Erntezeit

Endlich mal ein essbares Ergebnis, nach jahrelangen Experimenten:

Irgendwie sehen diese Tomaten eigenständiger aus, als all die genormten aus den Gewächshäusern. Diese konnten sich entfalten wie sie wollen, und die nächsten reifen hoffentlich ebenfalls. Im nächsten Jahr heißt es Reduktion, denn jeder kennt es, der im Frühjahr nach vielen Monaten Grau die Sehnsucht nach Grün verspürt. Dann werden Pflanzen, Erde und möglichst große Blumentöpfe gekauft, es wird gebuddelt, begossen und gehofft. Nun ja, es waren in diesem Jahr wieder einmal zu viele Paprika und Tomatenpflanzen jeweils in einem Kübel, aber man ist im Frühling definitiv süchtig nach gepflanzten Erfolgen. Zwei Tomatenpflanzen in einem Kübel, Sabine, das reicht!

Die Schnecken haben aufgrund häufigen Regens ebenfalls eine gute Zeit und mögen das Grün genauso gern. Warum bekämpfen? Wie käme ich dazu? Besser akzeptieren und miteinander leben, oder? Vor kurzem sah ich einen Bericht im Fernsehen, in dem es darum ging, welche ungiftige Möglichkeit die Beste ist. Es ging um Ringe, um Zäune und um ein Mittel, mit dem man die jeweilige Umrandung bestreichen soll. Dieses war die wirkungsvollste Lösung, aber ich habe zu solch Maßnahmen keine Zeit.
Bänderschnecken, die mit dem Haus: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/gartentipps/00546.html, lieben Gurke. Und ich dachte, dass dann alle anderen Schnecken ebenfalls Gurke mögen könnten. Somit nahm ich eine bereits weiche und leider vergessene Gurke, die ansonsten in der Biotonne gelandet wäre, schnitt sie in Scheiben und legte die Scheiben auf die Terrasse. Ergebnis: Viele Nacktschnecken, die ansonsten scheinbar ziellos hin und her kriechen, sammelten sich an den Gurkenscheiben und ließen die Pflanztöpfe für diese Zeit in Ruhe. Weinbergschnecken stehen offiziell unter Naturschutz und dürfen deshalb sogar „gepflegt“ werden.

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Mikesch wünscht ein schönes Wochenende:

Bitte bei Hitze beachten!

TASSO-Newsletter

Der Personaler im Backofen –
TASSO präsentiert neuen Kampagnen-Film

Seit vielen Jahren warnt TASSO mit der Kampagne „Hund im Backofen“ davor, Hunde an warmen Tagen im Auto zurückzulassen. Wir sprechen von schnell steigenden Temperaturen, erklären, dass Hunde ihren Wärmehaushalt nur durch das Hecheln regulieren können und geben Tipps, wie im Auto zurückgelassenen Hunden geholfen werden kann, wenn sie befreit wurden.

Aber wie genau fühlt es sich eigentlich an, im heißen Auto alleine darauf zu warten, dass der Fahrer wiederkommt und die Klimaanlage endlich wieder kühlt? Das wollten wir genau wissen und haben daher unseren Personalleiter Dennis Schiffer zu einem Experiment überredet. Wir haben ihn kurzerhand an einem noch gar nicht so warmen Tag eine Zeitlang im Auto zurückgelassen. Begleitet von unserer Kamera erlebte Dennis mehr als unangenehme Minuten im „Backofen“. Ergänzt haben wir dieses filmische Experiment durch die Expertenmeinung der für TASSO tätigen Tierärztin Dr. Anette Fach. Daraus entstanden ist der TASSO-„Hund im Backofen“-Film, den wir Ihnen heute präsentieren möchten.

Klicken Sie rein und begleiten Sie Dennis Schiffer sowie einen Schokoladenosterhasen auf ihrem Leidensweg im heißen Auto. Soviel sei vorab schon mal verraten: Unser Personalleiter hat das Projekt besser überstanden als das letzte Überbleibsel aus unserem Osterkörbchen.

Den Film finden Sie hier: http://www.tasso.net/hund-im-backofen

© Copyright TASSO e.V.

In Erinnerung an Camilla

Camilla war auch eine derer, die sich ihr Leben auf der Straße erkämpfen musste.

Ein alter Mann hatte Camilla und viele weitere Katzen an einer selbst gebauten Futterstelle versorgt, tagtäglich, egal bei welchem Wetter. Das war bereits zu einer Zeit, als der Begriff „Sterilisation“ und die Möglichkeit durch helfende Tierschutzvereine noch relativ unbekannt waren, bzw. es Tierschutzvereine wie in heutigen Maßen noch gar nicht gab.
Es müssen seinerzeit eine Menge Katzen gewesen sein, die der alte Mann versorgte, bis ein Tierschutzverein aufmerksam wurde, für die nötige Übersicht sorgte und versuchte dort ein wenig Luft zu schaffen, indem Kitten vermittelt wurden und Muttertiere, Kater kastriert wurden. Somit reduzierte sich die Zahl, aber alten und extrem scheuen Tiere kann man ihrer Freiheit nicht berauben.
Darunter fiel auch das mittlerweile alte Mädchen Camilla.
Der Mann war vor einigen Jahren verstorben und hinterließ etliche, von ihm versorgte, Straßenkatzen, die nun nicht hungern durften, weshalb die Futterstellen irgendwie unter Tierschützern aufgeteilt wurden und ich somit Camilla kennen lernte, die eine Kerbe im Ohr hatte und somit definitiv als kastrierte „wilde“ Katze gekennzeichnet war.

Erst in den letzten Monaten kam Camilla regelmäßig, sie erwartete ihre Versorger geduldig. Das gebaute und regen sichere Futterhäuschen des alten Mannes wurde irgendwann von der Stadt beseitigt, es wurden neue Regeln aufgestellt, denn Katzen füttern ist mittlerweile längst VERBOTEN. All die alten Menschen mit Respekt vor unseren Mitlebewesen scheinen verstorben und die jungen, dynamischen, an die Wirtschaftszukunft denkenden Menschen haben keine Ahnung, was wirklich in den Städten geschieht. Sie verschließen die Augen, obwohl das Tierelend menschengemacht ist und sich nicht verbessert. Futterstellen sind stets auch Anlaufstellen für ausgesetzte Katzen, die nicht wissen, wo sie genügend Nahrung finden sollen, aber man denkt an die Wirtschaft und dass Futterstellen Ratten anlocken. An Futterstellen sind bereits unendlich viele Haustiere entdeckt worden, die entweder nach Hause zurück gebracht oder aber vermittelt werden konnten. Was wirklich Schuld an Rattenplagen hat, das muss man nicht lange erklären, da wilde Müllkippen inzwischen zur Tagesordnung gehören.
Selbstverständlich bekam Camilla eine neue und regen sichere Futterstelle, denn Tierschützer kämpfen, auch wenn es gegen Windmühlenflügel scheint, aber ohne Respekt und Fürsorge geht die Erde zugrunde.

Camilla konnte nur noch wenige Wochen ihr neues Domizil benutzen, denn eine befreundete Tierschützerin rief an, dass Camilla an der Futterstelle liege und tot sei. Sie hatte keine Verletzung, aber sie schien angefahren worden zu sein. Wir begruben sie hier im Garten.

Die neue Futterbox samt Näpfe (Diebstahl) wurde erneut von diversen Windmühlenflügeln entfernt, obwohl es noch gilt eine weiße, neu hinzugekommene Katze zu versorgen, bzw. sich um einen Einfang inklusive Unterbringung zu kümmern.

Liebes Mädchen, Danke, dass ich Dich kennen lernen durfte! Du hast mir neue, zusätzliche Energie und Lebensmut beigebracht . Niemals aufgeben … niemals!
Komm`gut an im Regenbogenland und passe auf Dich auf, mach`es gut, Du lieber Schatz!

Bitte auch auf Tauben achten!

Warum werden Tauben „Ratten der Lüfte“ genannt? Sie vermehren sich allem Anschein nach ausgiebig, zerstören ANGEBLICH mit ihrem Kot Gebäude, kacken ANGEBLICH das geliebte Auto voll und verunreinigen den kostbaren Lack. Vorurteil, denn Stadttauben sind immer noch ein Unterschied zu den wilden Ringeltauben die auf Bäumen leben, und die aus einem menschengemachten Gleichmut entstandenem Gemisch entstanden, das aus ehemals gezüchteten Felsentauben und gleichermaßen gezüchteten und verirrten, verhungernden Brieftauben besteht. Das alles auch hier noch einmal nachzulesen: https://www.tierrechte.de/themen/stadttauben/fuetterungsverbote
All das hat nur wenig mit meinem Anliegen zu tun, denn hauptsächlich geht es mir um brutale und schmerzhafte Ignoranz:

Eine Eisenbahnunterführung, auf die ich irgendwann und zufällig aufmerksam wurde. Viele Stadttauben leben dort ihr Leben, sie brüten auf Streben und heruntergefallene Küken liegen verendet auf dem Bürgersteig. Diese Unterführung ist stark frequentiert, sei es durch Autofahrer oder Passanten. Manch ein Mensch hat Mitleid und lässt sein soeben gekauftes Brötchen fallen, aber das ist keine Nahrung, denn dünnflüssiger Kot lässt tatsächlich auf etliche Krankheiten schließen. Somit entschloss ich mich auch dort nahrhafte Körner zu streuen, wobei man stets aufpassen muss, dass kein Verräter in der Nähe ist. Die Welt, nicht einmal unsere „Mutter Erde“, aber unsere inzwischen gemachte Welt ist voll von Widersprüchen, wie beim G20 Gipfel gerade hautnah zu erleben. 2016 fand er in China, in Hangzhou statt, wo Kinder Fähnchen schwenkend am Straßenrand standen. Nur ja keine Meinung äußern, nur ja keine Fehler machen. In Hamburg wird Meinung kundgetan, sei sie nun gut oder sinnlos, weil einige Demonstranten eventuell die eigenen Versprechen missachteten. Es darf nie übertrieben werden, aber es darf eine Meinung, ein Sinn kundgetan werden, das ist in Deutschland der Vorteil.

Wobei ich wieder auf „Ordnung“ zurückkomme, denn in Ordnung ist das Leben vieler Stadttauben nicht, und es wird die Nase gerümpft, und jeder, der erwischt wird, beim Bombenlegen Körner streuen, der wird angezeigt. Ist nicht schwer, man kann es sogar anonym per Smartphone erledigen, denn das ist den allermeisten inzwischen eh an die Hand gewachsen und man muss sich nicht einmal bewegen. Aber es macht keinen Sinn, denn den Tieren wird dadurch nicht geholfen. Wir haben in Deutschland zur Meinungsfreiheit glücklicherweise auch ein Tierschutzgesetz: https://www.tierschutzbund.de/tierschutzgesetz.html, wo z.B. festgehalten ist, dass Tieren, Zitat: Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“ (§ 1 TierSchG, Grundsatz)

Das obige Foto der beiden Tauben ist, wenn ich mich an unsere Gesetze halte, eine zweifache Straftat, denn ich stand unter dieser Unterführung, die dunkle Taube saß auf der Straße, konnte noch nicht wirklich fliegen. Ein Kleinwagen mit einer telefonierenden Dame (Handy in der Hand) kam angebraust und überfuhr dieses Lebewesen mittig. Die Taube hatte großes Glück, sie überschlug unter dem Fahrzeug mehrfach, Federn flogen, die Fahrerin fuhr telefonierend weiter … und ich kehrte den schmerzhaften Scherbenhaufen zusammen. Die Jungtaube stand unter Schock, denn ja, auch Tauben empfinden Schmerz und Leid! Sie rannte zu Fuß von einer Straßenecke zur anderen, flatterte panisch mit den verbliebenen Flügeln, blutete heftig aus einer großflächigen Wunde. Nach zwei Versuchen konnte ich sie fangen und in mein Auto in Sicherheit bringen.Ich ging schnell zurück um endlich die gewohnten Körner zu streuen, doch eine weitere Jungtaube lief vor meinen Füssen, machte Anstalten zu fliegen, kam aber nicht nach oben. Auch sie fing ich ein, denn es hatte keinen Zweck zu warten. Ihr Rücken war kahl und blutig verletzt, höchstwahrscheinlich aufgrund eines ähnlichen Dramas. Beide Tauben nahm Anne auf und versorgte sie sofort, denn es war schnelle Hilfe angesagt, da der schwarzen Taube ein Teil ihres Hinterleibes fehlte.

Inzwischen konnten sich die Taubenkinder erholen und werden weiterhin mit Medikamenten, Puder usw. versorgt:

Bitte schaut mal bei Anne vorbei, Spenden sind wichtig, überlebenswichtig und sie kann aufgrund ihrer Hilfeleistung jeden Cent gebrauchen: http://stadtnatur.online/ueber-uns

Es werden mehrere Jahrtausende von Liebe nötig sein, um den Tieren ihr durch uns zugefügtes Leid heimzuzahlen!
Franz von Assisi

Vielen Dank für Euer Interesse!
Sabine

In Erinnerung an Bea


Bea musste am Donnerstag den 18.05.2017 leider über die Regenbogenbrücke gehen, mit gerade knapp vier Jahren.
Bea war eine „wilde“ Katze an einer Futterstelle, die wir seit drei Jahren täglich versorgen. Seinerzeit brachte es der Zufall, dass Ulrike kleine Katzen an einem Firmengelände sah. Ich schaute und fragte am nächsten Tag nach und ja, es war dem Firmeninhaber bekannt, dass kleine Katzen und immer wieder neue Katzen auf seinem Gelände herum liefen.
„Füttern sie sie, kümmern sie sich um Kastrationen?“ , fragte ich.
„Ich? Nein, wie kommen sie darauf?“
„Ach, nur so, denn das wäre rein theoretisch ihre Pflicht, zumindest einem Tierschutzverein eine Meldung zu geben.“

Vier kleine schwarze Katzen, gerade mal ein halbes Jahr alt, konnten innerhalb kürzester Zeit eingefangen werden.Sie waren derart hungrig, so dass sie dem kleinsten Bissen folgten. Zwei der halbjährigen waren bereits trächtig, bei einer von beiden war die Gebärmutter vereitert. Alle vier wurden zur Ausheilung untergebracht, aber nur zwei konnten vermittelt werden. Bea und ihre Schwester wollten wieder hinaus in die Freiheit.

Innerhalb der Jahre musste dort immer wieder eingefangen und kastriert werden, da die Katzen auch aus den Nachbargebieten kommen. Ein Gewerbegebiet, wo lediglich Menschen arbeiten, aber sich um Katzen nicht kümmern. Bea zeigte sich immer mal wieder, sie war weder zahm noch wild. Sie war einfach da, ich freute mich über ihre Anwesenheit, denn das ist unter anderem der Sinn einer Futterstelle, weil die Tiere täglich beobachtet werden und Krankheiten etc. festgestellt werden können. Ein Fuchs und ein Igel nisteten sich inzwischen auch ein, es geht bei allen Lebewesen nur ums Überleben, deswegen bekommt der Fuchs täglich eine 800g Dose Hundefutter gereicht, damit für die Katzen genug ihres Futters übrig bleibt.

Bea zeigte sich vor zwei Wochen und schien müde. Ihr Fell war am Hals irgendwie dünn und ich dachte an den Fuchs, der ihr eventuell etwas angetan haben könnte. Bea kam täglich, aber mittlerweile ist es an dieser Stelle mit dem Fangen nicht mehr so leicht, da man die Tiere im Vorfeld hungern lassen müsste. Am Dienstag musste ich Bea suchen und fand sie in ihrer Styroporbox, aus der sie mich beobachtete. War sie auf Sprung? Konnte ich näher heran? Nein, sie bewegte sich sofort als ich näher kam. Am Mittwoch waren es fast 30 Grad und Bea lag in ihrer Box. Somit stand fest, dass Bea definitiv krank war. Ich überlegte, denn eine falsche Bewegung und scheue Katzen sind weg. Sie lassen sich auch niemals wieder fangen, weil sie schlechte Erfahrungen speichern und die Gegebenheiten meiden. Am Donnerstag hielt ich ein Stück Pappe vor den Eingang der Box, nachdem ich mich überzeugt hatte, dass Bea dort drin lag. Das alles in sehr schneller Reaktion, denn es darf nichts schiefgehen in solchen Situationen. Ein Umsetzen in eine Transportbox war zu stressig, somit transportierte ich Bea in ihrer Styroporbox. Beim Tierarzt war nur noch der Notdienst zu erreichen, aber der behandelnde Tierarzt war sehr verständnisvoll und die Putzfrau war eh da … und räumte das hinausgefallene Stroh weg. Bea litt an FIP und konnte nicht mehr geheilt werden.

Mach`es gut, Du kleine Zaubermaus. Du hattest ein zu kurzes, aber ein eventuell gutes Leben. Du liegst hier im Garten neben Bella und Hermine, und neben Tara, Max und Hope … es ist traurig.

In Erinnerung an „kleine Katze“

Gestern war „Weltkatzentag“ und es wurde auf lustige Videos, kuschelige Schmuser, hochintelligente, lebensrettende oder abenteuerliche Streuner hingewiesen. Eine bunte Mischung einer Vielzahl von Charakteren, denn keine Katze ist wie die andere. Ich habe lediglich vereinzelte Artikel gesehen oder gelesen, und vermisste wie immer einen Bericht über unsere übersehenen Katzen, die deutschlandweit auf den Straßen leben. Zum Teil leben müssen, weil sie es weder anders kennen, noch eine Alternative akzeptieren. Zum Teil leben, weil sich niemand interessiert und keine Alternative bieten mag.

 09.11.2006 006Eine von diesen Katzen war „kleine Katze“. Eine der vielen Hafenkatzen, die ihren Futterplatz seit ungefähr zehn Jahren kannte und dennoch zu einem anderen Platz die Straße wechselte. „Kleine Katze“ war scheu, ihr Leben bestand aus Angst, und sie blieb zehn Jahre lang unnahbar, obwohl sie regelmäßig in einer ansässigen Firma versorgt wurde. Warum sich „Katze“ nicht dort auch einen Ruheplatz gesucht hatte, das weiß nur sie selber.
Am 20.07.2015 war ein unaufmerksamer, ein gleichgültiger Autofahrer schneller. Zu schnell, um „Katze“ das Überqueren ihrer Straße zu ermöglichen, oder zu gönnen. Ich komme als Autofahrer nicht herum, über mein abwertendes Urteil vieler anderer Verkehrsteilnehmer gegenüber, und es scheinen tagtäglich immer mehr zu werden, die ignorierend einem Wahnsinn voraus oder hinterher zu fahren scheinen.

Jedes Auto verfügt über ein Bremse!

Ruhe in Frieden, Du kleiner, treuer Schatz. Du bleibst unvergessen und ich wünsche Dir, dass Du nun niemals mehr Angst haben musst, dass Du auf Bäume klettern kannst, Spielgefährten findest und Deine Seelenruhe endlich geniessen darfst! Es ist sehr traurig, da Du Dein Leben nie wirklich leben konntest. Grüß` all die lieben und traurig vermissten Kumpel, die vor Dir gehen mussten, die auf Dich gewartet haben und Dich empfangen werden ….

Ich danke Frau B. von Herzen, die sich all die Jahre um „kleine Katze“ gekümmert hat.

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Straßenkatzen

Allgemein verpönte Straßenkatzen, die angeblich mitsamt Ratten leben und angebliche Krankheiten verbreiten, die können auch so aussehen:
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Selbst die übergroße Kerbe (die eine Katze im Straßenleben vor erneutem Einfang bewahren würde) im Ohr von Choupette, der ehemaligen Krümel, hindert ihre Familie nicht daran sie zu mögen. Sofia und  Choupette hatten Glück, denn nach langer, manchmal auch verzweifelter und strittiger Suche, konnte für sie ein Zuhause gefunden werden. Zuerst in einer Pflegestelle in einem Zimmer bei der besten Schwiegermutter der Welt ;-), hinauf die Straße hoch, bei den besten Nachbarn der Welt!

Choupette war seinerzeit in ihrer Pflegestelle plötzlich spurlos verschwunden und ich stand mit einer Falle bewaffnet bei Schwiegermutter vor dem Haus. Dabei hatte sich Ex Krümel lediglich hinter der Küchenfront versteckt. Kein gutes Zeichen, denn bricht man solch einem Tier „das Genick“, wenn man es einsperrt? Eine scheue Katze kann diese Fragen nicht einmal selber beantworten, da sie Alternativen nicht kennt. Fragen über Fragen, Zweifel am eigenen Handeln, schlaflose Nächte.

Nun  kann ich gar nicht genug bekommen diese Fotos anzuschauen, zeugen sie doch von einer gelungenen Mission, dass manche Katzen geeignet sind und sich anpassen mögen, auch wenn anfangs enorme Zweifel bestehen. Nach einer Kastration und Behandlung wieder raus auf die Straße? Wer will die Verantwortung übernehmen? Es ist immer wieder sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen, zumal es noch schwerer ist, halbwide Katzen in geduldige Hände zu vermitteln. Denn wer mag das, wer hat noch diese Zeit und Geduld?  Manche Tiere machen es einem leicht, weil sie nur eines wollen: Ihre Freiheit. Andere wiederum benehmen sich zurückhaltend, abwartend, wie wenn sie eine Entscheidung erwarten.

Sofia und Choupette jedenfalls kommen sehr gut in einer großen Wohnung zurecht, denn sie haben sich. Wo die eine hingeht, folgt die andere.Es wird gespielt und getobt, nur das mit dem Streicheln, das dauert noch. Beide stammen von verschiedenen Fang – Futterstellen, aber in der Not halten sogar Frauen zusammen. Zum Glück haben ihre Zweibeiner Geduld und Verständnis – und wenn Kater Emil wieder zurück kommt, wird auch er mit den Damen zurecht kommen.

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P.S. Der Fotograf ist mit der Veröffentlichung seiner Fotos einverstanden – hihi.