Lucy, der Schrecken der Straße

Es gab mal einen Kinderfilm den ich nie sah, aber der aufgrund seines Titels in Erinnerung blieb. Noch ist es nicht soweit und auf der Straße möchte ich Geierwally nie sehen. Viel lieber im eigenen Garten und angrenzenden Autofreien Gebieten, wo sie ihren schlummernden Fähigkeiten nachgehen kann.

Jedenfalls war es gestern soweit und wir absolvierten die rechtlichen Regeln in Form eines Schutzvertrages. Anna hatte grünes Licht gegeben, dass Lucy trotz Arbeitsalltages gut alleine zurecht komme und sie nicht wieder weg zu denken sei. Ich konnte mich selber davon überzeugen, denn Lucy freute sich zwar über meinen Besuch, der mit gekochten Hähnchenherzen  ein besonderer Besuch war, aber sie zeigte mir auch, dass sie sich auf ihrem neuen Kratzbaum wohl fühlt, ihre Decken auf dem Sofa noch viel lieber mag und überhaupt wartet sie darauf, endlich mal nach Draussen zu dürfen. Ist schließlich doof, wenn Zweibeiner auf die Terasse gehen und sich eine rauchen und man selber sitzt vor der Glasscheibe und darf lediglich zugucken. Dabei ist Lucy eine hochintelligente Katze, was man bei uns bereits feststellen konnte, aber dass sie apportieren kann … nee, das wusste ich auch nicht.

Somit ist mein Herz um einiges erleichtert, denn man weiß ja nie und kann jedem Menschen lediglich vor den Kopf gucken. Leider gibt die Erfahrung unendlich viele Beispiele, wo am Anfang Gold versprochen wird und Schrott produziert. Bisher blieb ich davon verschont, aber das mag an der relativ geringen Anzahl Katzen liegen, die ich bisher vermittelte. Als ich von Anna, Marco und Lucy nach Hause fuhr, musste ich noch tanken. Diesel für 1,37,9999€ war fast geschenkt und ich hielt an der nächsten Shell Tankstelle, tankte, ging zur Kasse und sagte: „Zapfsäule eins mit Karte“.

„Den Katzen geht es gut“, sagte die Kassiererin lächelnd. Katzen, Lucy, ich nickte, tippte den Pin ein und registrierte erst dann. Irgendein Hinterstübchen meines verwirrten Hirnes fragte, woher die junge Frau von Lucy wusste. Ich blickte hoch und erkannte Katy, die seinerzeit Professor und Äugelchen adoptiert hatte, die mir vor kurzem eine Info schickte, dass sie in eine größere Wohnung mit Balkon umgezogen sei. An sie hätte ich zu dieser späten Stunde und an diesem Ort nie gerechnet, ihre Haare waren verändert und überhaupt – ich werde alt. Wir redeten eine Weile und beiden Romina – Kindern geht es blendend. Das war  ein runder Abschluß der Woche und ich konnte ziemlich zufrieden ins Wochenende starten, wenn da nicht der Sonntag wäre, an dem Kater Bübchen umzieht.

Aber Schrittchen für Schrittchen, erst einmal lässt „meine“ Geierwally  grüßen:

lucy 3

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2 Kommentare zu “Lucy, der Schrecken der Straße

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