Bäume fällen – eine verantwortungsvolle Maßnahme?

Ich dachte schon ich bin bekloppt, da ich speziell im vergangenen Herbst und immer noch Anfang des neuen Jahres zahllosen Baumfällarbeiten begegne. Wie die Berserker sägen und fällen sie, und noch nie sah ich so viele umgehauene alte und dennnoch gesunde Bäume, ob an Flußufern oder in Wäldern. War mir eine Regelmäßigkeit bislang nicht aufgefallen? Das konnte nicht sein, da ich mit der Natur lebe und jedesmal weine, wenn ein Baum gefällt wird und überhaupt, es handelt sich hierbei  um große, starke Bäume.

Vorbereitung auf katastrophale Stürme, wo große, alte Bäume Schäden hinterlassen würden? Wie bei Sturm Kyrill, Andrea (Ach übrigens, wusstet Ihr, dass man sich diese  Namen kaufen kann? Namen für ein Hoch oder Tief, besonders beliebt sind selbstverständlich denkenswerte Namen die Schäden hinterlassen) und haben jetzt alle Angst vor Bäumen oder wie?

So etwas wird nicht alltäglich gefällt. Das ist kein Brennholz, das ist Kultur, das ist Geschichte. Warum erfährt Bürger nichts davon? Weil er Sturm laufen würde und dennoch an eine Klimakatastrophe glauben soll, die von ausgezeichneten Meteorologen   als normalen Klimawandel bezeichnet werden? Einen Wandel, den es seit Menschengedenken und erst recht noch viel früher gab.

Fragt doch bitte mal einen echten Indianer. Der spricht mit einem Baum, er kann es noch, und hört seinem eigenen Schmerz zu, den er vom sterbenden Baum übernimmt! Ich fragte mich ernsthaft und siehe da, nicht nur mir kamen diese Gedanken:

Sicas Gedanken

Ich fotografierte vor Jahren einen Kämpferbaum in Spanien. Er beeindruckte mich sehr, weil er viel zu sagen hat und das sogar noch darf:

Ein Award für die Katzenheimat

Liebe Anna, ich freue ich mich sehr!

Ein Award für die Katzenheimat, verliehen von Anna und ihrem Zauberwesentagebuch! Das ist fast wie ein „Oscar“, aber dennoch viel besser, weil die Überraschung hinzu kommt.

Kleinigkeiten können so viel bewirken, wie diese Auszeichnung gepaart mit lieben Worten:

Zitat: Sabine ist nicht nur ein großes Vorbild, sondern auch Inspiration. Ihre große Leidenschaft sind ihre Hafenkatzen, ein steter Quell des Mitleidens, aber auch der unbändigen Freude, über die sie sehr gekonnt zu schreiben versteht und für die sie sich unermüdlich einsetzt. Es sind Menschen wie Sabine, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen und ich bewundere sie sehr!

Danke, Anna, Du zeigst mir, dass es nicht umsonst war und ist, die Katzenheimat ins Leben gerufen zu haben!

Dazu fällt mir eine Menge ein und ich hätte einige Kleinigkeiten dieser Menge wahrscheinlich nie erwähnt, aber nun müsst Ihr durch, durch meinen diesjährigen Geburtstag, der einer der schönsten war, weil es zusätzlich zwei wichtige Kleinigkeiten gab, die ich nie vergessen werde.

Mein Geburtstag an sich, ist ein Tag wie jeder andere. Partys, Feiern sind eh nicht mein Ding und überhaupt finde ich solch einen Aufwand ziemlich sinnlos. Ich kannte mal eine Familie mit drei Töchtern und jedes Mal, wenn eine der Töchter Geburtstag hatte, gab es Geschenke für die Mutter. Das beeindruckte mich seinerzeit zutiefst, weil es im Prinzip genau die richtige Danksagung für ein Leben bedeutet.

Ich freue mich selbstverständlich, wenn auch ohne Einladung ein lieber Freund an „meinen“ Tag denkt, aber wer ihn vergisst, der vergisst ihn, genau wie ich oftmals seinen Tag vergesse.  Jedenfalls plante ich für mich ein Geschenk, eine winzige Zeit der Entspannung und ja, sorry, da war Alkohol im Spiel. Ich bin den ganzen Tag mit dem Auto unterwegs und dachte, nachdem ich das Fahrzeug zu Hause abgestellt hatte, mit Bella die übliche  Runde durch den Wald zu drehen, aber diesmal mit einer Flasche Flensburger Pils im Rucksack. Die mit dem „Plöpp“. Die wollte ich relativ lautstark öffnen, auf meine verstorbene Mutter und mich anstoßen, die Sterne, den Mond bewusst sehen, die Luft, die Dunkelheit genießen. Mitten in der Natur und in absoluter Abgeschiedenheit, da um diese Zeit kein Gassiegänger unterwegs. Wenn mir ein Räuber begegnet wäre, nun, dem hätte ich die Flasche über den Schädel hauen können. Somit war ich gewappnet.

Nach der Arbeit und bevor ich zu Hause ankomme, versorge ich die Hafenkatzen, was oftmals zwei Stunden dauert. Vor einigen Wochen erzählte ich hier von einem absoluten Fortschritt, was die scheue Katze Muckl anbelangt und dem Highlight, da ich eine Unterschlupfbox für Muckl aufstellen durfte. Sie ging allem Anschein nach hinein, aber bisher konnte ich nicht live dabei zusehen, somit musste ich hoffen, dass keine andere Katze ihr auch dieses  Reich streitig macht.

An meinem Geburtstag jedenfalls, klingelte abends mein Handy und Gisela aus Spanien war dran. Wegen meines Tages, aber viel mehr wegen Einfach So, um mir ihre Stimme zu schenken und um sich auszutauschen, was stets nachhaltig für Tage wirkt. Genau in diesem Moment stand ich bei Micky, Muckl und Filou, sie hatten gefuttert und waren auf dem Wege sich zu verkrümeln. Ich stand staunend da, meine Gisi am Telefon und sie war dabei, als ich mit ihr gemeinsam beobachten durfte, wie Muckl auf ihren Hochsitz sprang und satt und zufrieden in ihren Unterschlupf stieg. Mein Mucklchen, die oftmals und scheinbar ziellos durch die Gegend laufen musste, weil sie von zwei Katern gemobbt wird.

Das waren zwei Geschenke auf einmal, die kaum Geld kosteten und immens viel beinhalteten. Aber es ging ja noch weiter, was den Geburtstag und   dubiosen „Plöpp“ anbelangt, von dem ich Gisi erzählte. Sie fragte, wann es soweit sei, da sie dann noch einmal anrufen würde und wir gemeinsam anstoßen könnten.  Als ich endlich den Schlüssel aus dem Zündschloss ziehen konnte, machten sich Bella und ich auf den Weg. Bella inzwischen stets ohne Leine, sie kennt meine Marotten mittlerweile  – und ich ihre.

Wir gingen zu einer großen Wiese, die gleichzeitig als Wasserrückhaltebecken genutzt wird, wenn es sehr stark geregnet hat. Von dort aus hat man den besten Blick in den Himmel, zu den Sternen und zum Mond, der an diesem Abend sein volles Gesicht zeigte. Ich ließ den Geräuschen freien Lauf und genoss den ersten Schluck. Das tat gut, könnt Ihr mir glauben. In dem Moment klingelte das Handy, Gisi hatte gewartet und somit gingen der zweite, dritte, vierte und fünfte Schluck auf uns beide und auf unsere Aufgaben, die uns unser Leben stellt. Bella stand geduldig dabei, ihr Verständnis für die Schrullen zweier Freundinnen war uns sicher. Meiner Mama, die von da oben aus zusah, gefiel dieser Geburtstag ebenfalls, da bin ich ganz sicher.

Nochmals Danke, Anna, durch Dich kenne ich nun auch einige Blogs mehr und das mit dem Leben und Nebel, oh, oh, das lässt mich nicht mehr los und inspiriert zu einem weiteren Artikel der Gedanken!

Geruhsame Weihnachtstage

wünsche ich all unseren Lesern, Begleitern, Trostspendern, Tippgebern, Freunden, Mitfiebernden, Spendern und in diesem Jahr Kennenlernenden!

Ich persönlich halte nichts vom zivilisierten Weihnachtsstress, bei dem sich laut Werbetrommel übertrumpft werden soll, was die besten Geschenke anbelangt und punktgenau an diesem Tag. Wir Menschen, hier bei uns, schenken uns nichts, das kann innerhalb des ganzen Jahres erledigt werden. Mir persönlich gefallen spontane Kleinigkeiten, und sei es nur ein Lächeln, tausendmal besser, als ein gekauftes Parfüm zu Weihnachten. Gemeinsam mit Kindern macht es noch Sinn, wenn man ihnen gleichzeitig den Ursprung der jeweiligen Geschenke verdeutlichen möchte. Aber auch das ist bei Vielen längst in Vergessenheit geraten. Zugegeben, ich  kann  selber kaum daran glauben, genoss jedoch jedes Weihnachten, als ich  noch Klein war.

Alle wilden Katzen wurden gestern noch einmal mit gutem Futter verwöhnt, und mit einer Menge Vorrat an Trockenfutter und frischem Heu in ihren Unterschlüpfen  den Weihnachtstagen überlassen. Herr L. wird sich um Nassfutter kümmern, so hoffe ich zumindest und wenn nicht, dann wird trotzdem keine Katze verhungern.

Manch einer mag dieses Weihnachtsfest lediglich aus der Sicht eines Arbeitnehmers begutachten und wird schimpfen, da sich die Tage nicht lohnen. Keine geschenkte freie Zeit, ein einfaches Wochenende und ein läppischer Montag dazu. Was für ein Ärgernis…

Da meine Kurzgeschichten, wenn ich denn mal eine schreibe, meist einen Hinweis auf das Für und Wider beinhalten, so kann ich mir für den diesjährigen Heiligabend eine Geschichte ersparen. Ich fand zwei treffende Beispiele, die nicht nur die Tierwelt betreffen. In diesem Zusammenhang sind jeweils auch Menschen involviert, die sich einsetzen, die sich aufreiben. Natur und Mensch, vielleicht sogar im Sinne der biblischen Geschichte:

Das zweite Beispiel betrifft Spanien, Alicante, Urlaubsparadies und auserwähltes Lebensdomizil von Gisela und Ralf. Sie finden beinahe täglich ausgesetzte, verwirrte, ängstliche und entsorgte Tiere. Meist sind es Hunde, da eine Übersicht über die dort existierenden Katzen kaum noch möglich ist. Und meist müssen sie genau dieses Vertrauen, wie Oben gezeigt, aufbauen, um einem Hund seine Chance zu geben.

In diesem Beispiel handelt es sich um einen extrem scheuen Schäferhundmischling, der vor einigen Tagen auf einer, beziehungsweise DER Müllkippe gesichtet wurde:

Eine Müllkippe wie sie es offiziell in Deutschland nicht mehr gibt. Eine Müllentsorgungsstätte, an der zu jeder Tageszeit verhungernde Tiere gefunden werden können, wenn man die Augen öffnet.

Gisela sah im Vorbeifahren diesen Hund, der vor lauter Verzweiflung einen mittlerweile verstorbenen Artgenossen fraß, der verzweifelt  an den Überresten seines  eventuellen Kumpels zerrte um nicht genauso zu enden.„Jeder sollte den Moment geniessen, in dem man Frieden gefunden hat. Der nächste Moment kann das Schrecken bringen“ , so die Worte von Gisela, die täglich mit all dem Elend umgeht, obwohl sie sich zur Ruhe setzten wollte.

Sie hat eine Futterstelle für diesen extrem scheuen Hund eingerichtet, die bisher aber nicht von ihm genutzt wurde. Vielleicht ist er weiter gewandert, bei seiner Suche nach Heimat? Niemand weiß es.
Frohe Weihnachten Euch allen, denn auch so kann es aussehen, wenn sich Tier  auf (gutmeindenden) Mensch eingelassen hat:

Feliz Navidad

wünscht Euch die Finca Lucendum

Ohne Worte, ist einfach nur eine kleine Geste, die Unmengen von all dem wiedergibt, was das ganze Jahr über geschafft wurde.

Einige Gründe …

… weshalb ein Roboter – Staubsauger bei Heike hilflos überfordert wäre:

Wendy verliert ihr Sommerfell:

Einmal „Staub“ saugen:

Heikes Hundeschar kommt, außer Cassy, aus Spanien, sprich aus dem Ausland = Auslandstierschutz. Nicht jeder ist dafür, viele sind dagegen. Jedem seine eigene Meinung.

Hier nur zwei Beispiele, wie es zum Beispiel Fenja ging, als sie – Dank Heike, Gisela und Ralf – aus einer spanischen Tötung befreit wurde:

Heutzutage sieht man Fenja in Heikes Videos, wie in dem obigen.

Das zweite Beispiel ist Freddy, der ebenfalls in einer spanischen Tötung entsorgt und von Apadac befreit wurde:

Heutzutage bei Heike und Sascha:

Die Tierhilfe – Rhein-Main nahm Kontakt zur Hundeseelen Nothilfe auf und gute Nachricht für alle, die sich interessiert und Old Jacky das Beste gewünscht haben! Er hat es Dank des unermüdlichen Einsatzes – speziell für die bereits aufgegebenen Hunde – der Hundeseelen geschafft : OLD JACKY IST VEMITTELT!

Ich hatte mich  mit der Initiatorin dieses Aufrufes unterhalten, weil ich irgendwie nicht verstehen konnte weshalb man Jacky nicht sofort dort raus holt, und mir wurde klar, dass ich meine Meinung revidieren muss. Ein (älterer) Hund, der in einer Pflegestelle untergebracht wurde, fristet dort eventuell zum zweiten Mal sein Dasein (wenn auch wie im Himmel auf Erden), „blockiert“ weiteren Hunden allerdings die Möglichkeit , da er  nur selten adoptiert wird. Besser funktioniert eine Adoption älterer Kandidaten, wenn sie gleich aus der Tötung heraus in ihr letztes und gutes – da kontrolliert – Zuhause aufgenommen werden.

Meiner Meinung nach sehr nervenaufreibend, aber ich lasse mich gerne belehren. An Old Jacky sieht man, dass die Methode Sinn macht.

Jacky wünsche ich noch viele gesunde Jahre in seinem dritten und besten Leben!

In Erinnerung an Mimo oder – die Geschichte von Old- Jacky

Durch Heikes und Sylvias Blog wurde ich auf „Old-Jacky“ aufmerksam gemacht. Ich wurde seltsamerweise wütend, als ich das Schicksal dieses noch gar nicht so alten Hundes las. Einerseits eine  gute Maßnahme, da auf einen von zig tausenden Hunden aufmerksam gemacht wird. Nichts tun bewirkt nichts, und die Möglichket des Internets verhilft zumindest wenigen Lebewesen zu Aufmerksamkeit. Und andererseits wurde ich wütend.

Mir ging der Text  nicht aus dem Kopf und mein wütendes Gefühl verweigerte eine weitere Veröffentlichung. Seltsame Reaktion.

Jacky „könnte“ geimpft und gechipt, sofort ausreisefähig gemacht werden, sobald sich ein Adoptant meldet. Das machte mich wütend, aber das kam mir erst zu Bewusstsein, als ich mit Sylvia darüber sprach. Ich las „konnte“ was mir den Verstand raubte, warum Jacky bisher immer noch im allseits bekannten Hundemeer untergeht.  Somit schrieb ich eine Mail an die Hundeseelen- Nothilfe und weiß bisher nicht, wie die Reaktion aussieht. In der Mail fragte ich, warum gewartet wird? Es wird sich aufgrund solcher Aufrufe kaum ein Adoptant finden lassen und beten hilft nicht. Wenn Jacky zur Ausreise bereit gemacht werden kann, dann: Worauf warten??  Jede Erfahrung zeigt, dass Hunde, Katzen aus dem Ausland erst ab dem Moment eine wirkliche Chance haben, wenn sie besucht und begutachtet werden können. Bedeutet Unterbringung in einer Pflegestelle – wo ist das Problem? Ein Verein steht dahinter!

Jacky erinnerte mich auch an Mimo, der ebenso ein Ketttenhunddasein führte und den ich   im Frühjahr  2009 traf. Er lag nach seiner Befreiung am liebsten in Giselas Bett, war vergleichbar mit einem Häufchen Elend und sein Blick warf mich um. Noch nie hatte ich bis dahin einen sprechenderen  Blick, zusammengesetzt aus Niedergeschlagenheit, Wehmut, Schmerz und dennoch voller Treue gesehen. Ich weinte, als ich ihn sah. Diese geschundene intelligente Seele, die bisher an einer Kette ihr Leben hatte verbringen müssen. Mimo hatte unendlich viel Liebe zu geben und obwohl er dürr wie ein ausgemergelter Stängel war, er war tapfer und stark. Oskar saß auf meinem Schoß, Mimo kam und wollte ebenfals gestreichelt werden. Oskar, der aufgrund eigener Schmerzen nicht einfach war, verbellte Mimo und Mimo zog sich in Giselas Schlafzimmer zurück. Ein schlimmer Moment, da ich hin und her gerissen war.

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Mimo lebte eine gute aber zu kurze Zeit bei Gisela und Ralf und seinen Freunden. Wir werden ihn nie vergessen und auch nie vergessen, was dumme Menschen mit unseren treuen Weggefährten anrichten können.

In Liebe

Sabine

Wer Interesse hat,  kann sich Mimos (gefühlte) Geschichte durchlesen, die keinen Wettbewerb wegen Old Jacky darstellen soll. Mimos Lebenslauf fiel  mir aufgrund dessen  ein, ist ein Vergleich und betrifft alle missbrauchten Seelen.

Mimo – oder eine Weihnachtsgeschichte, die das Leben schrieb

Es war vor über zehn Jahren, als unser freistehendes Nachbargrundstück gekauft wurde. Ich selber war damals noch jung, kräftig und fröhlich, das Leben interessant, bunt und spannend.

Zwei Deutsche, die das Rentnerdasein in Ruhe genießen wollten, bauten auf dem Grundstück ein Haus, pflanzten ordnungsgemäß Palmen, Mandelbäume und ließen sich einen Pool in den Garten legen der in der Sonne blau schimmerte.

Es kam anscheinend anders als geplant, denn es dauerte nicht lange und die Finca füllte sich mit Leben, fröhliche  Hundestimmen waren Tag und Nacht zu hören und ich hatte viel zu tun mit Unterhaltungen, die von da an ständig hin und her gebellt wurden.

Irgendwann kamen traurige Stimmen hinzu, was mich wunderte, doch konnte ich  erkennen, dass diese bekümmerten Stimmen schon nach kurzer Zeit lebenslustiger, mutiger wurden. Das scheinbar blaue Wasser aus dem  Pool spritzte oft bis in den Himmel, bis hin zu vereinzelten Wolken, die träge auf die muntere Hundeschar herabsahen.

Viele Hunde kamen im Laufe der Jahre verzweifelt an und gingen mutig, lebensbejahend wieder fort. Für alle wurde von nebenan eine Heimat, ein noch besseres Leben  gefunden. Unzählige Hunde lernte ich somit kennen,  nie wurde es langweilig und ich erfuhr von ihnen eine Menge über das Leben.

Das gab mir Mut.

Sehen konnte ich das alles nicht, auch meine Kumpel traf ich nie persönlich – denn ich lebte an einer Kette.

Anfangs, als junger Hund, war es eine kurze Kette. Mein damaliges Herrchen hieß „Jäger“ und wusste es nicht besser. Er gab mir weder ein Dach, geschweige denn eine Decke. Wenn es regnete vergaß er mich, ließ mich im Matsch liegen.

Eines Tages verunglückte mein Herrchen und auf dem Sterbebett bat er seinen besten Freund, sich um unser Haus und um mich zu kümmern. Der tat das gerne, übernahm das Haus und schenkte mir eine neue Eisenkette. Eine längere, womit ich mir die Beine vertreten konnte. Eine kleine Hütte aus Stein baute er mir, weil er auf der Finca nebenan sah, wie gut es Tieren gehen kann. Miguel ist ein lieber Mensch der Tiere mag, jedoch sieht er nur ihre Hülle, ihre Seele erblickt er nicht.

Die Zeit verging, immer wieder bekam ich mit, dass Gisela und Ralf, wie die beiden Nachbarn heißen, versuchten mich zu sich zu holen.

Das wäre die Krönung gewesen!

Mimo, wie er mit jugendlichem Elan Anlauf nimmt und das himmelsblaue Wasser bis zur Sonne spritzen lässt!

Mimo und Sonne, sie hätten sich anschließend zugelächelt!

Doch Miguel wollte das nicht, da er seinem Freund ein Versprechen gegeben hatte.

Eines Tages traf Miguel seine Angela und ihre Liebe zueinander sollte urplötzlich mein Dasein verändern. Wer konnte damit rechnen? Inzwischen bin ich alt geworden, auf Veränderungen nicht mehr vorbereitet! Nie habe ich einen Spaziergang unternommen, nie fühlte ich eine kalte Kumpelnase an meinem Fell, noch nie betrat ich ein großes Haus, noch nie spürte ich Zärtlichkeit…

Es war Gabriela, das winzige, neugeborene Menschenkind, das mein Leben verändern sollte. Nachdem sie auf der Welt war willigte Miguel ein, dass ich, zum ersten Mal von der Kette losgelöst, nach nebenan durfte – nach über zehn Jahren, am heiligen Abend…

Ralfs Badezimmer ist mein Lieblingsplatz. Die Tür bleibt geöffnet, ich darf hinaus wenn ich will oder darf mit  meinen müden Knochen auf, sowie unter einer weichen Decke liegen bleiben. Ich darf aus dem Fenster in den Himmel schauen, die Wärme und Obhut genießen. Draußen regnet es und  ich brauche mich nicht mehr in einer kalten Hütte verstecken. Ich werde nicht nass, brauche nie wieder frieren. Meine Kumpel, die ich von Unterhaltungen her schon lange kenne, gaben mir vorsichtige, verständnisvolle Stubser mit kalten Nasen und hießen mich willkommen.

Ich, Mimo, weine stumm und ohne Tränen.

Ich, Mimo, schreie mit einem heiseren, tiefen, noch nie gehörten Ton auf, sobald man mich an meiner schmerzenden Stelle berührt.

Ich, Mimo, weiß, dass Gisela und Ralf mir helfen werden.

Ich, Mimo, gab die Hoffnung nie auf.

Euch allen ebenso ein glückliches Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2009!

Euer Mimo

In Erinnerung an unseren Freund Gador

Leider mussten Gisela und Ralf unseren Freund Gador am Dienstag den 09.08. über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Die Leishmanioseerkrankung, die Gadors Körper zu sehr angegriffen hatte, war stärker. Sie war stärker als unser tapferer Kämpfer und sie war stärker als jede Medizin.

Es war in den letzten Monaten ein Auf und Ab und die Hoffnung ein ständiger Begleiter. Nachdem sich Gador soweit hatte erholen können, dass er wieder selbstständig laufen und sogar Stufen steigen konnte, war es für ihn das Größte, mit seinen Menschen  und all seinen Hundefreunden zusammen im Haus sein zu können.

Gador blühte auf, nachdem ihm sein kleiner Freund Basti, der ausgesetzt an einer Mülltonne gefunden worden war, immer und immer wieder Mut zugewinselt hatte.

Mehrere Ärzte der Tierklinik San Anton steckten ihr Wissen in seine Behandlung, die unter anderem eine Spritzenkur, die zweimal täglich verabreicht werden musste, erforderte. Selbst diese schmerzhafte Prozedur ließ Gador ohne zu murren über sich ergehen.

Als Gador erkannte, dass ihm Liebe entgegengebracht wurde, gab er sie tausendfach zurück, er genoss es, nun ganz nah bei Gisela und Ralf sein zu können und er genoss sein Leben in vollen Zügen. Er vertraute, war dankbar und einer der unverwechselbaren Freunde, speziell für Gisela.

Gador wurde Anfang Mai bewegungsunfähig und ausgehungert gefunden. Was ihm in seinem jungen Leben widerfahren sein muss, erzählten sein Blick, seine unbehandelte Krankheit, seine Wunden am Hals und seine in Verzweiflung abgekauten Zähne. Dennoch war Gador bereits zu Lebzeiten ein Engel, der uns Menschen zeigte, was das Wort Liebe bedeutet.

Trotz aller Mühe bekam Gador am Samstag einen Rückschlag. Er mochte nun nicht mehr essen und nicht mehr trinken, die Kraft zu kämpfen verließ ihn. Es wurde eine weitere Behandlung in Erwägung gezogen, doch am Dienstag lief Blut aus seiner Nase und er konnte erneut nicht mehr aufstehen.

Es war für Gisela und Ralf wieder einmal ein enorm schwerer Schritt, aber Gador zeigte, dass er bereit war und Gisela erfüllte ihm diesen letzten Wunsch. Wie immer blieb sie auch bei Gador, legte sich zusammen mit ihm auf den Boden und sprach ihm Mut zu, begleitete ihn bis zum letzten Moment, damit er den Weg über die Regenbogenbrücke gehen konnte.

Mach es gut, lieber Gador! Oskar, Simon, Rübe, Otto, Mimo, Pepita, Sorry und viele weitere Freunde werden Dich beschützen. Wir werden Dich niemals vergessen, Du tapferer Schatz.

Tina hat eine virtuelle Gedenkstätte errichtet. Wer möchte, kann dort eine Kerze für Gador anzünden: Für Gador