Frohe Ostern!

Im Grunde ist das Osterfest ein Fest der Freude. Kaum jemand denkt an die Auferstehung Jesu Christi, genießt freie Tage und im Wirbel der Zeit scheint diese Aussage auch immer unglaubwürdiger. Schön wäre es … dann würden die Verstorbenen allesamt am Tisch sitzen und wir alle zusammen hätten frohe Stunden. Aber das anzusprechen wird hier zu heftig, von daher möchte ich nur ein kleines Lächeln bewirken. Viel Spaß, mit einem durch Zufall gefundenen Video:

Advertisements

einen Ort gibt es….

da benennt man seinen Wohnort nach der Intelligenz der Katzen.

Katzenhirn

Katzenhirn ist ein Ortsteil der schwäbischen Stadt Mindelheim und liegt rund 5,5 km östlich davon.

Hunde- und Katzenhalter brauchen starke Staubsauger

Ich hab jetzt so einen, hoffentlich gibt es keinen Ärger mit den Nachbarn…

Eine Geschichte

die nichts mit Vierbeinern zu tun hat, also mal ganz was anderes. Quasi zur Entspannung für Euch, am letzten Weihnachtstag des Jahres 2011, bei der man  nicht bangen muss: Hoffentlich geht die Sache gut aus.

Aber wer weiß, selbst Gebrauchsartikel können zum Leben erweckt werden:

Gelb und Rosa

© Sabine Rohm

Erfunden wurden wir von einem Herrn, namens Heinrich Sachs. Er kam im Jahre 1919 auf die Idee, aus Kupfer – und Silberdraht 0,9 mm dicke Klammern zu formen, die den Zweck erfüllen sollten Papierstapel zusammen zu halten. Briefklammern wurden wir damals genannt. Viele Jahre erfüllten meine Vorfahren ihre Pflicht. In der heutigen Zeit meistens Büroklammern genannt, durch Plastiküberzug oft farbig aufgemotzt, sind wir mittlerweile unentbehrlich geworden. Wir werden täglich gebraucht und wenn es nur darum geht, unauffällig einen nicht funktionierenden Reißverschluss zu ersetzen.

Das nur zur Vorgeschichte. Erzählen möchte ich hier von uns  Beiden. Von mir und meiner Freundin Rosa.

Kennen gelernt hatten wir uns bereits in der Fabrik. Wir lagen auf dem Fließband und fuhren rasend schnell aneinander vorbei. Wir waren die Kupferdrähte mit Kunststoffumhüllung  und  sollten innerhalb der nächsten Minuten zur Büroklammer geformt, eine poppige Farbe bekommen. Sie rosa, ich gelb. Als wir auf dem Fließband aneinander vorbei rollten, blickten wir uns nur kurz in die Augen. Wir wussten  nicht, was mit uns geschehen wird und waren sehr ängstlich. Aber wir waren uns in diesem Moment  einig: Wir gehören für immer zusammen.

Nachdem wir gelb und rosa gefärbt worden waren, wurden wir mit grün, blau, schwarz überzogenen Kupferdrähten, zu hundert an der Zahl, in eine durchsichtige Schachtel gepackt und in einen Karton gelegt. Der Karton wurde von außen zugeklebt und es wurde dunkel.

Es war schrecklich!

Die mittlerweile kunterbunt umhüllten Büroklammern gerieten allesamt in Panik.

„Hey, was ist hier los, was passiert mit uns?“, schrie eine der blauen.

„Ich kriege Platzangst!“, kreischte eine der grünen.

In dem Gewühl, wo sich jeder seinen Platz suchte, tastete ich mich an Rosa heran. Sie lag wie versteinert und ließ sich von den anderen überrollen.

„Rosa, hab keine Angst. Ich bin bei dir.“ Sie schmiegte sich an mich und beruhigte sich. So lagen wir wochenlang in der Dunkelheit.

Plötzlich wurde der Karton bewegt, und  in einem schaukelnden Etwas an einen unbekannten Ort gebracht. Der Karton wurde hin und her geschüttelt. Rosa und ich, wir klammerten uns aneinander um uns nicht zu verlieren. Schließlich hatte die Ungewissheit ein Ende. Der Deckel wurde geöffnet. Wir und hunderte andere, bunt überzogenen Kupferdrähte schlossen geblendet die Augen. Was passierte als Nächstes?

Eingeschlossen in unserer durchsichtigen Schachtel, wurden wir in einem Schreibwarengeschäft von einer jungen  Frau in ein Regal gelegt. Wir waren die vorletzte Packung  und konnten uns ausrechnen, wie viel Zeit uns gemeinsam noch bleiben würde.

„Was tun wir, wenn wir getrennt werden?“ fragte mich Rosa eines Tages. Es war ein warmer Frühlingsmorgen und wir hatten von unserem Regal direkten Blick aus dem Schaufenster. Die Bäume blühten, die Menschen auf der Strasse wirkten fröhlich, nur wir, so schien uns, hatten Angst vor einer ungewissen Zukunft.

„Mach dir keine Sorgen. Egal was geschieht, wir bleiben zusammen.“ Tränen liefen über meine gelbe Plastikhülle.

Monate vergingen. Mittlerweile hatten wir innerhalb der durchsichtigen Schachtel Freundschaften fürs Leben geschlossen. Wir schlossen Wetten untereinander ab, wer die älteste Büroklammer der Welt werden würde.  Tja, käme auf die Hände an, in die wir geraten würden. Und der Tag nahte.

Die Schachtel vor uns war verkauft worden. Ein älteres Ehepaar hatte sie erworben. Die Geschäftsinhaberin orderte bereits neue Drähte. Sollten diese noch nicht hergestellt worden sein, sie würden  spätestens morgen auf dem Fließband liegen. Wird nicht wehtun. Das wenigstens konnten wir zu den Erfahrungen der zukünftigen Büroklammern beitragen. Doch unsere Fröhlichkeit flachte ab. Bald waren wir an der Reihe. Wie das Schicksal es wollte, betrat am nächsten Morgen ein junger Mann das Geschäft. Was er benötigte, waren ausgerechnet: WIR!

Für nur ein paar Cent, erwarb er Flexibilität und Freundschaft fürs Leben, Verlust lediglich durch Eigenverschulden und Nachlässigkeit verursacht.

Wir gingen mit ihm. Was blieb uns auch anderes übrig? Wir gingen mit ihm, in seine chaotisch anmutende Junggesellen Behausung. Hundert Gedanken in einer durchsichtigen Schachtel verpackt, purzelten plötzlich durcheinander. Fürs Saubermachen schien hier niemand verantwortlich zu sein. Hey, wir könnten zufällig unter das Sofa fallen. Bis der sich eine neue Wohnung sucht, würden wir Monate, ach, vielleicht sogar Jahre vergnügt dort leben können. Oder unters Bett, hinter den Küchenschrank oder unter den Teppich. Niemand würde uns vermissen.

Wir lagen knapp daneben. Der junge Mann setzte sich mit uns an seinen Schreibtisch. Ein geschnörkelter Sekretär mit vielen Schubladen, aber mit Bergen von bisher ungeordneten Papieren, die sich darauf stapelten. Der junge Mann hatte anscheinend Großes vor und das große Zittern begann. Doch der  Mann schien unsicher. Er raufte sich die Haare, stand auf, ging in die Küche und kochte sich einen Kaffee. War das die Gelegenheit? Rosa und ich pressten uns eng aneinander. Nein, leider verpasst!

Der junge Mann kam aus der Küche, setzte halsbrecherisch eine volle, dampfende Kaffeetasse auf die ungeordneten Papiere, strich sich die Haare wieder glatt, atmete tief ein und aus, krempelte  die Ärmel seines Hemdes hoch und fing an zu sortieren. Er sortierte großzügig, griff ohne jegliche Sensibilität eine Klammer nach der anderen aus der Schachtel, heftete sie an die entsprechenden Seiten und murmelte: „Das Schreiben nach Australien, das nach Hamburg, diese Seiten nach London.“ Zwischendurch schlürfte er laut aus seiner Tasse.

Uns restlich verbliebenen Büroklammern packte die nackte Angst. Was war das für ein Mensch? Hatte er denn gar kein Mitleid? Er konnte uns doch nicht auseinander reißen und  in der Weltgeschichte verteilen! Doch, er konnte. Schließlich hatte er uns gekauft. Was sind denn ein paar billige, bunt überzogene Drähte?

Es klingelte.

Der junge Mann sprang vom Stuhl hoch und ging zur Wohnungstüre. Das reichte. Ich hatte mir einen Plan zurechtgelegt, der jetzt funktionieren musste! Jeder Mensch kennt Büroklammern, die, oft benutzt, irgendwo herum liegen und unglaublich verzwickt miteinander verstrickt sind. Meistens fehlt die Zeit, diese unbegreifliche Logik der Verwickelung auseinander zu puzzeln. Darauf musste ich bauen!

Ein Geschäftspartner  kam ins Wohnzimmer um die ersten Papiere für den Rest der Welt abzuholen. Wir Freunde verabschiedeten uns auf die Schnelle voneinander und viele Tränen flossen. Doch ich musste an Rosa und mich denken. In Windeseile verwickelten wir uns miteinander, wir wussten anschließend Beide nicht mehr, wie wir das hinbekommen hatten und verhielten uns ruhig. Der Geschäftspartner hatte inzwischen mitsamt unserer Freunde die Wohnung verlassen. Der junge Mann setzte sich wieder an seinen Sekretär und sortierte die nächsten Papiere. Ein Stapel für Hongkong, ein Stapel für Oslo und so fort. Immer wieder griff er in die Schachtel.

Zwischendurch fasste er nach Rosa und mir, schüttelte uns ungeduldig und warf uns wieder zurück in die Schachtel. Stunden voller Angst vergingen nur langsam. Unser ehemaliges Zuhause war fast leer und viele Freunde verloren. Der Papierstapel war abgearbeitet und Rosa und ich oft geschüttelt worden.

Seit vielen, vielen Jahren leben wir nun mit vier übrig gebliebenen Freunden glücklich in einem Geheimfach des inzwischen mehrfach verkauften und mittlerweile antiken Sekretärs.

Uns geht es blendend und wir bedanken uns herzlich für Eure Aufmerksamkeit!

Gute Manieren fallen manchmal schwer

Endlich Wochenende – und vielleicht hat der ein oder andere von Euch einen  Besuch in einem Restaurant geplant? Jedenfalls gibt es im folgenden Video  gute Anleitungen, wie sich ein gesitteter und höflicher Gast verhält. Viel Spaß 😉

Wozu Katzen fähig sein können

Ich komme gerade von einer Diebestour zurück, denn bei Nadine musste ich unbedingt dieses Video klauen.

Da heute Sonntag ist, die letzten Artikel fast nur traurig sind, und das Leben an sich schon schwer genug, so sollte man zumindest für ein paar Sekunden einfach mal abschalten. Eine Milchwerbung aus England – eindeutig unschlagbar.

Kittenbloggie – Lisbeth äußert sich!

Guten Tag. Die Frau, die auch wohnt, wo ich wohne, liegt schnarchend und röchelnd auf dem Ding mit den vielen Kissen drauf, bedeckt von lauter zerknüllten Etwassen, die Taschentücher heißen müssen, denn immer, wenn sie in dieses mobile Sprechdings reinredet sagt sie „Taschentücher, ich brauche mehr Taschentücher“. Und wenn sie die dann mitgebracht bekommt, nimmt sie sie aus der Packung, tut sie an ihre Nase und macht seltsame Geräusche. Und dann liegt sie wie ein Häufchen Elend da und behauptet, dass sie keine Kraft habe, um mir mir zu spielen. Hauptsache ich soll ständig angerannt kommen, sobald sie mir ihre Hand entgegen streckt. Die Frau kann wirklich froh sein, dass sie von Anfang an ein Dach über dem Kopf gehabt hat, wenn sie auf der Straße hätte leben müssen wie ich, wäre die schon längst eingegangen!! Nun ja, jetzt schnarcht sie jedenfalls so vor sich hin und ich übe ein bisschen Tatzenmotorik auf diesem Dings hier, das ist leichter, als einen Stift zu halten, weil der dann immer so schön wackelt und dann spiele ich lieber damit, als was zu schreiben.

Jedenfalls wollte ich Euch nur mitteilen, dass ich sehr wohl die Manieren habe, angerannt zu kommen, wenn mir eine Hand entgegen gestreckt wird, das finde ich sehr höflich von mir. Denn noch keine von denen ist angerannt gekommen, wenn ich meine Pfote in die Luft gehalten habe, also was soll das. Na ja, ich muss auch zugeben, was die dann mit ihren Fingern machen ist auch schön, so gekrault zu werden. Neulich sogar habe ich mich so hinreißen lassen, dass ich glatt vor Wonne umgefallen bin und einfach nur weiter gestreichelt werden wollte.Das passiert mir sonst nur, wenn ich mit Gini kuschle, die ist mir nämlich das Allerliebste auf der Welt.

Und schnell lernen, das tue ich auch weiterhin; allein heute!! Ich habe gelernt, dass was Gutes dabei abfallen kann, wenn Menschen in die Küche gehen, und das man mit einem Stück Korkrinde super durch die Wohnung hechten kann, da hat sogar meine liebe Gini mitgemacht und außerdem, weiß ich jetzt, warum die so gerne auf dem großen Ding mit den vielen Kissen sitzen, das ist saubequem da. Und gelernt wo das Gretchen ihr Futter kriegt, hab ich auch, das esse ich jetzt auch immer, nachdem mein eigenes weg ist. Gretel kriegt zwar das gute Futter für Senioren, aber was soll mir schon passieren, außer, dass ich so groß und so stark werde wie sie. Und ich habe das Öl gefunden, das meine Gini über ihr Futter kriegt, damit sie ihr tolles Fell behält und ihre Hautproblemchen loswird, darum ist sie so wunderschön! Und da ich beschlossen habe auch wunderschön zu werden, habe ich direkt mal die Flasche von außen geputzt, mal sehen, wann ich glänze.

Ich bin also total nett und aufgeschlossen, wie ihr seht, nur gestern habe ich was Schlimmes gemacht, das tut mir heute wirklich leid und dafür möchte ich mich entschuldigen: Ich habe nämlich das Gretchen mindestens eines ihrer Katzenleben gekostet. Das kam so: Gretel hat da so eine Miniaturausgabe von so einem Ding mit vielen Kissen drauf auf der Fensterbank und da lag sie gestern drauf und wo ich sie angesehen habe, sah das sooo gemütlich aus, wie sie da schlief und ich hatte auf einmal nur noch den einen Herzenswunsch auch da zu liegen, vielleicht sogar mit ihr zusammen?

Na ja und dann bin ich einfach auf das Gretchen draufgesprungen, so richtig volle Möhre, wie man so schön sagt, Mensch, was hat die sich erschreckt und geschrien und gefaucht! Und getackert hat sie mir auch eine, trotzdem hab ich sie sehr gerne und wünsche mir sehr, dass wir eines Tages vielleicht wirklich zusammen auf der Fensterbank liegen …

So und jetzt versuche ich mit diesem Knipsdings mal ein Foto von der schnorchelnden Frau da zu machen, damit ihr mal seht, wie das ist, wenn man ständig in allen Lebenslagen dargestellt wird … Knopf auf on … Objektivdeckel ab … Blitz und jetzt … oh oh, sie wacht auf und starrt mich an als hätte sie eine Vision von einer Katze, die ein Foto von ihr machen will. Das wird wohl nichts mehr … schade, dieses doofe Gesicht hätte ich gerne mit Euch geteilt!!

In Thunfisch mit Venusmuschel (gab’s gestern, köstlich, aber meine Menschen haben wohl keinen so feinen Gaumen, bei denen gab’s nur Brote) getauchte Grüße

Eure Lisbeth