Ein (stink)normales Wochenende

Das  längst nicht zuende ist, aber welches das Grobe  inzwischen erledigte.

Für gestern hatte sich eine Interessentin angesagt. Dieses Mal für Kuhkatzkater Bübchen/Teddy. Eine nett klingende Stimme am Telefon, die den Flyer beim Futterhaus entdeckt hatte und die sich für Kuhkatzkater interessierte. Kein Problem, Samstag „High Noon?“

Wieder einmal musste organisiert  und vor allem gesaugt werden. Zwei Tage Zeitknappheit und Schlamperei lässt eine Bude mit haarwechselndem Hund und acht Katzen aussehen … überlegt Euch selber was. Wir putzten und saugten und nach zwei Stunden sagte der Herr des Hauses: „Großartig, was wir geschafft haben!“ Ich antwortete: „Ja, in der Tat, und in Wirklichkeit kommt gar kein Besuch, Ääätsch!“ 😉

Tja, damit sollte man die Herren des Hauses öfter konfrontieren, aber Heike K. kam pünktlich und mit viel Zeit, denn die hatte ich bereits beim Telefonat angedeutet, da Bübchen/Teddy im Grunde keine fremden Zweibeiner mag. Beim letzten Vorstellungsgespräch für Geierwally/Lucy ward er nicht gesehen und quetschte sich nach Stunden hinter dem Bücherschrank hervor.

Bübchen

Somit schlechte Karten, was eine Vermittlung des ehemals in einem Karton ausgesetzten Katers anbelangt. Am Samstag lockten wir mit Thunfisch und nach Heikes  Heimkehr  wird sie ihre beiden Katzen nicht mehr von den gut riechenden Händen bekommen haben, da auch hier der miese Trick funktionierte. Selbst Hermine, Hanni und Nanni nahmen der fremden Person Thunfisch aus der Hand.

Hanny und Nanny

Hanni und Nanni: Das war nach Hermines Absturz, nicht wir!

Heike überlegte und im Grunde hatte Teddy sie an ihren, vor einem Jahr verstorbenen, Kater erinnert, der mehr als ein Kater gewesen war. Er fuhr mit zum einkaufen, saß auf der Ablage des Autos, so dass entsetzte Leute Heike ansprachen: „Da ist eine Katze im Auto!“ Dieser Kater holte Heikes Kinder nach der Schule an der Bushaltestelle ab und wenn sich die Kinder verspäteten, ging er nach einer Stunde erneut zur Haltestelle, da er genau wusste, wie oft der Bus fährt.

Nicht leicht, solch einen Verlust nach achtzehn Jahren zu überwinden und dieses einmaliges Tier gibt es nie wieder. Teddy sieht diesem Kater zwar sehr ähnlich, aber ob es richtig ist, ihn aus diesem Grund zu adoptieren? Ich weiß zwar auch nicht auf wen ich warten muss, bis Kuhkatzkater in die Gänge kommt, aber mit Zwang soll hier keiner vermittelt werden. Allerdings darf man Bübchen/Teddy nicht verkennen, denn als sich die Türe schloß und alles wieder gut schien, rastete er förmlich aus, kramte Spielzeug aus dem Karton und rannte mit Flummis und Spielmäusen durch die Wohnung, nach dem Motto: „Juchhuu, dieser Kelch ging an mir vorbei!“

Teddy

Ihr könnt mich alle mal

Wer sich von ihren (wie immer) besten Seiten zeigten waren Romina und Geierwally/Lucy. Romina die Hausherrin und Lucy, die sich nicht scheut. Lucy möchte eh irgendwann Freigang genießen, das spüre ich und das sieht man an ihrem Verhalten. Somit wird Heike nachdenken, ob eine Geierwally eher in ihre Zweierbande passt. Auch wenn Heike sich dagegen entscheidet, es ist kein Drama und viele, viele andere Katzen suchen dringend ein Zuhause.

Desweiteren war die Wohnung nun einmal sauber, bis Hermine samt Klo und Streueinlage vom Kratzbaum fiel.

Hermine und Perlchen

Hermine liebt „ihre“ Kitten

Hermine muss  ihr Klo stets hinterher getragen werden, da sie immer noch von Charlie unterdrückt wird und sich in oftmaliger Not  nicht von der Stelle rühren darf.  Ein echter Mistkerl, wenn es nicht Charlie wäre.

Charlie-crop

Bevor Hermine Decken und Kissen benutzt, ist das Hinterhertragen (inklusive anschließendem Saugen) eines Kittenklos das kleinere Übel.

17,99 Euro investierte ich in das Schwarzbuch Tierarzt „Hunde würden länger leben, wenn …“ von Dr. med. vet. Jutta Ziegler. Das Buch wurde mir wärmstens empfohlen und es lohnt sich wirklich, da es einem beim Lesen richtig heiß wird. Eine Aufdeckung der Abhängigkeit von Tierärzten zur Pharmaindustrie und zu Futtermittelherstellern. Grundsätzlich wird beschrieben, wie krank das beworbene Futter unsere Tiere machen kann, was Silke und ihr Professor Jasper bereits in verständlicher Kurzfassung zusammentrugen. Weitergehend werden  spezielle Tierärzte „behandelt“, die es einerseits nicht besser wissen, da sie bereits im Studium mit althergebrachten Weisheiten bombadiert werden, und die sich andererseits als Frischlinge mit eigener Praxis vor kostenlosen Angeboten der angeblich besten Futtermittelherstellern kaum retten können. Man solle eine Praxis meiden, in der bereits im Wartezimmer geworben wird, sei es für Flohmittel oder Diätfutter. Es wird allerdings auch die  Notfallsituation erwähnt, wo schnelle Handlung notwendig, beziehungsweise vom Tierhalter dringend gefordert wird. Notfallsituationen sollte jeder Tierarzt behandeln können, denn das hat er tatsächlich gelernt, soweit er aufgepasst hat, aber zur weiteren Behandlung oder zur zweiten Diagnose sollte man sich einen ausgesuchten Tierarzt suchen. Aufgrund der vielen Tierarztbesuche innerhalb der letzten Jahre, lief in meinem Kopf ein Film ab, da man tatsächlich anhand der Beispiele oftmals eine  Tierarzt, einen Schwätzer oder einen Verkäufer erkennen kann. Ich bin noch längst nicht durch, weil lesen mit Samtpfoten bekanntlich nicht einfach ist:

Buch

Buch 1

Desweiteren bekam die Hausverwaltung wegen des Katzennetzes ihren angeblichen Trumpf in Form eines bedauernden Briefes zurück. Wie im Schach: Zug um Zug. Oder sollte Poker das geeignetere Spiel sein? Wie auch immer, noch genießen die Pflegemiezen ihren Ausblick, sei es bei Dauerregen, Dämmerung oder all dem, was die Natur momentan so zu bieten hat.

Wochennende

Perlchen mag es lieber mit Dach überm Kopf:

Wochenende 1

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