Ein paar Stunden einer Woche

Es begann wie die Woche am Montag, und  knappe Stunden wurden genutzt bis zur Dunkelheit.

Vergangenen Montag wollte ich die Woche kräftemäßig und seelisch eigentlich schon abschließen, saß nach Feierabend bei den Hafenkatzen und sah ihnen beim futtern zu. Mein Handy klingelte und Astrid war am anderen Ende. „Ich frag` nicht, wie es dir geht, uns allen geht es gleich.“

Okay, also ein Notfall.

„Kennst du eine Katzenfutterstelle am Zolltor? Mich rief gegen Mittag eine Dame an, die gestern eine torkelnde und somit schwer kranke Katze an einer Futterstelle in einem Park beobachtete. Die Dame kommt aus Köln, hat lediglich auf meinen AB gesprochen und mehr weiß ich nicht.“

„Zolltor kenne ich überhaupt nicht, das ist irgendwo in der Innenstadt oder?“

„Keine Ahnung, jedenfalls traf diese Dame aus Köln auf eine Frau mit Gehwägelchen, die dort einige oder viele Katzen versorgt. Ich weiß es nicht, kenne mich dort ebenfalls nicht aus. Jedenfalls soll es sich um eine abgemagerte und offensichtlich schwer kranke schwarze Katze handeln. Ich hoffe nicht, dass es sich um eine sich vermehrende Stelle handelt, wo nur gefüttert wird.“

„Nein, keinen blassen Schimmer, ruf` mal Babette an, die kennt eine Versorgerin irgendwo in der Innenstadt.“

„Danke, werde ich machen!“

Am Zolltor… das musste nach einigen Überlegungen in der Umgebung sein und mir ging das Bild dieser torkelnden schwarzen Katze nicht aus dem Sinn. Da ich eh unterwegs war, machte ich mich auf den Weg. Weil ich kaum technische Gerätschaften nutze, fragte ich wie früher einen Taxifahrer. Dieser Taxifahrer machte Pause, aß eine Banane und war nicht sehr gesprächig. Mittlerweile scheint Navi eine Pflicht und Auskunft ein Fremdwort.

„Am Zolltor ist da vorne“, er zeigte mit der rechten freien Hand vage in der Gegend herum. Da kommt man aber nicht rein, nur die Busse.“

„Okay, Danke!“

Ich fuhr in Richtung rechter Hand, hielt erneut an, da die Dame aus Köln einen  Park beschrieben hatte. Ich  fragte an einem Kiosk, traf auf einen Herrn der etwas zuviel getrunken zu haben schien, sich aber dennoch artikulieren konnte und mir von den sieben Toren dieser Stadt erzählte.  Sehr interessant, ein echter Einheimischer, aber ich wollte nur das Zolltor finden. Er wusste es nicht, aber doch, irgendwann erinnerte er sich und ich befand mich in der Nähe.

Somit fuhr ich weiter und parkte irgendwo an einem Park, warf Centstücke in den Parkautomaten und bemerkte erst anschließend, dass ich nur noch zwei Minuten zu bezahlen hatte. Ich ließ mein Auto stehen und ging mit Bella auf Katzensuche.

Einen kleinen Park fanden wir vor, wirklich winzig, mit drei Spazierwegen und  mitten in der Stadt. Wo sollten hier Katzen leben und wo wurden sie gefüttert? Innerhalb von wenigen Minuten war dieses Terrain abgeschritten, zig Hunde und dazugehörende Spaziergänger gesichtet, aber keine einzige Katze.

Ich fragte eine, wie eine Lehrerin wirkende Frau mit Golden Retriver, ob sie Versorgerin und Katzen kennen würde.

„Selbstverständlich, die Katzen werden hier seit Jahren versorgt. Dort, an der Laterne.“

Die vermeintliche Lehrerin zeigte den Weg und tatsächlich sah ich eine rosa farbene Futterschale in einem Abhang stehen.

Fortsetzung folgt

Ein Kommentar zu “Ein paar Stunden einer Woche

  1. Pingback: Gedanken und Resümee von “Ein paar Stunden eines Tages” « Katzen-Heimat-Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s