Wie geht es der Katzenheimat?

Ohje, Ostern die letzte Meldung … naja, ich setze nicht voraus, dass es jemand bemerkt hat – oder?
Über Wen kann ich berichten? Über so viele Katzen und auch ein wenig über mich, die den Fotoapparat verklüngelt hatte und ihn heute wiederfand. Die ganze Zeit lag er im Schreibtisch vergraben, aber immerhin sicher verwahrt. Der Garten lässt einige Zeit verstreichen, Zeit, die ich in der alten Wohnung zum bloggen nutzte. Aber auch das wird sich ändern, sobald der letzte Knackpunkt am Hang mit Erde aufgefüllt und bepflanzt wurde. Alles in allem hat sich dieser stressige Umzug gelohnt und Katzenhasser in der Nachbarschaft konnte ich bisher nicht entdecken. Entweder sind die Tiere zu scheu, was eine eigene Lebensversicherung bedeutet, oder es sieht sie niemand, oder es hat niemand etwas gegen Katzen, die hin und wieder ein fremdes Grundstück betreten.
Kater Micky verzog sich nach draußen, nachdem er fast drei Monate lang im Haus lebte. Eines Abends stand er triefend nass vor der Tür und es benötigte einiges an Überredungskunst, dass er zumindest diese eine Nacht im Warmen verbringt. Nach scheinbaren Stunden traute er sich endlich über die Schwelle und blieb ungefähr eine Woche lang. Eines Tages sprintete er wieder nach draußen und seitdem sehe ich ihn nur zufällig bei Anbruch der Dunkelheit. Meist sehe ich ihn auch nur per aufgestellter Wildbeobachtungskamera, aber dann teilt er sich das Futter mit Katze Tara.
MickyMicky 1
Micky mutierte somit zu einem „wilden“ Kater zurück, denn ich hätte ihn nie mitnehmen können, wenn er sich nicht auf den Arm nehmen oder sich zumindest anfassen lassen hätte. Aber egal, wenn ich weiß, dass es ihm gut zu gehen scheint, soll er sein neues Leben in Rente mit rund um die Uhr Versorgung genießen.
Katze Meili hatte einige Interessenten, aber entweder wohnten diese Interessenten zu weit weg und es wäre purer Stress für das kleine Wesen geworden, wenn man es auf eine lange Fahrt ins Ungewisse geschickt hätte. Es muss nicht Wiebaden und nicht Worms sein, es muss auch jemand hier in der Umgebung eine kleine Katze suchen. Diese Menschen gab es dann auch tatsächlich und sie mussten vier Stunden zu Besuch sein um …. keine Meili zu Gesicht zu bekommen. Meili schien spurlos verschwunden, fremde Menschen sind ihr ein Greuel. Nach diesen vier Stunden, die allerdings nette Gespräche beinhalteten und keineswegs lästig waren, versprach ich uns, also Meili und mir, dass wir keine weiteren Versuche starten werden würden. Meili kennt die Katzenheimat und scheint sich dort wohl zu fühlen. Ich bin mit ihr auf einer Linie, da auch ich Veränderungen nur sehr schwerlich akzeptieren mag. Somit wurde der kleine Hasenfurz vor zwei Wochen kastriert, die Tierarztrechnung übernahm die Katzennothilfe Kitty e.V., und seitdem können sämtliche Türen auch wieder offen stehen und Meili ihr Ursprungsleben in Freiheit genießen. Draußen ist für Meili nun das Oberste, Spielschiene und Spielzeug adè. Sie ist an Wochenenden eigentlich den ganzen Tag lang draußen …
Meili draußen 2
Meili draußen
Meili draußen 1
Meist hält sich Meili an ihr Vorbild, dem Mikesch, und läuft ihm hinterher. Ich hoffe, nur in gute Umgebung.
Mikesch

Zugegeben, es sprießen stets neue graue Haare, wenn eine der Katzen zum ersten Mal nach Draußen geht. Es raubt auch Nerven, wenn Charlie und Co. nachts nicht nach Hause kommen. Die Kater dürfen das, aber Romina, Perlchen und nun auch Meili müssen einfach drin sein, sonst kann ich nicht schlafen. Was wiederum dazu führen würde, dass ich mich verschlafe, dem Job nicht nachgehen kann, keine wilde Katze am Hafen versorgen kann und so weiter. Aber es ist immer wieder zu spüren, dass sämtliche Vierbeiner ausgeglichener sind, als wenn sie nicht tun dürfen, was sie mögen. Gut, ich war gestern tatsächlich böse, als Charlie einen jungen Kleiber anschleppte, den ich leider nicht mehr retten konnte. Das Rotkehlchen flog zumindest noch von dannen. Aber Charlie war anschließend vierundzwandzig Stunden lang unterwegs – und graue Haare wuchsen. Meili ist insgesamt immer noch sehr scheu und als die Tierärztin einen Body für Katzen vorschlug, schlug ich diese Neuerung gleich in den Wind. Eine Katze mit Body, eine Katze mit Trichter. All das gibt es und wird sich für Schmusetiger bewähren, aber nicht für nicht händelbare und selbstbewußte Ex- Wilde. Somit kam es, wie es eventuell kommen musste: Meili hatte an ihrer OP Narbe geleckt und eine kleine Beule hatte sich gebildet. Nun muss zweimal täglich eine Salbe auf diese kleine Beule geschmiert werden und klar, denn zweimal täglich sind meine Hände ein wenig zerkratzt. Aber was soll es? Ob diese Salbe hilft oder nicht, es gibt unendlich viele Katzen die kastriert werden (müssen) und kurz danach wieder auf die Straße gesetzt werden.Im Grunde eine Schande, was den so genannten Tierschutz anbelangt, aber manch eine Katze müsste für eine Salbengabe in Narkose gelegt werden – somit kann man nur sagen: „Wie man es macht, macht man es garantiert verkehrt“, und ich denke an all die Tiere, die nicht diese Obhut wählen können.
Katze Tara sehe tagsüber ebenfalls nicht und ich habe keine Ahnung, wo sie sich zur Ruhe legt. Ihr erster Ausgang war an diesem Tag, zu dieser Stunde:
Tara erstes Mal
Mittlerweile hat es sich eingependelt und sie kommt während der Nacht, sie isst und trinkt, geht sogar aufs Katzenklo:
Tara 09.05
Und manchmal gelingen Fotos, bei denen man denkt/hofft: Tara lächelt.
Tara grüßt
Tara grüßt. 1 JPG
Tara
Aber vielleicht lächelt sie wirklich, weil sie hier ihre Ruhe hat und tun und lassen kann, was sie möchte?
Vielen lieben Dank auch an Karin AI., die uns immer wieder Päckchen schickt: Danke, Anke!!
Spende
Euch allen eine gute Woche, bis zum nächsten Mal! Danke für`s Lesen!

2 Kommentare zu “Wie geht es der Katzenheimat?

  1. Hi Sabine!

    Du bist völlig verrückt, aber auf eine tolle Art! 🙂
    Für Meili freue ich mich irgendwie, obwohl ich euch etwas mehr Ruhe auch gegönnt hätte.
    Dass Mikesch und Tara ihre Freiheit so genießen wie sie es tun, freut mich ebenfalls unglaublich. Und Tara sieht gar nicht schlecht aus, ihr scheint es soweit gut zu gehen. *freu*

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