Ganz lieben Dank!

An Gabi R., die per Zooplus ein Überraschungspaket auf die Reise schicken ließ. Bestückt mit Carnydosen, Purina One Trockenfutter und Trockenfutter der Marke Smilla.

Paket Gabi

Die Tüte Smilla kam selbstverständlich heile hier an … bis das Paket geöffnet worden war und Kater Charlie seine Zähne benutzte.

Danke Gabi, momentan kann ich das Futter mehr als gut gebrauchen, da Urlaubsvertretung und Krankenvertretung sechs Futterstellen bedeuten. Eine Krankenvertretung auf lange Sicht bedeuten Kater Paddy, Kater Felix und ihre Kumpel.

Felix, Paddy und Co.. 1jpg

Sie leben immer noch an der Stelle, wo seinerzeit Samira herstammte. Der schwarzweiße Felix ist Samiras Sohn und  er war der erste, den ich damals zur Tierklinik brachte um ihn kastrieren zu lassen. Eigentlich auch der letzte, da ich diese Stelle nur mit Magenschmerzen ansehen kann. Inzwischen hat sich die Anzahl der Tiere dank Vermittlungen und anderweitiger Unterbringung reduziert und ein Überblick ist machbar, aber dennoch muss man eine Falle aufstellen und immer wieder kommen neue und junge Katzen hinzu.  Man weiß es nicht, man weiß lediglich, dass unendlich viele scheue Katzen auf Deutschlands Straßen existieren!

Die Politik macht es sich einfach. Wilde Katzen sind in gewissen Augen Wildtiere und werden genauso behandelt und beurteilt wie Waschbären, Füchse und Ratten. Dass „wilde“ Katzen aufgrund keiner anderen Möglichkeit VERwildert sind, aber ihren Ursprung immer noch im gezüchteten Haustierdasein finden, das will (noch) keiner verstehen.

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Felix, Paddy und Co.

Ein Pächsken

Nein, das ist kein Schreibfehler, sondern die Bezeichnung aus einer bestimmten Region Nordrhein – Westfalens stammend, für eine tolle Sache. Ich zum Beispiel stamme aus Wuppertal wo die Schwebebahn fährt und sage zu einer Schublade „Schoss“, zu einem Stieltopf „Scheppe“ und da mein Vater aus Essen stammte, wurde mir die Bezeichnung „Pittermesser“ für ein kleines Messer in die Wiege gelegt.

Somit verstand ich sofort, als Katja nachfragte ob ihr Paket angekommen sei, worum es ging. Schließlich gehört auch „Pächsken“ dazu, wenn man ein riesengroßes  Paket liebevoll gepackt und verschickt hat. Das DHL Pächsken konnte angeblich nicht zugestellt werden, da die Anschrift falsch sei. Katja wunderte sich und schaute bei Sendungsverfolgung nach.

Ich kam vergangenen Donnerstag nach Hause und erfuhr vom Herrn des Hauses, dass ein DHL Mann geklingelt hatte und bereits unten an der Haustüre rief: „Das schleppe ich nicht in die dritte Etage“, woraufhin der Herr des Hauses antwortete: „Dann lassen sie es eben stehen.“ Katja hatte die Sendung am Montag zur Post gebracht, eigenhändig gepüngelt. Ich stelle mir vor, dass der zuständige Fahrer bereits am Dienstag nach einer Lösung suchte, um das Pächsken möglichst ohne Mühe loszuwerden. Als es dann Nachfragen gab, er sein Horrorteil immer und immer  wieder in den Wagen gesetzt bekam, endlich jemand den Türöffner betätigte, stellte er sich einfach stur. Nun, eventuell sollte er sich einen Bürojob suchen, denn dieser gute Mann scheint überfordert. 😉

Wie dem auch sei, jedenfalls kam mir der Gedanke, unterschiedliche „Nachhausekommen“  zu zeigen. Diese Situationen beruhen jeweils auf menschlicher Faulheit, da ein Karton mit Styroporschnipsel nicht im Korridor vergessen werden darf und Jacken absolut nicht auf einen Stuhl gehören.

Paket

Paket 2

Man muss ehrlich sein und klar, ist es ständiges Hinterherräumen, was einen bei sieben bis neun Jungkatzen erwartet.

Aber jetzt zu Katjas Pächsken, das  eine sehr positive Überraschung für uns darstellte und für das ich mich hiermit ganz, ganz herzlich bedanke!

Eine große Styroporbox, gefüllt mit den allerfeinsten Trockenfuttersorten inklusive Megadosen von Mac`s, zwei Spielangeln und Nervennahrung für Sabine:

Paket 1

Paket 2

Paket 4

Auch das verursachte Chaos, aber nur kurzfristig, denn aus der Styroporbox wird sich ein Futterhaus oder ein Unterschlupf  basteln, bei irgendwelchen Wilden finden lassen, sei es am Hafen oder irgendwo anders, wo es den Tieren schlechter geht.

Er hat sie nicht nötig und begnügt sich mit einfachem Karton, der Prinz, der Charlie:

Paket 5

Lieben Dank Katja!

Dies und Das der vergangenen zwei Wochen

Ohje, ich habe geschludert und merke, dass eine Menge aufgelaufen ist, was ich notieren muss um es selber nicht zu vergessen.

Bübchen

Punkt eins ist unser Kater Bübchen, der knapp eine Woche lang völlig untypisch in der Nacht hervorkam, sich ansonsten meist unter dem Schrank versteckte. Aber er hat es geschafft und ihm geht es gut. Inzwischen wurde er zu einem nicht wieder weg zu denkenden Familienmitglied und sogar Prinzessin Flocke entdeckte ihre aufgedrungene Liebe und läuft ihrem Prinzen nun ständig hinterher. Aber das muss ich in einem seperaten Artikel beschreiben, da es Fortsetzungen geben wird und der Werdegang eines scheuen, ehemals ausgesetzten Katers nicht untergehen darf.

Punkt zwei ist das Thema Wetter … ja, leider muss ich das öde Fahrstuhlthema Wetter auch erwähnen, aber es geht nicht um mich, sondern um all die draußen lebenden Tiere, die diese Kälte  bald auch nicht mehr ertragen können. Okay, also ein bisschen doch auch von mir, da Handschuhe inzwischen dermaßen dünn und verbraucht sind, wie ich es bisher noch nicht erlebte. Kalter Ostwind mag nicht aufgeben, wenige Tage gab es, in denen die Sonne  Gnade zeigte und ein paar wärmende Strahlen durch einen undurchdringlich scheinenden Himmel sandte. Angeblich gab es seit 40 Jahren keinen längeren und vor allem keinen düsteren Winter, als den jetzigen.  Eine wärmere Woche gab es zwischendurch und soll Igel aus ihren Winterunterkünften gelockt haben, ein fataler Fehler, wie sich herausstellte. Selbst Möwen mutieren zu Geiern und wenn ich Futter für sie vergessen habe, halte ich schnell beim Lidl an und kaufe preiswertes Katzenfutter, nur für die Geier:

Bübchen 2

Diese eine wärmere Woche nutzte ich ebenfalls, indem ich Futter in Schalen schaufelte und all die Katzen diese Schalen leerschaufelten, um anschließend erneut darben zu müssen. Aber nur so geht es, mit der Natur leben und entsprechend reagieren.

Plötzlicher Schneefall gefiel nur einer mir bekannten Katze und das ist Nanni:

Bübchen 13

Bübchen 14

Katze Muckl, die ständig draußen leben muss, mochte gar nicht mehr von ihrem Hochsitz herunterkommen und hätte lieber Hunger gelitten, wenn sie sich nicht darauf hätte verlassen können, dass Sklavin Sabine sich den Weg macht und ihr das erwärmte Futter hinterherträgt.

Bübchen 3

Die gespendete Hütte von Petra P. konnte jedoch eine Menge unvorhergesehene Kälte mildern, denn mit einem Körbchen der Firma Hitzegrad, einer  Decke von Gabi R. und einer ständig gefüllten Schale mit Royal Canin von Marina G. lässt sich auch die heftigste Lebenslage überstehen.

Bübchen 6

Punkt drei ist Dies und Das, wie unter anderem mein aktueller „Fang“ in Form von Kater Mikesch. Zuerst kam mir der Gedanke, dass er im eigentlich zuständigen Tierheim bessere Chancen haben würde. Aber nachdem er lebende Spulwürmer erbrochen hatte und es ihm nach Gabe der wichtigen Milbemaxtablette so richtig schlecht ging, dachte ich nicht mehr darüber nach. Alle zwei Tage erbrach er sein komplettes Futter unverdaut, in der letzten Woche erneut Spulwürmer, allerdings leblose. Ein Zeichen einer Entwicklung, zumindest was die Zerstörung des Ungeziefers angeht. In den kommenden Tagen werde ich ihm und allen anderen eine halbe Mibemax geben, inklusive Globulis von Frau K-D. , die zum Schutz der Leber zusammengesetzt wurden.

Bübchen 5

Mikesch, den ich am Hafen an einer meiner Futterstellen fing, nimmt mittlerweile Anteil am Leben, aber mag sich nicht anfassen lassen. Er ist definitiv keine wild geborene Katze, wurde eventuell ausgesetzt oder lief lange Zeit irrend umher, will mit Zweibeinern bislang nichts zutun haben. Es sei denn es gibt Futter, dann streicht er um meine Beine und drückt sich feste an. Anders wäre ich auf ihn nie aufmerksam geworden, maunzte er doch lautstark um Futter. Er weiß somit genau, was er zu erwarten hat oder eben nicht. Wie alle Kater mag auch er die wilde Nanni:

Bübchen 16

Bübchen 10

Und da mich Christine gestern fragte wie es Hermine geht:

Bübchen 9

Ihr Bewegungsradius ist sehr eingeschränkt, zumal ihr einzig wahrer Freund Bübchen nun fehlt. Sie muss stets schauen, ob Charlie oder Romina sie beobachten, denn diese Situation hat sich selbst nach fast einem Jahr nicht verändert und sie darf nicht jeden Boden berühren, der Romina und Charlie „gehört“. Aber wir sind zufrieden und ich denke, dass Hermine ebenfalls relativ zufrieden ist. Draußen würde sie längst nicht mehr leben und viel Bewegung muss im Alter nicht mehr sein. Manchmal setzt sie sich jedoch durch und geht stur wie ein Esel auf den Hausflur, wenn ich nach Hause komme. Das sind ihre guten Momente, denke ich, wo sie all die auferlegten Zwänge seitens Romina und Charlie beiseite drängt.

Alles in allem können wir zufrieden sein, die Wogen haben sich geglättet, nach all den heftigen Turbulenzen des letzten Jahres. In den vergangenen Wochen durfte ich  erneut wertvolle Menschen kennen lernen, die zwei unserer Pflegekatzen adoptierten. Was will man mehr?  Am Hafen stehen neue Veränderungen an, aber durch die Katzennothilfe konnte ich sogar mit einer Abgeordneten  von „Bündnis 90/ Die Grünen“ sprechen, die sich für das Problem vor Ort interessiert und bisher von drei bis vier versorgten Katzen wusste. Wer diese Lüge in die Welt gesetzt hat möchte ich wissen und bleibe dran, am Herausfinden solch einer Geschichte, die einfach nur in die Welt gesetzt wurde, um zuständige Bürger zu beruhigen, da ich innerhalb der letzten sieben Jahre von über 39 Katzen, die ich  persönlich kennen gelernt habe oder immer noch kenne, spreche. Ich will kein Geld von Hafenämtern oder einer Stadt, ich komme zurecht, Dank Eurer Hilfe. Ich möchte lediglich Rechte, dass ich Gelände betreten darf, um die Tiere weiterhin versorgen und beobachten zu können – mehr nicht. Das ist wirklich nicht viel und selbst mit Unkosten zur notwendigen Kastration oder Behandlung komme ich inzwischen klar, dank der Tierhilfe Rhein-Main – Ruhr und vormals auch oft dank der Hilfe vom Katzenschutzbund der angrenzenden Stadt. Im Grunde überraschte mich dieses Angebot der Abgeordenten und sie braucht von mir keine Wählerstimme. Ich darf die Katzen nicht in die Öffentlichkeit treiben, da viel zu viel geschehen könnte, was die Gegenseite anbelangt. Ich will es nicht und werde es nicht zulassen. Vor Jahren hätte ich sie dringend gebraucht, aber wie man anhand der Entwicklungen sieht, es geht auch ohne Fürsprache, man muss sich nur durchsetzen, mit den Wölfen heulen, kleine Brötchen backen und was es sonst noch für Assoziationen geben mag.

Es gab auch solche Fotos zu knipsen:

Bübchen 12

Perlchen in Bellas Körbchen und eines Tages setzte sich Perlchen während Bellas Abwesenheit hin und strullerte in selbiges Körbchen. Der Herr des Hauses hatte dieses eventuelle Missgeschick beobachtet, ich steckte die Decke in die Waschmaschine und sagte: „Na sowas, dann muss Perlchen ins Tierheim abgegeben  werden, denn das geht gar nicht!“ Perlchen meckerte ihr „Meh, Meh“, hüpfte bespaßt zur Seite, was heißen sollte: „Du erzählst aber einen lustigen Quatsch.“

So ist das und ich wünsche Euch allen eine gute Woche. 😉

Vielen, vielen Dank!

An alle Spender, die uns entweder mit 15 Euro, wie Brigitte R., überraschten oder an Gabi R. , Jana, Anja I. oder Marina G., die die Katzenheimat für die draußen lebenden Kater und Katzen zu dieser Jahreszeit mit wirklich gutem Trockenfutter versorgten! Auch an die Firma Hitzegrad geht noch einmal mein herzlicher Dank, da auch ein Körbchen dabei war, das Kater Filou in der ebenfalls gespendeten Hütte sichtlich nutzt. Ihn persönlich sehe ich darin nicht liegen , das wäre zu einfach. Nur anhand Liegekuhlen und weißer Haare, kann ich erkennen, dass er es sich darin gemütlich macht.

Für die 15 Euro von Brigitte kauften wir bei Ebay zwölf neue Taschenwärmer, da die alten irgendwie verschollen gingen oder tatsächlich nach häufiger Aufwärmung ihre Wirkung aufgaben. Der Winter ist in diesem Abschnitt extrem hartnäckig, trotz Klimawandel und Erwärmung. Ich mag nur sagen: Ich kann es kaum noch ertragen und leide mit den Tieren, die nur mit Taschenwärmern und Fußheizung eine halbwegs angenehme Mahlzeit zu sich nehmen können. Die Taschenwärmer bewährten sich für die zahmen Tiere, denn sofort das Futter gegessen, erhalten sie unter den Schalen die entsprechende Wärme. Ansonsten sind sie leider kaum sinnvoll, denn wer zu spät kommt, kann auch durch Taschenwärmer kein warmes Futter erwarten. Abends bleibt es jedoch inzwischen etwas länger hell, es geht aufwärts und man darf den Mut nicht verlieren. Somit entdeckte ich an Minkys, Emmikens und Fritzchens Stelle einen Neuzugang, ein sichtlich scheues Tier. Sei es Katze oder Kater, es hört nicht auf und nur eventuell habe ich Glück, dass es sich um die Mutter von Hanni und Nanni handelt. Wer weiß, die nächste Aufgabe ist somit vorgegeben.

Mein Geburtstagsgeschenk bestand übrigens aus einer Kamera. Eine Kamera für mich, der absoluten Technikdumpfbacke, aber die per Infrarot selbst bei  Dunkelheit lediglich auf Bewegungen reagiert, ansonsten eine lange Ausdauer zeigt. Immer wieder braucht man solch einen Technikkram, da man nicht Tag und Nacht anwesend sein kann. Die preiswerteste Möglichkeit bekam ich von Heike, wodurch  ich zumindest erkennen konnte, dass ich diese Futterstelle schweren Herzens dicht machen musste. Aber Ratten, auch wenn sie nett anzusehen sind, sind kein Spaß und Ärger ist vorprogrammiert. Hermine kam von dieser Stelle und ob Kater Max sich dort noch aufhält, weiß ich nicht. Ich kann nur hoffen, dass er noch lebt und sich ebenso wie Samatha zur neu angelegten Stelle verzogen hat. :

Ich danke Euch allen herzlich für Eure Unterstützung!

Vielen lieben Dank!

An Silke, Jasper, Linus und Lucy, die der Katzenheimat 25 Euro spendeten!

Das war schon vor Weihnachten gewesen und ich muss mich entschuldigen, weil ich es erst jetzt erwähne!

Das Geld wurde längst angelegt, wie der gestrige Beitrag zeigt und wie gesagt: Ganz herzlichen Dank an Euch!

Ebenfalls Danke ich Christine, Manuela und Martina, die am vergangenen Samstag hier vorbei schneiten und einen Sack Royal Canin Outdoor 30 und einen Gutschein vom Futterhaus vorbei brachten.  Mir kamen die Tränen und Christine sagte: „Hör`auf, sonst heule ich mit.“

Das sind Geschenke, ich weiß auch nicht, aber wenn man so hört, wieviele Menschen nach Weihnachten in die Kaufhäuser strömten um UMZUTAUSCHEN….

Gut, jedem das Seine, aber den wilden Katzen haben diese Geschenke auf jeden Fall zugesagt, deshalb herzlichen und überwältigten Dank an Euch!

Weihnachten in der Katzenheimat

Ich danke allen, die an den vielen Spenden beteiligt waren, die uns in den vergangenen Wochen erreichten. Nicht nur erreichten, sondern die auch in der Nähe abgeholt werden konnten, wie zwei große Hütten. Eine der Hütten erwähnte ich bereits und der großartige Spender fühlte sich aufgrund meines Artikels ein wenig auf den Schlips getreten, was mir sehr Leid tut. So war das nicht gemeint und ich entschuldige mich für falsch gewählte Worte!

Futterstelle 7

Doch muss ich zugeben, dass mich die Größe dieser Hütte  ein wenig aus der Bahn warf. Ich betrete unbefugt die jeweiligen Gelände, habe im Laufe der Jahre Betretungsverbote erlebt, bin diese meist umgangen, musste mich mit den betroffenen Katzen sozusagen absprechen und eine jeweilig andere Möglichkeit finden. All mein Zutun muss unauffällig stattfinden, leicht händelbar sein und darf nichts  kosten, da eine Entsorgung oder Zerstörung jederzeit stattfinden kann. Als ich die große Hütte sah, verschlug sie mir den Atem, denn im ersten Moment wusste ich nicht wohin damit. Es sind immer nur kleine Ecken, wo eine wasserdichte Kiste Platz hat, die ich versuche mit gefundenen Sperrmüllbrettern unscheinbar zu machen. Schon morgen kann ein Bagger ein Gelände für einen firmentechnischen Neuanfang herrichten und zerstört eine Futterstelle, zerstört Unterschlüpfe in Form von Styroporkisten oder umgebauter Katzenklos. Es fragt niemand und all das erlebte ich, all das wird immer wieder passieren, nicht nur am Hafen, sondern an sämtlichen Katzenfutterstellen:

Dachser 1

Momentan findet der ruhigste Moment seit Jahren statt und ich hoffe, dass es nicht die  Ruhe vor dem Sturm ist.

Futterstelle 8

Die Stelle, an der Minky, Fritzchen und Emmiken leben, schien die Geeignetste um die große Hütte zu platzieren. Nachdem der Tischler angerufen und gesagt hatte, dass Boden inklusive Styroporeinlage zur Abholung bereit stünden, musste ich weiter handeln. Frage war nur: Wie?

Ich bat einen Kollegen, im Endeffekt den einzigen Kollegen der sich für solch eine Arbeit nicht zu schade ist. Er ist gebürtiger Grieche und half mir schon oft aus der Patsche. Zwar lebt er mit zwei Bypässen in der Brust, aber er kam zur Tischlerei und atmete tief durch. Das Gelände, wo wir hinfahren mussten, ist momentan ohne Besitzer, ohne Pächter. Es gehört momentan dem Hafenamt und bei unserer Ankunft kurvte ein fleißiger Hafenmitarbeiter auf dem Hof herum. Wir warteten. Wir hatten zwar keine Zeit, aber gleich oder nie, denn unser Auto war gefüllt mit Hütte. Irgendwann kam die Gelegenheit und Kollege Antonius fuhr rückwärts an die von mir gezeigte Stelle. Nun aber flugs, da Hafenamt eventuell Mittagspause machte, keine Ahnung, schnell, schnell. Wir schoben und drückten, Toni keuchte. Die Hütte stand schief und brauchte Unterstützung, aber die ließ sich finden, in Form von entsorgtem Holz. Wir stülpten Gestrüpp über die Hütte, damit sie kleiner erschien. Schnell das Gelände verlassen, den Rest würde ich abends und bei Dunkelheit erledigen.

Wenn ich über diese Aktion nachdenke, so hat sie sich zum Besten entwickelt. Für die „Inneneinrichtung“ wird Jana zuständig sein, die den Boden bezahlen wollte, aber der ist bezahlt und gut ist das. Platz im Innenraum ist mächtig vorhanden, da kann man etwas draus machen.

Futterstelle 5

Bisher legte ich Handtücher und Küchentücher hinein, probierte mit wenig Futter, doch die Pfotenabdrücke lassen auf eine Menge Besucher schließen. An einem vergangenen Abend regnete es wieder einmal heftig und die Hütte bewährte sich. Fritzchen kam angerannt, wollte lautstark gestreichelt und bemuttert werden. Ich klappte das Dach auf und stellte die vorgewärmten Schalen in die Hütte, klappte den Deckel zu und Fritzchen rannte, wie selbstverständlich, durch die Eingangsluke hinein. So konnte er im Trockenen futtern und sich anschließend sogar darin aufhalten, wenn er das denn tat. Ich denke, dass diese Hütte niemand freiwillig entsorgen mag und wer weiß, vielleicht darf sie Jahre dort stehen bleiben?

Futterstelle 11

Zumindest werden die Elstern und Krähen nun abgehalten Futter zu stibitzen, weshalb ich im Vorfeld die dollsten Barrikaden versuchte. Kein Vergleich zu einem standfesten Bau mit integriertem Eingang. Vielen, vielen Dank an Olaf!!

Futterstelle 4

Fritzchen 1

Die zweite Hütte kam von Petra und war eine Spende einer Hundehalterin. Ein Scharnier fehlte am Dach, das Petras Mann erneuerte, und dann der typische Torbogen Eingang, der auch ein wenig Kopfzerbrechen bereitete. Aber auch dazu gab es Ideen und der Herr des Hauses besorgte eine Kunstoffplatte, die wir hier zu Hause mit einem Loch versahen. Am nächsten Tag holte ich die Hütte ab, wobei mir Petra dankenswert bei der Übergabe ins Auto half. Anschließend war ich alleine und selbst Toni konnte nicht helfen. Ich fuhr auf das Speditionsgelände, denn diese Hütte war für Micky und oder Filou gedacht. Die Hütte musste an den Zaun, hinter das Brombeergestrüpp, unauffällig verdeckt, aber vorher musste besagter Torbogen verkleinert werden und Akkubohrmaschine und Schrauben konnten helfen. Ich wurde von menschlicher Seite beobachtet, also warte ich und gab Micky, Muckl und Filou ihr Frühstück. Nachdem sich zwei der drei Katzen verzogen hatten, war auch der  Beobachter verschwunden und ich konnte zur Tat schreiten.

Futterstelle 9

Auch wieder: Schnell, schnell, und Scheiße, falsch gebohrt, Schrauben wieder rausgedreht und auf ein Neues. Filou sah die ganze Zeit interessiert zu und ich musste dieses relativ schwere Teil noch an den Zaun schaffen.

Filou

Wie sagte meine Oma: „Sag` nicht stets „das kann ich nicht“, alles kannst du, will`s die Pflicht.“ Ich zog und zerrte, zerriss fast die Jacke, aber egal. Ich denke, dass es Filous Haus geworden ist. Jedenfalls ist auch diese Hütte angenommen worden, ein Versuch mit Trockenfutter zeigt, dass der Teller leer ist und Liegekuhlen im Stroh und Heu klar erkennbar sind.

Hütte

Gerade jetzt, bei dauerhaftem Regen, ist es ein unglaublich gutes Gefühl, dass Möglichkeiten vorhanden sind. Zwar stehen an mehreren Stellen Styroporboxen oder umgebaute Katzenklos bereit, aber die sind nur bedingt wetterfest.

Futterstelle 12

Wie gesagt: Allen Spendern herzlichen Dank, denn ab jetzt es kann nur wieder aufwärts gehen!

Herzlichen Dank

an Brigitte R., die der Katzenheimat 15 Euro spendete!

Wie Ihr alle wisst, wird jeder Cent in Futter umgesetzt. Es geht auch oder speziell zur Winterzeit eine Menge durch die Mägen, so auch am vergangenen Freitag, als kalter Dauerregen den Schnee ablöste. Bei Micky, Muckl und Filou habe ich nur die Möglichkeit,  Futterschalen unter einen parkenden LKW zu stellen und zu warten bis sie satt sind. Unter einem LKW ist es einigermaßen trocken und ich wurde nass bis auf die Haut. Wie schon oft erwähnt, so kann ich mich anschließend unter eine warme Dusche stellen, die nassen Klamotten in die Waschmaschine stecken, und  eventuell bin ich verrückt loyal. Könnte ich mich auch in mein Auto setzen, den Motor und Heizung laufen lassen. Aber all das wäre kein Einklang mit all den Naturwesen und ich käme mir mies vor.

Von daher tut eine Aufmerksamkeit immer wieder gut und das Motto steht: Wir schaffen das!

Ganz anders in der internen Katzenheimat, wo Perlchen zeigte, dass sie nicht nur auf Geparden steht, sondern auch Interresse für Zweibeiner zeigt.

Perlchen 2

Ein Bericht über Kriegsflüchtlinge, die vor einer ungewissen Zukunft stehen und in einer modernen Auffangmöglichkeit beherbergt werden, als es bisher oft üblich war oder immer noch ist. Aber es ist ein Problem, speziell zur jetzigen Zeit, wenn ich zum Beispiel zum Wochenmarkt gehe und ein Kilo Hühnchenherzen für all die Katzen kaufe. Mir tuen auch die zig Hühner Leid, die zu einem Kilo Herzen zusammengeschrumpft eine Horde darstellten. Eine weitere Kundin kauft zwei Kaninchen und möchte sie zerteilt wissen. „Aber gerne“, sagt die Fachverkäuferin, schwingt ihr Beil und spricht weiter: „Es soll schließlich nicht mehr weghoppeln , ha,ha,“. Ich muss zur Seite sehen, denn als der Kopf an der Reihe ist, wird mir wirklich übel.

An der nächsten Ecke sitzt ein Mann und neben ihm sein Pinschermischling, der in dicke Decken gehüllt seinen Bittauftrag erfüllen soll. Ich bin dann immer im Zweifel und gebe dem Hund eine Dose Futter, denn es ist ein Hin – und Her Gedanke, da eine Ecke weiter ein junger Mann steht und zitternd einen Becher in Händen hält. Nein, er zittert nicht wirklich, er schauspielert und  will mein letztes Geld, oder? An der übernächsten Ecke ist ein Taubenpaar zu sehen, das sich um seinen augenscheinlich kranken Nachwuchs sorgt. Dieser Taubenfamilie, mit ihrer unerschütterlichen Sorge, kann man die Jungtaube nicht einfach wegnehmen und auf menschlicher Basis helfen. Es ist der Lauf der Natur, und die Natur ist brutal.

Und dann bin ich froh, wenn ich nach Hause komme, heiß duschen und solche Fotos knipsen kann:

Platz ist in der kleinsten Hütte

Habt alle eine gute Woche, mit lieben Wünschen von der Katzenheimat!