Die Fünf auch mal gerade sein lassen

Wie oft träume ich davon? Sehr oft, da mir diese oftmalige Engstirnigkeit mehr Nerven raubt als gesund ist. Hektik, Regeln, nicht zu verstehende Vorschriften und Termine engen das Leben ein. Stirnrunzeln, heuntergezogene Mundwinkel und dazu gehörende Unhöflichkeit beanspruchen mehr Muskelaktivität als ein einfaches Lächeln. Wie wohl tut es und wie schön ist es, wenn uns eine lapidare Tür aufgehalten wird, ein Dankeschön, ein Gruß zum Tag ausgesprochen, ein Interesse am Leben, Aufmerksamkeit gezeigt wird. Kleinigkeiten und doch so viel wert. Sie kosten nur Sekunden und schenken Stunden, vielleicht sogar Jahre der Erinnerung.

Bei Bettina fand ich dieses Video aus Spanien. Gezeigt wird Alltag in einem momentan überfüllten Arbeitsamt. Als ich es sah und hörte, liefen mir die Tränen und irgendwie geschieht das immer wieder, je öfter ich es anschaue. Immer mehr Gesichter kommen hinzu, die  zuerst entsetzt, abwehrend, negativ erstaunt ins Bild kommen, um sich anschließend regelrecht fallen zu lassen, zuhören und einfach mal die Fünf gerade sein lassen.

In Gedenken  auch an den unvergessen bleibenden George Harrison, der „Here Comes the Sun“ komponierte.

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4 Kommentare zu “Die Fünf auch mal gerade sein lassen

  1. Hallo Sabine!

    Dankeschön fürs teilen. Es ist schon erstaunlich das es so was immer mehr gibt an allen verschieden Plätzen. Es zeigt uns aber auch das ein wenig Menschlichkeit alle berühren kann. Die Gesichter hellen sich auf und man kann plötzlich miteinander lachen und reden. Es wäre schön wenn man so was auch mal ohne Musik schaffen könnte.

    Ganz liebe Grüße
    Moni

  2. Das stimmt, Moni.
    Nur wenn etwas Außergewöhnliches passiert, erst dann fangen viele Menschen an zu überlegen. Das ist schade und ist in meinen Augen der Ursprung vieler Missstände.

    Liebe Grüße
    Sabine

  3. Pingback: Kleine Vogelkunde | Katzen-Heimat-Blog

  4. Das ist sehr berührend zu sehen, dass sich immer mehr der Wartenden den Musikern anschliessen und mitsingen.
    Ich denke, die Misere kommt größtenteils aus der zunehmenden Verdichtung der Arbeitswelt. Alles wird technisiert und immer weniger Menschen müssen immer mehr Arbeit bewältigen, während der Rest mit Almosen abgespeist wird. So werden wir von früher Jugend bis ins Alter sozusagen in ‚Leibeigenschaft‘ gehalten – da bleibt wenig Raum für ein freudiges und entspanntes Miteinander…

    nachdenkliche Grüße von Christina

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