Siesta in der Katzenheimat oder: Wo liegen sie denn?

Für alle Beteiligten bedeutet solch eine Zusammenführung Stress. Neun Katzen, die sich neu orientieren, gegenseitig akzeptieren und gleichzeitig ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden müssen. Auch wenn es sich um Kitten handelt, so ist das alles nicht einfach und Platz zum „aus dem Wege gehen“ notwendig. Die alteingesessenen Katzen haben das Problem ihr Revier verteidigen zu müssen, die Neuankömmlinge das Problem der Akzeptanz, denn irgendwo lauert immer die Chefin Romina und weist zurecht. Hermine kennt dieses Problem bereits länger und begnügt sich mit ihrem kleinen Reich, von wo aus sie Katzenkino beobachten kann. Nun ja, aber das bedeutet inzwischen auch Kino rund um die Uhr.

Mittlerweile konnten die jeweiligen Charaktere eingeschätzt werden, wobei die zwei weiß – roten Geschwister die selbstbewusste Garde bilden. Sie kann nichts erschüttern.

Das Schildpattmädchen ist zurückhaltend, aber es geht mutig seinen Weg, unauffällig, wie seine Tarnfarbe vorgibt. Heute Morgen wurde ich zwischenzeitlich wach und sie lag auf meiner Decke, also weiß sie bereits genau, an wen sie sich halten muss oder kann.

Das Tricolormädchen ist die schüchternste, sie zieht sich zurück und oft muss man lange suchen, bis man sie eventuell in einer geöffneten Transportbox findet.

Hunger, haben die Neuankömmlinge  alle nicht, sei es weil mein gebotenes Futter eine Umstellung bedeutet, die Lebensumstände noch zu neu sind  oder weil es einfach zu warm ist. Viele Gründe können die Ursache sein, ich muss beobachten  und habe ein weiters Problem, da ich nun aufpassen muss, dass nicht Charlie oder Romina die Reste mampfen und bald aus allen Nähten platzen.

Nur Kuhkätzchen fühlen sich (Gott sei dank) pudelwohl:

Apropos Charlie. Er wurde am vergangenen Donnerstag kastriert – der arme. Er war im vergangenen September innerhalb seiner Geschwisterschar der absolute Spätentwickler, und bis heute hat sich sein Verhalten kaum geändert. Er ist ein ausgeglichener Spaßvogel, ein Abenteurer der sogar durchs Küchenfenster aufs Dach kletterte. Während eines Tatortes an einem Sonntagabend, stand das Fenster  nach dem Kochen vergessen auf Kipp. Eine  Rettungsleiter der Feuerwehr war fast angesagt und noch jetzt sind seine Kratzspuren auf dem Dach erkennbar. Er markierte nicht und machte keine Anzeichen je ein „stinkender“ Kater zu werden, aber bei all den Neuaufnahmen war es unumgänglich.

Frau Dr. B.B. erledigte die kleine OP mit großer Wirkung und als ich den armen, armen Charlie, der sich in der Praxis  als Furie zeigte, abholte, fragte ich, ob er noch einmal vorstellig werden müsse. „Um Himmels willen, bleiben sie mir weg mit den Gesunden! Mir reichen ihre Kranken.“ 😉

Vor einigen Monaten schickte uns Katja ein liebevoll zusammengestelltes Paket, vorne drauf ein Foto ihrer Frettchen. Irgendwann wurde es Zeit und ich wollte das inzwischen längst leere Paket entsorgen. Aber nicht mitsamt Foto, das ging gar nicht! Somit schnitt ich das Foto aus und der Karton stand im Wohnzimmer. Wie auf folgenden Fotos erkennbar ist, wird der Karton bleiben.

2 Kommentare zu “Siesta in der Katzenheimat oder: Wo liegen sie denn?

  1. Ja, bei uns stehen ebenfalls solche Spiel- und Schlafkartons herum. Aber das Bild hättest Du nicht ausschneiden müssen, da kann ich Dich doch eher mit einem nicht verklebten Exemplar versorgen. 🙂
    Total knuffig, die Kittenbande. Sehr schöne Fotos.
    Ist das Charly in dem Karton? Das ist ein ganz schön strammer Bolz geworden!

  2. Pingback: Neues Jahr, neue Tierarztbesuche « Katzen-Heimat-Blog

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