Freitag der 13.

Was kann es schlimmeres geben?

Eine Menge schlimmeres kann es geben und obwohl ich diesem Datum keinerlei Bedeutung beimesse, so geschahen  vorgestern eine Menge negativer  Dinge. Ein neuer ahnungsloser Disponent, Arbeiten, Aufgaben, Erlebnisse, Bedeutungen …  jedenfalls, meine Fresse, auf diesen Tag hätte ich gut verzichten können!

Diese negativen Dinge haben mit Arbeit und Co. zu tun und in der Katzenheimat nichts zu suchen, denn in der Katzenheimat gibt  es von diesem Freitag ein relativ positives Erlebnis zu berichten.

Katze Mara wurde am Donnerstag gefangen und konnte am Freitag sterilisiert werden. Wurm und Flohkur, alles Dank der Tierhilfe Rhein- Main- Ruhr finanziell erledigt, nur die Frage „Wohin“, die stand noch in den Sternen.

Mara mit Kerbe im linken Ohr

Zwar hatte sich Babette angeboten eine wilde Katze im Käfig aufzunehmen – und für zwei Tage ist das kaum ein Thema. Aber Mara? Sie war mir als relativ zugängliche Katze aufgefallen, die stets viel Hunger hat und überhaupt, es leben so viele zugängliche und bereits zahme Katzen im Hafen … die Chance einer Alternative und eventueller Vermittlungsmöglichkeit musste ich (wieder einmal) nutzen, nur mit neuen Möglichkeiten, da die alten mittlerweile ausgeschöpft sind. Und oh Wunder, eine Freundin von Jana nahm sie vorgestern Abend bei sich zu Hause auf und versucht oder testet, wie diese wilde Katze sich gibt. Ina ist geduldig, hat Zeit und kennt sich aus, da sie in Eigeninitiative auf Mallorca einen Großteil der Population von frei lebenden Katzen in den Griff bekommen hat. Alles aus eigener Tasche finanziert und sie gibt ihr letztes Hemd für die Tiere, somit auch für Mara.

Mara  war eine der Neuen von der neu eingerichteten Futterstelle, wo ein schwarzes Katzenbaby von Anwohnern gesichtet worden war und die mich darauf ansprachen. Das Kitten hatte ich selber nie gesehen, aber ich richtete die Futterstelle ein, da Aufmerksamkeit geboten war und eine Futterstelle gleichzeitig zur Fangstelle wird. Kurz danach sah ich Mara, diese hübsche dreifarbige, eine getigerte Katze und Monika sah bei einem ihrer Fangversuche die von Anwohnern gesichtete schwarze Katze. Keine der Katzen konnte ich als kastriert verzeichnen und somit ist das die fünfte Futterstelle am Hafen, die nun tagtäglich versorgt wird.

Mara ist  eine von scheinbar drei mir bisher unbekannten Katzen und/oder Katern, die sich an dieser Stelle aufhalten. Sie ist erst ca. ein Jahr jung und könnte  eine Schwester von Fritzchen sein und ebenfalls ein Kitten von Samantha. Laut Tierarzt wurde an der Schwellung ihrer Gebärmutter erkannt, dass  sie sich im Frühstadium einer Trächtigkeit befand…

Somit war es zwei Minuten vor Zwölf, was weitere Vermehrung anbelangt, da sich Katzen längst nicht mehr an Jahreszeiten halten. Von wegen Mai – und Herbstkätzchen, es geht inzwischen das ganze Jahr über rund. Obwohl, das schwarze Kitten wird eventuell aus der Generation Fritzchen/ Mara stammen, womit das eventuell Maras zweiter Wurf geworden wäre.

Aber all das sind meine eigenen Spekulationen und ich kann nicht mehr tun, als den Katzen einen Namen geben, sie erkennen,  sie versorgen und versuchen einen Überblick zu behalten.

Nun heißt es abwarten und schauen, wie sich Mara entscheidet. Zurück kann sie immer noch und jederzeit, denn niemand zwingt sie.

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6 Kommentare zu “Freitag der 13.

  1. Ich hoffe mal, dass Mara sich für ein Leben in menschlicher Obhut entscheidet, das währt einfach länger und ist sicherer. Aber ob sie das auch so sehen wird?
    Wurde sie denn wirklich nur sterilisiert, also nur die Eileiter durchtrennt? Oder wurde sie kastriert, also die Eierstöcke komplett entfernt?
    Und wie sieht es im Fall einer beginnenden Trächtigkeit aus – wird da die Gebärmutter eröffnet und die Früchte entfernt oder wird dann gleich auch noch die Gebärmutter mit entfernt? *neugierig bin*
    Bei uns in den Frettchenhilfen ist es manchmal nicht anders, wenn die Trächtigkeit noch nicht weit fortgeschritten ist, wird zugunsten der Mengen an Abgabis auf weitere Welpen, womöglich aus Inzucht und mit Behinderungen, verzichtet.

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