Eine Hütte ist eine Hütte, ist eine Hütte, ist eine Hütte

Die Hafenkatzen bekamen ein Lebensgeschenk, nachdem Jana einen Aufruf bei Facebook startete, von wegen: „Hütte gesucht“. Ein lieber Olaf aus einer weit entfernten Stadt warf sogleich sein Wissen, sein handwerkliches Geschick und seine Maschinen an. Er zögerte nicht lange und entwarf aus dickem, wetterfestem und haltbarem Material eine Hütte, hievte sie auf einen Anhänger und brachte sie spontan rund 40 Kilometer entfernt in die Nähe des Hilfesuchenden Standortes. Petra meldete sich bei mir und sagte, dass Olaf diese Hütte zu ihr gebracht habe und ich mir dieses Teil ansehen könne, allerdings passe es nicht durch ihr Gartentor. Wir müssten warten, bis Mann und Sohn helfen würden.

Hm, ich wunderte mich, denn so enorm groß sah die Hütte auf dem Foto nicht aus und ach, das würden wir schaffen …

Am Mittwoch rief Petra an und sagte, dass Mann und Sohn die Hütte in ihre Garage geschafft hätten und ich sie abholen könne. Zur freien Zeit fuhr ich hin, und als Petra das Garagentor öffnete musste ich schlucken.

Eieiei, ein wahrhaftig großes Teil, das die Garage einnahm und von mir alleine kaum bewegt werden konnte. Ich stand staunend vor solch massivem Holz. Dieses Holz war perfekt zusammen gebaut, mit integrierter Styroporverkleidung, einem Spitzdach das sich öffnen und sogar feststellen lässt. Das war eine unfassbar lieb gemeinte Spende und ich musste sie annehmen. Ich war und bin dankbar ob dieser Hilfe, aber dieses Haus ist eine Ecke zu groß, da es regelrecht eine bauliche Maßnahme bedeutet und all das während Nacht und Nebel Aktionen, bei denen ein Betreten eines Geländes, das Aufstellen einer kleinen Futterbox  schon ungern gesehen wird. Das nächste Problem sind Katzen im Allgemeinen, die nur äußerst ungern zusammen leben, geschweige denn liegen. In dieses Haus würden locker zehn Katzen passen, aber ich fürchte, dass sich solch ein Rudel kaum finden lässt.

Petras Nachbar musste zur Hilfe gebeten werden, der ungläubig einen Zollstock nahm und die Maße meines Firmenwagens taktierte. Erst danach gab er sein Ok und half, das heftig schwere Haus millimetergenau in den Wagen zu balancieren. Mein nächstes Ziel war eine Tischlerei, da diese Hütte keinen Boden hat. Olaf hatte mit Absicht den Boden weg gelassen, weil er wohl mehr an Hunde dachte. Ich weiß es nicht, will mich nicht beklagen und lediglich den Ablauf darstellen, denn eventuell wird sich diese Geschichte zum Besten wenden, da mir inzwischen eine Idee kam. Aber auch das Einstiegsloch muss vergrößert werden, denn es gibt breite und schmale Katzen.

In der Tischlerei war niemand anwesend, sie waren im Außendienst. Herzlichen Glückwunsch, denn ich konnte nicht weiterarbeiten, mit Wagen voll Hütte. Ich rief auf der Handynummer an, die zum Glück am Tor angeschlagen steht. Ich erklärte mein „Problem“ und dass ich die Hütte vor ihrem Tor stehen lassen würde. Das sei kein Problem und ich solle noch einmal vorbei kommen, um all das zu besprechen.

Wie bekam ich die Hütte aus dem Auto? Zum Glück befindet sich gleich nebenan ein Abschleppdienst und ich fragte nach einem hilfsbereiten  Mann. Der muffeligste erklärte sich bereit, nachdem er seine Arbeit für Beendet erklärt hatte. Nur mit seiner Hilfe bugsierte ich das Teil aus dem Auto und stellte es vor das Tor der Tischlerei. In dem Moment wurden mir diese Welten wieder einmal bewusst, die man so oft spürt: Der eine Mensch macht sofort und fragt nicht lang. Der andere Mensch wägt ab und zögert ewig. Der dritte Mensch muss erst einmal einen Motor anwerfen und erst dann … aber dann kommt es zusätzlich darauf an, wie und von Wem er gebeten wird. Heutztage ist es nicht leicht, alles ist einfach aufgrund Technik.

Am Abend erklärte ich dem Tischler, der belustigt grinste und hoffentlich keine horrenden Preise für Boden und Holzverkleinerung nehmen wird, meine Vorschläge und fragte nach einer Styroporplatte für den neuen Boden. Naja, er müsse mal schauen und eventuell habe er da noch was rum liegen. Zur Not notiere ich mir die Maße und kaufe im Bauhaus ein zusätzliches Stück Wärme.

 

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