In Erinnerung an Kater Freddy

An unseren lieben Freddy, der im vergangenen Jahr nicht einmal Freddy hieß und der nach scheinbar langer Suche eine Stelle gefunden hatte, an der ihm geholfen werden konnte.
Familie N. nahm Freddy auf, die ganze Geschichte gibt es hier zu lesen.
Nachdem Freddy sich als zahmer Kater geoutet hatte und sich über alles, was weich und warm war, ein Körbchen, eine streichelnde Hand und vor allem Sicherheit und ein Dach über dem Kopf, der sich darüber so sehr freute,so dass jede Mühe wieder leicht von der Hand ging, dieser liebe Kater musste am
Donnerstag, den 12.06.2014 erlöst werden.
Nachdem er sich sich auf Anhieb in sein neues Zuhause eingelebt hatte, wo ihm mit Tierartzbesuchen und medikamentöser Behandlung sein Leiden in Form von Schmerzen an der Wirbelsäule genommen wurden, wollte er ab Pfingsten nichts mehr essen und nichts mehr trinken. Freddy baute stündlich ab. Die Röntgenuntersuchung ergab, daß die Leber stark vergrößert und überall im Bauchraum und auch in der Lunge Flüssigkeit war.
Freddy
Familie N. tat das einzig richtige und entließ Freddy ins Regenbogenland.Sie weinte sehr und weint immer noch, denn Freddy hatte sich zu einem Traumkater entwickelt, der seinem Frauchen hinterher lief und neben ihrem Kopf schlief. Manchmal sind es die unbeachteten, die als „Wildtiere“ einfach beiseite getreten werden.

Ich habe sehr geweint, als ich die Nachricht von Frau N. bekam, denn Freddy hätten wir alle noch eine Menge mehr Zeit gegönnt, aber das Leben ist nun einmal hart. Aber ungerecht ist es dennoch nicht, denn für Kater Freddy bedeuteten diese Monate eventuell sein ganzes Leben.
Ich danke Familie N. von ganzem Herzen, dass sie das Abenteuer mit Freddy eingegangen ist und sich weder von Flöhen, noch von anfänglichen Wehwechen hat abschrecken lassen. Das ist Tierschutz, deshalb Hochachtung und von Herzen lieben Dank!

Du, lieber Freddy, sei umarmt, von uns allen, die sich um Dich, Du feinen Kerl gekümmert haben. Fühl` Dich wohl im Regenbogenland von Deinem Garten aus, und grüß´ alle, die vor Dir da oben angekommen sind. Vertragt Euch… bis bald.

Sabine

In Erinnerung an Wendy / Für Heike und Sascha (und Gisi)

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Liebe Wendy,

Du hast uns am 23.03.2014 etwas unverhofft, mit nur ca. 5 1/2 – 6 Jahren verlassen.
Es ist jetzt fast ein Monat vergangen, und ich bin immer noch völlig geschockt.
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Dein Leben!
Ja, wie fing Dein Leben an?
Ich kann hier nur das schreiben, was wir mit Sicherheit wissen.
Du warst ein Baby, wenige Monate alt und lebtest bei einem Spanier in einem Zwinger. Dieser Spanier hatte einen Enkel, der ungefähr acht Jahre alt war und an den Wochenenden zu Besuch kam.
Das wissen wir von einem direkten Nachbarn, der alles aus unmittelbarer Nähe beobachten konnte.
Dieser Enkel holte Dich an diesen Tagen seiner Anwesenheit an einem Strick aus dem Zwinger und zog Dich in eine Hütte, die sofort danach verschlossen wurde.
Dann hörte man Dich nur noch jämmerlich schreien, herzzerreißende Schreie.
Man beobachtete das, ohne handeln zu können.
Als man Dich zwei Tage lang ohne Futter und Wasser im Zwinger eingesperrt sah, riefen die Nachbarn Tierschützer vor Ort.
„Mein Gott, ist das Tier verängstigt“, sagten damals die Tierschützer.


Du warst nur wenige Monate bei den mir bekannten Tierschützern, als meine damals 13 jährige Schäferhündin Tessa eingeschläfert werden musste.
Ich wollte zwar wieder eine Langhaarschäferhündin aufnehmen, aber so kurz nach Tessas Tod schien mir eine Adoption zu früh.
Ich traf die Tierschützerin, wo Du kleine, geschundene Seele untergebracht warst. Wir trafen uns am Flughafen bei der Abholung von Hunden, die ein Zuhause gefunden hatten.
Die Tierschützerin tröstete mich und sagte leise, dass sie ein Schäferhund Mädchen aus schlechter Haltung aufgenommen hätten, das ungefähr acht Monate alt sei.
Ich fragte, ob es eine Langhaarhündin sei, aber das warst Du nicht.
Ich sagte direkt, dass ich keine andere Schäferhündin aufnehmen würde, dazu sei der Abschied von Tessa noch zu frisch.
Die Tierschützerin (tolle Frau übrigens) war wieder zurück in Spanien, und ich bekam plötzlich Bilder von der kleinen Hündin.
Du hießt zu dieser Zeit „Maite“.
Du warst eine traumhaft schöne Hündin, und ich wusste sofort, ich möchte Dich auf jeden Fall aufnehmen, Dir helfen! Nach all den Fotos warst Du in meinem Herzen fest verankert und Tessa hätte eine ebenbürtige Nachfolgerin gefunden.
Ich bekam gesagt, das Du aber super ängstlich seiest, was ja auch kein Wunder war, nach dem was Du schon in deinen ersten Lebensmonaten erleben musstest – wie Du die Welt und die Menschen kennen gelernt hast.
Eine Welt, in der die Menschen denken, nur sie haben das Recht zu leben!
Mir war das egal, genau wie die Probleme und Wehwehchen, die alle meine anderen Tiere haben.
Und dann war es soweit.
Ich flog sowieso für einen Tag als Flugpatin nach Spanien, damit ich auf dem Rückweg Hunde in ihr Zuhause mitnehmen konnte, so konnte ich Dich selber abholen und mit nach Hause nehmen.
Ich kam in Spanien an, stieg aus dem Auto und wurde direkt zu Dir geführt.
Da standest Du, inmitten von vielen anderen Hunden die ein Zuhause suchten, die alle aufgeregt waren und gestreichelt werden wollten!
Du beobachtest mich und beobachtetest Deine Kumpel, aber gestreichelt werden wolltest Du nicht.
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Ich hatte dort nur einen Tag, aber ich war oft bei Dir, damit Du mich kennenlernen konntest.
Der nächste Tag war gleichzeitig der Tag der Abreise, und alle Hunde, die mit auf die Reise kamen, mussten in ihre Boxen.
Du hattest Angst und verkrochst Dich unter einem Busch.
Ich zog Dich selber daraus hervor, und vor lauter Angst zerkratztest du mir meine Unterarme, alles war blutig.
Auf dem Rückflug sahen meine Sitznachbarn und andere Fluggäste entsetzt auf meine Arme – was die wohl gedacht haben?
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Mir egal, ich wusste warum ich das alles tat: Um Dir ein schönes Leben zu ermöglichen, mit viel Liebe und Geborgenheit ohne Schläge!
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Dann kamen wir bei uns Zuhause an, und Du wurdest von den anderen Hunden beschnüffelt, begutachtet und für OK befunden!
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Das war immens aufregend für Dich, so dass Du schon nach kurzer Zeit in einer Ecke in der Küche eingeschlafen bist.
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Du wurdest schnell hier aufgenommen und auch wir freundeten uns sofort an, – denn Du lerntest, dass das Leben auch schön sein kann!
Hui, hattest Du einen Spaß, wenn Du die Gießkanne durch die Gegend schleppen konntest, und Kartons zerreißen, einen Besenfuß zerkauen konntest!
Aber am meisten Spaß hattest Du immer im Sommer, wenn Du mit Joy zusammen im Planschbecken planschen konntest.
Was haben wir hier gelacht, wenn Du völlig mit dem Kopf untertauchtest und Luftblasen machtest, wenn Du nach Gegenständen tauchtest, oder den Eisenaufsatz vom Wasserschlauch aus dem Planschbecken immer wieder rausholtest!
Oder wie viel Spaß Du mit dem Wassersprenger hattest, immer wieder bist Du in den Strahl gesprungen und hast ins Wasser gebissen!
Oder wie herrlich nass hast Du mich immer gemacht, wenn ich eigentlich den Rasen und Hecke mit dem Schlauch wässern wollte, doch Du hast ununterbrochen in den Wasserstrahl gebissen, und ich war bis auf die Haut nass!

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Es war so schön mit Dir!!!

Du warst ab einer kurzen Weile nicht mehr zurückhaltend und ängstlich, nein, Du wurdest selbstbewusst und machtest meiner Cassey den Rang streitig, den sie all die Jahre hatte. Dann ein erster Schock, Neti zog hier ein, und wenige Tage danach standet ihr Euch knurrend gegenüber!
Plötzlich fielen alle über dich her, und du wurdest stark verletzt, was zu einer Not OP führte.
Von da an warst Du anders, wolltest Dich immer wieder mit Cassey anlegen, ich musste Euch lange getrennt halten, wollte Dir das eigentlich nicht antun, aber auch das mussten und sollten wir hinbekommen.
Wir arbeiteten daran und wir schafften es, dass ihr alle wieder miteinander auskamt und zusammen laufen konntet.

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Vor ca. 2 1\2 Jahren stellten wir in der Klinik fest, dass Du unter Enddarmfisteln leidest und teure Medikamente brauchst, um das Wachstum der Fisteln zu unterdrücken, denn diese Krankheit ist nicht heilbar und früher oder später verlieren alle betroffenen Tiere den Kampf gegen diese Krankheit. Außerdem wurden während der ersten Darmuntersuchung Vernarbungen festgestellt – hatte dieses schreckliche Kind Dir etwa auch den Stock, mit dem es Dich immer verprügelt hatte, auch in den Po gesteckt???
Im letzten Jahr wurdest Du immer ruhiger, spieltest nicht mehr, hast teilweise sehr schlecht gefressen, aber aufgepasst hast Du immer wie ein Luchs!
Wie oft haben wir uns nachts erschrocken, wenn Du loslegtest, mit Deiner tiefen Rüdenstimme.
Das letzte halbe Jahr war für uns beide sehr schwer, Du konntest trotz der verschriebenen Medikamente fast keinen Kot mehr absetzen und wenn Du Einläufe bekamst, explodierte es regelrecht. Du konntest oftmals erst nach Tagen Kot absetzen, obwohl Du Tag und Nacht ununterbrochen das Gefühl hattest „zu müssen“, und wir Tag und Nacht jede Stunde raus gegangen sind.
Zweimal wurdest Du in der Klinik geleert, beim letzten Mal wurde der Enddarm geweitet.
Eine Woche lang konntest du wieder „etwas machen“, wir hatten wieder Hoffnung!
Der Klinikchef sagte beim unserem letzten Besuch, dass alles gut verheilt und Du auf dem Weg der Besserung seiest.
Ich ahnte, dass das nicht stimmt!
Letztes gemeinsames Foto
Ich sagte, dass Du wieder nicht machen kannst, und dass Du aus dem Maul und Po verwest riechst.
Nein, das war angeblich nur wieder ein festes Stück vor dem Darmausgang, und deshalb schläfert man doch keinen Hund ein!
Deine letzten Tage:
Mittwochs waren wir in der Klinik, und von da an wolltest Du nicht mehr fressen, Du drehtest Dich weg, wenn ich Dir Medikamente geben wollte, auch teilweise dann, wenn ich Dich streicheln wollte.
Donnerstag Abend gingst Du zu Sascha und lecktest an seinem Ohr und, wie Du es immer machtest, kniffst Du zum Schluss sanft in sein Ohr, das hattest du schon lange nicht mehr getan, und als ich das sah, ahnte ich, dass Du Dich von ihm verabschiedet hast.
Freitag und Samstag lagst du nur da, und beobachtest alles.
Samstag waren wir seit langem mit Sabine verabredet, und hätte ich gewusst, dass das unser letzter Tag wurde, ich wäre niemals weggefahren!
Als wir zurückkamen, kamst du mir normal entgegen, alles wie immer! Dann wurdet ihr gefüttert und wir gingen in die obere Etage.
Du lagst bei mir unter dem Schreibtisch, ich hörte Musik, und als ich ins Bett gehen wollte, sah ich Deinen Po in der Ecke im Körbchen und dachte Du schläfst!
Am nächsten Morgen fanden wir Dich im Körbchen- Du warst gegangen!
Abschied
Du wolltest es sicher nicht, dass ich es mitbekomme, so war es einfacher für Dich zu gehen.
Letzter Gang
Ich habe es nicht mitbekommen, dass Du gegangen bist!
Ich vermisse Dich so sehr, Wendy!
Wir gingen gemeinsam den allerletzten Weg, bis Du kremiert warst, von Anfang bis Ende waren wir bei Dir, und haben Dich wieder mit nach Hause genommen.
Ruhe jetzt in Frieden Wendy, ich weiß, jetzt musst Du nicht mehr leiden!
Du hast immer einen Platz in meinem Herzen und bleibst unvergessen!
Ich Liebe Dich sehr!!!
Leider konnte ich mich nie richtig von Dir Verabschieden…
Ich möchte Dir sagen:
Du fliegst jetzt mit den Engeln, doch du bleibst in meinem Herzen…
Du bist immer bei mir und ich hoffe, der Tierschutzengel passt gut auf Dich auf.
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Ich vermisse Dich!
Dein Frauchen

Einen großen Dank möchte ich den Tierschützern aussprechen, die Wendy damals retteten.
So wie Sylvia Raßloff ( Tierkommunikatorin ), die einen Tag nach Wendys Tod mit ihr Kontakt aufnehmen konnte, und mir sehr geholfen hat.
Danke Euch allen!
Heike

Katze Hermine – In Erinnerung

Am 03.02.2014 musste ich Hermine über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Ihre Niereninsuffizienz hatte eindeutig ihren Höhepunkt erreicht und für Hermine bedeutete es eine Erlösung. Sicher, es war wie immer ein schwerer Gang, aber Hermine blieb auf meinem Schoß, nachdem sie die Narkosespritze bekommen hatte. Ich streichelte sie und sie lehnte ihren Kopf an meine Hand. „Alles wird gut, du starkes Mädchen“.

Nachdem Hermine aus der Tierklinik gekommen war, ging es ihr eine Zeitlang wieder richtig gut. Wie im letzten Artikel beschrieben, setzte ich sämtliche Medikamente, abgesehen von Ikapitine, ab. Hermine aß das normale gute Futter und machte sich sogar eines Tages über frisch gekaufte Hähnchenherzen her. Sie riss die Tüte auseinander und verspeiste rohe Hühnerherzen:
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Auch eine „vergessene“ Maus, die von Charlie gekillt worden und auf der Fußmatte als Geschenk hinterlegt worden war, auch sie verspeiste Hermine. Ich ließ sie gewähren, da Tiere viel besser als wir Menschen wissen, was gut für sie ist.
Am Samstag vor besagtem Montag aß Hermine noch völlig normal. Ihrem Zustand entsprechend zwar wenig, aber immerhin. Man kann sich auch über Kleinigkeiten freuen, wie jeder von Euch nachvollziehen wird. Am Sonntag verweigerte sie jegliche Nahrungsaufnahme und wollte nur trinken. Auch wollte sie hinaus, drehte ihre Runde, nachdem sie aus dem Blumenuntersetzer im Garten ihr spezielles Regenwasser genossen hatte. Ich ahnte zwar schon, dass etwas auf uns zu kommen würde, ließ Hermine aber in Ruhe, denn sie würde mir ein Zeichen geben.
Dieses Zeichen kam am Montag den 03.02.. Frühmorgens wollte sie noch hinterher laufen, als ich zur Arbeit ging. Als ich in der Pause zurückkam, kam sie gleich auf mich zu, was ich erst einmal als gutes Zeichen ansah. Jedoch sah ich sofort, dass ihr Mäulchen verkrustet schien und säuberte es. Dabei fiel mir der Geruch auf, der nur verströmt wird, wenn Organe versagen.
Ich überlegte Hin und Her, denn nun lag es an mir zu handeln. Die angerufene Tierärztin befand sich im OP und ich sollte eine halbe Stunde später noch einmal anrufen. Zeit genug, um Hermine weiter zu beobachten. Sie wollte dringend nach draußen, ich ließ sie hinaus und nicht nur mir ging die nächste Beobachtung sozusagen ebenfalls an die Nieren. Hermine lief zu ihrem Regenwasser, stellte sich allerdings nach mehreren Versuchen mit allen vier Pfoten in den Blumenuntersetzer und scharrte darin. Alle anderen Katzen schauten ebenso erstarrt wie ich. Für mich bedeutete es, dass Hermine nicht einmal mehr Wasser zu sich nehmen konnte, was auch ihr verkrustetes Mäulchen erklärte. Ich beobachtete weiter und sie ging quer durch den Garten, hin zur Straße. Durch die Vordertüre ging ich ihr entgegen, sah sie auf dem Nachbargelände unter einem Auto sitzen. Diese Straße wird wenig befahren und ist eine 30er Zone, allerdings weiß man nie, welche Ignoranten durch die Gegend fahren und Hermine wollte sich anscheinend das Leben nehmen. Sie saß unter einem Auto, wie Damals … Ich lockte sie, rief sie leise und bangte, dass in dem Moment ein Fahrzeug oder ein störender Fußgänger kamen. Das war ein Moment nur zwischen uns beiden und erinnerte an unsere Fangaktion vor fast zwei Jahren. Sie war im Laufe der vergangenen Monate schon einmal in diese Richtung gelaufen und da ihr Ursprung ein wilder ist, wollte sie sich damals in keiner Weise in die richtige Richtung lenken lassen.
Aber Hermine kam an diesem Tag tatsächlich auf mich zu, miaute kläglich und ließ sich auf den Arm nehmen. „Alles wird gut, mein Mädchen, ich helfe dir.“ Zuhause scharrte sie ebenfalls im großen Wassernapf herum, sie blieb sehr unruhig.
Die Tierärztin war inzwischen erreichbar und ich sagte, dass es Hermine sehr schlecht gehe und ob es eine weitere Art einer Behandlung gäbe. Lediglich die Infusionstherapie, aber ich könne sofort vorbei kommen. Gesagt, getan und zwanzig Minuten später standen wir vor DER Entscheidung, die mir immer wieder schwer fällt, da ich weder Mutter Natur noch Gott bin – lediglich ein armseliger Mensch.
Die Tierärztin schaute sich Hermine an und schüttelte den Kopf. Ich bejahte, da sämtliche Anzeichen auf ein Ende wiesen, Hermine es jedoch nicht selber schaffte.
Nierenversagen ist kein Spaß und ich bitte hiermit jeden Katzenhalter, ständig für eine optimale Wasserversorgung zu sorgen. Hermine kam von Draußen, eine ehemalige Wilde und es ist die dritte (zahme) Katze innerhalb weniger Jahre, die unter Nierenversagen litt. Bei diesen Tieren weiß man nicht, wie sie gelebt haben und wovon. Mit Sicherheit mussten sie Zeiten durchmachen, in denen sie kein Wasser finden konnten. All das kann Draußen passieren, wenn die Tiere nicht versorgt werden. Aber auch in Haushalten gilt oft die Meinung, dass ein selbst gelutschter Tropfen aus dem Wasserhahn reicht oder im Futter genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Eine fatale Meinung …

Alt und Jung, Hermine, die ihr Leben gelebt hat und Meili, der ihr Leben noch bevorsteht:
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Liebes Herminchen, du wirst nie vergessen und dein jetziger Platz im Garten wird stets behütet.

In Erinnerung

In Erinnerung an Kater Puschel, der gestern am Straßenrand gefunden wurde.

7205_506877536048402_1875719816_n Puschel lebte jahrelang auf einem Schrottplatz und war ein  scheues aber kein wildes Tier, sondern muss vor vielen Jahren ausgesetzt worden oder entlaufen sein. Er war ein Mix aus Perser und  sein Problem war stets sein Fell. Perser werden gezüchtet und können unter wetterbedingten Umständen kaum überleben. Ihr Fell verfilzt und niemand weiß, wie alt Puschel war und was er innerhalb seiner Jahre durchmachen musste. Erst durch Ulrike von der Katzennothilfe bekam er Zuwendung und wurde sogar geschoren. In den kommenden Wochen sollte ein erneuter Einfang – und Scherprozess vonstatten gehen  … aber ein Autofahrer war schneller.

Mach`es gut, lieber Puschel. Du wirst viele Kumpel da oben treffen und hier unten wirst Du niemals vergessen!

Am selben Tag wurde nur wenige Meter von Puschel entfernt dieser schwarzweiße Kater gefunden. 994926_506877139381775_834100446_n

Eventuell stammte er ebenfalls von diesem Schrottplatz, wo mehr als zwanzig Katzen leben. Auch Katerchen hat einen Platz verdient: Ruhe in Frieden und grüße alle bereits gegangenen Kumpel, Du lieber Schatz!

Beide Tiere haben keinem Menschen etwas getan, sie wollten/mussten nur leben.

Zu diesem Schrottplatz sei folgendes gesagt und gehört ebenfalls zur Katzenheimat: Ungefähr zwanzig Tiere, die von einem alten Mann mit Futter versorgt wurden. Als der gute Mann von uns ging, wurden gammelige Wurstabfälle geworfen, nur damit die hungrigen Viecher die Klappe halten. Ulrike übernahm diese Stelle und die Menge an Dosen übertrifft jeden Geldbeutel. Als sie zum ersten Mal dort hinging sah sie Augen, hungrige Augen, die zu ausgemergelten Körpern und krankem Fell gehörten. Seitdem füttert sie dort täglich. Auch hier um die Ecke geschehen Katastrophen, man muss nicht weit blicken – nur die Augen öffnen.

In Erinnerung an kleinen Kater

Auch er, der knapp ein Jahr junge Kater  lag am vergangenen Mittwoch Stunden an einer viel befahrenen Straße auf dem Seitenstreifen. An naher Stelle des damaligen Katers. Oftmals wundere ich mich, wie solch eine Situation zustande kommen kann, denn  auch Kaninchen liegen oft am Seitenrand, wie drapiert. Ob sie dort hingeschleudert wurden oder selber die letzten und schmerzvollen Schritte in ein sicheres Gebiet krochen, all das bleibt im Verborgenen. Manch einer wird denken: „Die Natur hat es geregelt“…

kater 1Um nach einem eventuellen Chip zu suchen, fuhr ich zur Praxis Dr. Urlaub und war mir nicht sicher, was mich erwarten würde. Frau Dr. Urlaub reagierte jedoch schnell und im Sinne des toten Katers, vielen Dank dafür!   Sie untersuchte nach einem Chip, erkannte ebenso, dass es sich um einen unkastrierten Kater handelte der nicht gechipt war und behielt ihn bei sich. Mir hätte die anonyme Endsorgungstruhe am Bauhof, wo ich das Tier hätte hinbringen können, schlaflose Nächte bereitet, obwohl der Weg des kleinen Katers der gleiche Weg werden wird. Aber ich kann nun einmal nicht anders und buddel lieber ein Grab in der Erde.

Mach`es gut, kleiner Kerl und ich glaube nicht, dass Du in dieser mir bekannten Gegend ein Zuhause hattest, obwohl Du gut gepflegt aussahst. Ich werde mich kümmern um herauszufinden  …

kater 2Wenn ich spät nach Hause komme, ist es wie am vergangenen Freitag um die halb Neun abends. Freitags müssen fünf Futterstellen versorgt werden und das „Versorgt werden“ nehme ich wörtlich. Ab 20.oo Uhr höre ich im WDR 5 im Autoradio das „Philosophische Radio“, wo am vergangenen Freitag ein Theologe und Philosoph erklärte, dass die Optimisten die Welt nicht verbessern können, denn dann würde die Erde so bleiben, mit all ihren negativen Aussichten. Irgendwie wohltuend, dass diese/meine Einstellung Sinn macht.

In Erinnerung an Streunermiez

Am vergangenen Donnerstag schrie eine Katze um Hilfe. Manch einen nervte dieses Geschrei, manch einer kannte diese Katze, hatte sie seit Jahren gefüttert – und nur einer handelte.

Diese schwarze Katze lebte seit vielen Jahren an einer Futterstelle, mitten in der Stadt. Es ist ein Wunder, dass sie so lange zurecht kam und überlebte, denn sie war auf beiden Augen blind. Seit wann kann ich nicht sagen, da ich das Tier nicht kannte. Mich hat dieser Fall  wieder erinnert, wie wichtig Aufmerksamkeit und Handeln sind. Es geht nicht nur um einen gefüllten Magen, mit dem sich einige Versorger ein gutes Gewissen bereiten. Es geht um einen Rundumschutz, der auch die unangenehmen Gänge und Taten mit sich bringt. Die Natur erledigt es oft nicht von alleine, dessen Gegenteil  ein viel angewandtes Argument ist, nach dem Motto „Aus den Augen aus dem Sinn“. Eine Schale mit Futter befüllen und schnell nach Hause gehen, womit bei Vielen der Katzenschutz erreicht ist, langt nicht aus. Zumindest andere Tierschützer aufmerksam machen, um Hilfe bitten, wäre eine gute Maßnahme. Doch leider kommen oftmals Streiterei und Profilierung hinzu. Ich bin kein Richter und manchmal kann ich gewisse Handlungen verstehen und sogar nachvollziehen, da es ältere Menschen eventuell nicht besser wissen und ich habe Hochachtung vor all den älteren Leuten, die sich um all die freilebenden Katzen kümmern.  Es ist eine  schwere Aufgabe, wenn man sich entschieden hat, wilde Katzen zu füttern, keine Frage. Einmal versorgt, bedeutet das zukünftig schlaflose Nächte, falls eine Krankheit verhindert und keine Vertretung in  Sicht ist. Da es viel zu viele wilde Katzen gibt, wird es  eine Aufgabe über noch edlich  kommende Jahre werden, und der Nachwuchs fehlt eindeutig.

In diesem Fall soll es sich jedoch um ein Mitglied des zuständigen Katzenschutzbundes gehandelt haben, die der einzig handelnden Person im Anschluß noch Vorwürfe machte.

Die schwarze Katze wurde von der Katzennothilfe Kitty e.V. eingefangen und zum Tierarzt gebracht. Der Tierarzt legte das Tier in Narkose, entnahm Blut und kämmte das Fell. Das Ergebnis war, dass dieses Tier selbst zu dieser Jahreszeit von Zecken und Flöhen drangsaliert wurde. Es hatte einen Leberschaden, ihm fehlten fast alle Zähne und es litt unter akuter Niereninsuffizienz. Es musste starke Schmerzen haben, sonst hätte es sich nicht lautstark bemerkbar gemacht. Selbstverständlich wurde überlegt, ob man dieser Katze noch helfen kann. Der Tierarzt schätzte zwei bis drei Wochen, die das schwarze Mädchen mit Medikamentengabe noch überleben würde, denn es wog lediglich knapp über einen Kilo, schien sehr alt und war blind.

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Ihren Körperbau hatte bisher verfilztes Fell vertuscht, in Wirklichkeit war es ein Knochengerüst. Ulrike überlegte hin und her,  sie war alleine mit dieser Entscheidung. Sie entschied jedoch diese Katze nicht weiter zu quälen, da das Augenlicht fehlte und man nicht in die Zukunft schauen kann. Selbst wenn man einen Platz für diese Katze finden würde, wie käme sie damit zurecht? Würde sie sich in warme Decken legen wollen oder Panik haben, da sie nichts sah? Wunder gibt es immer wieder, aber das schwarze Mädchen lag nun einmal in Narkose, ihr tat nichts mehr weh. Warum war ihr nicht früher geholfen worden? Warum abwarten, bis ein Tier um Hilfe bettelt? Ulrike ließ die schwarze Katze erlösen und ich denke, dass es der beste Weg war.

Mach`es gut, lieber Schatz, der du für viele andere Kumpel ein Hinweis bist.

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Wer vermisst diesen Kater?

Gefunden am 14.11.2012 auf dem Willy – Brandt- Ring. Die Stadt muss ich nicht nennen.

Wieder einmal schrecklich und wieder einmal kümmerte sich niemand. Auch ich fuhr an ihm vorbei, aber ich ließ ihn nicht liegen. Es mag an den Arbeitsmöglichkeiten liegen oder an den Kontakten innerhalb der Tierschutzwelt, jedenfalls parkte ich weitab des Unfallsgeschehens und lief zu Fuß durch eine Großbaustelle, um dieses Tier bergen zu können. Das hätte jeder so handhaben müssen, da die Schnellstraße keinen Aufenthalt ermöglicht. Normalerweise ist das Begehen dieser Baustelle ebenfalls verboten und ich wollte sogar jemanden fragen, aber dort ging es zu, wie auf dieser Schnellstraße: „Ich mache nur mein Ding und alles andere geht mir am Ar … vorbei!“ Ich war sowas von wütend, denn in solch scheinbaren Lapalien spiegelt sich unsere Gesellschaft wieder. Mir alles sch … egal, aber wehe, wehe, du rauchst in einem Lokal oder lässt deinen Hund frei herumlaufen, fütterst Vögel und überhaupt, du siehst anders aus. Bist du überhaupt einer von uns?“

Jedenfalls nahm ich das Tier mit und legte es  in mein Auto. Erst danach dachte ich weiter. Viel Zeit hatte ich auch nicht und  benötigte professionelle Hilfe. Gloria von der Katzensuche erklärte sich sofort bereit und wir trafen uns am Bauhof. Mit ihrem Lesegerät suchten wir nach einem Chip, aber das Gerät konnte keinen finden. Ein Bauhof ist nicht mein Ding, denn ich mag viel lieber Erde und Ruhe, aber an diesem Tag musste ich so handeln und es war gut so, da ich in diesem Moment von der Möglichkeit Bauhof überzeugt werden konnte. Eine eigene Kühltruhe steht der Katzensuche  zur Verfügung und auch dort traf ich auf einen Mann, dem scheinbar alles am Ärmel vorbeizugehen schien, aber Gloria war dabei und sie kannte diesen Herrn. Wir legten das tote Tier in eine Tüte, die von Gloria beschriftet wurde. Mit Datum, Fundort und Merkmalen. Anschließend konnten wir den Kater in die Truhe legen, die erst zu einem Drittel gefüllt war. Sämtliche Tüten hatten Namen. Entweder getigerte Katze vom 10. 11. oder Gans oder Schwan …

Ich erinnerte mich an Mario, mit dem ich andere Erfahrungen, was einen Bauhof anbelangt, machen musste, aber hinter dieser Erfahrung standen nicht diese akribischen Recherchen, die bereits zu einer Vielzahl von  Erfolgen  führen konnte. Zwar ist eine Katze in den Momenten tot und es bringt nichts, gar nichts, aber vielen Besitzern brachte die Recherche zumindest eine Erleichterung, da das jeweilige Tier vermisst und gesucht wurde. Hinzu kommt, dass jeder Besitzer die Möglichkeit hat, sein Tier nach Erkennung dort wieder herauszuholen und eventuell zu begraben.

Der Tod ist ein vielfältiges Thema und wird viel zu sehr verdrängt. Mag sein, dass der Tod das Ende bedeutet, aber deswegen haben noch Lebende nicht das Recht,  tote Mitgeschöpfe wie Abfall zu behandeln!

Eine Identifizierung wird sehr wahrscheinlich möglich sein, da dieser schwarzweiße Kater eine relativ frische OP Narbe im Unterbauch hatte:

Mach`es gut, Du armer Kerl und grüße alle bereits Anwesenden im Regenbogenland…