Erinnerungsschnipsel

Es ist viel geschehen innerhalb der zwei Wochen.

Ich beginne mit den beiden „Rotzis“, weil es dazu Fotos gibt und sich gesundene Kitten immer entspannt ansehen lassen.  Ihnen geht es mittlerweile wesentlich besser und der Käfig wurde zur Spielstätte umfunktioniert.

Ansonsten dauerte es nicht lange und sie verlangten Freigang. Freigang in einem Zimmer, was für Minnikatzen die ganze Welt bedeutet. Sie bekamen ihn, denn wer kann solch einem ausdauernden Minnikatzenmiauen schon widerstehen?

Weiterhin konnte wilder Kater Fritzchen gefangen und kastriert werden. Monika half mir, indem sie ihn zum Tierarzt brachte, eine Weile bei sich unterstellte und zurückbrachte, wo wir ihn gemeinsam wieder frei ließen.

Innerhalb der Falle zeigte er sich als Furie und ich kam ins Zweifeln, ob es sich tatsächlich um den kleinen Charmeur handelt. Erst beim Herauslassen konnte ich anhand seiner Bewegungen erkennen, dass es Fritzchen war. Es war nicht einfach und immer wieder muss ich mich irgendwie beruhigen, wenn ich sehe, wie solch ein Tier in Panik ausbricht. Es sind nun einmal Wilde, auch wenn sie sich streicheln lassen – irgendwann. Fritzchen geht es allerdings wieder gut und er nahm mir diese Aktion nicht übel. Vielen Dank an Monika für ihre jetzige und zugesicherte weitere  Hilfe! Und vielen lieben  Dank an die Tierhilfe Rhein Main – Ruhr für Übernahme der Kosten, die auch eine Wurmkur beinhalten!

Bei der wilden Muckl stellte ich einen Gurkenkernbandwurm fest. Nicht wirklich appetitlich und zuerst wusste ich nicht, was es mit diesen kleinen, weißen und meist noch lebenden Stückchen auf sich hat, die an ihrem Fell klebten. Internet oder Erfahrungen machen es möglich.

Die befragte Tierärztin gab mir Profender, obwohl ich vor einigen Wochen Stronghold gegeben hatte. Aber: „Das wirkt nicht gegen Bandwurm!“, wie mir Dr. B.B.B. um die Ohren warf. 😉 Man lernt eben nie aus.

Links Muckl, rechts Micky

Wilder Kater Micky kam morgens mit einem geschlossenen rechten Auge auf mich zu. „Was hast Du denn?“ Er wollte diese Frage nicht beantworten und ich wartete ab. Einige Tage später war das rechte Auge zwar wieder in Ordnung, aber das linke umso stärker gerötet. Es tränte und er schüttelte ständig seinen Kopf. Da es Mittwoch war und Dr. B.B.B. die Praxis geschlossen hatte, rief ich Jana an, die eh mit ihrem Kater zum Tierarzt musste. Ich erklärte die Anzeichen und bat um ein Medikament. Jana bekam per Ferndiagnose Amoxiclav, das zwei Mal täglich als viertel Tablette verabreicht werden sollte. Kein Problem, denn Micky mag Leberwurst, wie sich herausstellte. Micky  ist inzwischen ein alter Knochen, ihn muss ich vor dem kommenden Winter irgendwie unterbringen oder mit nach Hause nehmen. Inzwischen geht es auch ihm wieder gut, aber die Medikamentengabe sollte deswegen nicht abgebrochen werden. Es kann nicht schaden, da man die Ursache nicht benennen kann. Lieben Dank an Jana, für die Übernahme der Kosten!

Der TSV, an den ich mich in einer Gereiztheit der Hilflosigkeit wandte, gab den Hafenkatzen 100 Dosen Carny von Animonda! 150 Euro wurden für die Hafenkatzen bereitgestellt und zig Kilo Trockenfutter werden noch folgen. Bei unserer Übernahme der Dosen stellte ich fest, dass die Carny Dosen für 1,09€ eingekauft werden konnten. Ich zahle immer 1,29€ und werde wohl den Laden wechseln müssen. Vielen Dank an Marcus, den wortwörtlichen Schatzmeister des TSV, für den Kauf und die  unproblematische Übergabe des Futters!

Leider geht es der wilden Hermine wieder schlechter. Sie verweigert seit drei Tagen die Futteraufnahme und überhaupt, sind wir fast wieder an dem Punkt angekommen, an dem sie nur noch vor sich hin dämmern möchte. Dr. B.B.B. ist bis Montag nicht vor Ort, aber sie schrieb in einer  E-Mail, dass ich alles versuchen soll und wir erneut Cortison spritzen müssen. Tja … nicht einfach, solch eine unnahbare Katzenomi  wiederholt zum Tierarzt zu schleppen. Aber was soll es, denn nach dem letzten Mal kam sie bis auf den Balkon gelaufen, sie hatte Freude am Leben und Hunger ohne Ende. Und vorher ging es ihr verdammt schlechter. Leider auch eine Ferndiagnose, die man bei Hermine stellen muss – oder mal schauen, wie sich die Lage entwickelt.

Ach ja, und Hauskater Charlie mordete soeben eine kleine, kaum geschlüpfte Blaumeise – toller,  ganz toller Tierschutz …

6 Kommentare zu “Erinnerungsschnipsel

  1. Hallo Sabine!

    Was für ein Glück das es Engel wie Dich hier gibt.
    Ich sende Dir ganz viel Licht und Kraft damit Du auch weiterhin alles für diese Geschöpfe erreichen kannst was immer es auch gerade ist.

    Das mit der kleinen Blaumeise kenne ich leider nur zu gut.

    Kannst Du Dich noch daran erinnern als ich mich wegen meiner kleinen „Wilden“ an Dich gewand habe?

    Genau über meiner Futterstelle haben sich Rotschwänzchen eingenistet.

    Habe alles entfernt was nur annähernd zum klettern hätte dienen können und die Freßnäpfe immer gefüllt sobald sie zur gewohnten Fütterzeit kamen damit sie mir die Vögel in Ruhe lassen sollten.

    Heute morgen mußte ich leider sehen das das Nest heraushing.

    Ich nahm mir einen Schemel und kletterte hinauf, mit Handschuhen habe ich es vorsichtig genommen und wieder zurückgeschoben.

    Leider konnte ich nichts mehr machen. Es war leer.

    Meine Mutti sagte gestern noch habe sie sehen können das ganz winzig kleine Geschöpfe da drinn vor sich hin fiepsten und die Eltern mächtig stolz Futter heranbrachten.

    Der ganze Tag heute war für mich gelaufen, ich hatte immer wieder Tränen in den Augen sobald ich die Terrasse auch nur anschaute.

    Wenn ich soweit bin das ich wieder dorthin kann ohne in Tränen auszubrechen muß ich zusehen das ich etwas ändere.
    Habe auch noch zwei Nistkästen die mir ein alter Mann geschenkt hat die er selber macht.

    Nur muß es diesmal so sicher sein das sie bestimmt nicht mehr rankommen.

    Liebe Sabine wie mein „Lehrer“ immer zu mir sagt: Immer weiter so, immer weiter.

    Ganz liebe Grüße
    Moni

  2. Katzen können halt auch nicht gegen ihre Natur ankommen, auch wenn es für uns und die Meisen schmerzlich ist. So etwas macht auch mich traurig und es fällt schwer zu akzeptieren, aber – Charlie ist nunmal eine Katze. Mit allem, was dazu gehört.

    Die kleinen Rotzis sind allerliebst und sehen wunderbar gesund aus. Klasse!

    Hoffentlich ist Muckel schnell die Würmer los – Parasiten belasten den Körper ja doch sehr.

    Für Micky hoffe ich auf ein Zuhause – eines, in dem er weiterhin stromern kann, aber ein Auge auf ihn gehalten und er gut versorgt wird.

    Es ist schön, dass Du Unterstützung bekommen hast; ist ja nicht alltäglich.

    lieben Gruß
    Katja

  3. toller, ganz toller Tierschutz …
    kann ich gut nachvollziehen Dein (MIss)Gefühl, mir taten auch die Mäuse leid, die meine Katze im Garten gefangen hatte.
    Schön, dass es den Kleinen wieder gut geht, sie sahen ja wirklich schlimm aus.
    Das wollte ich ohnehin mal fragen, wie das mit der Wurmbehandlung der wilden Katzen ist an den Futterstellen so ist…

  4. Vielen Dank Euch Dreien, für Verständnis und Kommentare.

    Das mit den Meisen und überhaupt Vögeln, entfacht ja auch oft „Kriege“ zwischen speziellen Vogelschützern und Katzenversogern. Oftmals wird das haargenau getrennt, wobei wir z.B. an alle denken, aber das funktioniert in diesem (mittlerweile) engen Umfeld leider nicht wirklich.

    @Moni: Klar, erinnere ich mich an Deine „Wilde“. Hast Du sehr gut hinbekommen und es müsste mehr Menschen geben, die sich so viele Gedanken und Mühe machen. Genau, und immer so weiter, denn irgendwie geht es immer …
    (Deine Tel.nr. habe ich leider verschludert, wenn Du meine noch hast, mede Dich gerne!)

    @Katja: Für Micky suche ich insgeheim schon lange, aber er wird wohl hier landen (müssen). Bisher war Freigang ein Thema, weshalb ich aber auch nichts fand, denn er ist misstrauisch ohne Ende, würde eventuell nicht bleiben und/oder sich nicht einleben. Aber er wird alt, richtig alt, deshalb ist ein Dach über dem Kopf bei einer vertrauten Person wahrscheinlich das Beste, was ich ihm bieten kann.

    @Bettina: Erstmalige und eventuell lebenslang einzige Wurmkur wird bei der Kastration per Spritze verabreicht. Im Anschluß kann man nur den Zahmen gezielt und auch nur ab und zu (wenn der Geldbeutel es erlaubt) eine Portion geben. An einer Futterstelle Wurmmittel austeilen bringt nichts, von daher nur für die Zahmen, bei denen man sieht, wenn sie ein Stück Leberwurst etc. genommen haben. Das Profender oder Stronghold wird in den Nacken getropft, soll wirksamer als Tabletten sein, aber kann wortwörtlich in die Hose gehen. 😉

    Liebe Grüße
    Sabine

  5. Pingback: Freud und Leid an den Futterstellen « Katzen-Heimat-Blog

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