Straßenkatzen

Allgemein verpönte Straßenkatzen, die angeblich mitsamt Ratten leben und angebliche Krankheiten verbreiten, die können auch so aussehen:
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Selbst die übergroße Kerbe (die eine Katze im Straßenleben vor erneutem Einfang bewahren würde) im Ohr von Choupette, der ehemaligen Krümel, hindert ihre Familie nicht daran sie zu mögen. Sofia und  Choupette hatten Glück, denn nach langer, manchmal auch verzweifelter und strittiger Suche, konnte für sie ein Zuhause gefunden werden. Zuerst in einer Pflegestelle in einem Zimmer bei der besten Schwiegermutter der Welt ;-), hinauf die Straße hoch, bei den besten Nachbarn der Welt!

Choupette war seinerzeit in ihrer Pflegestelle plötzlich spurlos verschwunden und ich stand mit einer Falle bewaffnet bei Schwiegermutter vor dem Haus. Dabei hatte sich Ex Krümel lediglich hinter der Küchenfront versteckt. Kein gutes Zeichen, denn bricht man solch einem Tier „das Genick“, wenn man es einsperrt? Eine scheue Katze kann diese Fragen nicht einmal selber beantworten, da sie Alternativen nicht kennt. Fragen über Fragen, Zweifel am eigenen Handeln, schlaflose Nächte.

Nun  kann ich gar nicht genug bekommen diese Fotos anzuschauen, zeugen sie doch von einer gelungenen Mission, dass manche Katzen geeignet sind und sich anpassen mögen, auch wenn anfangs enorme Zweifel bestehen. Nach einer Kastration und Behandlung wieder raus auf die Straße? Wer will die Verantwortung übernehmen? Es ist immer wieder sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen, zumal es noch schwerer ist, halbwide Katzen in geduldige Hände zu vermitteln. Denn wer mag das, wer hat noch diese Zeit und Geduld?  Manche Tiere machen es einem leicht, weil sie nur eines wollen: Ihre Freiheit. Andere wiederum benehmen sich zurückhaltend, abwartend, wie wenn sie eine Entscheidung erwarten.

Sofia und Choupette jedenfalls kommen sehr gut in einer großen Wohnung zurecht, denn sie haben sich. Wo die eine hingeht, folgt die andere.Es wird gespielt und getobt, nur das mit dem Streicheln, das dauert noch. Beide stammen von verschiedenen Fang – Futterstellen, aber in der Not halten sogar Frauen zusammen. Zum Glück haben ihre Zweibeiner Geduld und Verständnis – und wenn Kater Emil wieder zurück kommt, wird auch er mit den Damen zurecht kommen.

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P.S. Der Fotograf ist mit der Veröffentlichung seiner Fotos einverstanden – hihi.

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4 Kommentare zu “Straßenkatzen

  1. Ich liebe, seit ich Kind bin „rabenschwarze Tiere“: Total egal, – ob Hund – , Katze – Rabenvögel etc. …. echte rabenschwarze Rabenvögel etc..
    Wenn ich Tiere „Heim -“ brachte, woher auch immer, Schule, Wald, Hunde -Spaziergaenge etc., es waren immer rabenschwarze Tiere.
    Ich liebe „RABEN-“ – SCHWARZE TIERE: und wissen Sie warum :
    Meine Mutti war blond, mein Vater schwarzhaarig – mein älterer Bruder hatte blonde Locken und ich „armes“ (später -geborenes) Kind
    hatte rabenschwarze, total glatte und außerd sog. glatte, dünne, „Schnittlauch“ – Haare. Keine Chance!
    Mutti wollte außerdem nur 7 Jungen und keine Töchter …Sch….! – (Keine Sorge…später klärte sich das und wir beide kamen – von Frau zu Frau – überein, wir sind Super -Freundinnen; es verging nur eben etwas m e h r Zeit, bis diese gegenseitige Überteinstimmmung auch in unseren Köpfen ankam)

    Sabine, bitte lobe bitte diesen Fotografen, SUPERBILDER!
    Versuche ihn bitte mal zu ueberreden, alle unsere TIER – Vermittlungs-Versuche Katzen – und Hunde -Fotos „abzulichten“,, dann sind alle RUCK ZUCK vermittelt.
    DANKE – unbekannter Katzen -Adoptant und Fotograf!
    EINFACH SUPER!
    Liebe Gruesse,Gilla S.

  2. Toller Beitrag und bin schwer begeistert. 😀

    Es freut mich immer wieder zu hören, wenn zwei Fellnasen ein liebevolles zuhause gefunden haben, bei geduldigen und liebevollen Menschen. ❤

    Liebe Grüße

    Didi und die Quatschkatzen

  3. Viele Straßen Katzen sind sooo liebe Geister! Seit einiger Zeit treffe ich auf dem Weg zur Arbeit immer eine solche. Und sie lässt sich immer von mir durch streicheln, bevor sie mich weiterlässt. Ich habe mir vorgenommen die Streuner besser zu unterstützen.

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