Neuigkeiten aus der Katzenheimat

Für Schreibfehler bitte ich um Verständnis, da ich meine Lesebrille seit einer Woche vermisse. Keine Ahnung, im schlimmsten Fall liegt sie zerkaut in irgendeiner Ecke. Aber was soll es, Word macht es einigermaßen möglich und ich benutze die Stärke 18.

Was ich sagen will: Heute alles im grünen Bereich, obwohl es die Tage über nicht danach aussah.

Die junge Katzenbande brachte ich vorletzten Samstag zur Erstimpfung. Bübchen und Geierwally überstanden diese Prozedur locker. Kuhkatzmädchen Perlchen konnte noch nicht geimpft werden, da ihr rechtes Auge immer noch vorrangig ist und sie deswegen Spritzen bekommt.

Männlein (bald Oskar) überstand die Impfung zwar gut, er war inzwischen gesundet und putzmunter. Aber wie das so sein kann nach einer Impfung,  erwischte es genau ihn und er bekam einen Rückschlag, oder eine allergische Reaktion machte sich breit.

Sein rechtes Auge machte am Sonntag den Eindruck, wie wenn er einen Boxkampf überlebt oder ihn ein Insekt gestochen hätte. Es war rot und geschwollen. Ich wartete ab, denn Impfungen können die tollsten Reaktionen hervorrufen. Am Montag tränten beide Augen mit eitrigem Ausfluss, sie waren rot gerändert, er hatte starken Durchfall (ohneWürmer), hinterließ überall seine Spuren und wollte nichts mehr essen.

Herzlichen Glückwunsch, denn es schien der Ausbruch von Katzenschnupfen zu sein. Am vorletzten Dienstag saßen Perlchen, Oskar und ich somit wieder einmal im Wartezimmer von Dr. Brinkmann – Block. Nach längerer Wartezeit warf sie einen kurzen Blick in die Box und sagte: „Scheiße“.

Sie müsse ein Serum spritzen, was aufgrund der Impfung jedoch nicht möglich sei. Somit bekam Oskar eine Portion Baytril, was über mehrere Tage per Tablette weiter gegeben werden sollte. Auch Perlchen bekam das Mittel, da sie aufgrund ihres immer noch tränenden Auges – verursacht durch ehemals Katzenschnupfen – eine gesundheitlich unsichere Persönlichkeit darstellt.

All das wurde erledigt, Salbe wurde geschmiert, Augen mit abgekochtem Wasser gereinigt, es wurde gesund gefüttert, Türen weit wie möglich  geöffnet, gespielt und betüttelt.

Nach ungefähr einer Woche, am vergangenen Donnerstag, saßen wir wieder einmal im Wartezimmer und ich stieß auf eine interessante Zeitschrift. Dort wurden Katzenpsychologen vorgestellt, die (bisher) die Lacher auf ihren Seiten haben. Ja, auch ich musste lächeln, denn die jeweiligen Therapieergebnisse landen grundsätzlich beim Halter, sprich Mensch. Nach  weiterer  Wartezeit machte ich mir  Gedanken und kam zu dem Schluss, dass  in der Katzenheimat ein ausgeglichenes Klima herrscht. Die wilde Hermine schaffte es durch all der kleinen Neuankömmlinge zu einer Art Aufseherin. Sie ist der Mittelpunkt, wenn Zwerge müde werden und bietet eine Art Ruhepol. Mittlerweile setzte sie durch und bewegt sich in der ganzen Wohnung. Zwar nur sehr langsam und immer sehr vorsichtig, wie es ihrer Anfangssituation entspricht, aber sie  benutzt weder Schrank noch dunkle Quellen um sich zu verstecken und legt sich öffentlich auf seinerzeit verbotene Stellen. Der Hammer ist im Grunde Charlies Reich, wo ich sie nach langem Suchen entdeckte – und noch öfter suche ich sie vergebens, wenn ich auf Überraschungen nicht vorbereitet bin.

Romina ist und bleibt die Queen, was ich immer mehr akzeptiere und inzwischen sehr zu schätzen weiß. Denn sie ist es die Ordnung schafft, immer wieder kleine Wildfänge in die Mangel nimmt und mit den Hinterpfoten bearbeitet. Sie mochte von Anfang an nie bestreichelt werden und mein ganzer Stolz bestätigt sich mit ihrer Nähe, wenn Queen Romina sich alle paar Wochen zu mir aufs Kopfkissen quetscht. Meist nur an Wochenenden, wenn wir Zeit für uns haben.

Kater Charlie ist ebenfalls unersetzlich, wenn es darum geht Vorbild und Anstifter für Unsinn zu sein. Geierwally und Kuhkatzkater Bübchen sind seine Lehrlinge. Sie klettern und klauen, was das spannende Leben so mit sich bringt.

Oskars gesundheitliche Situation verbesserte sich, nachdem er Cortison bekam. Cortison ist unter gewissen Umständen ein Lebenserhaltungsmittel, aber kein Mittel das junge Katzen ständig einnehmen sollten. An diesem Wochenende muss ich Bericht erstatten und Frau Doktor wird weitere Maßnahmen koordinieren. Oskars Familie wartet zwar schon auf ihn, aber wir alle bleiben vernünftig und denken auch darüber nach, dass ein Orts – und Lebenswechsel zu einem erneuten Rückschlag führen könnte. Ich bin sicher, dass selbst ein Katzenpsychologe keine bessere Lösung finden würde. 😉

8 Kommentare zu “Neuigkeiten aus der Katzenheimat

  1. Hallo Sabine,
    ich weiss, daß man nicht klugscheissen sollte und ich höre sowas wie „hast Du schon mal … ausprobiert?“ wenn es um die Behandlung von Krankheiten geht überhaupt nicht gerne, da ich immer selbst recherchiere. Denkanstösse sind mir aber willkommen. Ich setze mich trotzdem mal in die Nesseln, einfach als solch ein Denkanstoss, da kann die Tierärztin vielleicht mal etwas hintergründiger recherchieren. Ich habe in dem Buch von Dr. Bud Stuart >>Feeding Fido and Fluffy too<< gelesen, daß vieles anstatt mit Cortison mit Vitamin C behandelt werden kann. Zitat: "Someone once called vitamin C “The poor man’s cortisone”. This statement points to the fact that vitamin C has many of the anti-inflammatory effects of cortisone, but not the side effects."
    Laut Buch hat er sogar Staupe bei Hunden mit Vitamin C erfolgreich "behandelt". Wie gesagt, nur ne Idee, nur ein Denksanstoss, weil ich in deutschen Büchern und Artikeln bisher kein einziges Wort darüber gelesen habe.
    LG, Silke

    • Denkanstöße sind meiner Meinung nach unbezahlbar, ganz unverbindlich und trotzdem können sie manchmal die Lösung schwerer Fragen mit sich bringen, vielen Dank hierfür und immer her damit!

  2. Der kleiner Oskar, sieht aus als ob er schon mächtig gewachsen ist.
    Ich bin so froh, dass es ihm schon so viel besser geht. Und wenn er bereit zum umziehen ist, dann hat er dank Romina und Charlie genauso viel Selbstvertrauen wie unsere kleine Lotte. Kam gesund und mit einem riesigen Ego in ihre neue Heimat. Ist eben eine Prinzessin,

    Macht alle weiter so!

  3. Pingback: Nichts gegen Tierärzte « Katzen-Heimat-Blog

  4. Pingback: Die Sache mit dem Traumprinzen « Katzen-Heimat-Blog

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