Neuigkeiten

Habe lange nichts geschrieben und das tut mir Leid, vor allem Euch treuen Lesern gegenüber.

Zum einen war es ein eigenes  Missgeschick, da Laptops keine Limonade mögen. Das Glas kippte um und Festplatte war hinüber. Zum anderen war es das vergangene Wochenende, an dem  Kuhkatzmädchen große Sorgen bereitete. Von jetzt auf gleich mochte es nichts mehr essen, würgte, bekam Durchfall und schnelle Handlung war notwendig. Frau Dr. Brinkmann – Block befand sich in Urlaub, die verdiente Ruhe sei ihr gegönnt, aber was tun? Eine Vertretung gab es laut meines Wissens nicht und ich wollte / konnte nicht bis Montag warten. Am Samstag ging ich mit dem kleinen Mädchen somit zur Tierklinik, wo es untersucht, kein Fieber festgestellt wurde und wo man ratlos vor diesem rapide abnehmenden Katzenmädchen stand.

Ich studierte leider keine Tiermedizin und dennoch war mir klar, dass es ein ähnlicher Fall wie bei den drei „Spuckis“ werden und Antibiotika inklusive Cortison wichtig sein könnte. Nein, Antibiotikum  dürfe erst gegeben werden, wenn tatsächliche Anzeichen, wie Fieber, vorhanden sind. Aha, das also war  studiert und nicht das reale Leben. Kommt eben immer darauf an, an welchen Tierarzt man in Notfallsituationen gerät.

Panacur, ein Wurmmittel,  verabreichte die junge Tierärztin und ich fühlte mit dem winzigen Katzenkind, dem es eh schlecht ging und das bittere Flüssigkeit schlucken musste.  „Noch zweimal“, sagte die junge Tierärztin, ich nickte und warf die Wurmkur für spätere Fälle in die hinterste Ecke. Nur bis Montag durchhalten, bis Dr. B.B. wieder da ist. Ich schickte ihr eine SMS, ob sie bereits für einen Notfall bereit sei, aber sie schrieb zurück, dass sie sich noch auf der Rückreise befinde.

Kuhkatzmädchen hielt tapfer durch und Herr des Hauses nahm sich frei und stand Montagmorgen mitsamt immer schwächer werdendem Mädchen vor der Praxistür. Es war wirklich Eile angesagt und kein Warten auf weitere Anzeichen. Kuhkätzchen bekam die Medikamente die sie brauchte. Abends kam ich nach Hause und bereits im Hausflur roch es nach gutem Essen. Ich hatte eh Hunger und freute mich, dass der Herr des Hauses ein leckeres Abendessen gezaubert hatte. Stimmte auch, aber all das was nur für Kuhkatzmädchen gedacht, denn es gab ein Katzenhühnersüppchen aus dem Kochbuch für Stubentiger: „Alles für die Katz`“ von Sophie Klein.

Für die Hühnerbrühe

¼ Tl Salz

2 Hühnerschenkel ohne Haut (Hühnchenbrust tut es auch)

2 Möhren

100 g Stangensellerie (kann weg gelassen werden)

Für die Suppe

20g Möhre

1Tl Weizenkeimöl

10g gekochter Reis

½ Tl frisch gehackte Petersilie

Eine echter Kochaufwand zur später Stunde, weshalb ich mich an diesem Tag nicht an Essen erinnern kann, aber Kuhkatzmädchen stürzte sich nach ihren Infusionen mitsamt Bruder auf ihr Krankensüppchen. Wie vor Ewigkeiten, als man selber krank war und Muttern „arme Ritter“ oder eben die gesundende Hühnersuppe ans Bett brachte… lange her.

Immer wieder gab ich ihr einen Happen, mitsamt Kittenfutter von Real Nature vermischt, bissfein zerkleinert und möglichst flüssig. Auch alle anderen bekamen die gute Suppe unters gute Futter gemischt und schneller habe ich nie Näpfe leer werden sehen.  Am nächsten Tag war Kontrolle angesagt und Tierärztin und ich beglückwünschten uns gegenseitig, denn Herr des Hauses und Medikamente hatten es geschafft, dass Kuhkatzmädchen innerhalb eines Tages 50 g zunahm.

Nun war Abwarten und weitere Habachtstellung angesagt, denn auch beim Kuhkatzmännlein stellte sich ein Schnupfen mit eitrigem Nasenausfluss heraus. Sehr schwer erkennbar, wenn man es nicht weiß, aber somit bekommen beide Synulox per Tabletten und am Dienstag ist weiterer Kontrolltermin angesagt. Auch wegen des rechten Auges vom Mädchen, dessen Zustand  sich aufgrund der Cortisonbehandlung verbesserte und wo man mit spezieller Salbe doch noch ein „normales“ Auge erhoffen kann. Alles in allem kann niemand sagen woher dieses Unwohlsein, beziehungsweise bereits lebensbedrohlicher Zustand kam. Geschwächtes Immunsystem aufgrund der gewesenen Umstände liegt nahe. Aber alles ist möglich, auch an den Schuhen eingeschleppte Viren, wobei Schuhe im Korridor abgestellt werden. Die anschließende Schleuse fehlt, weshalb Beate dennoch fragte, ob wir noch drei weitere Kitten aufnehmen könnten. Soeben gefunden…

Ich kann eh nicht Nein sagen und seit meine Hündin Gipsy nicht mehr ist, habe ich im Grunde freie Handlungsfähigkeit. Somit antwortete ich mit „Grundsätzlich Ja, aber wie gesund sind sie?“ Diese Drei waren leider arg verschnupft und viel zu riskant zu weiteren Halbkranken zu setzen. Aber im Tausch gab es doch noch eine Alternative, nämlich drei größere und anscheinend gesunde Kitten, die ebenfalls ausgesetzt gefunden wurden und das Badezimmer ihrer Auffangstelle in Atem hielt.

Im Tausch, Alternative, wie sehr erinnerte mich das an Hündin Bella und vergleichbaren Tausch gegen Freiheit für drei unzähmbare Katzen. Aber so ist das im Tierschutz, wenn man mittendrin steckt und dennoch sein eigenes Ding macht.

Am Donnerstag kamen sie zu uns, nicht nur drei sondern vier, weil, geht doch – oder? So ist das im Tierschutz …

Hermine kann eh nichts mehr erschüttern:

Schildpattmädchen

Weiß roter Kater

Weiß rote Katze

Tricolormädchen

Auch wenn momentan noch Kämpfe und Fauchen angesagt sind, so stärkt ein  Gemeinschaftsblödsinn, wie zum Beispiel gewaschene Wäsche von der Galerie reißen – aber dort gehört Wäsche ja auch nicht hin:

Ansonsten heutiger und noch vorsichtiger Spaß im Heu:

Generationswechsel im Blumenkasten:

Eine wild gewachsene Sonnenblume auf dem Balkon grüßt Euch alle und wünscht Euch Glück und Gesundheit. Haltet die Ohren steif und bleibt der Katzenheimat treu:

8 Kommentare zu “Neuigkeiten

  1. Sabine, was für schöne Bilder. Du hast ja bald ein Exemplar jeder Farbe!
    Ich freue mich vor allem über die Bilder vom Kuhkatzmädchen und von Herminchen, an Beide gehen meine Gedanken im Moment am häufigsten.
    Da habt ihr in Gemeinschaftsarbeit wieder einmal ein Wunder vollbracht. Ich bin mir immer sicherer, dass auch meine Haus- und Hofärztin demnächst Frau B.B. sein wird.
    Ich finde es schön, dass der Herr des Hauses Euch so unterstützt. Wenn sich das rumspricht, werdet ihr bald noch von kreischenden Groupies belagert, die sich ein solches Exemplar mal ansehen wollen.
    Das Katzensuppenrezept werde ich mal ausprobieren, dass ist ja nicht nur bei Krankheit eine hervorragende Idee sondern auch generell einmal, denn so kriegt man auch gut noch ein wenig mehr Flüssigkeit in die Katzen, oder?
    Danke für den schönen Bericht!

  2. P.S.
    Ich wäre für mein Leben gerne dabei gewesen, als Frau B. B. und Du Euch gegenseitig auf die Schulter geklopft habt, da musste ich schon sehr schmunzeln.
    🙂

  3. Ich wusste ja, dass Du viel zu tun hast, aber dass es wieder so dramatisch war – noch mal Glück gehabt und … wenn ich auch seufzen muss, immer wieder neue – süß sind sie (die Tricolore hat es mir ja angetan); an dieser Stelle auch lieben Dank an den Herrn des Hauses, der die Frau des Hauses so unterstützt.

  4. Ich freu mich so, dass es dem kleinen Kuhkatzenmädchen besser geht und der Herr des Hauses muss ja ein Schatz sein :-).

    Da hast du dir ja eine wunderschöne Bande ins Haus geholt! Ach, wenn ich könnte, wie ich wollte… seufzzzz 🙂

  5. Wenn man die Brühe im Voraus kocht, nach dem Abkühlen in Eiswürfel-Beutel füllt und in den Gefrierschrank gibt, hat man immer fein portionierte Brühe im Haus. So mache ich das inzwischen. In extremen Fälle gebe ich noch Traubenzucker und/ oder Elektrolyte dazu.
    Bei der Tierklinik kannst Du Dich bei einem eventuellen nächsten Mal auch durchsetzen und eine Behandlung Deines Eigentums (!) in Deinem Sinne verlangen. Da mit einem Antibiotikum und auch mit Kortison so schnell kein Schaden angerichtet wird, solltest Du darauf bestehen und solltest im Normalfall bei energischem Daraufbestehen auch erfolgreich sein. Natürlich kann der TA die Behandlung daraufhin verweigern, machen aber die wenigsten.
    Eine Wurmkur ist bei geschwächten Tieren auch nicht ohne und ich verstehe die Indikation dafür nicht. Die Suspension bekommt man mit etwas laktosefreier Sahne oder Malzpaste ganz freiwillig in die Katzen. Einen kompetenten Eindruck erhalte ich von der TK nicht. :-/
    Ansonsten gebe ich Dir auch gerne meine Mobil-Nr., wir haben fast immer Prednisolon, Amox und Amoxicillin (Synulox) in der Hausapotheke. Dafür kann man auch mal nach Katzenheimat-Stadt fahren. :o)
    Sorry für den Roman. ;o)

  6. Pingback: Traurige Tatsachen « Katzen-Heimat-Blog

  7. Pingback: Futter statt Raketen « Katzen-Heimat-Blog

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