den Laden zurück.

„Hier, das ist der einzige den ich noch habe, und müssen sie eventuell auseinander sägen.“

„Uiii, wie schön, was bekommen sie dafür?“

„Ach, nichts, ist meine heutige gute Tat.“

Dass der Fahrradhändler mir geglaubt hat bezweifle ich. Wahrscheinich dachte er an eine normale Digitalkamera und stellte sie sich mit Katzenauge auf dem Deckel vor. Naja, jedenfalls hatte ich eine zweite Alternative und kann testen.

Die somit ersten Fotos mit orangefarbenem Auge vorm Blitz sind bereits bombastisch gut geworden. Es gibt immer wieder Aussetzer, so dass dennoch weiße Fotos entstehen, aber ich teste weiter. Der helle  Reflektor wurde inzwischen auseinander genommen, man musste ihn in  der Tat zersägen, denn das war noch altes und haltbares Handwerk.

Ich sehe somit an der zweiten Futterstelle, wo Hanni, Nanni, Mara und Mikesch herstammen, eine weitere Anzahl all dieser extrem scheuen Tiere. Eine schwarzweiße Katze oder Kater, eine schwarze, eine getigerte, immer mal wieder Samantha und suche nach Kerben im Ohr, die mir belegen würden, dass es sich um bereits kastrierte Tiere handelt. Das ist nicht einfach zu erkennen und manchmal auch sinnlos, da einige Tierärzte keine Kerbe ins Ohr gemacht haben, obwohl die Mehrzahl dieser Tiere bereits kastriert worden sein muss. In manch Tierarztaugen bedeutet eine Kerbe im Ohr eine Art Verstümmelung, aber eine Tätowierung kann in diesen Situationen erst recht nicht erkannt werden. Inzwischen traute ich mich und stellte die Kamera in die Zaunstreben, so dass sie besser geklaut werden … aber auch bessere Fotos machen kann.

Vorab ein Gast:

ElsterElster 1Elster 2Hier  ein Nachtfoto noch ohne Katjas Tipp. Darauf erkennt man nasses Fell, aber das war es:

Futterstelle

Viel besser mit Reflektor:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Danke an Katja – und nicht nur dafür. 😉

Wildbeobachtung

Zwar lebe ich in ständiger Unsicherheit, dass die Kamera zur eigentlichen Wildbeobachtung eines Tages verschwunden, sprich geklaut sein wird, aber Nervenkitzel gehört nun einmal dazu. In der vergangenen Woche stellte ich die Kamera mal wieder bei Minky, Fritzchen und Emmiken auf, an der Stelle wo die gespendete Hütte steht. Am nächsten Abend war die Futterschale bis auf einen letzten Krümel leer und ich war gespannt, was mich anhand der geknipsten Fotos erwartete. Ich erwarte ständig fremde, neue  Katzen oder Kitten, die dann gefangen, untergebracht oder zumindest kastriert werden müssen. Es ist beinahe wie ein Verfolgungswahn, da man sich  nur noch nach Normalität, in Frieden gelassen werden, gesunde Tiere und nach keinen weiteren Veränderungen sehnt. Es ist schlimm genug, die Tiere sich selbst zu überlassen, wenn man das mindest Mögliche erledigt, gutes Futter in saubere Schalen gefüllt, eine Weile Streicheleinheiten verteilt hat und sich wieder auf den Weg machen muss, sie zurücklässt. Ganz schlimm ist es wenn Katzen einem hinterherlaufen, das bestärkt die eigene Hilflosigkeit umso mehr. Aber wie man anhand der Bilder erkennen kann, scheint es diesen Katzen zurzeit in und um die Hütte herum zu gefallen. Ich kann nur hoffen, dass uns diese Möglichkeit, trotz neuen Pächters des Geländes, noch lange erhalten bleibt. Hier das letzte Foto mit Minky und mir, anschließend einige ausgewählte Bilder vom weiteren Abend, hin zur Nacht bis zum nächsten Abend. Wegen des hellen Blitzes muss ich mir was einfallen lassen, denn die Nachtfotos sind kaum zu gebrauchen, aber die zu erkennenden Katzen sind bekannt.

16.05.2013

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An der dritten Futterstelle stellte ich die Kamera nur kurz auf, weil ich in der Ferne eine Katze warten sah und mit meinen scheelen Augen nicht erkennen konnte, um welche Katze es sich handelt. Aufgrund des Fotos sah ich somit ein Stückchen Samantha, aber auch ein Stückchen schwarze Katze, die ich an dieser Stelle nicht kenne. Für diesen Standort muss ich dringend eine bessere Position finden, aber das ist auf einem Firmengelände mit regem Verkehr nicht einfach.

Samantha

Schwarze Katze