Kater Freddy und kleine Rückmeldung

Lang, lang ist`s her, dass sich die Katzenheimat gemeldet hat. Aus diversen Gründen. Einerseits aufgrund Veränderungen wegen Umzug und edlicher Umstellungen, aber hauptsächlich weil es einige … wie soll ich sie nennen? Mit sich selber unzufriedene Möchtegerntierliebhaber? Oder angebliche Tierschützer, die einem kurz zuvor kennen gelernten Tierschützer die Butter nicht auf dem Brot gönnen? Ich leide unter Profilneurose, würde alles nur schönreden und solle die Wahrheit preisgeben.
Ach, gibt es eine zweite Wahrheit?
Obwohl mir seit Jahren all diese endlosen und völlig nutzlosen Meinungen am Ärmel vorbeigehen, gebe ich zu, dass es diesmal ein ganz klein wenig zuviel war, sozusagen der Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen bringt. Aber was soll es? Die Zeit heilt Wunden und Sonne lässt Wasser verdunsten. Hinzu kommt, dass mein Konto bei Facebook geknackt wurde und mir all das sowas von scheißegal ist!

Der Winter streckt mit Meilenstiefeln voran treibend seine kalten Finger aus, aber den meisten Katzen geht es gut. Kater Micky hingegen hat große Probleme, weil seine Heimat wieder einmal umziehen muss und er sich nur schwerlich umgewöhnen möchte. Er musste sich aufgrund Veränderungen schon oft umgewöhnen, aber er wird nicht jünger und einen alten Baum pfanzt man nicht um, schon gar nicht wenn er nicht mag. Manchmal spielt das Leben einen bösen Streich nach dem anderen. Ich helfe ihm wie es möglich ist, allerdings ist ein Kater, der aufgrund Veränderungen völlig durch den Wind ist, kaum noch händelbar. Geduld ist gefragt und ständige Umsorgung soweit möglich. Immer da sein, wenn Micky Hilfe benötigen sollte.

Kater Freddy hingegen hatte Glück. Großes Glück sogar und wenn sich für ihn nicht andauernd Veränderungen aufgetan hätten, wäre er jetzt eventuell nicht mehr am Leben.
Durch einen befreundeten Tierschutzverein konnte ein Zuhause für ihn gefunden werden. Nicht nur das, denn Freddy entpuppte sich im Laufe der Wochen zu einem besonderen Kater, der extrem viel Aufmerksamkeit und Fürsorge regelrecht fordert. All das steht ihm nach seiner schweren Zeit, in der er augenscheinlich nach etwas Besserem suchte, zu. Er ließ sich seinen Umzug gefallen, tat als wenn nichts gewsen wäre, nachdem man erkennen konnte, dass er kein wilder Kater ist. Freddy wollte vielleicht sogar ein Hund werden, denn er sitzt nun in seinem Innenhof eines ehemaligen Bauernhofes und heult den Vollmond an. Sobald sein Herrchen am Auto schraubt kommt Freddy hinterher, setzt sich neben sein Herrchen und legt ihm die Pfote aufs Knie.
Freddy 3
Seine erste Gabe Flohkur war eine Pipette zuwenig. Familie N. musste Katze Mia und die gesamte Umgebung mit Kur und Flohabwehrspray behandeln, aber dennoch stehen sie zu Kater Freddy und ich bin seiner Familie sehr, sehr dankbar dafür! Seine Untersuchungen ergaben genau das, was vermutet wurde: Freddy ist über zehn Jahre alt und seine Hüfte samt Wirbelsäule sind beschädigt. Sei es durch einen Unfall oder Misshandlung, wobei ich aufgrund seiner Zutraulichkeit auf einen Unfall tippe, wegen seines schlechten Gehörsinnes. Bei diesen Untersuchungen unterstützte uns die Tierhilfe Rhein- Main-Ruhr finanziell und auch dafür danke ich sehr! Freddy scheint aus dem Ausland zu kommen, denn die behandelnde Tierärztin meinte, seine jeweils drei Kerben in beiden Ohren als Kennzeichnung aus dem Auslandstierschutz zu erkennen. Er bekommt Schmerzmittel, die allerdings auf Homöopathische Mittel umgestellt werden.
Freddy 2

Und wie läuft es hier? Ui,ui, da muss ich jetzt aber arg aufpassen, wegen der Profilneurose. Dabei ist ein Blog eine Art Tagebuch und wenn ich mich erinnern möchte, suche auch ich oft nach. All die Neider können sich bei WordPress einen eigenen Blog erstellen und von ihren Pupsen erzählen. Ich muss sie nicht lesen!

Bisher läuft der normale Wahnsinn recht gut und fünf Freigänger rauben Nerven, wegen ständiger Angst, jedoch muss man bei Gelegenheit loslassen und Katzen in relativ sicherer Umgebung herauslassen. 100% tige Sicherheit gibt es nie, Gefahren lauern überall, jedoch kamen bisher noch alle zurück …

Romina auf dem kalten Ziegeldach
Romina auf dem Dach

Perlchen in Startposition
Perlchen

Charlie
Charlie

Kater Mikesch, nachdem er vor Hunden flüchten musste:
Mikesch im Baum

Hermine
Hermine

Romina
Romina

Bella und Hermine
Bella und Hermine

Alles in allem hat sich die Lage entspannen können, da sich Katzen und Kater viel besser aus dem Weg gehen können und ausgeglichener werden. Selbst der gemobbte Mikesch darf jederzeit wieder herein, obwohl ich wegen Romina, der Hausherrin anders dachte. Spannende Luft schnuppern und kleine Mäuse killen ist eine Kategorie höher, als auf einem vernetzten Balkon zu hocken. Es ist leider so, auch wenn die Nerven der Besitzer zerbröseln. Eben alles für die Katz`. 😉

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5 Kommentare zu “Kater Freddy und kleine Rückmeldung

  1. So schön, von dir zu lesen – auch wenn dein Bericht alles andere als die reine weihnachtliche Glückseeligkeit ausstrahlt. Kater Freddy jedenfalls hat das schönste Weihnachten seines Lebens vor sich und deiner Katzenbande geht es gut – sogar Hermine hat wie es scheint in Bella eine Freundin gefunden. So ein Haus mit der Möglichkeit zu Freigang bietet den Katzen soviel Ablenkung und Beschäftigung – einfach das reale Leben – dass sich im besten Fall sogar sich eigentlich ablehnende Tiere miteinander arrangieren können.
    Profilneurose, soso… Die findet man in der Regel in Tierschutz- und anderen -Vereinen, wo die eine Tierschutztante die Andere zu übertrumpfen und auszustechen versucht und wo die Bedürfnisse der Tiere und der Tierschutz ganz hinten anstehen. Aber nicht bei einem Einzelkämpfer, der auf eigene Faust und eigene Rechnung loszieht, um Tieren aus dem menschengemachten Elend zu helfen. Da wirft dir wohl jemand seine eigenen Neurosen vor…!?
    Und Facebook – mit dieser Datenkrake kenne ich mich nicht aus, kannst du dein Account nicht löschen und einfach ein neues einrichten?
    Ich wünsche dir und den deinen einen schönen 2. Adventssonntag,
    liebe Grüße von Christina

  2. Da kann ich mich Christina nur anschließen und diese Profilneurosen kenne ich leider auch schon aus eigener Erfahrung nur zu gut. Es ist so schade, dass man wegen einiger sehr dummer Menschen aufpassen muss, was man schreibt und was lieber nicht. Ich wünsche dir einen Weg, damit umgehen zu können, ohne auf diesen wertvollen Schatz deines Blogs zu verzichten.

    Liebe Grüße
    Carmen

  3. Hallo Sabine, dazu fällt mir was passendes ein.
    Mitleid bekommt man geschenkt.
    Neid muss man sich erarbeiten.
    Es wird immer Menschen geben, die besser vor ihrer eigenen Haustür kehren sollten, als bei anderen.
    Seh es gelassen.
    Die Tiere versorgst Du jedenfalls super gut und das ist doch die Hauptsache.
    Du gehörst jedenfalls nicht zu dieser Wegguck und was geht es mich an Gesellschaft.
    LG Ulrike

  4. Hallo Sabine
    Ja besser als Frau Foerster kann man das mit der Profilneurose nicht beantworten!!!!!!!

    Du tust so viel für die Streuner Katzen da draußen, auf deine Kosten, wofür wir wirklichen Tierfreunde und die Streuner dir sicherlich wirklich sehr dankbar sind!
    Lass die anderen reden, die nicht wirklich verstehen was du da tust!
    Neid, weil sie selber nichts in der Hinsicht leisten, und für Menschen sicherlich auch nichts tun!
    Diese Menschen haben nicht`s in Ihrem Leben wo für es sich zu kämpfen lohnt!
    Arme Menschen!

    Das Freddy so ein tolles Zuhause gefunden hat, freut mich total!!!!!!
    Das ist das beste Beispiel, warum du das alles machst!

    Zu Deinen Katzen:
    Du wohnst nun so schön, und deine Katzen genießen es, überall rum zu streunen!
    Ich hätte, und hatte auch schon genau so viel Angst um die Katzen wie du es jetzt hattest, wenn sie unterwegs sind!

    Ich verstehe dich da sehr gut!
    Aber deinen Bilder von ihnen nach, fühlen sie sich Pudelwohl!
    gönne es ihnnen,- mehr kannst du wirklich nicht mehr für sie tun!

    Sabine bleib so wie du bist, und mach weiter so wie bisher!
    Wenn du mich brauchst:“ Ich bin auf jeden Fall für dich da wenn du Hilfe brauchst!

    Ganz Liebe Grüße
    Heike

  5. Pingback: In Erinnerung an Kater Freddy | Katzen-Heimat-Blog

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