berühmte Katzenfreunde (10)

Heute möchte ich einen weiteren Maler vorstellen, obwohl eine Einengung auf Katzenfreundschaft seinem Werk und Wesen nicht entspricht., den Franz Marc zeichnete eine generelle Verbundenheit zu den Tieren aus,  doch da er wunderschöne Katzenbilder malte (finde ich), passt er auch in unsere Rubrik hier.
Franz Marc

Von wikipedia:

Franz Moritz Wilhelm Marc (* 8. Februar 1880 in München; † 4. März 1916 in Braquis bei Verdun, Frankreich) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Maler des Expressionismus in Deutschland. Neben Wassily Kandinsky war er Mitbegründer der Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter, die am 18. Dezember 1911 ihre erste Ausstellung in München eröffnete. Der Blaue Reiter ging aus der Neuen Künstlervereinigung München hervor, in der Marc kurzzeitig Mitglied war. Für den Almanach Der Blaue Reiter und andere Veröffentlichungen verfasste er kunsttheoretische Schriften.

1905 schloss Marc mit dem jungen Schweizer Tiermaler Jean-Bloé Niestlé Freundschaft. Dieser regte ihn dazu an, die Vorliebe für Tiere derart umzusetzen, dass sie nicht als zoologische Darstellungen abzubilden seien; vielmehr solle sich der Künstler in das Tier hineinversetzen und sein Wesen in der Malerei einfangen. Die Begegnung mit Niestlé gab Marc den Anstoß dazu, die Tiermalerei als ein Mittel künstlerischen Ausdrucks fortzuentwickeln.

 

Waren Marcs frühe Werke noch dem naturalistischen Stil des Akademismus verhaftet, widmete er sich nach einem Parisbesuch im Jahr 1907 dem Postimpressionismus unter dem Einfluss von Gauguin und van Gogh. Zwischen 1910 und 1914 verwendete er Stilelemente des Fauvismus, Kubismus, Futurismus und Orphismus, trennte sich in seinem Werk jedoch nicht vollständig vom Gegenstand.

 

In dieser Zeit entstanden seine bekannten Gemälde, die hauptsächlich Tiermotive zum Inhalt haben wie Der TigerBlaues Pferd IDie gelbe Kuh,  Der Turm der blauen Pferde  oder Tierschicksale.

Marcs erste abstrakte Gemälde wie Kleine Komposition I und Kämpfende Formen entstanden 1913 und 1914.
Anlässlich der Mobilmachung vor dem Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig und fiel zwei Jahre später im Alter von 36 Jahren vor Verdun.

Werk

Franz Marc verwendete Techniken wie Ölfarben, Gouachen, Bleistift, Aquarell und schuf Holzschnitte. Seine bevorzugten Motive waren die Tiere als Sinnbild von Ursprünglichkeit und Reinheit, da sie die Idee der Schöpfung verkörpern und im Einklang mit der Natur leben. Er drückte mit diesen Bildern seine Utopie einer paradiesischen Welt aus. Der Farbeinsatz in seinen Werken ist nicht nur expressiv, sondern auch symbolisch, da Marc eigene Farbgesetze aufstellte.

Insgesamt sind 244 Ölgemälde im Werkverzeichnis I, erschienen bei Beck, aufgeführt. Das fortschreibende Werkverzeichnis II führt 261 Zeichnungen und Aquarelle auf, 94 Postkarten, 8 Glasbilder, 17 kunstgewerbliche Entwürfe auf Papier und 11 kunsthandwerkliche Arbeiten, 9 Stickereien und 15 plastische Arbeiten. 

 

 

Zwei Katzen – Franz Marc

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Franz Marc – Die weiße Katze

Paul Klee schrieb 1916 in Gedenken an Franz Marc in sein Tagebuch: „Wenn ich sage, wer Franz Marc ist, muss ich zugleich bekennen, wer ich bin, denn vieles, woran ich teilnehme, gehört auch ihm. Menschlicher ist er, er liebt wärmer, ausgesprochener. Zu den Tieren neigt er sich menschlich. Er überhöht sie zu sich.“

Die Lyrikerin Else Lasker-Schüler veröffentlichte im Berliner Tageblatt vom 9. März 1916 einen Nekrolog, beginnend mit den Zeilen:

„Der blaue Reiter ist gefallen, ein Großbiblischer, an dem der Duft Edens hing. Über die Landschaft warf er einen blauen Schatten. Er war der, welcher die Tiere noch reden hörte; und er verklärte ihre unverstandenen Seelen“.
Einen weiteren Nachruf publizierte sie im folgenden Jahr: Als der blaue Reiter war gefallen …,ein Gedicht, das seine Entstehung dem vermeintlichen Verlust des Bildes Tierschicksale, das 1917 bei einem Brand schwer beschädigt worden war, verdankte.

1919 erschien ihr Franz Marc gewidmeter Roman Der Malik. Eine Kaisergeschichte mit Bildern und Zeichnungen im Verlag Paul Cassirer in Berlin.

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