Petition für Tauben

In der folgenden Bitte um Unterzeichnung einer Petition, zwei Beispiele aus Erlebnissen von dieser Woche:

Locke

Taube „Locke“ saß tagelang auf dem Hinterhof eines Hochhauses. Locke hatte Glück, denn die Bewohner nahmen Rücksicht und gaben ihr Futter. Sogar einen Apfel entdeckte ich.

Irgendwann rief eine der Bewohnerinnen eine Tierschutzorganisation an und da ich in der Nähe wohne, wurde ich gebeten mich zu kümmern. Eine großes Handtuch, Katzentransporter und das Tier war schnell gefangen – denn es konnte nicht fliegen. Woher kam diese Taube? War sie von Irgendwo zu Fuß zu diesem Hinterhof gelaufen? Alles ist möglich. Die Anruferin antwortete auf meine Nachfrage, weshalb sie die Taube nicht längst eingefangen habe, dass Tauben Krankheitsüberträger seien … man würde soviel davon hören. Ich fragte interessiert, während wir zu dieser Taube gingen, um welche Krankheiten es sich handeln würde? Die Antwort war ein unsicheres Schulterzucken. Trotzdem geht mein Dank an diese Frau und an alle Bewohner, die sich um diese Taube gekümmert haben! Locke stammt aus einer Zucht und ein Besitzer konnte nie gefunden werden. Sie lebt nun mit einigen anderen Tauben und einem auserwählten Partner in einem Auffanglager, obwohl sie kein Kriegsflüchtling ist. Locke kann nicht herausgelassen werden, da sie aufgrund ihrer Züchtung niemals fliegen können wird.

Am vergangenen Donnerstag sah ich eine armselige Taube auf einer Straße hocken und wollte sie lediglich in ein ruhigeres Gebiet locken, denn sie konnte noch fliegen. Sie flog bei Annäherung hoch in die Luft, um allerdings nach wenigen Sekunden vor eine Hauswand zu donnern. Beim genaueren Hinsehen gruselte es mich, denn dieses arme Tier war über und über mit Geschwüren versehen. Das linke Auge war gar nicht mehr zu sehen, Brust, Bauch, alles voller trockener Geschwüre, die Füße bedeckt mit Kot. Somit musste sie gefangen und behandelt oder erlöst werden. Nach wenigen Minuten gelang es mir, da Täubchen nur mit dem rechten Auge Gefahren erkennen konnte. Ich wollte keine Gefahr darstellen, aber diesem Tier musste geholfen werden. Die diesmalige Tierärztin ist Vogelexpertin, schüttelte den Kopf und meinte, dass sie bisher noch keine schlimmere Version der Taubenpocken gesehen habe. Womöglich käme Tuberkulose noch hinzu, und das Tier hätte keine Chance mehr, da Geschwüre bis in ihren Hals reichen würden und eine Wasser oder Futteraufnahme unmöglich seien. Es würde sich quälen und eine Erlösung sei das Beste. Täubchen musste gehen, und obwohl wir uns erst seit ein paar Stunden kannten, fielen der Abschied und die Entscheidung sehr schwer.

Gute Reise, Täubchen.

Das größte und wirksamste Kampagnen-Netzwerk für Wandel weltweit.
Eine Petition starten.
Wie lange wollen wir dieser Tierquälerei noch zuschauen?

4.795 Unterzeichner. Helfen Sie uns 20.000 zu erreichen!

Weshalb dies wichtig ist:
40 % und mehr von Mio von Tauben, die jedes Jahr von den Züchtern per Tauben“sport“ hunderte km von ihrem Heimatschlag entfernt „aufgelassen“ werden – in Wahrheit ausgesetzt – finden den Heimweg nicht und stranden in Städten, wo sie der behördlichen Verfolgung ausgesetzt sind und ein erbärmliches Leben auf der Straße fristen müssen. Füttern verantwortungsbewußte Bürger die Tiere, werden sie an ihrer Hilfeleistung gehindert, kriminalisiert und ebenfalls verfolgt.

Die Städte bezeichnen die Stadttauben – sie sind Haustiere, keine Wildtiere – als Gesundheitsschädlinge und Gebäudeschädiger. Diese Behauptungen sind frei erfunden. Sie sollen den allgemeinen Taubenhaß schüren, was gut funktioniert. Tauben sind keineswegs Krankheitsüberträger in dem von den Städten dargestellten Sinn: In keiner Stadt sind durch Stadttauben erkrankte Passanten bekannt oder nachgewiesen. Selbst wenn dem so wäre, ist das Aushungern absolut unzulässig. Tieren den langsamen Hungertod zu verordnen, ist Verstoß gegen das TSchG, gegen Sitte und Moral, gegen die Menschenrechte der Taubenfütterer und damit doppelter Verstoß gegen das Grundgesetz. Taubenkot zerstört auch keine Gebäude, das vollbringt der Mensch mit seinem sauren Regen allein. Die Beseitigung des Taubenkots, um den es den Städten in Wahrheit geht, ergibt ebenfalls keine Berechtigung, die Tiere durch Aushungern zu töten. Die großen Städte beseitigen täglich hunderte Tonnen Menschenmüll: Damit kann der Kot der hungernden Tauben nicht auch nur im entferntesten konkurrieren. Selbst wenn! Mit der Existenz von Taubenschlägen fiele der Kot dann dort an und wäre leicht zu beseitigen.

Straßenabfälle, den ganzen Tag unter Lebensgefahr zusammengesucht, sind keine Taubennahrung und kein überreiches Nahrungsangebot, wie ebenfalls dreist behauptet wird. Deshalb erleben ca. 98 % der Taubenkinder das 1. Lebensjahr nicht. Obwohl die Tauben bei ordentlicher Haltung 20 Jahre und älter werden, können die Stadttauben ihre Hunger- und Streßsituation, die die Städte ihnen verordnen, gerade 2 Jahre lang überleben. Mit der Hungerverordnung unterbleibt das Brüten in keiner Weise, wie weiter behauptet wird. Zum Brüten sind die Tauben nämlich gezüchtet worden, und so brüten sie auch in ihrer Hungersituation, was die Taubenkinder mit ihrem Leben bezahlen.

Ohne den „Taubensport“, der aus mehreren Gründen per se Tierquälerei ist, keine „lästigen“ Tauben, deshalb: Die Ursache der Taubenpräsenz, den „Sport“, verbieten und die verirrten Vögel in den Taubenschlägen mit artgerechter Nahrung (Körnergemisch, Wasser, Grit) versorgen – incl. Eieraustausch.

Ursachenbeseitigung statt tödlicher Kosmetik am Symptom.

Wir haben bei den Tauben die gleiche Situation wie bei den Straßentieren in Europa: Beides eine Schande für unsere Kultur und staatlicher Frevel.

Die Tauben, Symbole der Liebe, des Heiligen Geistes und der Sanftmut geben unseren Städten ein freundliches Gesicht, viele Menschen erfreuen sich an ihrem zutraulichen Wesen und leiden unter ihrer Verfolgung. Nicht zu vergessen ist auch, daß die Präsenz der Tauben in den Städten der ethischen Bildung der Jugend dient.

Gepostet Juni 4, 2014

Erstellt von
Astrid S. Deutschland
Übermitteln an:
Bundestag/Bundesregierung Deutschland
DIESE PETITION UNTERZEICHNEN

Wir fordern Sie hiermit auf, in Ergänzung zum Tierschutzgesetz zu beschließen, daß dieTaubenfütterungsverbote republikweit aufgehoben werden und alle Städte, in denen verirrte Brieftauben gestrandet sind, das Augsburger Modell des Vereins Menschen für Tierrechte für die Versorgung der Vögel übernehmen. Das bedeutet, daß die Städte für alle Taubenpopulationen im Ort Taubenschläge bauen, so daß sämtliche Tiere darin mit artgerechtem Futter und Obdach versorgt sind, während gleichzeitig die Vermehrung durch Ei-Austausch verhindert wird.

Der sog. Taubensport ist zu verbieten, da er für den permanenten Nachschub von verirrten Tieren in den Städten verantwortlich ist.

Avaaz.org schützt Ihre persönlichen Daten und wird Sie über diese und ähnliche Kampagnen auf dem Laufenden halten.

Diese Petition wurde von Astrid S. erstellt und repräsentiert nicht unbedingt die Ansichten der Avaaz-Gemeinschaft.

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4 Kommentare zu “Petition für Tauben

  1. Hat dies auf Stoppelhops Blog rebloggt und kommentierte:
    Sabines Bitte und Aufruf, durch Unterzeichnung einer Petition an den deutschen Bundestag den sogenannten Tauben’sport‘ verbieten zu lassen und die unzähligen verirrten Brieftauben in unseren Großstädten endlich in den Genuß des Tierschutzgesetzes kommen zu lassen, kann ich nur unterschreiben!
    Was mich dazu bringt, außer der Einsicht in die Notwendigkeit einer Änderung des bisherigen Zustandes? Mein ganz persönlicher Anlaß ist der Bericht einer Bekannten, die eine ermattet und krank bei ihr gestrandete Brieftaube dem anhand des Ringes mühsam ermittelten Züchter zurückgeben wollte. Der wollte aber sein Zuchttier nicht zurück sondern gab ihr den Rat, es auf dem Misthaufen zu entsorgen…
    Darum unterschreibe ich diese Petition, die Städte sollen Taubenschläge bauen, in denen die Tiere mit artgerechtem Futter und Obdach versorgt werden, während gleichzeitig die ungehemmte Vermehrung durch Ei-Austausch verhindert werden kann.

    Helft mit!

    Christina

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