Nichts gegen Tierärzte

aber manchmal muss man sich an den Kopf fassen. Dann überlegt man wirklich, wie und wo zusammen oder überhaupt studiert wurde, denn zehn Tierärzte und zehn Meinungen. Gilt selbstverständlich auch für die Humanmedizin oder für jeden Architekten oder jeden Bäcker oder jeden Maurer.

Hier nur zwei Beispiele aus der Tiermedizin: Katze Perlchen kam mit verklebten Augen hier an, sie war mitsamt ihrem Bruder in einen Karton gepackt und ausgesetzt worden. Auch Kuhkatzkater hatte die Nachwirkungen zu verarbeiten. Neben Misstrauen den Zweibeinern gegenüber, musste auch er einige Tage Synulox einnehmen. Alles in allem verbesserten sich ihre Zustände, doch Kuhkatzkater „Bübchen“ hatte nach einiger Zeit immer noch Nasenausfluss und hinzu kam ein ständiges Niesen. Kuhkatzmädchen Perlchen bekam ihr rechtes Auge nicht auf die Reihe und beide Tiere bekamen erneut Antibiotikum, wobei Perlchen zusätzlich Cortison gespritzt bekam, damit sich ihr Auge verbesserte. Es wurde immer noch von Nachwirkungen des Katzenschnupfens gesprochen – Cortison sollte es regeln und Kater „Bübchen“ war allergisch. Wogegen? Wahrscheinlich gegen mich. Haha, wirklich witzig …

Nanni und Bübchen

Bübchen mit Geierwally

Vor zwei Wochen wurde Kater Oskar von einer anderen Tierärztin auf den Kopf gestellt. Es wurde Kot und Blut untersucht, es wurden Abstriche der Schleimhäute unter die Lupe genommen. Alles in allem einige hundert Euro, aber Christine und Manuela waren auf der sicheren Seite und Oskar konnte gezielt behandelt werden.

Das musste ich auch ausprobieren und der Herr des Hauses machte zuerst den Vorschlag: „Irgendwie tut mir Perlchen so leid, wie sie mich heute morgen anguckte, ach, das sieht schlimm aus, das Auge.“ Wohl wahr und das trotz ständiger Cortisongabe, wobei sie aufgrunddessen nicht einmal geimpft werden konnte. Wir verabredeten ebenfalls einen Termin bei Christines und Manuelas Tierärztin, die sogar Hausbesuche macht. Wir waren allerdings fähig in die Praxis zu fahren und sie sah als erstes Perlchen an. Ein Blick genügte: „Das Tier hat das untere Augenlid eingerollt. Das hat nichts mehr mit ehemaligem Katzenschnupfen zutun und kann nur operativ behoben werden. Jetzt würde ich keine OP empfehlen, sondern warten bis sie erwachsen ist. Ich würde ihnen Salbe mitgeben, die das Auge feucht hält.“

Von Bübchen wurde ein Abstrich aus dem Mäulchen genommen und eingeschickt. Bei ihm war auffällig, dass die Lymphknoten leicht geschwollen waren und das Zahnfleisch leicht gerötet. Das könnte vom derzeitigen Zahnwechsel herrühren, aber das Ergebnis eines Abstriches kann nicht schaden, so wollten wir es.

Ergebnis: Bübchen ist nicht gegen mich allergisch, sondern es befinden sich immer noch Viren des Katzenschnupfens in seinem Körper. Mag sein, dass die Synuloxgaben seinerzeit nicht ausreichten. Ihm fehlt ansonsten nichts, er wird ein ganz großer und sehr anhänglicher Kater werden, wiegt inzwischen 2,9 Kilo. Somit bekamen wir für Bübchen Baytril mit, das er seit gestern fünf bis zehn Tage lang nehmen muss. Ach ja, auch Romina war mit bei dieser Tierärztin, da sie erneut Probleme mit ihren Ohren hat. Aber alles halb so wild, auch dafür gab es Salbe. Alles in allem 84 Euro. Wir kamen somit relativ gut davon, zumal es sich bei Perlchen und Bübchen um Pflegetiere handelt. Aber ich kann und will kein Tier unerkannt krank vermitteln. Eine Allergie … wogegen ist unbekannt … und schneller als man gucken kann, wird solch ein Tier wieder zurückgegeben oder nicht weiter untersucht.

Toi,toi,toi, macht Hermine momentan viel Freude und ich denke, sie lebt die gleiche Freude wie ich:

Wilde Katze „Hermine“ putzt ausgesetztes Kitten „Perlchen“

Hermine und ausgesetzter Kuhkatzkater „Bübchen“

Euch allen Danke fürs Lesen und einen angenehmen Freitagabend!

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Ein Kommentar zu “Nichts gegen Tierärzte

  1. Der erste TA hat offensichtlich über den Katzenschnupfen nicht hinausgesehen, sollte deshalb ruhig darauf hingewiesen werden. Wenn dies in vernünftigem Ton (an dem ich bei Dir nicht zweifle) angemerkt wird, sollte eigentlich jeder TA dankbar sein für ein Feedback.
    Für die Pfleglinge freut es mich, wenn sie durch diese Diagnosen nun bald völlig gesund sein werden.
    Hermine sieht gar nicht schlecht und recht zufrieden aus. Sie hat richtig schöne, lange Vibrissen. :o)

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