Juchhuuu, Juchhuuu, Juchhuuu!!!

Das ist die Überschrift zu einem Freudentanz, denn die Katzenheimat hat es nach über drei Jahren Suche endlich geschafft: Sie zieht um!

Irgendwer muss an einer Schraube gedreht haben, sodass urplötzlich das eventuell passende Objekt zur Miete angeboten wurde. Preiswerter als unsere jetzige Wohnung, mit katzengerechtem Umfeld, mit Garten und zwei Terrassen. Sehr seltsam und ich vermutete einen Haken. Trotzdem, oder gerade aus diesem Grund, sahen wir uns das Haus vor fünf Wochen an. Ich war hellauf begeistert, denn genau solch ein Haus wünschte ich den Tieren und mir. Nichts gezirkeltes, nichts hochmodernes, keine Glasfront bis zum Dach, bei der man die Feuerwehr zur Hilfe holen muss, wenn die Fenster geputzt werden müssen. Nein, einfach nur Ruhe und viel Arbeit in Eigeninitiative. Die besagte Schraube muss auch am Herrn des Hauses gedreht haben, denn oh Wunder, wir waren derselben Meinung.

Somit sagten wir nach einigen Überlegungen noch am selben Abend zu. Doch die Schraube war locker oder wollte es spannend machen, damit wir so richtig traurig wurden und immer mehr von diesem Haus überzeugt waren. Die Vermieterin sagte ab.

Ok, kein Problem, ich verdrängte all das Gesehene wieder und ging arbeiten, versorgte die Hafenkatzen, die Tage vergingen. Bis der Herr des Hauses abends forderte: „Rate mal, wer mich heute anrief.“ Nun ja, der Papst wird es nicht gewesen sein und ich hörte mit halbem Ohr das Ergebnis. Ich wusste nicht einmal mehr, wer Frau S. ist und dass es sich um die absagende Vermieterin handelte, aber diese hatte tatsächlich angerufen und gefragt, ob noch Interesse bestehe. „Und“?, fragte der Herr des Hauses. „Selbstverständlich“!, antwortete ich. Alles andere sollte bitte einfach auf mich zukommen, für weitere Enttäuschungen ist kein Platz.

Lange Rede kurzer Sinn: Am vergangene Sonntag unterschrieben wir den Mietvertrag. Hund und (zwei) Katzen sind kein Problem. Aber ich war dennoch ehrlich und schnitt das allerwichtigste Thema „Tiere“ an, dass ich keine wirkliche Anzahl nennen  und es immer wieder zu Aufnahmen kommen kann. „Sie kommen aus dem tiefsten Dreck, werden gesund gepflegt und  vermittelt, brauchen allerdings einen Zwischenstopp.“ Gut, kein Thema, Tierhaltungsauflagen wurden komplett gestrichen. Warum wir denn doch die Mieter werden durften, erzählte die Vermieterin letztendlich auch, denn sie musste sich zwischen zwei Parteien entscheiden, entschied sich für unsere „Gegner“, konnte anschließend aber nur noch schlecht schlafen …

Also, wer jetzt nicht an Irgendwen glaubt, der diese Schraube bewegte, den kann ich keines Besseren belehren. 😉

Der Garten ist kein Garten im normalen Sinne, eher ein Individuum, ein Stück vom benachbarten Wald, aber Charlie und Romina werde ich dort mit ruhigem Gewissen Freigang gewähren können:

Garten

Garten 1

Garten 2Unten ein Foto für Ulrike, denn am Ende dieser obigen Treppe sieht man links eine Tür. Und das wird das Ausheilzimmer für kastrierte Katzen werden, die zwei Tage oder auch länger  ruhig gehalten oder behandelt werden müssen, um danach  wieder an ihren Standort zurück gebracht zu werden.

Garten 3Terrasse zum Garten:

Garten 4Für die Nichtfreigänger, wie Perlchen, Hermine und Mikesch gibt es auch eine Möglichkeit, nämlich ihre eigene Terrasse, auf der ihnen der Holunderbaum entgegen wächst und für die unser jetziges und verpöntes Katzennetz passt und wogegen dort niemand etwas sagt:

Balkon

Hm, also ich sehe eine Gestalt, die sich mit Pfoten auf das Geländer legt, schaut und spitze Ohren hat.

Bambus der bald ins Badezimmer wächst und nicht  jeder mag Wildwuchs, aber Puuhhh, ich LIEBE Bambus!

BadEs gibt somit einiges zu tun, man kann den „Garten“ irgendwie verbessern, aber ich träume im Grunde davon ihn so verwunschen zu lassen, und mit Schreibutensilien in einem Wald zu sitzen, um die Fortsetzungen  von Nemorosus auf mich zukommen zu lassen – auch wenn es niemals ein Bestseller werden wird. Aber all das ist egal, wenn man Freiraum hat und selbst Tauben, Möwen und Co. kurzfristig aufnehmen DARF – mehr brauche ich nicht!

Mein Herr des Hauses geht Kompromisse ein, was ich ganz toll finde. Ihm gehört der Rest und er kann walten und vor allem schalten, wie er mag. Im Wohnzimmer kann er Aquarium aufstellen, bitteschön. Danke, Jürgen! 🙂WohnzimmerDie schwarze Fundkatze Jacky

Jackymit vielen Hin – und Hers, was ihre Aufenhaltsorte anbelangt, konnte heute aufgrund der Notfallanzeige durch Jana in der Zeitung vermittelt werden … es ist alles zuviel, aber es ist wunderschön. Tausend Dank an alle!!

6 Kommentare zu “Juchhuuu, Juchhuuu, Juchhuuu!!!

  1. Liebe Sabine!

    Du glaubst gar nicht wie sehr ich mich für Euch freue – kämpfe doch glatt hier mir Freudentränen. Alles – Alles – Alles Gute für Eure Zukunft in Eurem neuen Heim.

    Liebe Grüße
    Moni

  2. Was für schöne Neuigkeiten, Sabine – ich freue mich total für euch!!
    Ach wie ist das schön – wer da nun auch immer dran geschraubt hat – ihr habt es so sehr verdient, dass dieser langgehegte Traum in Erfüllung geht!
    Der offene Kamin ist toll und der wildwüchsige Garten würde mir auch gefallen. Die Katzen werden es lieben!

    Liebe Grüße von Christina

  3. Liebe Christina,

    die erste Anschaffung wird eine ausziehbare Leiter sein, damit die Freigänger von den Bäumen geholt werden können.
    Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar und Deine Gedanken!

    Sabine

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