Bitte auch auf Tauben achten!

Warum werden Tauben „Ratten der Lüfte“ genannt? Sie vermehren sich allem Anschein nach ausgiebig, zerstören ANGEBLICH mit ihrem Kot Gebäude, kacken ANGEBLICH das geliebte Auto voll und verunreinigen den kostbaren Lack. Vorurteil, denn Stadttauben sind immer noch ein Unterschied zu den wilden Ringeltauben die auf Bäumen leben, und die aus einem menschengemachten Gleichmut entstandenem Gemisch entstanden, das aus ehemals gezüchteten Felsentauben und gleichermaßen gezüchteten und verirrten, verhungernden Brieftauben besteht. Das alles auch hier noch einmal nachzulesen: https://www.tierrechte.de/themen/stadttauben/fuetterungsverbote
All das hat nur wenig mit meinem Anliegen zu tun, denn hauptsächlich geht es mir um brutale und schmerzhafte Ignoranz:

Eine Eisenbahnunterführung, auf die ich irgendwann und zufällig aufmerksam wurde. Viele Stadttauben leben dort ihr Leben, sie brüten auf Streben und heruntergefallene Küken liegen verendet auf dem Bürgersteig. Diese Unterführung ist stark frequentiert, sei es durch Autofahrer oder Passanten. Manch ein Mensch hat Mitleid und lässt sein soeben gekauftes Brötchen fallen, aber das ist keine Nahrung, denn dünnflüssiger Kot lässt tatsächlich auf etliche Krankheiten schließen. Somit entschloss ich mich auch dort nahrhafte Körner zu streuen, wobei man stets aufpassen muss, dass kein Verräter in der Nähe ist. Die Welt, nicht einmal unsere „Mutter Erde“, aber unsere inzwischen gemachte Welt ist voll von Widersprüchen, wie beim G20 Gipfel gerade hautnah zu erleben. 2016 fand er in China, in Hangzhou statt, wo Kinder Fähnchen schwenkend am Straßenrand standen. Nur ja keine Meinung äußern, nur ja keine Fehler machen. In Hamburg wird Meinung kundgetan, sei sie nun gut oder sinnlos, weil einige Demonstranten eventuell die eigenen Versprechen missachteten. Es darf nie übertrieben werden, aber es darf eine Meinung, ein Sinn kundgetan werden, das ist in Deutschland der Vorteil.

Wobei ich wieder auf „Ordnung“ zurückkomme, denn in Ordnung ist das Leben vieler Stadttauben nicht, und es wird die Nase gerümpft, und jeder, der erwischt wird, beim Bombenlegen Körner streuen, der wird angezeigt. Ist nicht schwer, man kann es sogar anonym per Smartphone erledigen, denn das ist den allermeisten inzwischen eh an die Hand gewachsen und man muss sich nicht einmal bewegen. Aber es macht keinen Sinn, denn den Tieren wird dadurch nicht geholfen. Wir haben in Deutschland zur Meinungsfreiheit glücklicherweise auch ein Tierschutzgesetz: https://www.tierschutzbund.de/tierschutzgesetz.html, wo z.B. festgehalten ist, dass Tieren, Zitat: Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“ (§ 1 TierSchG, Grundsatz)

Das obige Foto der beiden Tauben ist, wenn ich mich an unsere Gesetze halte, eine zweifache Straftat, denn ich stand unter dieser Unterführung, die dunkle Taube saß auf der Straße, konnte noch nicht wirklich fliegen. Ein Kleinwagen mit einer telefonierenden Dame (Handy in der Hand) kam angebraust und überfuhr dieses Lebewesen mittig. Die Taube hatte großes Glück, sie überschlug unter dem Fahrzeug mehrfach, Federn flogen, die Fahrerin fuhr telefonierend weiter … und ich kehrte den schmerzhaften Scherbenhaufen zusammen. Die Jungtaube stand unter Schock, denn ja, auch Tauben empfinden Schmerz und Leid! Sie rannte zu Fuß von einer Straßenecke zur anderen, flatterte panisch mit den verbliebenen Flügeln, blutete heftig aus einer großflächigen Wunde. Nach zwei Versuchen konnte ich sie fangen und in mein Auto in Sicherheit bringen.Ich ging schnell zurück um endlich die gewohnten Körner zu streuen, doch eine weitere Jungtaube lief vor meinen Füssen, machte Anstalten zu fliegen, kam aber nicht nach oben. Auch sie fing ich ein, denn es hatte keinen Zweck zu warten. Ihr Rücken war kahl und blutig verletzt, höchstwahrscheinlich aufgrund eines ähnlichen Dramas. Beide Tauben nahm Anne auf und versorgte sie sofort, denn es war schnelle Hilfe angesagt, da der schwarzen Taube ein Teil ihres Hinterleibes fehlte.

Inzwischen konnten sich die Taubenkinder erholen und werden weiterhin mit Medikamenten, Puder usw. versorgt:

Bitte schaut mal bei Anne vorbei, Spenden sind wichtig, überlebenswichtig und sie kann aufgrund ihrer Hilfeleistung jeden Cent gebrauchen: http://stadtnatur.online/ueber-uns

Es werden mehrere Jahrtausende von Liebe nötig sein, um den Tieren ihr durch uns zugefügtes Leid heimzuzahlen!
Franz von Assisi

Vielen Dank für Euer Interesse!
Sabine

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Katzen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Kommentare zu “Bitte auch auf Tauben achten!

  1. Je älter ich werde, desto mehr setzt es mir zu, wie ignorant und fahrlässig viele Zeitgenossen im Auto unterwegs sind. Sei es die permanent überhöhte Geschwindigkeit, mit der Wohngebiete durchquert und verletzte Kinder und/oder Tiere offenbar als Kollateralschäden in Kauf genommen werden – sei es die,,, nennen wir es ruhig ‚Jagd‘, die anscheinend von manchen nachts auf auf der Fahrbahn hockende Igel veranstaltet wird… Wir wurden selbst schon Zeuge, wie jemand unser die Straße überquerendes Katzenkind regelrecht auf’s Korn nahm bei dem Versuch, es mit dem Auto zu erlegen. Was sind das für Menschen?
    Für meinen Geschmack gibt es zuviele davon – und zuwenige wie Anne und dich! Die beiden Taubenkinder hatten unfassbares Glück…

    Liebe Grüße von Christina

    • Ja, die Straßen sind beinahe schon Kriegsschauplätze, ich weiß kaum noch damit umzugehen und muss es dennoch täglich.Was mit den Menschen los ist, ist eh fraglich, wenn man an Schaulustige denkt, die Rettungseinsätze behindern. Irgendwie wird alles zu eng und für Obacht auf die verbliebenen Tiere ist keine Zeit vorhanden.
      Ganz lieben Dank Dir!

  2. Einfach nur noch traurig was Tiere in dieser Zeit alles durch den Menschen aushalten und ertragen müssen. Sie haben in unserer heutigen Welt keinen Stellenwert mehr, nein sie sind dem Menschen sogar lästig. Das Smartphone ist Ihnen wichtiger als ein Lebewesen.
    Die Menschen meinen zum großen Teil das nur sie das Recht zu leben auf dieser Welt haben, und jetzt noch diese ganzen Asylanten, Menschen aus Ländern wo Tiere grausamst zu Tode gequält werden, kommen in unser Land.
    Und denken sich hier alles erlauben zu können.
    Gestern erst kam rum, das in Großbritannien Flugblättern im Umlauf sind, worauf steht, das die Deutschen doch bitte ihre Hunde von den Straßen entfernen sollen- um Rücksicht auf Sie und ihre Kinder zu nehmen. Ja wo kommen wir den da hin, was ist hier eigentlich los in Deutschland.
    Leute passt alle auf eure Tiere auf, und auf die Tiere die wild leben.
    Sie haben nur noch uns, die Tierfreunde mit dem Herz für Tiere!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s