Katze Hermine (Teil 8)

SPENDENAUFRUF!

Ihr Freunde der Katzenheimat werdet wissen, welche Tiefen und Höhen es mit Hermine gab. Immer wieder erholte sie sich und im Grunde traute ich ihr vor fast zwei Jahren keinen einzigen Tag mehr zu. Sie überraschte mich und lehrte mich eine Menge, speziell was die extrem scheuen und im allgemeinen als „wild“ bezeichneten Katzen anbelangt.
Vor vier Wochen saß Hermine auf dem Wohnzimmertisch und hinterließ zwei Bluttropfen. Ich hatte keine Idee woher dieses Blut stammen könnte, aber dass es von Hermine kommen musste, war die einzige Erklärung. Eine am nächsten Tag erfolgte Untersuchung bei der Tierärztin ergab, dass Hermines Wurzel des rechten Eckzahnes heftig vereitert war und der Zahn gezogen werden musste. Am nächsten Tag war es soweit und eine gleichzeitige Blutuntersuchung aufgrund ihres erhöhten Trinkbedürfnisses folgte. Der gezogene Zahn hatte eine große Lücke hinterlassen und das Loch führt bis zur Nasenwurzel, was aber keine großen Probleme mit sich führen wird, lediglich eine eventuelle Erklärung für die Bluttropfen scheint. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung zeigten erhöhte Daten, so dass von einer chronischen Niereninsuffizienz ausgegangen werden kann. Noch vor einem halben Jahr ergab eine Blutuntersuchung keinerlei erhöhte Frequenzen, aber Niereninsuffizienz kommt plötzlich und lässt sich nicht heilen. Ich wurde mit entsprechendem Diätfutter, das keine Katze mag, und dem Medikament „Semintra“ versorgt, und konnte Hermine wieder mit nach Hause nehmen. Das alles kostete exakt 215,30 Euro.
Als wir Zuhause ankamen dachte ich, dass zwei Katzen verwechselt worden seien, denn Hermine zeigte sich munter wie noch nie. Ihr Zahn hatte heftige Schmerzen verursacht, aber ein Indianer kennt bekanntlich keinen Schmerz. Somit zeigte sie sich wie neugeboren ohne Schmerzen.
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Zwei weitere Wochen vergingen und Hermine ging es plötzlich immer schlechter, trotz Gabe des Mittels Semintra. Eigentlich schlechter als je zuvor, schließlich war ich wegen der Bluttropfen zum Tierarzt gegangen. Am Sonntag vor zwei Wochen wollte sie hinaus und sich verkriechen, eben wie ein Indianer. Ich haderte, denn einerseits sollen solche Tiere selber entscheiden können wie sie ihr Leben gestalten, aber andererseits bin ich verpflichtet mich zu kümmern. Wo sind die Grenzen? Und warum kümmere ich mich? Weil es ansonsten niemand tun mag! Die Grenzen liegen definitiv beim Lebenswillen eines Tieres, selbst beim Menschen gibt es die, aber dort ist jegliche Hilfe in Form einer Erlösung beinahe unmöglich und geht mit gesetzlichen Konflikten konform, aber das ist ein ganz anderes Thema…

Am vorletzten Montag fuhr ich mit Hermine zur Tierklinik, da die behandelnde Tierärztin in Urlaub war und Hermine kaum noch laufen konnte. Sie kippte zur Seite, konnte kaum noch auf den Kratzbaum. Die Ärztin der Tierklinik musste Hermine gleich dort behalten und an die Infusion legen, keiner sprach von eventueller Euthanasie, so dass ich einen Hoffnungsschimmer am Horizont sah. Täglich rief die Tierklinik an und ich hoffte auf eine Besserung. Das konnte man nicht genau sagen, aber der Katze ginge es gut, denn sie äße das Nierendiätfutter, würde aufs Klo gehen und viel schlafen. Ja, das klang fast schon normal, denn in einem Tierarztkäfig kann Katze nicht viel anderes anstellen. Ich wartete und hoffte auf eine Genesung. Am Freitag sprach ich mit dem behandelnden Stationsarzt, der mir sagte, dass eine weitere Blutprobe ausgewertet werden müsse und danach würde sich entscheiden, ob Hermine wieder nach Hause könne oder ob sich eine weitere Infusionstherapie lohne. Ok, das sollte noch abgewartet werden und ich rechnete mit ungefähr 300 Euro, die bei Aufnahme veranschlagt worden waren.
Inzwischen waren drei Bluttests, eine Harnuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung getätigt worden, die keine neuen Ergebnisse gebracht hatten, außer Niereninsuffizienz.
Hermine
Am Freitag bekam ich die Info, dass Hermines schlechte Werte um ein Minimum verbessert seien und mehr nicht zu retten sei. Somit holte ich Hermine ab und zahlte 785,78 Euro inklusive dem viel gepriesenem Semintra in Höhe von 29,79 Euro. Die Tierhilfe Rhein-Main-Ruhr streckte die Zahlung dankenswerterweise vor, aber keiner weiß, wie all die Unkosten abgedeckt werden sollen.
Hermine ging es sehr gut, sie freute sich wieder zu Hause zu sein, auch wenn sie von Romina mit einem Fauchen empfangen wurde. Sie roch nun einmal nach angsterregender Klinik und Chemie und überhaupt, die alte Dame ist Romina eh ein Dörnchen im Auge.
Die Tage vergingen, Hermine bekam ihr verschriebenes Diätfutter, Semintra und Ikapitine. Doch leider ging es ihr erneut wieder schlechter, was an der fehlenden Infusion gelegen haben mag, aber ich tippte auf Semintra mit all den beschriebenen Nebenwirkungen, wie unter anderem Erbrechen. Denn das kam auch noch hinzu, dass Hermine selbst Wasser erbrach. Seitdem sie das Mittel bekommen hatte, war es mit Hermine bergab gegangen und zusätzlich ist das Mittel nicht gerade preiswert zu nennen. Über zwanzig Euro, damit es einem Tier schlechter geht. Ich will es nicht beschreien, es kann auch Zufall sein, aber ich setzte das Mittel und selbst das Diätfutter ab. Hermine verweigerte es irgendwann sowieso und ich beschränkte mich auf normales und gutes Futter, inklusive Ikapitine. Aber: Es ist irrsinnig schwer fast 1000 Euro für eine weitere Katze auszugeben, die „lediglich“ von der Straße kommt. Wer Teil Eins bis Sieben gelesen hat oder noch lesen mag …
Hiermit bitte ich Euch ein weiteres Mal einen Spendenaufruf weiterzuleiten. Damit auch in diesem Fall eine Spendenquittung ausgewiesen werden kann, bitte
eine Überweisung auf das Konto der Tierhilfe Rhein-Main-Ruhr tätigen:
Spardabank – Hessen
BLZ: 500 90 500
Kontonummer: 3582434

Ansonsten ist es das Leben. Gegenwart und Zukunft, wie Katze Meili, die noch auf eine Zukunft wartet, sagen würde:
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Hermine und ich danken Euch sehr für Eure Mühen und wünschen Euch eine gute Woche!

Katze Meili Teil 3

Nachdem Meilis erste Interessentin absagte, entwickelt sich das Katzenmädchen eben hier weiter. Was soll es? Erfahrenere Lehrherren wird sie anderswo kaum finden und selbst Romina, die anfangs – nicht nur – die Augen verdrehte, weil ich es gewagt hatte ihr schon wieder solch ein unerzogenes Straßenkitten vor die herrschaftliche Nase zu setzen, selbst sie nimmt sich Meilis Wohlergehen an.
Nachdem die scheue Meili fast drei Wochen in Quarantäne verbringen musste, ihr Durchfall samt Wurmbefall Geschichte wurden und kein Zuhause in Sicht schien, durfte sie selbstverständlich ihren Käfig verlassen und auf Entdeckungstour gehen. Es war ein Fortschritt zu erkennen, denn Meili hatte keine Lust mehr sich unter Schränken zu verkriechen. Nein, Meili war eine selbstbewusste kleine Katzendame geworden, die es unter ihrer Würde empfand sich minderwertig in Spalten zu quetschen. Von Menschen will sie weiterhin nichts wissen, aber es dauerte nicht lange und keine Katze konnte ihr widerstehen. Selbst Meilis großes Vorbild, Kater Mikesch, nicht, der ihr sogar seinen Platz auf der Heizung räumte.
Mikesch und Meili

An Spielzeug hapert es hier nicht, aber viele Dnge waren noch nicht aus Tüten und Kartons ausgeräumt. Eines Abends fielen mir die Spielschienen ein, die irgendwo auseinandergenommen schlummerten. Hatten wir doch bei Ankunft von Rominas Babys von Christine und Manuela die Catit Design Senses Super-Roller-Spielschiene geschenkt bekommen, weil ihre Katzen kein Interesse mehr daran zeigten. Nach Hanni, Nanni und Oskar hatte hier auch niemand mehr damit gespielt, aber jetzt musste dieses Teil schnell wieder her. Ich suchte, suchte und fand, selbst die Leuchtekugel war nicht abhanden gekommen.
Aber was soll eine „einsame“ kleine Katze mit einer eingesperrten Kugel?
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Perlchen zeigte es Meili und seitdem rollen die Kugeln Tag und Nacht.
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Kurze Zwischenstopps gibt es nur während der Essensphasen,
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der Ruhepausen
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oder wenn Meili wirklich erschöpft ist, von all ihren Eindrücken:
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Aber lange dauern solche Phasen logischerweise nicht, so dass sich, wie erwähnt, sogar Romina bereit erklärt und Klein – Meili beschäftigt:
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Manchmal ist es wirklich spannend, wenn Kater Charlie hinter einer dubiosen, durchsichtigen Wand sitzt:
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Aber all das sind Eindrücke, die Meili, die ehemalige Straßenkatze nicht erschüttern können.Meili 15Meili 11

Katze Meili taut auf

Nachdem Katja zu Besuch war und wir Meilis Hinterteil samt Schwanz gemeinsam und sehr sachte mit lauwarmen Wasser von inzwischen verhärteten Hinterlassenschaften ihres Durchfalles gesäubert hatten, konnte Meili nicht anders und musste sich dem Geruch der Menschen hingeben. Noch mag sie keine Menschen. Sie mag sie nicht und hat Angst, versteift sich sobald man sie streichelt. Leider müssen diese Versuche sein, damit sie Menschen als etwas Gutes kennen lernt, zu sehr bedrängen darf man sie allerdings auch nicht. Ihren sauberen Popo jedenfalls fand Meili Klasse. Anschließend und sozusagen als Belohnung dafür, dass sie meine Hände nicht allzusehr zerkratzte, bekam sie ihr Essen. Sie mag Essen sehr gerne, aber das ist auch kein Wunder, denn hier gibt es immer angewärmtes und schmackhaftes Futter. Meili bekommt gekochtes Hühnerfleisch, Real Nature oder Royal Canin Kittenfutter, womit sich ihr Durchfall sehr schnell erledigte. Und trotzdem waren Spuren zu beseitigen, die Meili ebenfalls gestört hatten.
Noch immer lebt Meili im großen Käfig, was aber nicht schlimm ist, da sie diesen Bereich als ihren Bereich ansieht und langsam aber sicher aus sich herauskommt. Sie spielt, sie tobt, nur leider alleine, da eine Quarantänezeit immer ein Alleinsein bedeutet.
Allerdings kann es sein, dass Meili ein riesen Glück hat, denn heute kam ihre erste Interessentin. Sie wird noch öfter vorbeikommen und sich mit Meili beschäftigen. Zeitdruck gibt es nicht, denn jeder bekommt die Zeit, die er benötigt. Meili wird, wenn, auch nicht alleine aufwachsen, da eine Zweitkatze hinzukommt. Eben noch alles in der Aufbauphase, aber wie das Leben uns im Laufe der Jahre lehrt: Zeit, Geduld und Ruhe sind die besten Maßnahmen.
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Die Neujahrsansprache unserer Bundeskanzlerin beinhaltete scheinbar lieb gemeinte Forderungen. Dass Engagement sehr wichtig sei, damit unser Land weiterhin erfolgreich bleiben könne. Oder so ähnlich. Aber das Engagement, das blieb in meinem Kopf hängen, fast schon kleben. Tja, das Engagement. Das selbstverständlich voll und ganz respektiert wrd, wo man Unterstützung von allen Seiten bekommt, wo man ein Bürger bleiben kann, ohne sich verstecken zu müssen, denn du hilfst deinem Land, damit es nicht so weit kommt, wie zum Beispiel in Griechenland ..
Werde demnächst Frau Doktor Merkel eine SMS schreiben wollen, wenn ich mal wieder Probleme habe, wegen des Engagements, denn Dr. Merkel bezog das Engagement gewiss nicht auf den Tierschutz.

Ich wünsche Euch allen ein gesundes und glückliches Jahr 2014!
Sabine

Katze Meili

Zuerst möchte ich Euch, die Ihr beim vorletzten Artikel einen aufbauenden Kommentar hinterlassen habt, ganz herzlich danken! Das tut sehr gut, denn manchmal fällt es schwer, den Kopf oben zu halten. Die Facebookkrake ist mir unwichtig, was Christina sagte passt jedoch, denn auch auf Nachfrage und Bemühungen wird nicht reagiert. Leider kann ich mich dadurch auch nicht abmelden, aber egal.

Kommen wir zum tatsächlichen Leben, das Würmer hinterlässt und ängstlich ist, weil es, nun völlig alleine gestellt, Panik hat.
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Vergangenen Donnerstag wusste noch niemand, dass es eine winzig kleine Katze gibt, die am Abend in eine Falle ging. Obwohl sie von Ulrike zuerst als Ratte eingeschätzt und bereits vor ein paar Tagen gesehen wurde, ist sie nun hier, die Meili. Denn wohin mit ihr?
Herauslassen kann man sie nicht mehr, da sie erst geschätzte zwölf Wochen jung ist. Sie würde erwachsen werden, sich in einigen Monaten von einem unkastrierten Freigänger decken lassen, Kitten zur Welt bringen und selber verwildern. Ein ewiger Kreislauf. Und entweder beschweren sich Nachbarn oder es ist kein Platz vorhanden und niemand reißt sich um einen kleinen, halbwilden und Durchfall fabrizierenden Katzenwelpen. Die stinken und nachdem sie vom Tierarzt eine Portion Stronghold verabreicht bekamen, kann es passieren, dass Spulwürmer herausgeschwemmt werden, wie es bei Meili der Fall ist. Das Streu der Klos, die Meili benutzte, musste komplett entsorgt, die Toiletten desinfiziert werden.
Katzenwelpen ins Tierheim geben? Wo ebenfalls niemand Zeit hat und sich ständig über Geldmangel beschwert wird? Wo die Gefahr einer Frühkastration und eines Aussetzens besteht, wenn ein Katzenwelpe nicht zahm wird und sich als unvermittelbar herausstellt! Manchmal geht es gut und ich möchte keiner Tierheimleitung zu nahe treten, aber oftmals kotzen mich diese Aussagen an. Man muss ja schon DANKBAR sein, dass wir hier keine offiziellen Tötungen vorfinden. Wir freiwilligen Tierschützer arbeiten hauptberuflich ganz woanders, das hier ist ein unbezahlter Nebenjob, der das hauptberuflich verdiente Geld für diese Nebentätigkeit verschlingt.

Zuerst wurde unser drittes Zimmer umgeräumt um Platz zu schaffen, für den großen Käfig, der eigentlich als Ausheilkäfig für künftige kastrierte und wilde Katzen angeschafft wurde. Er stand mit seinen Maßen 116 x 86 x 77 cm noch eingepackt im Gartenzimmer herum und wie sich aufgebaut herausstellte, ist er ungeeignet für kleine Katzen. Ein großer Spalt zwischen all den Streben lässt Platz, um die Auffangschale heraus – und hinein schieben zu können. Gute Lösung, aber kein Thema für Winzlinge.
Meili musste somit erst einmal in den bewährten Hasenstall ziehen, und der Herr des Hauses musste am Samstag ins Bauhaus. Er kaufte Holz, sägte und baute, damit die unteren Spalten Kleinkatzenausbruchsicher gemacht werden konnten. Währenddessen war mir Meili aus den Händen geflüchtet, und, wie dieser Zahm – oder Wildheitstest zeigte, benötigt sie Zeit. Eine Nacht lang ließen wir sie in Ruhe, sich verstecken in den kleinsten Ecken, schloßen die Tür und schliefen bei geschlossenem Fenster. Meili musste ständig aufs Klo, hinterließ Spuren drinnen und daneben und hatte plötzlich gar keinen Hunger mehr, obwohl sie die Zeit vorher fast 400g schaffte. Das kleine Katzenmädchen ist ängstlich, ihre Angst, aufgrund ihres Alleinseins von Mutter und eventuellen Geschwistern getrennt, kann ihr kein neues Umfeld ersetzen.
Am Sonntag nahm ich sie mit einem Handtuch bewaffnet aus einem winzigen Spalt aus der hintersten Ecke, denn selbst Futter konnte sie nicht in ihren großen Käfig locken. Wir säuberten ihren kotverschmierten Popo indem wir ein Handtuch um sie wickelten, reinigten mit warmen Wasser und trockenem Tuch das Hinterteil samt Hinterbeinchen. Anschließend lag sie ganz weit, im hintersten Eck der Kratzbaumhöhle und erholte sich vom erlebten Stress.
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Mittlerweile ist Weihnachten fast herum und Meili wird neugierig. Zumindest konnte sie sich mit ihrem eingeschränkten Umfeld arrangieren, nutzt das Katzenklo und meldet sich, wenn sie hungrig ist.
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Da sie hin und wieder immer noch Durchfall hat, werden ihre Mahlzeiten reduziert und auf mehrere Mahlzeiten verteilt. An den Feiertagen klappte das recht gut, aber auch hier hapert es oftmals an Zeit, wegen der hauptberuflichen und nebenberuflichen Arbeiten. Aber die anderen Katzen werden zu einer Hilfe, da Meili sie beobachten kann ohne angegriffen zu werden, was unserer Hausmannschaft allerdings nicht im Traum einfällt. Meili ist jetzt da und somit schauen wir weiter.
Ein junger Kater konnte von der Katzennothilfe ebenfalls gefangen und kastriert werden. Er tat Ulrike sehr leid, da sie ihn nach seiner Ausheilphase an selbiger Stelle herauslassen musste, obwohl er nicht allzu wild wirkte.
Aber auch bei ihm: Wohin? Wäre er nicht gefangen worden, hätte er irgendwann Katze Meili decken können, denn beide stammen von derselben Stelle.
Wilder Kater

Mittendrin kam eine weitere junge Katze hinzu, die bereits am Anfang einer Trächtigkeit stand. Eigentlich fängt man in dieser Jahreszeit keine Katzen wegen ihres anschließend geschorenen Bauchfelles, aber die momentane Witterung lässt es haarscharf zu. Diese ungefähr ein Jahr junge Katze musste kastriert werden, kam ein paar Tage in Frau N´s. Dachzimmer unter, aber dieses Tier wollte wieder heraus, an ihren angestammten Platz.
Wilde

All diese Katzen werden von uns unter meist schwierigen Umständen versorgt, sehr oft wie in einem Wild West Film, wo man sich auf ein Gelände schleichen muss. Die Dunkelheit ist ein wahrer Freund. Auch wenn ständige Gegner argumentieren, dass es sich um Wildtiere handelt und sie alleine klar kommen. So kann das nicht stimmen, da echte Wildtiere von der Natur gegebene Weisheiten mitbekommen, da sie niemals Nachwuchs zeugen, wenn sie wissen, dass die Umstände keine Nahrung zulässt. Bei Katzen ist es leider anders und selbst wenn sie nicht versorgt werden, sie kennen diese Weisheit nicht, da jede hiesige „Wildkatze“ von einer ehemaligen Hauskatze abstammt.
Ein extrem scheuer Kater konnte inzwischen auch wieder am Hafen gefangen und kastriert werden …. aber wie man sieht, er will es nicht anders, nur seine Freiheit.
wilder kater 1

All diese Tiere hinterlassen eine Kerbe im Leben, und es ist immer wieder schön, wenn man sie nach solch einer Aktion gesund wiedersieht. Wenn nicht, muss man handeln, aber auch aus diesem Grund gibt es diese, für viele Menschen verhasste Futterstellen – und unsere ständige Aufopferung.

Habt eine gute Zeit bis zum Jahreswechsel mit lieben Grüßen

Sabine

Frohe Weihnachten

wünscht Euch die Katzenheimat und Findelkatzenkind Meili, obwohl sie damit nichts am Hut hat.Meili

Ach ja, und Perlchen, die auf gebratene Ringeltaube hofft:
Perlchen will Taube

Kater Freddy und kleine Rückmeldung

Lang, lang ist`s her, dass sich die Katzenheimat gemeldet hat. Aus diversen Gründen. Einerseits aufgrund Veränderungen wegen Umzug und edlicher Umstellungen, aber hauptsächlich weil es einige … wie soll ich sie nennen? Mit sich selber unzufriedene Möchtegerntierliebhaber? Oder angebliche Tierschützer, die einem kurz zuvor kennen gelernten Tierschützer die Butter nicht auf dem Brot gönnen? Ich leide unter Profilneurose, würde alles nur schönreden und solle die Wahrheit preisgeben.
Ach, gibt es eine zweite Wahrheit?
Obwohl mir seit Jahren all diese endlosen und völlig nutzlosen Meinungen am Ärmel vorbeigehen, gebe ich zu, dass es diesmal ein ganz klein wenig zuviel war, sozusagen der Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen bringt. Aber was soll es? Die Zeit heilt Wunden und Sonne lässt Wasser verdunsten. Hinzu kommt, dass mein Konto bei Facebook geknackt wurde und mir all das sowas von scheißegal ist!

Der Winter streckt mit Meilenstiefeln voran treibend seine kalten Finger aus, aber den meisten Katzen geht es gut. Kater Micky hingegen hat große Probleme, weil seine Heimat wieder einmal umziehen muss und er sich nur schwerlich umgewöhnen möchte. Er musste sich aufgrund Veränderungen schon oft umgewöhnen, aber er wird nicht jünger und einen alten Baum pfanzt man nicht um, schon gar nicht wenn er nicht mag. Manchmal spielt das Leben einen bösen Streich nach dem anderen. Ich helfe ihm wie es möglich ist, allerdings ist ein Kater, der aufgrund Veränderungen völlig durch den Wind ist, kaum noch händelbar. Geduld ist gefragt und ständige Umsorgung soweit möglich. Immer da sein, wenn Micky Hilfe benötigen sollte.

Kater Freddy hingegen hatte Glück. Großes Glück sogar und wenn sich für ihn nicht andauernd Veränderungen aufgetan hätten, wäre er jetzt eventuell nicht mehr am Leben.
Durch einen befreundeten Tierschutzverein konnte ein Zuhause für ihn gefunden werden. Nicht nur das, denn Freddy entpuppte sich im Laufe der Wochen zu einem besonderen Kater, der extrem viel Aufmerksamkeit und Fürsorge regelrecht fordert. All das steht ihm nach seiner schweren Zeit, in der er augenscheinlich nach etwas Besserem suchte, zu. Er ließ sich seinen Umzug gefallen, tat als wenn nichts gewsen wäre, nachdem man erkennen konnte, dass er kein wilder Kater ist. Freddy wollte vielleicht sogar ein Hund werden, denn er sitzt nun in seinem Innenhof eines ehemaligen Bauernhofes und heult den Vollmond an. Sobald sein Herrchen am Auto schraubt kommt Freddy hinterher, setzt sich neben sein Herrchen und legt ihm die Pfote aufs Knie.
Freddy 3
Seine erste Gabe Flohkur war eine Pipette zuwenig. Familie N. musste Katze Mia und die gesamte Umgebung mit Kur und Flohabwehrspray behandeln, aber dennoch stehen sie zu Kater Freddy und ich bin seiner Familie sehr, sehr dankbar dafür! Seine Untersuchungen ergaben genau das, was vermutet wurde: Freddy ist über zehn Jahre alt und seine Hüfte samt Wirbelsäule sind beschädigt. Sei es durch einen Unfall oder Misshandlung, wobei ich aufgrund seiner Zutraulichkeit auf einen Unfall tippe, wegen seines schlechten Gehörsinnes. Bei diesen Untersuchungen unterstützte uns die Tierhilfe Rhein- Main-Ruhr finanziell und auch dafür danke ich sehr! Freddy scheint aus dem Ausland zu kommen, denn die behandelnde Tierärztin meinte, seine jeweils drei Kerben in beiden Ohren als Kennzeichnung aus dem Auslandstierschutz zu erkennen. Er bekommt Schmerzmittel, die allerdings auf Homöopathische Mittel umgestellt werden.
Freddy 2

Und wie läuft es hier? Ui,ui, da muss ich jetzt aber arg aufpassen, wegen der Profilneurose. Dabei ist ein Blog eine Art Tagebuch und wenn ich mich erinnern möchte, suche auch ich oft nach. All die Neider können sich bei WordPress einen eigenen Blog erstellen und von ihren Pupsen erzählen. Ich muss sie nicht lesen!

Bisher läuft der normale Wahnsinn recht gut und fünf Freigänger rauben Nerven, wegen ständiger Angst, jedoch muss man bei Gelegenheit loslassen und Katzen in relativ sicherer Umgebung herauslassen. 100% tige Sicherheit gibt es nie, Gefahren lauern überall, jedoch kamen bisher noch alle zurück …

Romina auf dem kalten Ziegeldach
Romina auf dem Dach

Perlchen in Startposition
Perlchen

Charlie
Charlie

Kater Mikesch, nachdem er vor Hunden flüchten musste:
Mikesch im Baum

Hermine
Hermine

Romina
Romina

Bella und Hermine
Bella und Hermine

Alles in allem hat sich die Lage entspannen können, da sich Katzen und Kater viel besser aus dem Weg gehen können und ausgeglichener werden. Selbst der gemobbte Mikesch darf jederzeit wieder herein, obwohl ich wegen Romina, der Hausherrin anders dachte. Spannende Luft schnuppern und kleine Mäuse killen ist eine Kategorie höher, als auf einem vernetzten Balkon zu hocken. Es ist leider so, auch wenn die Nerven der Besitzer zerbröseln. Eben alles für die Katz`. 😉

Vielen, vielen Dank!

Jetzt wird es kompliziert, denn die Katzenheimat, bzw. die Tierhilfe Rhein-Main- Ruhr bekam eine überaus großzügige Futterspende von den Hussens in Wiesbaden. Weil ich unter Husse bei Google suchte, bekam ich jede Menge Stuhlüberwürfe zu sehen. Nett anzusehende Teile sind darunter und manchmal fällt einem durch Zufall eine Verschönerung ein. Auf Wortgeflecht und Aphorismen komme ich gedanklich gerade, aber nun denn, es ging definitiv nicht um unwichtigen Stoff, sondern um Trockenfutter für Katzen.
30 Kg gutes Trockenfutter – von Wiesbaden nach NRW, gespendet von DEN Hussens in Wiesbaden!
Ein sehr weiter Weg, wenn es sich nicht um Lebensnot handelt und man gerade so gar keine Zeit hat. Stefan S. löste das Problem und fuhr von Wiesbaden von seinen Eltern aus in seinen Lebensraum, der dennoch über 30 Km entfernt liegt. Anschließend rief er mich, die Begünstigte oder Auserwählte an, die das Futter an die korrekten Stellen verteilen würde. Ich stand bildlich gesehen auf dem Schlauch, da ich viel zu kompliziert an eine liebe Nachbarin dachte, die die Säcke hätte entgegen nehmen können. Es war Freitag um 7.00 Uhr morgens und obwohl ich bereits fitt und bereits eine Stunde am arbeiten war, schien mein Hirn noch zu schlafen. Stefan meinte, dass er in den nächsten Stunden in der Nähe sei, einen Abstecher einplanen könne – „und wohin unterstellen?“
„Am besten gleich vor die neue Adresse, oder?“, sagte Stefan, obwohl er noch nie dort war.
Oh Mann, ja klar, das war die Lösung!
Somit fuhr Stefan zu unserer neuen Behausung, legte 30 KG Hussens Trockenfutter unter die Plane, die dort momentan samt abgerissener Küchenwand vor UNSEREM Eingang liegt, sagte Bescheid und ich freute mich, fuhr in der Pause hin und stellte die Säcke ins Trockene.

Spende 4

Wenn ich Glück habe, liest jeder von Euch meine Freude aus jedem Buchstaben heraus, denn mehr Worte gibt es keine, unser Alphabet hat nur 30 Buchstaben zur Möglichkeit des Ausdrückens von Worten. Die jeweiligen Gefühle muss man versuchen hinein zu interpretieren und das wahrhaft ehrlich. Ich danke der Firma Husse jedenfalls von Herzen und verspreche, dass diese Spende reichlich Katzen zugute kommen wird!
Ganz herzlichen Dank!

Lieben Dank auch an die Tierhilfe – Rhein- Main – Ruhr und an Mitdenker Stefan, der sich enorm viel Mühe gegeben hat!
Danke Euch allen!