Hoher Besuch!

Den bekamen wir an diesem Wochenende, und ratet mal von wem?

Präsident Obama? Nein.

Queen Elisabeth? Nein.

Kleiner Tipp: Zum Glück kein menschliches Wesen. 😉

Sind hier Mäuse drin?

Es waren Tiffys Babys, deren Frauchen übers Wochenende nach Kiel musste. Wie ein dummer Zufall es wollte war auch die Nachbarin verreist. Die erwachsenen Katzen des Hauses, Lilly und Jule, sind alt genug und vernünftig, sie teilen sich ihr Trockenfutter drei Tage lang ein. Aber wie soll das mit zwei ständig ausgehungerten Katzenkindern klappen? Das geht gar nicht.

Jedenfalls war von Anfang an klar, dass Tiffys Babys jederzeit hierher zurückkommen könnten, und drei Tage lang als Besuch, bedeutet eine Ehre für mich. Claudia brachte die Findlinge Donnerstagabend zu uns und konnte sich kaum trennen. „Tja“, sagte ich, „jetzt hast du ähnliche Gefühle wie ich sie hatte, als ich die Zwerge zu dir brachte.“ Aber Claudia verstand mich von Anfang an, weshalb ich ihr die Minitiffys ja auch anvertraute.

Claudia hatte zuerst Bedenken, dass sich Coco und Maya ängstlich verhalten würden. Dass sie nicht aus der Box heraus wollen oder sich sofort verstecken. Aber wir gingen gleich in das bewährte Katzenzimmer, das noch immer der feinste Abenteuerspielplatz für Miezen bedeutet. Ich gab mein Vorhaben, den ehemals hellen Teppich zu reinigen, längst auf – der kann nur noch raus. Von daher gab es bekannte Gerüche wieder zu entdecken und überhaupt ist man inzwischen gewachsen, schafft es mit einem Sprung aufs Sofa, auf die höchste Ebene des Kratzbaumes und mit Leichtigkeit bis in die Spitze des Ficus Benjamini. Der drohte bereits an diesem Abend umzukippen, weil entweder Coco oder Maya in seinem Wipfel hing. Nun ja, es sollte auf alle Fälle lustig werden.

Coco und Maya sind mächtig gewachsen, konnten ihr Gewicht inzwischen verdreifachen, haben alle Unannehmlichkeiten, wie Impfungen und Wurmkuren, hinter sich. Was geblieben ist, ist ihre Anhänglichkeit, ihr Zutrauen, ihr unverwechselbares Wesen  – und ihr Appetit.

Sobald es Fresschen gibt, sind sie nicht zu halten. Das haben sie zwar mit allen gesunden kleinen Katzen gemein, aber wenn ich auf sie heruntersah, wie sie quietschend auf mich zuflitzten, mit verzweifeltem Blick, so stand mir jedes Mal der eine tatsächlich verzweifelte Moment vor Augen. Der Moment, in dem sie mich fanden.

Der kleine Ficus war ungeeignet, somit musste eine Palme her, die ich aus dem Schlafzimmer holte.

Vögel jagen auf dem Balkon

DAS ist ein Stamm, der einem Baum wesendlich ähnlicher sieht. An dem konnte man viel besser klettern und seine langen Blätter sind geeignet, vom obersten Plateau des Kratzbaumes aus nach den langen  herabhängenden Blättern zu jagen.

Wir tobten viel mit Angel und Klappermäusen, wir gingen auf den Balkon, wo es viele Vögel zu sichten gab und die Findlinge schafften es sogar eine schlafende Hündin zu hintergehen, weil sie unbedingt auch auf dem Sofa im Wohnzimmer liegen wollten. Maya ist übrigens Sportfan, denn während ich im Katzenzimmer mit Coco herumtobte, saß Maya lieber beim Herrn des Hauses auf dem Wohnzimmertisch und schaute gemeinsam mit ihm Formel Eins…

Pssstt, muss mich konzentrieren, mache gerade Pipi im Topf!

Wir schmusten  sehr viel, weil die Beiden beinahe ständigen Menschenkontakt suchen – und wir dachten viel an Tiffy. Sobald Maya müde ist, nuckelt sie nach wie vor an sich. Es ist vielleicht weit hergeholt zu glauben, dass Maya in solchen Momenten an ihre Mutter denkt, aber wer kann das Gegenteil beweisen? Auf jeden Fall  waren es Momente, in denen ich sehr intensiv an sie dachte. Tiffy wird nie vergessen und ich vermisse sie täglich, da ich weiterhin die Futterstelle versorge, aber es ist nicht mehr das, was es war. Es wartet dort keine der Katzen. Sie kommen irgendwann, wenn es dunkel ist. Von daher denke ich oft, dass Tiffy eventuell kein verwildertes Tier war. Sie war scheu, aber viele ausgesetzte Katzen  entsinnen sich an ihren Urinstinkt, sobald sie auf sich alleine angewiesen sind.

In deinen Kindern lebst du weiter

Es wird noch eine Diashow folgen, weil es für diesen Bericht viel zu viele Fotos gibt.

Kennt jemand diesen Hund?

Wer möchte und mag, den bitte ich hiermit diese Fotos und Hintergründe einzustellen. Man weiß schließlich nie, wer das alles liest. Danke!
Es handelt sich  jedenfalls um grausame Tierquälerei mit beabsichtigtem Vertuschungshintergrund. Vielleicht war der Hund, bei dem bei Fund bereits der Verwesungsprozess  vorangeschritten war, mit einem Chip versehen? Wer weiß, jedenfalls sollte alles versucht werden um diesen „fürsorglichen“ Menschen ausfindig zu machen!
Die komplette Hütte wurde in die Wildnis geschafft. Aus den Augen aus dem Sinn? Viele Fragen, mit denen sich kein Kriminalist befassen wird.
Was muss dieser Hund durchgestanden haben, bis ihn der Tod erlöste!?
Mach es gut, Du armer Kerl! Du bist nicht unerkannt und nicht vergebens gestorben!
WER KENNT DIESEN TOTEN  HUND – ANGEKETTET IN DIESER HÜTTE ??
Ganz in der Nähe von  LA MARINA wurde am Samstag diese Hütte,
die teilweise angefressen ist und auf deren Dach Hundefell klebt, gefunden.
In der Hütte liegt – angekettet – ein toter rauhaariger grosser schwarzer  Hund.
ES WÄRE SEHR WICHTIG HERAUSZUFINDEN, WEM DIESER HUND GEHÖRT.
WENN SIE DEN HUND WIEDERERKENNEN, BITTE MELDEN SIE SICH
BEI UNS !! lucendum@web.de
WHO KNOWS THIS DEAD DOG – CHAINED UP IN THIS  KENNEL ???
Very close to LA MARINA this kennel was found on Saturday.
The kennel has got signs of dogteeth and there is black fur on the roof.
In the kennel – chained up- there is a dead big, black dog.
IT IS IMPORTANT TO FIND THE OWNER !
IF YOU KNOW HIM PLEASE CONTACT US !

Brieftaube Fienchen

Es war in den vergangenen Wochen viel zu ruhig gewesen, deshalb musste ich Fienchen treffen.  Ich hielt aufgrund einer Lieferung vor einer Firmenschranke und da saß sie, neben Schranke und  Hauswand: Ein kleines Häufchen Elend in Form einer Taube.  Ich konnte mir ein flüchtiges Bild von der Firma machen und erkannte schnell, dass niemand dieses Tier zu sehen schien. Die Menschen gingen an ihr vorbei, als wenn sie unsichtbar wäre. Tauben gehören in diesem Gebiet zur Tagesordnung, weil aufgrund Mehlproduktion mit Getreide gehandhabt wird, aber mutieren die jeweiligen Mitarbeiter deshalb zu einer Maschine? Zu einem Roboter, der seinen monatlichen Verdienst mit Futtermittel verdient, sich über die Plage aufregt und das Ergebnis nicht sehen kann? Ist es zu umständlich, zu aufwändig, zu mühsam oder ist es einfach nur zu peinlich? Oder wird man abgebrüht, so dass man nichts mehr empfindet? Mal angenommen, es wäre eine „wertvolle“ Taube? Was würde dann passieren?

Fienchen jedenfalls saß in einer gefährlichen Zone und auch ich lese nicht jede Taube auf, die in einer Ecke sterben möchte. Aber wenn es Glasklar ist, dass der nächste Lkw dieses Tier überrollen werden wird, dann sollte man handeln. Oder kann einer der Roboter aus Erfahrung nachempfinden, welche Art des Todes angenehmer ist?

Ich ging auf  Fienchen zu, die sich ohne Abwehr in die Hand nehmen ließ. Sie kam aus Belgien, das war der einzige Hinweis, den einer der beiden Ringe gab. Ich füllte eine Schale mit Wasser, hielt ihren Schnabel hinein und sie trank und trank. Das war für den ersten Moment ein gutes Zeichen. Fienchen kam somit in die bewährten Postkisten und mit nach Hause in den Käfig. Sofort setzte sie sich in die Futterschale und hatte Interesse an den zahlreichen Körnern, aber sie schien bereits zu schwach.

Als erstes rief ich die Stadttiere e.V. an, konnte jedoch niemanden erreichen. Danach informierte mich beim Brieftaubenverband. Eine ordentliche Organisation, bei der man eine standortgemäße Postleitzahl eingeben muss und aufgelistet entscheiden kann, welchen Taubenschlagbesitzer in der Nähe man kontaktieren möchte. Ich entschied mich für Herrn K., der sogar erreichbar war. Nachdem ich ihm Fienchens Zustand beschrieben hatte, meinte er, dass man „so etwas“ besser da lässt. Als er  hörte, wie ich tief Luft holte, sagte er: „Ja, ja, ich weiß. Aber es wird nichts bringen und ein Belgier fährt wegen einer geschafften Taube keine zig Kilometer.“

„Mir egal“, antwortete ich, „ich tue hier irgendwie nur meine Pflicht, und an sie wende ich mich lediglich, weil es sich um eine Brieftaube handelt. Können sie der Taube helfen, ihren Besitzer ausfindig machen?“

„Nein, im Grunde nicht, das ist alles sehr kompliziert mit dem Ausland, aber ich  werde einen Kollegen fragen, der sie anrufen wird.“

Eine Stunde später meldete sich ein Herr B., der Fienchen aufnehmen wollte. Er kam sogar mit Transportkorb vorbei, aber als er das Häufchen sah, schüttelte er den Kopf.

„Zwar päppele ich zurzeit eine polnische Brieftaube auf und frage mich, wie die je nach Polen zurückkommen soll, aber sie pickt zumindest Körner. Die hier kann ja gar nichts mehr, die ist bereits bis auf die Knochen abgemagert.“

„Ja“, sagte ich, „schon klar, aber was machen sie mit dem Tier, wenn  sie es mitnehmen?“

„Es bekommt Taubenfutter und Wasser.“

„Keine Medikamente, in Form von Vitaminen oder ähnlichem?“

„Nein, ich bin kein Tierarzt.“

„Na, dann kann die Taube auch hier bleiben, ich werde es mit eingeweichten Haferflocken versuchen, Danke für ihre Mühe.“

Im Innersten hatte ich Bedenken, ihm Fienchen anzuvertrauen, da er von Verlusten sprach, die ein gutes „Rennpferd“ anrichten könne. Ich wollte nicht, dass ein Fremder Fienchen letztendlich den Hals umdrehte, sie sollte ihre eigene Entscheidung treffen können. Einen guten Hinweis konnte er jedoch geben, was die Botschaft des Ringes anbelangt. Belg 2011 bedeutet, dass die Taube in diesem Jahr geboren wurde und logisch, aus Belgien stammt. Mit der Nummer 2158938 konnte er ebenso nichts anfangen, sagte jedoch, dass die deutschen Brieftauben mittlerweile mit einer Telefonnummer versehen sein müssen. Das ist gut, zumal sich die gestrandeten Rennpferde des kleinen Mannes zu häufen scheinen. Bereits am nächsten Tag saß eine Brieftaube auf der Fahrbahn einer Brücke. Weder war ein Anhalten  möglich, noch rührte sich die Taube von der Stelle. Ich musste hinter der Brücke parken und zurücklaufen, bekam mit, dass bisher jeder Autofahrer auswich. Bei der Taube angekommen, konnte diese zumindest noch ihre Flügel ausbreiten und nach zwei Runden in der Luft auf einem Dach landen, aber wie ich sehen konnte mit herunterhängendem, linken Bein. Wahrscheinlich wird auch sie es nicht schaffen, genauso wenig wie Fienchen, die gegen ihre Schwäche nicht mehr ankam und am Vormittag des darauf folgenden Tages  starb.

Manuela fand ebenso vor einigen Wochen eine Brieftaube im Rinnstein. Sie nahm sie mit ins Büro, las die Telefonnummer des deutschen Besitzers, rief ihn an und er machte sich sofort aus Oberhausen auf den Weg. Leider auch zu spät, wobei er erklärte, dass seine Taubenschar am Tag zuvor in der Nähe von Frankfurt gestartet und in eine Gewitterfront geraten sei. Seine Taube war ungefähr 60 km vom Schlag entfernt gewesen, als sie von Manuela in Mettmann völlig erschöpft gefunden wurde. Zumindest zeigte dieser Mann wirkliche Trauer. Ob es eines seiner „wertvollen“ Tiere war, sagte er nicht.

Inzwischen meldete sich Anne von den Stadttieren e.V. und nannte mir  für den Notfall einige Mittel. Wie zum Beispiel Bioserin  und Nutribird a 21, ein Pulver das zur Aufzucht verwendet wird und mit einer Spritze und einem aufgesetzten Infusionsschlauch an der Luftröhre vorbei in die Speiseröhre eingeführt wird.

Ob ich so etwas schaffe, weiß ich noch nicht, aber für jeden interessant der Ähnliches erlebt, oder?

Zum Schluss ein Zitat von Johanna Wothke, der Vorsitzenden von Pro Animale. Meiner Meinung nach passt es zu diesen hiesigen Beispielen, da es auch zeigt, dass „wir“ in Deutschland noch nicht komplett verkommen sind. Johanna Wothtke fährt persönlich in jedes Land, in dem Pro Animale versucht den Tieren zu helfen und weiß, wovon sie spricht. Nach über 17 Jahren und weit über 150 Reisen dorthin im Sinne der Tiere, hier einer ihrer neuesten Eindrücke aus der Türkei:

Hier sind es Scharen dürrer schmutziger Kätzchen, die auf Müllcontainern balancieren… an den Straßenrändern die Silhouetten meist großer Hunde mit gesenktem Kopf – und viele Hündinnen mit langem Gesäuge! So viele von ihnen von achtlosen Autofahrern angefahren und liegen gelassen in stunden – und tagelangem Siechtum, bis sie endlich den Geist aufgeben und so lange zermahlen werden von darüberpreschenden Autorädern bis sie nur noch einem Fetzen Tuch gleichen…

Ich hoffe sehr, Euch Lesern nicht den Sonntag verdorben zu haben und bedanke mich fürs Lesen bis hierher. Dumme Fragen gibt es nicht, aber ich frage mich immer wieder: Warum muss das alles geschehen?

Susi und Strolch suchen dringend Pflege – oder Endplatz!

Auch wieder ein Hilferuf, bei dem es möglichst schnell gehen muss. Wer kann und mag, bitte diese zwei hübschen Samtpfoten auf Blogs etc. einstellen.

Danke Euch!!

Sabine

Bitte verteilen. Wir brauchen dringend Lösung für die Beiden da die Besitzerin am Wochenende ins Ausland geht . Eigentlich sollten die Tieren bei den Eltern bleiben. Der Vater ist aber jetzt schwer erkrankt. Susi+ Strolchi sind kastriert + geimpft.

Babette Joosten

www.poor-cats.de 

Oberstr. 16

41352 Korschenbroich

02182-58380    0173-9446377

www.pfoetchenhilfe-grenzenlos.de

Sehr geehrte Frau Joosten,

wie mit Ihnen gerade telefonisch besprochen, eine kurze Beschreibung unserer Katzen und als Anhang einige Bilder. Es handelt sich bei den beiden Katzen um Bruder und Schwester. Sind sind 1,5 Jahre alt, geimpft und sterilisert.  Sie sind Freigänger und eigentlich nur zu kurzen Nickerchen mal im Haus. Sie fangen gerne Mäuse und verstehen sich sehr gut untereinander. Allerdings müssen sie nicht zwingend gemeinsam abgegeben werden. ,Der Kater heißt Strolchi, er ist  ist der Ruhigere. Susi, die Katze, ist die Neugierere. Sie sind beide sehr lieb und gehen auch in der Wohnung weder an Tapeten  etc.

Meine Handynummer 0163 5 99 19 99

Ich danke schon mal für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen noch alles Gute.

Liebe Grüße

K. Küpper

Futterstellen und das Wetter

Ja, das Wetter, Gesprächsthema Nummer eins, wenn es peinlich wird, weil  kein anderes Thema Sinn ergibt. Häufig kommt das Wetter auch aus einer Misslaune zur Sprache, so wie in der vergangenen Woche, als ich aus klimatisierten Büros oft zu hören bekam: „Boah, ist das kalt, und das nennt sich Sommer?“

Mal abgesehen davon, dass Mensch zum Glück nichts, aber auch gar nichts gegen das Wetter unternehmen kann, musste ich mich mehrmals rechtfertigen, weil ich den Wind und den Regen und die angenehme Kühle grundsätzlich ganz toll finde. Ich sagte dann immer lächelnd: „Hey, ist wie Wetter auf Sylt.“

In Wirklichkeit meinte ich: „Hey, ist ein Wetter ohne Fliegen“. Aber das nur unter uns…

Jedenfalls war es herrlich, da Futterstellen nicht nur mit den Jahreszeiten sondern auch mit dem Wetter und seinen Begleiterscheinungen leben.

Gab es in der vorletzten Woche bis hin zum vergangenen Dienstag keine Möglichkeiten Feuchtfutter anzubieten, so war die einbrechende Kühle die Gelegenheit. Da wurde ich am ersten Abend regelrecht euphorisch, füllte Schale um Schale, weil ich wusste, dass auch die Katzen darauf warteten.

Und es wurden komplett gefüllte Schalen bis auf den letzten Tropfen leer geputzt, drei  kühle Tage lang, wobei am dritten Tag jeweils ein Rest übrig blieb, was mir die Gewissheit gab : Gesättigt.

Und jeder, der Katzen kennt und sich mit deren Gewohnheiten befasst, wird selber wissen, dass Katzen bei Temperaturen um die dreißig Grad kaum Hunger haben. Bei schwülen Witterungsverhältnissen ist es außerdem nicht möglich, den wilden Katzen, die sich nur nachts zur Futterstelle trauen, Nassfutter hinzustellen. Bei wilden Katzen kann außerdem  niemand kontrollieren ob und wann sie Hunger haben, somit muss eine Gesunderhaltende Alternative geboten werden, da Vorsorge für kommende Winter betrieben werden muss. Diese frei lebenden Tiere, erst recht wenn es ihnen schlecht gehen sollte, haben keine Möglichkeit einen warmen Platz oder Hilfe zu finden. Speziell vor Hilfe scheuen sie zurück, das weiß ebenso jeder, der je ein verletztes oder krankes Tier einfangen wollte.

Bei den zahmen Tieren stellt das alles kein Problem dar. Sie sind pünktlich und futtern, die übrig gebliebenen Reste erhalten Möwen oder Elstern. Aber in Wärme Futter stehen lassen funktioniert nicht, da sofort Insekten darüber herfallen.  Somit muss eine Alternative gefunden werden, die sich in Form von Trockenfutter anbietet. Trockenfutter und sauberes, ständig frisches Wasser. Die Inhaltsangaben auf Schachteln und Beutel las ich am Anfang durch, wie jeder von uns, und hoffte, dass es gesundes und ausgewogenes Alternativfutter sein würde, doch im Laufe der Zeit erkannte ich Unterschiede, die vielleicht kein Hersteller ahnt. Im Grunde ist es leicht zu erkennen, da sich auf „Billigfutter“, was ich aufgrund der Inhaltsangaben ausprobierte, keine Fliege und kein Ohrenkneifer herablassen würden. Geschweige denn eine Samtpfote, die die Marke Royal Canin „Outdoor“ schmecken lernte.

Ja, ich weiß, einmal gelockt und für immer verdorben, aber ich stehe dazu und habe erst dann ein gutes Gewissen, wenn die Vierbeiner gut versorgt sind. Nicht nur für Heute, sondern auch für Übermorgen. Ich sehe es, wenn ich zwei verschiedene Sorten getrennt in eine Schale fülle. Garantiert ist die Menge Royal Canin verputzt worden, während die andere Hälfte unangerüht blieb. Fliegen legen ihre Eier auch auf Trockenfutter, bei Regen wandern  Schnecken ebenso gerne hindurch, was eine Entsorgung des Futters mit sich bringt, aber es bleibt wie es ist: Qualität muss her.

Somit rechne ich einfach nur um, da die nicht benutzten Dosen in qualitativ gutes und dementsprechend teures Trockenfutter umgesetzt werden.

Mein Dank geht an die hinweisende Emmiken, die mir, hinsichtlich meiner internen Debatte über Trockenfutter, ganz einfach die Augen öffnete:

Nee, sorry, aber das mag ich nicht.

Danke für`s Futter!

Ich muss viel nachholen und somit fasse ich all die Futterspenden in einem Artikel zusammen, was nicht minder von ganzem Herzen kommt!

Vielen Dank, liebe Frau K., die durch ihre Teilnahme in der Fressnapf Community fleißig Tatzenpunkte sammelt, diese an die Tierhilfe Rhein Main spendet und diese nach Absprache wiederum an mich. Oder an die Friedhofskatzen Krefeld, je nachdem, es wird gerecht verteilt. Komplizierte Sache, aber Tatzenpunkte können lediglich einem Verein überreicht werden, der dann zusehen darf, was er mit den Gutscheinen Gutes tut. Danke auch an Fressnapf, für diese Möglichkeit! Es waren bisher überwältigende drei Gutscheine im jeweiligen Wert von 50 Euro. Wenn man solch einen Gutschein aus dem Umschlag holt, kommen einem die Tränen vor Freude.

Den ersten Gutschein verwendete ich für vollwertige Dosen und diverse Schalen, in denen sich gesunde, abwechslungsreiche Leckereien befinden und die, vermischt mit dem anderen Futter, großen Anklang finden.

Mit dem zweiten Gutschein probierte ich leichtsinnig hochwertiges Trockenfutter von Royal Canin aus, was aber tatsächlich der Renner ist, und das ich ab dato nun immer anbieten muss. Ein Beutel kostet 21,95 Euro, womit der zweite Gutschein mit zwei Beutel gut angelegt war und zusätzlich  für einige Flaschen Katzenmilch reichte.

Den dritten spare ich auf für weitere Angebote, wie Whiskas, Felix und Kitekat. Vielen, vielen  Dank!

Ich danke auch Frau I. von der Firma C., die durch meinen Kollegen Tony unbewusst auf meine Situation aufmerksam gemacht wurde, die sich durch  Facebook über die Katzenheimat informierte und seitdem immer wieder eine Überraschungstüte bereit hielt. Sei es Trockenfutter oder diverse Beutel von Whiskas.

Vielen Dank, auch an ihre Katze, die Lamm und Rind nicht mag. 😉

An Christine und ihre Kolleginnen und Kollegen ebenfalls herzlichen Dank, für diverse Wundertüten, die jeweils  Feucht und Trockenfutter beinhalteten und für die großen Haribo – Schalen, die mindestens vier Dosen Nassfutter aufnehmen!

Ganz lieben Dank an Nadine, die mir sogar per Hermes ein Paket zukommen ließ, das ebenfalls diverse Futtersorten enthielt und einen aufbauenden, lieben Brief mit Fotos von Kimbi und Selly.

Ich danke Euch allen, nicht nur wegen der Futterspenden, sondern weil Ihr Anteil nehmt, an der Situation, an der Lage vor Ort. Ich bin dadurch sehr viel zuversichtlicher geworden, weil es dadurch Hoffnung gibt und weil die Katzen somit einen Namen haben der ihnen hilft: Die Katzenheimat.

Emmy und Maxis Mutter

Vor einigen Tagen gelangen mir zwei interne Sensationsfotos. Intern deswegen, weil es lediglich für mich von großer Bedeutung ist, Emmy und Maxis Mutter in Freiheit so nah vor die Linse bekommen zu haben und hiermit die Ähnlichkeit zwischen Mutter und Töchter  zeigen zu können.

Keinen Schritt näher, oder ich bin weg!

Man bedenke wie unnahbar sich Emmy Monate lang gab, egal wo sie war. Die darauf zu pochen schien, das Erlernte von ihrer Mutter umsetzen zu wollen. Erst nachdem sie kastriert worden war, legte sie zur  menschlichen Überraschung den Hebel um und war seitdem wie ausgewechselt.

Bisher gab es nur das eine Foto aus der Dachkammer von Emmy und Maxis Mutter, auf dem sie zeigt wie widerwärtig sie Gefangenschaft empfindet: Diese kleine Zicke erinnert mich immer an ein Alpenmurmeltier, die ich am Rheinsprung  wild und ohne Begrenzungen erleben durfte. Sie stehen aufrecht und wittern Gefahr, ihre Gefahrenmeldung, ein hoher Pfeifton, ist weit zu hören. Sie warten lange, „pfeifen“ und stehen regungslos, bis ihnen das gefährliche Objekt zu nahe kommt. So schnell kann ein Mensch nicht registrieren, wie Alpenmurmeltiere sich aus dem Staub machen.

Jedenfalls handhabt es Emmiken, wie ich diese Hübsche (in Anlehung an ebenbürtige Tochter)  inzwischen nenne, ähnlich. Die mittlerweile zahme Minki scheint ihre beste Freundin und ihr Vorbild zu sein.

Nur aus diesem Grund hält sich Emmiken in meiner Nähe auf. Emmiken sieht, wie Minki mit hocherhobenem Schwanz auf mich zuläuft, sich streicheln lässt und keine Angst hat. Somit kommt auch Emmiken immer näher, aber nur wenn ich nicht zu ihr hinsehe. Sie unterwirft sich Minki, die doppelt so groß ist und  den Eindruck erweckt ein Kater zu sein. Emmiken wälzt sich auf dem Boden, hüpft von einer Seite zur anderen, miaut  und wartet auf Minkis Beachtung. Ich habe keine Ahnung, wo sich Emmy und Maxis Mutter während ihrer,  manchmal wochenlangen, Abwesenheit aufhält, aber eines weiß ich: Sie ist ein Trockenfuttergourmet. Feuchtfutter ignoriert sie, weshalb schon etliche Schalen und Dosen von mir geöffnet wurden, im Versuch Emmiken etwas Gutes zu tun. Dass sie während der Nacht anwesend war, merke ich am verspeisten Trockenfutter. Die Marken „Felix“ und „Whiskas“ werden ignoriert, aber nicht nur von Emmiken, doch dazu später in einem anderen Bericht. Madame wartet auf edles „Royal Canin“, welches ich aufgrund eines gespendeten Gutscheines ausprobierte und nun nicht mehr davon los komme.

Hier ist das falsche Trockenfutter drin. Wo bleibt das richtige?

Ich bin immer froh und erleichtert, wenn ich  die wilden Katzen oder Kater zu Gesicht bekomme, da es lediglich eine einzige Verbindung zwischen uns gibt, nämlich die pünktliche Versorgung der Futterstellen. Vielleicht wird Emmiken eines Tages auch den Hebel umlegen und zahm werden. Wer weiß?  Wobei ich grundsätzlich dagegen bin, da scheue Tiere durch ihre vermeintliche Unsichtbarkeit besser geschützt sind.