Die Sache mit dem Traumprinzen

Heißt es nicht immer: „Kind, geh raus, geh aus! Der Traumprinz steht nicht auf einmal vor Deiner Tür und hält um Deine Hand an!“

Das scheint für Katzen nicht zu gelten, jedenfalls nicht für unsere Lisbeth. Deren Traumprinz schneite scheinbar direkt in’s Haus und auf sie drauf!

Das Bild ist für Sabine, die hat Lissi und Oskar sozusagen verkuppelt.

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Die besten Plätze

… sind neuerdings immer schon belegt.

Von Links: Rominas Tochter Lotte, Lissi, Pflegekatze Hanni

Auf der Fensterbank kann man dem Herbst aber auch schön beim ankommen zusehen!

Lotte

Fallende Blätter werden gerne begrüßt.

Neulich bei Hutzens …

Hutzens, so nenne ich meine Tierfamilie, eine Mischung aus Hund und Katze, Hutzens eben. Die Bilder stammen aus der Zeit, als sie noch zu dritt waren. Eigentlich versuche ich ja den Hutzens nichts in den Mund zu legen, aber das war hier zu verlockend …

Hanni und Nanni

Sabines Artikel der kleinen Erfolge ist ja noch nicht so lange her, als dass man sich nicht mehr an ihn erinnern könnte.

Zunächst bei einer anderen Pflegestelle untergekommen sind die kleinen Mädels nun hier gelandet und wurden spontan Hanni und Nanni getauft.

Links Hanni, rechts Nanni

Zunächst einmal, ja, da ist alles noch schön und gut, wenn man am Telefon sagt, „Sabine, kein Problem, ich versuche zu helfen wo ich kann und ein paar Wochen die Winzlinge hier beherbergen, pah, ich wiederhole: kein Problem, bring sie her!“

Und dann kommt Sabine mit den Zöglingen, Ginis Transportbox ist aufgebaut und eingerichtet. Sabine ist ja noch da, da will man einen fachmännisch-versierten Eindruck hinterlassen. Nimmt die Kleinen aus der Box, dreht und wendet sie ein wenig und nickt dann, gibt seine Meinung kund und entlässt die Kleinen in ihre Zufluchtsstätte.

Doch dann kommt der Punkt, da fährt auch eine Sabine endlich endlich in ihr Heim, wo sie sich sowieso scheints nur zu kurzen Schlafpausen aufhält und man steht da – und hat zwei Pflegekatzen. Da ist mir das Herz kurzfristig in die Hose gerutscht.

Auch das die beiden Zuckermäuschen fauchen und sich gut als medizinisch-technische Diabetiker-Hilfskatzen eignen würden (sie perforieren hervorragend Fingerkuppen! Ja!! Sie haxen und kratzen!!) lässt einem das Herz nicht wirklich wieder an den richtigen Fleck wandern. Durchatmen und zur Ruhe kommen. Und dann bin ich auf einmal dankbar dafür, dass wir hier von den hier ansässigen Katzen nicht so verwöhnt sind. Lissi wohnt immerhin schon zwei Jahre hier und bricht immer noch in Panik aus, wenn man sich ihr besonders offenherzig und liebesbedürftig nähert. Und Lotte die Motte kommt ganz nach ihrer Mutter Queen Romina und ist eben Prinzessin. Da sind Bedürfnisse und Wünsche der Menschen eben erst mal zweitrangig.

So, das waren rudimentär geschildert die ersten Eindrücke und so kommen wir jetzt auch zu der Frage, warum ich über zwei niedliche Katzenschwestern, die gut und natürlich auch möglichst schnell in ein schönes Zuhause vermittelt werden wollen schreibe, dass sie fauchen und kratzen und zunächst einmal nicht besonders erpicht auf körperliche menschliche Nähe (andere Katzen und Hund sind kein Stein des Anstoßes) sind?

Ganz einfach: Es ist erstens die Wahrheit und zweitens ein gutes Zeichen. In der letzten Zeit wurde mir immer wieder klar, dass mit einer Katze, die sich wahllos von Fremden Menschen anfassen lässt, im schlimmsten Fall einfach etwas nicht stimmt. Wir haben hier also zwei augenscheinlich gesunde Katzenmädchen, die Eine sehr selbstbewusst-offen und verspielt, sehr von sich eingenommen und wehrhaft (Hanni) und die Andere eher zarter und zurückhaltender, auf jeden Fall nicht so selbstbewusst und daher nicht so aggressiv-wehrhaft wie ihre Schwester, aber auf ihre Art genauso verspielt (Nanni).

Miamor im Näpfchen und Ähren im Blumenkasten. Der Ausflug hat sich für Hanni gelohnt. Lissi links im Bild. Na ja, halb im Bild.

Ja, Hanni (grau-getigert) hat anfänglich pausenlos gefaucht und jedes Mal nach der Hand geschlagen (ja, mit ausgefahrenen Krallen), die man ihr entgegen gehalten hat, aber nach nur einer Woche hat sich das Bild schon deutlich geändert. Sie faucht nicht mehr und rennt zwar der menschlichen Hand immer noch nicht entgegen, aber wir dürfen sie ab und zu sogar einmal streicheln und aus der Box rausheben. Genau genommen ist sie inzwischen so weit, dass sie, wenn sich sich nach Auslauf, spielen, fressen, schlafen wieder auf Auslauf begeben will, an der Öffnung der Box steht und schnurrt und miaut, damit wir sie rausheben.

Hanni, am ersten Abend aufgenommen. Bis sie zutraulicher wird bleiben wir ihr mit Nahaufnahmen erstmal von der Pelle.

Auch Nanni (schwarz-weiß) macht Fortschritte. Abwehrfauchen hört man auch von ihr nicht mehr. Geschlagen hatte sie von Anfang an nicht wie ihre Schwester, dafür blieb und bleibt sie deutlich im Hintergrund. Aber auch sie durften wir in der Zwischenzeit auch schon berühren und beim Katzenpudding naschen auch mal streicheln. Mit Nanni gehen wir vorsichtiger und zurückhaltender um, sie braucht noch mehr Zeit als ihre forsche Schwester, obwohl auch sie inzwischen ihre Streifzüge durch die Wohnung und das Spielen mit den anderen Katzen des Hauses genießt.

Ich bin der Meinung, dass beide zwei auch charakterlich sehr attraktive junge Katzenmädchen sind, die sich sicher schnell in ein erfahrenes und verständnisvolles neues Zuhause einfinden würden / werden. Nach jetziger Einschätzung der Lage handelt es sich nicht um zwei Schmusetiger, die die körperliche Nähe zum Menschen suchen. Wohl flüchten sie aber auch nicht vor Menschen sondern haben Freude im Umgang, was füttern und auch spielen angeht. Eine Federangel, zwei Katzen und ein Mensch, wahlweise auch noch andere Katzen – perfekt, damit kann man die Beiden stundenlang unterhalten. Auch das Spielzeug in der Box wird viel und gerne benutzt, mit Hanni und Nanni kann der Fernseher ausbleiben, die Beiden haben absoluten Unterhaltungsfaktor. In Anbetracht der großen Fortschritte in nur einer einzigen Woche empfinde ich die Beiden auch als zugänglich.

Wir halten Euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

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