Spuckis gingen und Rotzis kamen

Während die liebe Tierschutzkollegin die zwei verbliebenen, ehemaligen „Spuckis“ (ihnen geht es übrigens gut!) abholte und zur eigentlichen Familie zurückbrachte, wo Mutter, Geschwister und ordentliche Vermittlung bereits warteten, sagte ich, dass sie sich jederzeit bei Notfellen melden könne. Es dauerte nur zwei Tage und schon hatten wir zwei „Rotzis“ hier. Ausgesetzt und glücklicherweise gefunden. In einem Karton,  mitten im ach so tierliebenden Deutschland …

Sie mampfen bereits alleine, spucken das Fresschen auch nicht wieder aus, zeigen lediglich die typischen Anzeichen von Schwäche, Alleinsein, Erkältung und Enttäuschung. Ungefähr 5 – 6 Wochen jung, im Grunde so klein, wie vor einem Jahr Tiffys Babys waren, als sie mich fanden. Nur eben krank, aber das bekommt man in den Griff. Enttäuscht worden scheinen sie wirklich, denn heute, nachdem sie morgens zu uns kamen, wunderte es mich, dass ich zwei charakterstarke, fauchende kleine Miniwesen aus der Box holen musste. Sie bekommen Augentropfen 4x täglich, Antibiotikum 2x täglich. Medikamente aus Spanien, in Mengen gekauft, da Medizin dort mit denselben Inhaltsstoffen wesentlich preiswerter zu erhalten ist. Auch so ein unglaubliches Ding, denn: Wer verdient  hier an dieser Einnahmespanne? Aber egal, jetzt heißt es erst einmal päppeln.

Vorab musste der Käfig in irgendeiner Art desinfiziert werden, bisher war ich nicht einmal dazu gekommen das Unterteil mit heißem Wasser auszuspülen. Aber Beate brachte nach Absprache ihr Ozongerät mit. Für alle, die solch ein Teil (wie ich) noch nicht kennen. Eigentlich unglaublich, da man nichts hört, nichts sieht. Innerhalb eines Käfigs ist eine Abdeckung wichtig. Innerhalb eines Raumes die Zeit.

Im Endeffekt riecht es ein wenig nach Chlor, was den Eindruck wie in einem Schwimmbad erweckt. Man kann auch ein komplettes Zimmer damit desinfizieren, nur Staub saugt es (leider) nicht ein. In der Fahrzeugaufbereitung wird es mittlerweile oft genutzt, somit aufpassen, wenn ein angepriesener Neuwagen einen Tatsch nach Chlor riecht.

Anschließende Neueinrichtung:

Nun denn, mal wieder und wieder abwarten und Daumen drücken.

Momentan kursiert die Welpenschwemme, im Herbst war und ist es erneut soweit, dank all der blauäugigen und im Karton oder Mülleimer entsorgenden Halter. Der Sommer kommt  und die Ferien beginnen. Was das heißt, wisst Ihr Leser selbst. Meine innige Bitte: Wenn Ihr ein Zimmer, eine Ecke  frei habt, Ihr könnt ebenfalls viel bewegen und zum Beispiel solch kleine Kitten aufnehmen. Sie benötigen nicht viel Platz, es macht wirklich kaum Mühe. Aber Ihr helft Leben retten!

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8 Kommentare zu “Spuckis gingen und Rotzis kamen

  1. Oh, man, manchmal frag ich mich, nimmt das nie ein Ende – und dann freut man sich doch an der Entwicklung der kleinen Geschöpfe; man darf nur nicht an die denken, die nicht gefunden werden…
    Das mit dem Ozongerät finde ich interessant. Ich nutze zum Luftdesinfizieren den sonst nie genutzten Gesichtsbräuner (Höhensonne) – weil der (vom Hersteller ungewollter Nebeneffekt wie beim Laserdrucker) eben auch Ozon erzeugt.

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