Der Winter ist da

Das hat wohl jeder bereits bemerkt und im Grunde ist es nicht schlimm, da Winter, Schnee und Frost zur momentanen Jahreszeit dazu gehören. Aber wie jedes Jahr hofft man, dass er möglichst milde vorübergehen wird und Wasser, Futter und selbst Körner für Vögel und Nahrung selbst für Mäuse auffindbar bleiben.
Apropos Mäuse – Katzenhalter mit Katzen, die eine Neigung zum Freigang hegen, werden es kennen. Doppelte Arbeit, da man nicht nur Katzen versorgen muss, sondern sich auch noch um die angeschleppte Vielzahl an Opfern kümmern muss. Gottlob, wenn sie noch leben:
Maus
Diese Maus konnte hinter der Waschmaschine gerettet werden und ist im Wald wieder freigelassen worden. Aber eine weitere verschleppte Maus lebt mittlerweile auf dem Balkon, wo sie von Charlie hochgestemmt und sich (wild wehrend) fallen gelassen worden war, so tippe ich, und versteckt sich nun im Kaminholz. Da ich sie nicht fangen kann, bekommt sie Hamsterfutter zwischen das Holz gesteckt und scheint sich des Lebens zu freuen…
Tara verlässt ihr Gartenzimmer zurzeit scheinbar zu keiner Zeit. Sie bekommt abends ihr Futter in angewärmten Babytellern gereicht und scheint sich in einen Winterschlaf zurückgezogen zu haben. Viel mehr Wärme kann ich dem alten Mädchen leider nicht bieten, aber sie hat Styroporboxen, Decken und Stroh zur freien Auswahl. Hier ist es relativ einfach für warmes Futter zu sorgen, während für die Futterstellen am Hafen und Draußen im Allgemeinen, immer noch eine gut funktionierende Fußheizung reichen muss.
Meili
Mikesch
Inzwischen konnten/mußten wieder Katzen gefangen und kastriert werden. Leider zu einer falschen Jahreszeit. Die Katzen und Kater richten sich nicht mehr an Zeiten, weder an den Mai noch an den Oktober. Herbstkätzchen – das war einmal. Inzwischen werden aufgrund der Klimaerwärmung auch mitten im Dezember Kitten geboren, denen jedoch kaum Überlebungschanchen geboten werden kann, erst recht nicht, wenn es nirgendwo Futter gibt.
Sofia ist eine neulich gefangene Mutterkatze:
Sofia
Drei Junge hat sie, die gesichtet worden waren als sie auf der Suche nach Nahrung über eine Hauptstraße liefen. Alle Drei sind in einem befreundeten Verein untergekommen und werden hoffentlich ein gutes Zuhause finden. Danke an dieser Stelle dafür!

Sofia ist weder wild noch zahm, aber sie wieder herauszulassen, wie den inzwischen kastrierten und tatsächlich wilden Vaterkater, das kann ich nicht. Sofia hat die Chance verdient und sucht ein geduldiges Zuhause. Sofia ist keine zwei Jahre alt, kastriert, entwurmt und entfloht.
Der Vaterkater „Dino“ treibt sich somit wieder an seiner bekannten Lebensstelle herum, und hat zusätzlich seine Futterstelle eingerichtet bekommen.
Dino
Tagtäglich wird sie mit angewärmten Futter bestückt. Tja, eine Futterstelle mehr, eine Fahrstrecke mehr und mehr Zeitaufwand. Damit sind Fragen, wo und wie ich an Futterstellen komme, schnell erledigt. Eben wie Jungfrau Maria – und so weiter.
Kater Micky kommt ja auch von einer meiner Futterstellen am Hafen. Seitdem es kalt geworden ist und seitdem er sich hat durchsetzen können, mag er keinen Schritt nach draußen tun. „Bäähh“, sagt er und legt sich ins Warme.
Micky 1

Euch allen eine gute Woche!

Aber …

… trotz einiger Vorkommnisse geht es der Katzenheimat gut:

Meili wird fast ein Jahr alt, wächst und gedeiht:
SAM_2697

Rominas Lieblingsplatz hängt inzwischen am unerreichbaren Zaun:
Romina

Katzen an einer Futterstelle in Wuppertal benötigen dringend Versorger!

In Wuppertal Vohwinkel versorgt eine alte Dame seit ca. vierzig Jahren verwilderte Katzen. Stets wurde an diesen Stellen gefangen und kastriert, aber stets kamen neue Tiere hinzu. Sei es ausgesetzte Katzen/Kater oder entlaufene Tiere, die ohne Chip, ohne Tätowierung nicht zugeordnet werden konnten und an diesen Stellen wieder ausgesetzt werden mussten. Der zuständige Katzenschutzbund wurde vor drei Jahren informiert, als wieder neue Jungkatzen gesichtet wurden. Die Helfer des Vereines fingen diese Tiere mitten im Winter ein, ließen sie kastrieren und setzten sie wieder an ihre Stellen. Die alte Dame gab noch Geld dazu, da der Katzenschutzbund knapp bei Kasse ist.
Katzen

Die alte Dame verlor vor einigen Monaten ihren Mann, versorgt zu Hause eigene Tiere, meist mitgenommene und alte Tiere von den Futterstellen, und macht sich trotzdem jeden Abend auf den Weg, um die draußen lebenden Tiere mit Futter und Wasser zu versorgen.
Katzen 2
Aber sie kann bald nicht mehr, sie ist inzwischen über achtzig Jahre alt, sie ist krank und niemand will diese Verantwortung übernehmen. NIEMAND! Und es kotzt mich an, diese scheinheilige Welt, in der ein „Klick“ bei Facebook oder ein Kommentar auf einer Tierschutzseite das Gewissen beruhigen! Die allerschlimmsten sind in meinen Augen die, die sich mit einem Standartkommentar äußern: „Ach, wenn ich könnte, ja dann …“
Hey Leute: Musklicks und Konjunktiväußerungen sind Fürze im Wind! Davon werden ausgesetzte Katzen nicht satt!
Katzen 1
Deutschland soll das reichste Land der Welt sein und in Wuppertal leben zurzeit ca. 343.000 Einwohner! Und lediglich die uralten Mütterchen kümmern sich um die Hinterlassenschaften dieser Wegwerfgesellschaft?
Es scheint so, aber das trifft nicht nur auf diese Stadt zu. Es scheint so zu kommen, dass nur noch die alten, bald verschiedenen Menschen die Natur zu schätzen wissen und sie kennen, was mir Angst macht, wenn ich an die Zukunft denke. Jungvolk wird allem Anschein nach mit einer dritten Hand, die sich Smartphone nennt, geboren, mit der man keine Verantwortung übernehmen muss und sich hinter dem Konjunktiv versteckt.
Diese Tiere bitten somit um Hilfe! Vier Futterstellen, die schnell befüllt sind und kaum Aufwand bedeuten. Ein ordentlicher Tierschutzverein würde sieben Mitglieder zusammen bekommen, wie es diese vorbildlich organisierte Futterstelle zeigt.
Sieben von vielen Mitgliedern teilen sich die Tage ein und ich frage mich: Wovor haben die Menschen Angst, die so etwas nicht auf die Reihe bekommen?
Bitte: Wer jemanden kennt oder selber in der Nähe wohnt, bitte bei Regina melden:0157/38387205, erst über ein persönliches Gespräch können genauere Daten genannt werden.
Katzen 3
Wir können nicht abwarten, dass Politiker etwas tuen, wir müssen selber agieren! Bitte helft, es ist dringend! Ich frage hier keine Wuppertaler speziell, aber Euch, die Ihr auf Facebook meinetwegen weiterleiten oder Bekannte und Freunde informieren könnt! Ganz lieben Dank!

Danke an alle, die sich innerhalb dieser kurzen Zeit gemeldet haben! Es waren irgendwie an die dreißig Anrufe, die Regina aufgrund Beruf in den jeweiligen Momenten nicht annehmen konnte. Wir rechneten nicht mit solch einer Resonanz, deshalb SORRY! Regina wird aber jede Nummer zurückrufen, sobald sie Zeit hat.
Ich zweifle ein bisschen, ob ich konkret genug berichtet habe und hoffe, dass niemand damit rechnet, dass es sich hierbei um einen bezahlten Nebenjob handelt. Es ist eine rein ehrenamtliche Tätigkeit, bei Wind und Wetter, zu jeder Jahreszeit und an 365 Tagen im Jahr. Futter müsste aus der eigenen Kasse bezahlt werden, aber all das kann dann in einem persönlichen Gespräch noch einmal geklärt werden. Und wenn genügend Katzenfreunde zusammen kommen, wären die Unkosten ein Klacks und jeder dieser Bereitwilligen hätte einen Teil zur Verbeserung all des Elends, das ungesehen in unseren Städten lebt, getan.

Nochmals vielen Dank, erst einmal müssen die Anrufer zurückgerufen werden, somit hat sich dieser Aufruf erledigt!

Kater Micky

Nachdem Hermine gehen musste, war mir klar, dass ich einem weiteren Tier helfen kann. Hiermit auch Danke, für Eure lieben Kommentare! Kater Micky vom Hafen ging es bereits einige Wochen lang nicht gut.
Micky

Ich sah ihn kaum, er wollte sich nicht wie sonst streicheln lassen, hatte keinen Hunger mehr und seine Augen sahen krank aus. Zum einen durfte ich laut Geschäftsführer das Gelände der Spedition nicht mehr betreten, da sich einiges verändern würde. Gebäude würden abgerissen, andere modernisiert werden und samt Pförtner baldige Gesichtskontrolle anstehen. Das mit der Gesichtskontrolle stammt aus meiner Feder, aber macht die „Gewichtigkeit“ dieses Treffens eventuell deutlich. Der Geschäftsführer erinnerte mich an einen Lebemann, mit graumeliertem Haar, dunklem Sakko und rotem Schal um den Hals. Während sein Lakai auf mich zukam und er selber wichtige Telefonate per Smartphone erledigte. Sein Lakai hielt mich auf Befehl seines Chefs an, dass es bald unter Strafe stehen würde, sollte ich dieses Gelände noch einmal betreten. Zum Glück wird man im Laufe seines Lebens zu einem Menschenkenner und dieser Fritz war ein armseliger Untertan. Der kleine Mann stank beinahe zum Himmel, so sehr hatte er die Hosen voll, denn sein Boss stand nur wenige Meter entfernt. Mir mit Polizei zu drohen, wobei ich lediglich drei Katzen beaufsichtige und versorge, die sich auf diesem Gelände aufhalten, weil alles andere abgerissen und betoniert wurde. Ein kleiner Streifen voller Brombeergebüsch. Mehr gab es nicht mehr für Micky. Auch Mickys LKW, in dessen warmen Motorraum er sich abends zum Aufwärmen gelegt hatte, auch der hatte aufgrund dieser Modernisierung eine Platzkündigung bekommen. Eines abends war der LKW fort und Micky rannte aufgeregt hin und her. Das hatte niemand gesehen, noch registriert!
Ich ließ den armen Mann ausreden und fragte als Antwort: „Kann ich mit ihrem Chef selber sprechen?“
Ich „durfte“ selbstverständlich und ging auf den Lebemann zu. Dieser telefonierte zwar noch eine Weile, aber legte auf und sagte, plötzlich ziemlich unsicher, dass es ihm Leid täte. Tierschutz hin oder her, aber es wären nun einmal Vorschriften und wir alle müssten uns daran halten. Ja genau. Aber ich scheiße grundsätzlich auf hirnlose Vorschriften und Tierschützer, die sich um irgendwelche Kreaturen kümmern, auch die scheißen auf hirnrissige Vorschriften, weil es ansonsten noch schlimmer werden würde! Der Lebemann gab mir netterweise noch drei Wochen Zeit, so dass ich sicher sein konnte, bei der nächsten Fütterung nicht in Handschellen abgeführt zu werden. Die Tage vergingen und ich musste wieder einmal eine Alternative finden. Die letzte Alternative, da Micky und Co. keine weitere Möglichkeit mehr finden würden. Hinter dem löchrigen Zaun des Geländes befinden sich zwei Tischlereien. Die eine setzt sich aus Katzenhassern zusammen und in der anderen arbeiten Tierfreunde. Muckl lebt eh bei diesen Tierfreunden, auch wenn sie dort nie versorgt wurde. Aber sie kann durch den Zaun und wird seit 2003 von Herrn L., Herrn M. und mir versorgt. Somit fragte ich bei dem Tierfreund und Gott sei Dank erlaubte er, dass Futterstelle und Boxen hinter seine Tischlerei gestellt werden könnten. Somit baute ich, abgesehen von Mickys Schlafbox, vorhandene Futterboxen ab und schiffte sie auf das Tischlereigelände hinter den Zaun. Für Muckl und Filou war das kein Problem, aber Micky kam nicht. Für ihn brach anscheinend erneut eine Welt zusammen. Er aß nichts mehr und ich sah ihn nicht, machte mir Sorgen. Die Frist bei der Spedition war abgelaufen und ich durfte das Gelände nicht mehr betreten.
Ulrike bot an, als Verein bei diesem Lebemann aufzutreten und Klartext zu reden, was die wichtige Versorgung, das dortige Kastrationsgesetz mit all seinen Für – und Wider wegen Krankheiten, Vermehrung und Unkosten bedeuten. Das tat sie und redete die anwesenden Männer in Grund und Boden – der Lebemann war geschäftlich unterwegs – so dass die anwesenden Herren mit den Händen wedelten und sagten: „Ok, ok, soll die Frau die Katzen versorgen.“
Danke an Ulrike, denn nur so bekam ich Kater Micky, der laut Tierarzt an einer Magenschleimhautentzündung leidet. Seine Blutwerte sind in Ordnung. Micky in eine Transportbox zu bekommen war nicht einfach, auch wenn er zahm ist. Aber Katzen spüren einen Gedanken, noch bevor Mensch ihn gedacht hat.
Zuerst verkroch sich Micky hier lediglich in seiner gewohnten Schlafbox, eine ganze Woche lang. Er brach sein Futter regelmäßig aus und mehr war von ihm kaum zu sehen. Mittlerweile scheint er sich angepasst zu haben, die Medikamente scheinen zu wirken, auch wenn es diesem Einzelgänger schwer fällt. Mal schauen, ich weiß noch nicht, wie es mit Micky weitergehen wird. Mit seinen mindestens fünfzehn Jahren auf dem Buckel, wird nicht mehr viel Veränderung drin sein.
Micky 1

Katze Meili

Meili hat wieder mal neue Interessenten und eigentlich wollten sie sich heute auf den weiten Weg zu uns machen. Aber hier kam ein Familienproblem dazwischen, sodass wir den Termin verschieben mussten. Zu Meili sei gesagt, dass wir stolz auf das bisherige Ergebnis sind. Zwar mag sich der kleine Hasenfurz nicht hochheben und auch nicht kraulen lassen, aber streicheln lässt er sich, der Furz. Kater Mikesch ist Meilis auserwähltes Vorbild, und da sich Mikesch auch nicht anfassen lassen mag – was will man anderes erwarten? Mikesch scheint schlimme Dinge erlebt zu haben, denn Hände wird er wahrscheinlich niemals mögen. Aber er hat hier ein gutes Leben und darf raus und rein, wie er mag. Nachts geht er meist auf Tour, aber toi,toi,toi, steht er um kurz vor Sechs wieder vor der Tür. Meili kann mittlerweile apportieren, eine geworfene Stoffmaus bringt sie voller Einsatz und mit hoch erhobenem Schwänzchen zurück. Ein Video wird folgen. Viel lieber würde sie es allerdings Perlchen nachmachen, die sich mittlerweile nur noch mit echten Mäusen beschäftigt …
Perlchen mit Maus

Perlchen mit Maus1
Einige Mäuse konnten allerdings schon gerettet, lebend eingefangen und wieder ins Mauseloch zurück gesetzt werden. Es gibt eben immer was zu tun. 😉
Kleine Zuckerschnecke:
Meili 10
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